Beim Thema Graffiti gehen die Meinungen weit auseinander. Während besonders Geschädigte Graffiti mit Schmierereien und Sachbeschädigung in großer Höhe verbinden, ist es für Sprayer Kunst, jugendliche Ausdrucksform oder Jugendkultur. Mit solchen Betrachtungen ist jedoch weder den Geschädigten, die teilweise über Schäden in Millionenhöhe klagen, noch den zumeist jugendlichen Sprayern, denen nach ihrer Ermittlung oftmals enorme Schadensersatzforderungen ins Haus stehen geholfen.

Zudem bestehen gerichtlich erwirkte Schadensersatzansprüche der Geschädigten 30 Jahre fort und können zu einer dauerhaften Belastung und Verschuldung für junge Menschen werden.Aus diesen Gründen wird in Düsseldorf der Problematik im Rahmen des Projektes entgegengewirkt. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Stadt Düsseldorf, den städtischen Justiz- und Polizeibehörden und dem Jugendring Düsseldorf.

Unsere Angebote

  • Kontaktaufnahme zwischen Sprayern und Geschädigten
  • Vermittlung zwischen Geschädigten und Sprayern bei der Wiedergutmachungsvereinbarung
  • außergerichtliche Einigung ohne Zusatzkosten
  • Erstellung einer Übersicht über alle Schadensfälle und deren Wiedergutmachungsvereinbarungen
  • Aufklärung über mögliche Folgen einer Sachbeschädigung durch Graffiti
  • Anleitung und Beaufsichtigung bei der Schadensbeseitigung
  • Bereitstellung von Werkzeug, Spezialreinigungsmittel und ggf. Farbe
  • Kontrolle der Einhaltung der Vereinbarung und Berichterstattung an die Staatsanwaltschaft
  • Sozialpädagogische Begleitung der Wiedergutmachung

Projektziele

  • Ermöglichung einer schnellstmöglich auf die Tat folgende Sanktion für die jugendlichen und heranwachsenden Sprayer/-innen.
  • Konfrontation der Jugendlichen mit Ihren Straftaten, um diese zur Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln zu bewegen.
  • Ermöglichung einer für den Jugendlichen leistbaren und für den Geschädigten zufriedenstellende Schadenswiedergutmachung.
  • Vorrangige Hinwirkung auf eine direkte Schadenswiedergutmachung, sowohl bei Privatpersonen wie auch bei Organisationen.
  • Abwicklung der (erstmaligen) Graffiti-Straftaten in Düsseldorf auf außergerichtlichem Wege (Täter-Opfer-Ausgleich / Schadenwiedergutmachung)
  • Vermeidung erneuter Straffälligkeit durch die unmittelbare Wiedergutmachungsleistung und die sozialpädagogische Betreuung.
  • Vermeidung eines erschwerten Einstiegs in das Berufsleben der jungen Täter/-innen durch Überschuldung und/oder Vorstrafen.
  • Unbürokratische und zügige Schadensabwicklung für die Geschädigten.

Neuigkeiten aus dem Projekt

Infomaterial