Ergebnisse des Bezirkschecks
Wir haben mit den Austauschtreffen im November einen wichtigen Meilenstein im Beteiligungsprojekt „Jugend checkt Düsseldorf“ erreicht. Kinder- und Jugendgruppen haben in den Wochen vorher ihre Stadtteile erkundet und daraus konkrete Verbesserungsideen entwickelt. Nun trafen sie auf Bezirkspolitiker*innen und Vertreter*innen verschiedener Ämter – und bekamen direkt Rückmeldungen zu ihren Themen.
Zwei Austauschtreffen – viele Ideen
Die Kinder und Jugendlichen brachten viele Ideen und Forderungen mit. Die folgenden Beispiele sind ein Ausschnitt aus den Austauschtreffen. Weiter unten könnt ihr auf der digitalen Karte alle Themen und Orte ansehen.
17. November 2025 – Treffen im Kinderspielhaus
Die Schüler*innen des Goethe-Gymnasiums stellten ihre Idee eines Kiosks vor, der sich speziell an Jugendliche richtet. Dort soll es Angebote geben, die frisch, nachhaltig produziert und preislich fair sind. Ein weiteres Thema war die Verlegung des Suchthilfezentrums in der Nähe des Karl-Wagner-Platzes, um eine räumliche Trennung von z. B. Grundschulen sicherzustellen. Außerdem ging es um die Aufwertung verschiedener Basketballplätze (LFDY Basketball Court, Hermannplatz, Zoopark). Die Vertreter*innen von Politik und Verwaltung haben gut zugehört und die Anregungen aufgenommen. Sie haben direkt erklärt, welche Handlungsspielräume es gibt. Das Garten- und Sportamt wird sich zum Beispiel über die Pläne zum Bodenbelag auf dem Basketballplatz im Zoopark erkundigen. Eine Beleuchtung an diesem Ort ist ausgeschlossen, da hier der Natur- und Tierschutz wichtiger sind. Wenn im Park viel Licht ist, stört das die Tiere, die dort leben.
Das große Thema der Kinder der Paulusschule war das Pilotprojekt der Nachbarschaftszone vor ihrer Grundschule. Für diese Zone wünschten sich die Kinder, dass die Autos nicht so schnell fahren. Weitere Ideen waren Spielstraßen-Schilder, mehr Kontrollen an der Hol- und Bringzone und mehr Orte, an denen Pflanzen blühen und Insekten leben können. Dazu gab es viele interessierte Rückmeldungen und hilfreiche Tipps zur Umsetzung, etwa zu den Straßenschildern. Insgesamt sehen die Kinder der Paulusschule bereits viele positive Veränderungen seit der Einführung der Nachbarschaftszone und wollen die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten.
27. November 2025 – Treffen in der Freizeiteinrichtung Icklack
Die Gruppe vom Kinderspielhaus wünschte sich mehr Trinkwasserbrunnen, vor allem am Hermannplatz. Die Kinder haben deutlich gemacht, dass die Unterführung an der Wetterstraße ein Angstraum ist, wo es dunkel ist und unangenehm riecht. Dieses Thema kam am Abend noch häufiger vor. Ob es hier möglich ist, mehr oder hellere Lampen zu installieren, wird vom Verkehrsamt geprüft. Was den Trinkbrunnen betrifft, so gab es die erfreuliche Rückmeldung, dass der Hermannplatz in Zukunft einen erhalten soll.
haben eine Ampelschaltung kritisiert, wenn man von der Icklack in Richtung Stadtwerkepark geht. Das Amt für Verkehrsmanagement teilte mit, dass dies bereits wegen häufiger Unfälle dort besprochen wird. Bei den Jugendlichen der Freizeiteinrichtung Icklack ging es vor allem um schlechte Beleuchtung, etwa beim Kinderspielplatz zwischen Langerstraße und Binnenstraße oder im IHZ-Park („Entenpark“).
Der Bezirkscheck der Gruppe der Montessori-Grundschule ergab den Wunsch nach mehr Klettermöglichkeiten und Begrünung auf dem Schulhof. Eine weitere Idee war ein neuer Bau- bzw. Abenteuerspielplatz für Flingern, da die Angebote in anderen Stadtteilen zu weit weg seien. Hier stellte sich allerdings die Frage nach einem geeigneten Standort.
Die Gruppe der Freizeiteinrichtung INFO forderte mehr überdachte Jugendorte – zum Chillen und zum Sportmachen (z. B. Calisthenics). Außerdem möchten sie Stromkästen schöner gestalten. Aus dem Sportamt kam die Information, dass tatsächlich bereits ein Modellprojekt für eine überdachte Sportfläche geplant ist.
Jugendliche, mit denen wir im Sommer bei Aktionen in den Stadtteilen gesprochen haben, brachten ebenfalls Themen ein. Sie wünschten sich mehr Möglichkeiten zum Fußballspielen sowie Wasserspender. Ein anderes großes Thema war Sicherheit, gerade am Worringer Platz rund um den Bahnhof.
Ausblick – wie geht es weiter?
Wir sortieren die Ergebnisse jetzt und fassen sie in einer Dokumentation und der digitalen Karte zusammen (mehr dazu unten). Dann fragen wir alle Themen noch einmal bei der Bezirksvertretung und den verschiedenen Ämtern der Stadt nach. Die Rückmeldungen dazu schicken wir dann allen Gruppen und veröffentlichen sie, damit alle Interessierten auch nachlesen können. Bis April / Mai 2026 – denn dann schauen wir beim großen Re-Check gemeinsam darauf, was sich getan hat. Wie feiern Erfolge, sprechen aber auch darüber, warum das eine oder andere Zeit braucht und wo Kompromisse nötig sind.
Alle Ergebnisse auf einen Blick
Sämtliche Themen der Kinder und Jugendlichen findet ihr hier in dieser digitalen Karte…










