In den Osterferien ging’s für eine Gruppe Jugendlicher aus Düsseldorf, zusammen mit Nora und Mona in die USA – Ziel: Charlotte, North Carolina! Das Ganze war Teil des Projekts Co-Creating Our City, und wir haben eine Woche lang die Stadt erkundet, uns mit anderen Jugendlichen ausgetauscht wie junge Menschen aktiv an kommunaler Politik beteiligt werden können .
Die Tage in Charlotte waren vollgepackt mit Erlebnissen. Zuerst haben wir uns Uptown angeschaut, mit seinen riesigen Wolkenkratzern und breiten Straßen. Im MINT Museum für moderne Kunst gab es eine faszinierende Ausstellung über die Wissenschaft des Handwerks – Craft in the Laboratory. Wir haben gesehen, wie Kunst und Wissenschaft sich überschneiden und wie kreative Prozesse in der Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Es war beeindruckend, wie die Ausstellung uns gezeigt hat, dass Handwerkskunst nicht nur traditionell, sondern auch hochmodern und wissenschaftlich sein kann.
Ein weiteres Highlight war das Discovery Place Science Museum, das uns jede Menge Spaß gemacht hat. Besonders die Mondausstellung war super spannend – wir konnten uns auf einer „Mondoberfläche“ umschauen und viel über die Erforschung des Weltraums lernen. Im Aquarium haben wir dann Meerestiere angefasst und erfahren, wie die Meereswelt funktioniert. Und natürlich durfte auch ein bisschen Experimentieren nicht fehlen! Wir haben in Laboratorien physikalische Experimente machen können und dabei richtig viel über den Körper und andere spannende wissenschaftliche Themen gelernt.
Ein weiterer cooler Moment war das Baseballspiel der College-Mannschaft Charlotte 49ers. Die Stimmung im Stadion war besonders –wir konnten gleich mehrere Homeruns sehen! Allerdings mussten wir erst mal die Regeln verstehen, was nicht ganz einfach war. Zitat eines Teilnehmers: „Etwas langweilig, aber trotzdem cool irgendwie.“ Klar, es ist nicht der actionreichste Sport, aber es war spannend, die ganze Atmosphäre mitzuerleben und zu sehen, wie viel Leidenschaft die Sportler und Fans in das Spiel stecken.
Der Street Art Walk durch South End war auch sehr interessant. Wir haben uns nicht nur die Wandkunst angeschaut, sondern uns auch gefragt: Was ist eigentlich Kunst und was ist Werbung? Es war spannend zu diskutieren, wann Street Art „wirklich“ Kunst ist und wann sie kommerziellen Interessen dient. Wir fanden es cool, dass Künstler*innen für ihre Arbeit bezahlt werden, aber wir haben uns gefragt, ob dadurch vielleicht die Authentizität der Kunst verloren geht.
Der inhaltliche Grund unserer Reise war der Summit mit Jugendlichen aus Charlotte. Wir haben uns in Workshops überlegt, wie junge Menschen mehr Einfluss auf die Entwicklung ihrer Städte nehmen können. Es war spannend zu sehen, was unsere bisherigen Forschungsergebnisse sind und welche Ideen und Wünsche wir erarbeitet haben, auch wenn wir in verschiedenen Teilen der Welt leben.
In den gemeinsamen Abenden konnten wir uns noch besser kennenlernen. Die Reise war also nicht nur der Summit, sondern auch eine Möglichkeit, mehr von Charlotte und seiner Umgebung zu entdecken und jungen Menschen vor Ort zu begegnen. Highlight war der gemeinsame Besuch einer Arcade am letzten Abend, den wir dann noch bei Milkshakes und Snacks in einem bekannten Diner haben ausklingen lassen.
Am Donnerstag gab es dann noch eine hybride Veranstaltung mit Vertretern der Stadtverwaltungen aus Charlotte und Düsseldorf. Hier haben wir unsere Erfahrungen und Ergebnisse geteilt und diskutiert. Wir hoffen, dass die Städte das Thema junge Menschen und Stadtentwicklung weiterhin ernstnehmen.
Am Freitag gab es dann nochmal einen intensiven Workshoptag und einen Abschluss in einer Arcadehall mit vielen verschiedenen Spielen und ein letzter gemeinsamer Dinerbesuch. Wir waren alle ein bisschen traurig, aber auch super dankbar für die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die wir mitgenommen haben. Samstag ging der Rückflug los- Sonntags kamen wir (leicht gejetlaggt, aber total happy) wieder in Düsseldorf an.
Ein riesiges Dankeschön geht an die Stadt Düsseldorf und das Jugendamt für ihre Unterstützung und an GMF und die Gambrell Foundation für die Finanzierung des Summits. Aber das war noch nicht alles! Das Projekt geht weiter – im Juni treffen wir uns wieder bei einem Barcamp, um alles, was wir gelernt haben, zu vertiefen und den Austausch fortzusetzen





