Unser Jahresbericht 2025 ist da!
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Volltext (für die Suchfunktion)
Trägerverein und Geschäftsstelle
Der Jugendring Düsseldorf
Der Jugendring Düsseldorf ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Düsseldorf. Wir vertreten die Anliegen und Interessen aller junger Menschen in unserer Stadt. Die Vielfalt unserer Mitglieder ist die Stärke des Jugendrings. Im Jugendring spiegelt sich die Vielfalt der Jugendverbände mit den unterschiedlichsten Werteorientierungen wider. Wir stehen für das interkulturelle Zusammenleben aller Menschen unter der Bedingung der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung – unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung.
Im Vordergrund unserer Arbeit steht das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen in Düsseldorf. Zu den wichtigsten Merkmalen der Arbeit des Jugendrings zählen daher die Förderung und Unterstützung der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und demokratischen Mitbestimmung junger Menschen.
Als Zusammenschluss von Düsseldorfer Jugendgruppen, -verbänden, -initiativen, Trägern von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und weiteren Projekten haben wir ein breites Erfahrungsspektrum sowie hohe Kompetenz und Wirksamkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als jugendpolitische Interessenvertretung in Düsseldorf.
Die Mitgliedschaft im Jugendring ist freiwillig. Eine Mitgliedschaft der Jugendorganisationen der Parteien ist nicht möglich. Der Jugendring Düsseldorf kooperiert mit dem Düsseldorfer Jugendrat und mit dem RPJ (Ring der politischen Jugendorganisationen).
Die Vollversammlung ist das oberste Organ. Bei ihr liegt die Gesamtplanung der Arbeit. Sie tagt mehrfach im Jahr und setzt sich aus den Delegierten der Mitgliedsorganisationen zusammen. Der Delegiertenschlüssel orientiert sich an der Größe des Mitgliedsverbandes.
Auf der Grundlage der Beschlüsse der Vollversammlung arbeitet der Vorstand des Jugendrings. Er vertritt den Düsseldorfer Jugendring nach innen und außen. Unterstützt wird er dabei vom hauptberuflichen Personal der Geschäftsstelle.
LINK jugendring-duesseldorf.de/jugendring
Haus der Jugend: Unsere Büro-
und Veranstaltungsräume
Im September 2022 haben wir im neuen Haus der Jugend unsere Tätigkeit aufgenommen. In den letzten Jahren haben wir uns im Haus immer weiter eingelebt. Seit 2024 ist nun auch die Licht- und Tontechnik in der Halle und im Café installiert, und wir können nun alle Veranstaltungen wie benötigt durchführen. Das Angebot der zahlreichen Seminarräume mit Café und Halle ist für viele Akteur*innen und Organisationen attraktiv, dort Fachtage, Seminare und alle anderen kleinen und großen Veranstaltungen abzuhalten.
Mit den Jugendmedientagen (S. 18) und diversen Fachtagen konnte auch der Jugendring das Haus in hoher Auslastung bespielen. Das Fancafé etabliert sich immer weiter zu einer festen Größe im Haus und erfreut sich wachsender Besucher*innenzahlen. Grundsätzlich bietet der Jugendring die Nutzung der Räumlichkeiten all seinen Mitgliedsverbänden an. Auch die Stadt Düsseldorf kann beim Jugendring eine Nutzung anfragen. Wir bieten sechs voll ausgestattete Seminarräume für jeweils 20 Personen, ein Café für etwa 70 Personen und eine große Veranstaltungshalle für knapp 200 Personen. Anfragen zur Raumnutzung sind direkt an die Jugendring-Geschäftsstelle zu stellen.
LINK jugendring-duesseldorf.de/hdj
Neues Corporate Design für den Jugendring Düsseldorf
Auf der Klausurtagung in Karlsruhe 2024 und im Austausch mit dem dortigen Jugendring entstand der Plan, unser veraltetes Corporate Design neu zu denken. Im Frühjahr 2025 haben wir eine Agentur beauftragt, ein neues Design zu entwickeln. Nach mehreren Entwürfen und Anpassungen stand im September 2025 das finale Konzept. Seitdem arbeitet unser Medienreferent an der Umsetzung – neue Schilder, Werbematerialien, Vorlagen, Druckmaterialien und eine überarbeitete Website. Auf der Vollversammlung im Dezember 2025 wurde das Design vorgestellt. Ab März 2026 wird es offiziell eingeführt. Zum Erscheinungsdatum dieses Jahresberichts wird das Corporate Design bereits umgesetzt sein.
Vollversammlungen 2025
Jugendring-Vollversammlung 2025-01
im Haus der Jugend
Bei der ersten Vollversammlung 2025 am 26. März standen die Vorstandswahlen im Mittelpunkt. Victor Wunderlich (2. Vorsitzender, 2. v.r.), Ronja Munko (3. v.l.) und Nico Kranz (2. v.l.) (beide Mitglieder des Vorstands) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das Team vom Jugendring stellte den Delegierten die Planungen für 2025 vor: wie die Wahlkampagne zur Kommunalwahl (S. 43), das Geschichtsfestival (S. 19), Vorhaben für internationale Jugendbegegnungen (S. 22), den Relaunch von youpod.de (S. 33) und die Tagung der Großstadtjugendringe in Düsseldorf (S. 10).
Jugendring-Vollversammlung 2025-02
im Haus Spilles
Schwerpunkt der zweiten Vollversammlung am 3. Juni waren Neuigkeiten zum Kinder- und Jugendförderplan, die den Delegierten vorgestellt wurden. Ronja erinnert noch einmal an den Aufruf zum Jugendbündnis für Demokratie. Planungen für die Gehwählen-Wahlkampagne wurden konkretisiert und die Ergebnisse aus der Umfrage zur Raumsituation der Jugendverbände vorgestellt. Hier wurde ersichtlich, dass die meisten Verbände mit ihrer Raumsituation recht zufrieden sind, es aber an einigen Stellen auch Unterstützungsbedarf gibt. Der Jugendring wird das Thema weiterverfolgen und Hilfe anbieten, wo er kann. Wir bedanken uns beim Haus Spilles für die Gastfreundschaft.
Jugendring-Vollversammlung 2025-03
bei den Rheinrittern / Bürgerhaus Benrath
Bei der dritten Vollversammlung am 16. September wurde der Aufruf für ein Jugendbündnis für Demokratie mit den Anmerkungen und Ergänzungen der letzten Vollversammlung überarbeitet, zur Abstimmung gebracht und einstimmig angenommen (S. 48 und LINK jugendring-duesseldorf.de/beschluss/jugendbuendnis-fuer-demokratie). Weiterhin stellte sich auf der Vollversammlung die Servicestelle Inklusion beim Ev. Jugendreferat und der katholischen Jugendagentur vor. Die Jugendverbände erhalten von der Servicestelle Unterstützung bei allen Fragen zum Themenbereich Inklusion. Das Team vom Jugendring rekapitulierte die Wahlkampagne, Planungen für „80 Jahre Jugendring“ 2026 wurden vorgestellt. Katharina erklärte die Umstrukturierung der Fachstelle für Demokratische Jugendbildung zum „Lernort Demokratie“. Vielen Dank an die Rheinritter für ihre Gastfreundschaft.
Jugendring-Vollversammlung 2025-04
im Haus der Jugend
Am 10. Dezember trafen wir uns zur letzten Vollversammlung des Jahres in weihnachtlicher Runde. Der neue Jugendhilfeausschuss konstituierte sich nach den Kommunalwahlen: Pina Nell stellte sich per Video als neue Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss der Stadt Düsseldorf vor und wird ab März beratendes Mitglied sein. Für unser 80-jähriges Jubiläum 2025 planen wir ein „Jugend trifft Politik“-Spezial – eure Themenvorschläge sind willkommen! Zudem modernisieren wir unser Corporate Design, das bis März 2026 vorgestellt wird. Dank Spenden läuft das Ferienpaten-Projekt 2026 weiter. Die Direktförderung für Demokratie- und Nachhaltigkeitsprojekte endet, aber Unterstützung bleibt möglich.
Finanzierung unserer Arbeit
Der Trägerverein des Jugendrings Düsseldorf e. V. ist der Rechts- und Vermögensträger der Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer Jugendverbände. Über den Trägerverein werden alle Rechts- und Geldgeschäfte der Arbeitsgemeinschaft abgewickelt. Er ist Anstellungsträger für das hauptberufliche Personal des Jugendrings und seiner Projekte. Die Arbeit des Jugendrings finanziert sich insbesondere aus öffentlichen Zuschüssen der Landeshauptstadt Düsseldorf, des Landes NRW, der Deutschen Fußballliga (DFL), der DFL-Stiftung sowie im geringeren Umfang aus Eigenmitteln, Spenden, Mitglieds- und Teilnehmerbeiträgen sowie einmaligen Zuwendungen und Zuschüssen. Die Mitglieder des Vereins werden von der Vollversammlung des Jugendrings gewählt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Partner*innen für die Unterstützung!
Finanzierung und Fördermittel-vergabe durch den Jugendring
Mitgliedsverbände haben durch den Jugendring einfachen Zugriff auf verschiedene Fördermöglichkeiten. Jeder Verband kann pro Kalenderjahr eine Grundförderung beantragen (z. Z. 1500 €/Jahr). Mitgliedsverbände ohne eigene vertragliche Regelung mit dem Amt für Soziales und Jugend können weiterhin Projekte und Aktionen einzeln durch uns finanzieren lassen. Auch die Ehrenamtspauschalen beantragen die Jugendverbände über den Jugendring. Und über den Ferienpaten-Fonds können die Verbände für Kinder und Jugendliche aus finanzschwächeren Familien Förderungen für Ferienfreizeiten beantragen (siehe auch Seite 16). Durch die Akquise verschiedener Firmenspenden sowie durch zahlreiche private Spenden konnte der Ferienpaten-Fonds 2025 sehr gut gefüllt werden. Die komplette Abwicklung aller Förderanträge läuft seit 2024 über unser eigenes Jugendring-Antragstool.
2025 haben wir vom Amt für Soziales und Jugend die Abwicklung der Förderanträge für innerörtliche Ferienfreizeiten („Düsselferien“) übernommen. Die komplette Antragsstellung und Abwicklung läuft nun über uns. Dafür wurde vom Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls ein eigenes Tool programmiert, das die Antragstellung, Nachweise und Bescheid-Erstellung vereinfacht und automatisiert (siehe auch Seite 25).
Gremien und Arbeitskreise
Jugendhilfeausschuss und AK Jugendpolitik
Dem AK Jugendpolitik gehörten im Jahr 2025 bis zur Kommunalwahl im September Karl-Hermann Otto (Ev. Jugend), Zora Bobbert (SJD – Die Falken), Philipp Jung (BDKJ), Andreas Kremer (SJD – Die Falken) und Achim Radau-Krüger an. Seit September besteht der AK Jugendpolitik aus Karl-Hermann Otto (ejd), Marc Pähler (SJD-Die Falken, Tobias Schwerdtfeger (BDKJ), Ronja Munko (Puls), Chris Wewqer (Haus Spilles) Anne-Marie Benneke (DGB-Jugend) Viktor Wunderlich (Jugendring) und Achim Radau-Krüger (Geschäftsstelle). Der AK hat die JHA-Sitzungen vorbereitet und die Positionen der Jugendverbände abgestimmt.
AG Jugendförderung nach §78 SGB VIII / Facharbeitskreis „Kinder- und Jugendarbeit“
Der Jugendring ist sowohl im FAK Kinder- und Jugendarbeit als auch in der AG 78 Jugendförderung vertreten. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring in beiden Gremien. 2025 stand stark in der Vorbereitung des neuen Kinder- und Jugendförderplans. Dazu haben zwei Fachdialoge mit den Mitarbeiter*innen aus den offenen Einrichtungen, den Jugendverbänden, der Jugendsozialarbeit und der Schulsozialarbeit stattgefunden. Weiterhin ist der Jugendring an der Redaktionsgruppe zum Förderplan vertreten und die Mitarbeiter*innen des Jugendrings haben sich breit an den Arbeitsgruppen des Amts für Soziales und Jugend zum Förderplan beteiligt.
Kriminalpräventiver Rat (KPR)
Der Jugendring ist Mitglied im Kriminalpräventiven Rat, im Ausschuss Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus des KPR. Benjamin Belhadj vertritt das Fanprojekt beim Jugendring im Ausschuss für Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring im KPR und in der Fachgruppe Extremismus.
Beirat PULS
Der Jugendring Düsseldorf beteiligt sich am Beirat der queeren Jugendeinrichtung PULS. Der Schwul-lesbische Jugendarbeit Düsseldorf e. V. ist Mitglied im Jugendring und es werden immer wieder gemeinsame Arbeitsprojekte durchgeführt. Der Jugendring wird im Beirat von Achim Radau-Krüger vertreten.
Beirat Mahn- und Gedenkstätte
Katharina Schunck vertritt den Jugendring im Beirat der Mahn- und Gedenkstätte.
Veranstaltergemeinschaft Lokaler
Rundfunk in Düsseldorf
Der Jugendring Düsseldorf wird von Andreas Kremer in der Veranstaltergemeinschaft von Antenne Düsseldorf vertreten.
Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe
In der Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe sind momentan 36 Jugendringe aus Großstädten in Deutschland zusammengeschlossen. Die AG ist ein freiwilliger Zusammenschluss. Sie trifft sich etwa alle zwei Monate zu einer gemeinsamen Videokonferenz. Der Kontakt und der Austausch unter den Jugendringen stehen dabei im Vordergrund. Die AG steht in einem engen Austausch mit dem Bundesjugendring.
Tagung der Großstadtjugendringe
2025 fand die Konferenz der Großstadtjugendringe vom 4. bis 6. April im Haus der Jugend in Düsseldorf statt. Der Schwerpunkt der Tagung lag in der Auseinandersetzung mit dem „Mythos des Neutralitätsgebots“ und der aktuellen Diskussion des Gemeinnützigkeitsrechts in politisch stürmischen Zeiten sein. An der Konferenz nahmen über 40 Vertreter*innen aus 26 Jugendringen aus bundesdeutschen Großstädten teil. Auch der deutschen Bundesjugendring (DBJR) und der LAG Jugendring NRW waren bei uns zu Gast. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Vortrag des Leiters des Amtes für Soziales und Jugend Stephan Glaremin mit einem Vortrag unter der provokanten Fragestellung „Sind Jugendverbände aus der Zeit gefallen?“.
Das Programm startete am Samstag mit Inputs von Ursula Holt-Mann-Schnieder (Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses), sowie von Lars Reisner (DBJR). In Vorträgen und Workshops wurden der Mythos „Neutralität“ kritisch eingeordnet und Strategien für den Umgang mit Neutralitätsforderungen entwickelt. Weitere Themen waren Gemeinnützigkeit und politische Bildung sowie der Erfahrungsaustausch zu politischen Bildungsangeboten, Partizipation, Ganztagsschule und Lobbyarbeit. Den Abschluss bildete die gemeinsame Vorbereitung auf den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig.
LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW
Der Jugendring Düsseldorf ist Gründungsmitglied der LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW. Wir nehmen mit der Geschäftsführung an den regelmäßigen Fachkräfterunden der LAG teil. Ziel der LAG-Jugendringe ist es, die Vertretung der kommunalen jugendpolitischen Strukturen auf Landesebene sicherzustellen, für Austausch und Qualifizierung unter den Jugendringen zu sorgen und Jugendverbände und Jugendringe in Prozessen der Institutionalisierung und nachhaltigen Aufstellung zu begleiten. Die LAG hat sich 2023 zu einem eingetragenen Verein weiterentwickelt und erhält seit 2024 Zuschüsse vom Land NRW, um eine Geschäftsstelle zu betreiben und die Arbeit der kommunalen Jugendringe zu qualifizieren.
Trägerkreis Düsseldorfer Appell
Im Trägerkreis des Düsseldorfer Appells wird der Jugendring von Katharina Schunck und Achim Radau-Krüger vertreten.
Bildungskonferenz
In der Bildungskonferenz für die Bildungslandschaft Düsseldorf vertritt Achim Radau-Krüger den Jugendring Düsseldorf.
Begleitausschuss Demokratie Leben
Der Jugendring wird im Begleitausschuss durch Achim Radau-Krüger vertreten.
Veränderungen beim Jugendring
Beim Jugendring Düsseldorf hat sich 2025 einiges getan. Wir begrüßen Katharina Schunck zurück aus der Elternzeit. Einen großen Dank hierbei geht an unsere ehemalige Praktikantin Chiara Beier, die nach Wegfall von Katharinas Elternzeitvertretung spontan bereit war, die Stelle bis zu Katharinas Rückkehr zu besetzen und die uns bis Ende des Jahres als Werkstudentin erhalten blieb. Das studienbegleitende Praktikum hat sich mittlerweile im Jugendring etabliert. 2025 hat Ida Tolle bei uns ihr Praktikum absolviert und arbeitet nun als Werkstudentin mit uns zusammen.
Der Bereich der internationalen Jugendarbeit wurde von einer halben Stelle auf eine Vollzeitbeschäftigung aufgestockt. Mona Möntmann, die zuvor ihre Arbeitszeit zwischen internationaler Jugendarbeit und Servicestelle Partizipation aufgeteilt hatte, wechselte vollständig in den internationalen Bereich. Ihren Posten bei der Servicestelle übernimmt unsere neue Kollegin Maike Billen (Foto rechts), ihre Stelle wurde im Zuge dessen ebenfalls erweitert.
Ende 2025 verabschiedete sich Nora Hippchen in den Mutterschutz und die Elternzeit. Für sie vertritt währenddessen unser neuer Kollege Nils Wiesel.
LINK jugendring-duesseldorf.de/team
Jugend trifft Politik
Im Januar hatten junge Menschen bei „Jugend trifft Politik“ wieder die Chance, intensiv mit Entscheidungsträger*innen aus der Düsseldorfer Kommunalpolitik und Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. An der zweitägigen Veranstaltung beteiligten sich Engagierte aus unterschiedlichsten Düsseldorfer Jugendverbänden und brachten ihre Perspektive ein. Im Mittelpunkt des Austauschs standen der nächste Kinder- und Jugendförderplan sowie die Kommunalwahl im September: In der ersten Phase wurden zum Kinder- und Jugendförderplan die Themen finanzielle Förderung und Sichtbarkeit von Jugendverbänden sowie die Zukunftsfähigkeit von Jugendverbänden diskutiert. In der zweiten Phase wurden kommunalpolitische Themen (bspw. Rechtsruck und Diskriminierung, Ungleichheit sowie Stadtentwicklung) hinsichtlich der anstehenden Wahl im September diskutiert. „Jugend trifft Politik“ hat wieder gezeigt, wie wichtig und gewinnbringend Austausch ist. In kleinen Runden wurde auf Augenhöhe diskutiert, Ideen ausgetauscht und Forderungen für das Düsseldorf von Morgen entwickelt. Ob in den Diskussionsrunden, während des gemeinsamen Lachens beim „Jugend-trifft-Politik-Quiz“ oder beim gemütlichen Kneipenabend, überall gab es Gelegenheit, neue Menschen und Perspektiven kennenzulernen, zu netzwerken und sich für die Belange junger Menschen in Düsseldorf einzusetzen. Die herausgearbeiteten Forderungen von „Jugend trifft Politik“ werden in die Entwicklung des neuen Kinder- und Jugendförderplans und die Wahlkampagne zur Kommunalwahl eingebracht.
Teamklausur
Bei unserer Teamklausur stand das Thema Organisations(weiter)entwicklung im Fokus. Gemeinsam reflektierten wir, wie das Jahr 2025 in den Projekten des Jugendrings lief: Was konnten wir umsetzen? Was wollen wir nächstes Jahr anders machen? Anschließend daran wurde die Jahresplanung für 2026 gemacht und überlegt, welche Themen und Schwerpunkte wir setzen wollen. Ein weiterer Reflexionsanlass stellte der 80. Geburtstag des Jugendrings 2026 dar. Gemeinsam wurde überlegt, was das Arbeiten im Jugendring bedeutet und wie wir in den unterschiedlichen Projektteams noch stärker projekteübergreifend arbeiten können. Insgesamt gingen alle gestärkt aus der Klausur raus, vor allem da die gemeinsame Zeit auch zum Austausch und Zusammenwachsen im Team genutzt werden konnte.
Medien- und Materialverleih
Der Medien- und Materialverleih des Jugendrings steht den Jugendverbänden, Jugendgruppen, Vereinen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Die digitale Ausleihfunktion macht den Verleih unkompliziert. So können Mitglieder der Jugendverbände eine komfortable Online-Reservierung mit Warenkorb und diversen Filtermöglichkeiten nach Verleihart oder auch Anlässen nutzen. Im Verleihprojekt wurden auch 2025 wieder neue Medien und Materialien für das Verleihprojekt angeschafft, wie zum Beispiel ein großes Zirkuszelt (siehe auch Geschichtsfestival S. 19), diverse pädagogische Kartenspiele und zwei Meta Quest 3 VR-Headsets.
Danke-Party für alle Ehrenamtlichen in der Jugend(verbands)arbeit
Die Danke-Party hat in diesem Jahr als Krimidinner stattgefunden. Am 5. Dezember hat der Jugendring DANKE gesagt für das Engagement und die geleistete ehrenamtliche Arbeit in den Jugendverbänden. Die Gäste tauchten gemeinsam in ein spannendes Krimitheater ein und rätselten bei einer mitreißenden Geschichte mit. Ein winterliches 3-Gänge-Buffet sorgte für kulinarische Highlights und eine gemütliche Atmosphäre. Kleine Überraschungen und Gewinne machten den Abend zusätzlich besonders. Ein toller Abend voller Spannung, Genuss und gemeinsamer Anerkennung.
Jugendring-Sommerfest
Die Voraussetzungen für ein gelungenes Sommerfest waren gegeben. Bei bestem Wetter öffneten wir am 9. Juli unsere Türen und durften mehr Gäste als je zuvor begrüßen. Auf der Terrasse wurde die Grillstation aufgebaut, zahlreiche Biertischgarnituren und Stehtische luden zum Verweilen ein. Schnell füllten sich die Plätze, und die Terrasse war bis auf den letzten Platz besetzt.
Kühle Getränke und ein reichhaltiges Buffet, inklusive des besonders beliebten Ratatouille, rundeten den Abend kulinarisch ab. Das traditionelle Torwandschießen stellte auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight dar und wurde von vielen Gästen begeistert angenommen. Die glückliche Gewinnerin durfte sich über ein Fortuna-Trikot freuen. Auch die Fotobox mit ihren vielfältigen Accessoires zum Verkleiden wurde rege genutzt und sorgte für zahlreiche schöne Erinnerungen. Mit knapp 200 Gästen, viel Sonnenschein und angeregten Gesprächen fand das diesjährige Sommerfest einen gelungenen und erinnerungswürdigen Abschluss.
Bildungsarbeit
Seit 2006 engagiert sich der Jugendring Düsseldorf gemeinsam mit dem BDKJ Stadtverband Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf sowie der SJD – Die Falken Düsseldorf für die Förderung der Düsseldorfer Jugend- und Jugendverbandsarbeit. Ziel der Kooperation ist es, die Jugendverbände in ihrer Arbeit mit jungen Menschen zu qualifizieren und nachhaltig zu unterstützen. Darüber hinaus sollen ehrenamtlich Engagierte gewonnen, neue Zielgruppen für die Jugendverbandsarbeit erschlossen und deren öffentliche Wahrnehmung weiter gestärkt werden.
Die inhaltliche Ausrichtung der Bildungsarbeit orientiert sich konsequent an den Bedarfen der ehrenamtlichen Jugendleiter*innen sowie an aktuellen gesellschaftlichen und fachlichen Themen. Zentrale Themenfelder sind dabei die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Diversität, (historisch-)politische Bildung, Inklusion, Medien(-schutz), Nachhaltigkeit sowie Prävention und Kindeswohl.
Durch die Bildungsangebote erhalten Ehrenamtliche die Möglichkeit, sich sowohl fachlich als auch in ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz weiterzuentwickeln. Die Förderung der Jugendleiter*innen-Card (Juleica) ist dabei mit vielfältigen Maßnahmen ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit der Bildungsreferent*innen.
Darüber hinaus organisieren die Bildungsreferent*innen des Jugendrings mehrere jährlich wiederkehrende Formate, darunter die Danke-Party für ehrenamtlich Engagierte aus den Jugendverbänden, die Jugendmedientage sowie Jugend trifft Politik. Ebenso zählt die praktische Unterstützung der Mitgliedsverbände sowie potenzieller neuer Mitgliedsorganisationen zu ihrem Aufgabenbereich.
Zudem vertreten sie den Jugendring und seine Anliegen in verschiedenen Arbeitsgruppen des Amts für Soziales und Jugend, unter anderem im Arbeitskreis Inklusion, im Netzwerk für Umwelt und Gesellschaft, im Mediennetzwerk sowie in Gremien zum Themenfeld Kinderschutz und Prävention.
LINK jugendring-duesseldorf.de/bildungsarbeit
Verbandszeug – Fortbildungsreihe für Jugendleiter*innen
Die Bildungsreihe Verbandszeug ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Weiterbildungslandschaft der Düsseldorfer Jugendverbandsarbeit. Bereits seit 2007 erscheint die Fortbildungsbroschüre – zunächst jährlich, später halbjährlich – und bietet ein umfangreiches Programm an Qualifizierungsangeboten. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ermöglicht den Teilnehmenden nicht nur fachliche Aus- und Weiterbildung, sondern auch den verbandlichen Austausch über die eigene Gruppe hinaus. Durch das gemeinsame Interesse an vielfältigen Themen sind in der Vergangenheit zahlreiche Kontakte sowie Kooperationen entstanden. Gleichzeitig nutzen die Mitarbeiter*innen des Jugendrings die Fortbildungen, um gezielt mit Ehrenamtlichen aus den Mitgliedsverbänden in Kontakt zu kommen, Einblicke in deren Arbeit zu gewinnen, Bedarfe zu erheben und passende Unterstützungsangebote zu unterbreiten. Die Bildungsreferent*innen des Jugendrings bieten den Mitgliedsverbänden spezifische Schulungen auf Nachfrage an, bspw. Rechtsschulungen für die Verkehrskadetten.
Das Fortbildungsangebot umfasst eine große Bandbreite überwiegend kostenfreier Schulungen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Dazu gehören fortlaufend unter anderem Erste Hilfe, rechtliche Grundlagen, Prävention, Medienarbeit, Spielpädagogik und Infektionsschutz. Weitere Themen werden bedarfsorientiert ergänzt. Die Angebote des Jugendrings, des BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf sowie der SJD – Die Falken Düsseldorf sind in zwei Halbjahresbroschüren gebündelt dargestellt. In diesem Jahr konnten mit den Veranstaltungen aus dem Verbandszeug insgesamt rund 900 Teilnehmende erreicht werden. Der Jugendring bot dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Schulungen an; einzelne Veranstaltungen (bspw. Qualifizierungsreihe zur Vorstandsarbeit und Spieleworkshops) mussten jedoch aufgrund von Krankheitsfällen oder zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden.
Neben den im Folgenden aufgeführten Veranstaltungen waren auch Angebote der demokratischen Jugendbildung (Seite 19) Teil des Verbandszeugs.
Jugendhilfeausschuss mitgestalten
(29. Januar)
Was macht der Jugendhilfeausschuss und wie können Jugendverbandler*innen diesen mitgestalten? Gemeinsam wurde sich über die Aufgaben als Mitglied im Jugendhilfeausschuss ausgetauscht und motiviert Verantwortung zu übernehmen.
Juleica-Schulung (01. Februar– 07. März)
Gemeinsam mit der evangelischen Jugend Düsseldorf (ejd) bot der Jugendring Düsseldorf erstmals eine Juleica-Schulung im Blended-Learning-Format an. 17 Jugendverbandler*innen bereiteten sich dabei auf ihre Tätigkeit als Gruppenleitung vor. Das flexible Konzept aus Selbststudium und fünf Präsenz-Workshops wurde sehr gut angenommen. Inhaltlich standen die klassischen Juleica-Themen im Mittelpunkt. Von Gruppenpädagogik über Aufsichtspflichten und Prävention bis hin zu Programmplanung und Spielen war alles dabei!
Selbstbewusst Sprechen – Training für Stimme und Präsenz (15. März)
Als Jugendleitung, Vorstand oder Delegierte*r muss man vor vielen Menschen sprechen. Das fällt oftmals schwer. In dem Workshop hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, das Sprechen vor Gruppen praktisch zu erproben und mehr Sicherheit im Auftreten zu gewinnen.
Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen
(24. Mai)
Im Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen auseinander und erarbeiteten gemeinsam, wie sich diese äußern und im Gruppenalltag erkannt werden können. Anhand praktischer Beispiele wurden Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit akuten Situationen erprobt sowie Wege besprochen, Betroffene zu unterstützen, ohne sich selbst zu überfordern.
Spiel, Spaß und Praktisches – Vorstellung der Verleihprojekte (03. Juni)
Im Workshop wurden die Verleihprojekte von Jugendring, BDKJ und ejd vorgestellt und eine Vielzahl an Materialien gemeinsam ausprobiert. Die Teilnehmenden testeten Spiele und Methoden für die Kinder- und Jugendarbeit und erhielten kurz vor den Sommerlagern einen praxisnahen Überblick über das Ausleihangebot.
Wie geht‘s? Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (08. Oktober)
Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit den Folgen gesellschaftlicher Krisen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und nahmen Verhaltensänderungen genauer in den Blick. Gemeinsam wurden Möglichkeiten erarbeitet, psychische Gesundheit in der Kinder- und Jugendarbeit zu fördern und jungen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen, ohne sich selbst zu überfordern.
Förderdschungel adé – Finanzielle Förderung
in der Jugendverbandsarbeit (08. Oktober)
Jugendverbandsarbeit ist ohne finanzielle Förderungen nur schwer möglich. Damit die Verbände die Mittel erhalten, müssen sie verschiedene Anträge stellen. In diesem Workshop werden verschiedene Fördermöglichkeiten beim Jugendring, die passenden Anträge – und das Antragstool vorgestellt.
Juleica
Ehrenamtliche Jugendleiter*innen in Düsseldorf sollen für ihre Arbeit Wertschätzung erfahren und Möglichkeiten zur Fortbildung erhalten. Daher hat der Jugendring gemeinsam mit dem BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf und der SJD – Die Falken Düsseldorf im Rahmen des Verbandszeugs auch Danke-Aktionen organisiert. LINK jugendring-duesseldorf.de/themen/bildungsarbeit/juleica
Juleica-Willkommenspaket
Seit Herbst 2015 erhalten alle neuen Juleica-Antragstellenden ein kleines Willkommenspaket. Darin enthalten sind ein exklusives Düsseljuleica-Multitool oder -Frisbee, ein kleines Spielebuch, eine Liste aller Juleica-Vergünstigungen in Düsseldorf und Umgebung und das aktuelle „Verbandszeug“ mit Fortbildungen für Jugendleitungen.
Danke-Aktionen für Juleicabesitzer*innen und weitere Ehrenamtler*innen
Für alle Juleica-Besitzer*innen in Düsseldorf wurden verschiedene Danke-Aktionen organisiert. Im März wurde ein Ausflug zu „Gamer Düsseldorf“ angeboten, im Juli wurde auf der Rheinkirmes Achterbahn und Kettenkarussell gefahren, im Oktober ging es mit einer kulinarischen Stadtführung ins Japan-Viertel, und im November wurde zu einer Rollerdisco in die Jugendkirche eingeladen.
Düsselferien
Ferienfreizeiten – ob in Düsseldorf oder „weit weg von zu Hause“ – bieten einen Erfahrungsraum außerhalb von Schule und Elternhaus, in dem Kinder und Jugendliche sich frei entfalten, ausprobieren und lernen können. Über die Website duesselferien.info gibt es die Möglichkeit, sich über die Ferienangebote zu informieren. Eltern, Kinder und Jugendliche konnten mit Hilfe unterschiedlicher Filterfunktionen das für sie passende Ferienangebot finden. Insgesamt wurden 2025 auf dieser Plattform ca. 180 Düsselferien-Angebote und 27 Ferienfahrten für Kinder und Jugendliche beworben. Die Angebote konnten teils bei den Trägern individuell und vor Ort und teils online gebucht werden. Die seit 2020 genutzte Online-Buchung ermöglicht zudem die digitale Bezahlungsabwicklung. Die Buchung lief problemlos und viele Angebote waren nach kurzer Zeit ausgebucht. LINK duesselferien.info
Düsseldorfer Ferienpaten
Für viele Familien ist es nicht möglich, die Eigenanteile für Ferienfreizeiten aufzubringen. In der Folge können ihre Kinder häufig nicht an den Angeboten teilnehmen, obwohl auch sie ein Recht auf erlebnisreiche und unbeschwerte Ferientage haben. Um dieser Form der Ausgrenzung entgegenzuwirken, hat der Jugendring Düsseldorf das Projekt „Düsseldorfer Ferienpaten“ ins Leben gerufen.
Mithilfe von Spenden der Ferienpaten werden einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Ferienfreizeiten der im Jugendring Düsseldorf zusammengeschlossenen Jugendverbände unterstützt. So erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Ferien gemeinsam mit einer Kinder- oder Jugendgruppe zu verbringen. Durch verschiedene Firmenspenden sowie durch zahlreiche private Spenden konnte das leere Konto der Ferienpaten sehr gut gefüllt werden und in diesem Jahr 43 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Ferienfreizeiten ermöglicht werden. Auch für das Jahr 2026 werden weiterhin Spenden gesammelt, um das Angebot dauerhaft fortführen zu können.
Kinder- und Jugendschutz im Jugendring
Seit 2012 sind beim Jugendring zwei insoweit erfahrene Fachkräfte (Kinderschutzfachkräfte) für den Kinderschutz in den Jugendverbänden und Projekten des Jugendrings zuständig.
Der Jugendring nimmt am Qualitätszirkel „Insoweit erfahrene Fachkräfte“ sowie am Arbeitskreis Kinderschutz des Amts für Soziales und Jugend teil. Darüber hinaus pflegen wir einen regelmäßigen Austausch mit Kinderschutzfachkräften verschiedener Düsseldorfer Träger, vernetzen uns und bieten Veranstaltungen zum Thema Prävention für Ehrenamtliche an. Um sich zudem an der sexuellen Bildung von Jugendlichen in der Stadt zu beteiligen, ist der Jugendring Mitglied in der AG „Sexuelle Bildung“. Durch die Zusammenarbeit in diesen Netzwerken kann der Jugendring auf unterschiedlichen Ebenen aktiv an stadtweiten Kinder- und Jugendschutzthemen mitwirken.
Die seit Jahren etablierte „Ferienhotline Kinderschutz“ steht während der Oster-, Sommer- und Herbstferien den Verbänden zur Verfügung. Ehrenamtliche Jugendleiter*innen können sich bei unguten Gefühlen oder konkreten Verdachtsfällen in Ferienmaßnahmen an die Hotline wenden, um Unterstützung und Rat zu erhalten.
Die vom Jugendring erstellte „Schatzkiste Prävention“ kann weiterhin ausgeliehen werden. Sie enthält Materialien zur Gruppen- und Teamförderung und fördert gleichzeitig Kompetenzen im Umgang mit dem eigenen Körper, Gefühlen und Grenzen. Die Inhalte der Schatzkiste werden regelmäßig in Verbandsveranstaltungen vorgestellt. Im Jahr 2025 kamen noch zwei Erste-Hilfe-Koffer für mentale Gesundheit dazu, diese können ebenfalls von den Verbänden ausgeliehen werden. Die Koffer enthalten Hilfsmittel und Beihilfen für das psychische und neurodivergente Spektrum, bspw. sogenannte „Fidgeting-Toys“ (deutsch: „Zappel-Spielzeug“, z.B. Flummis, Stressbälle und Fidget-Spinner), Hilfsmittel wie ätherische Öle und Kaltkompressen sowie Mandala-Bücher, Ohrstöpsel und Center-Shocks. Verbände können sich zudem für sensibilisierende Workshops und Präventionsschulungen an uns wenden. So haben in diesem Jahr u. a. Sonja Schüßler und Susanne Banz die Jugendfeuerwehr zum Thema Prävention geschult.
Fachtag Prävention: Rückschritt oder Fortschritt? Wie steht es um Prävention sexualisierter Gewalt und die sexuelle Bildung aktuell?
Der Fachtag Prävention am 27. November war komplett ausgebucht – ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig die Themen sexualisierte Gewalt und sexuelle Bildung nach wie vor sind. Fachkräfte aus Jugendverbandsarbeit, OKJA, Kitas, Schulen und Beratungsstellen kamen zusammen, um sich über Entwicklungen, Herausforderungen und praxisnahe Lösungen auszutauschen.
Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und deren Prävention bleibt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. In den letzten Jahren gab es wichtige Impulse und Entwicklungen – zugleich ist zu beobachten, dass Diskussionen um Sexualpädagogik, Aufklärungsarbeit und geschlechtergerechte Bildung zunehmend politisiert und emotional geführt werden.
Mit ihren Vorträgen setzten Prof. Dr. Fatma Çelik (Kommissarische Leitung Forschungs- und Transferschwerpunkt für Kinderschutz und Kinderrechte in NRW, Hochschule Düsseldorf) und Carsten Müller (Sexualpädagoge und Fachkraft für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt, Spiegel-Bestseller-Autor) klare inhaltliche Schwerpunkte: von aktuellen Herausforderungen im Kinderschutz bis zum Zusammenspiel von sexueller Bildung und Schutzkonzepten. Am Nachmittag boten sechs praxisorientierte Workshops vertiefende Einblicke – von rechtlichen Grundlagen über methodische Arbeit mit Kindern bis hin zu intersektionalen Perspektiven und Argumentationshilfen für eine professionelle Haltung.
Der Fachtag hat deutlich gemacht: Prävention braucht Kompetenz, Austausch und eine starke fachliche Haltung. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Referent*innen für diesen intensiven und inspirierenden Tag!
Förderung von Mikroprojekten
Der Jugendring ermöglichte im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 2021–2025 Mikroprojektförderungen für die Jugendverbände im Bereich Nachhaltigkeit und demokratische Bildung. Jugendgruppen konnten für ihr Projekt bis zu 500 Euro erhalten. Dadurch konnten Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt werden, wie bspw. das Aufstellen von Hochbeeten oder der Bau von Wildbienenhotels. Im Bereich Demokratie konnten bspw. Workshops oder Filmabende zu den Themen Demokratie, Politik, Diversität oder Geschichte organisiert werden.
Düsseldorfer Jugendmedientage
Seit 2009 finden jedes Jahr im November die Düsseldorfer Jugendmedientage statt. Für die Jugendmedientage am Wochenende 15. & 16. November 2025 wurden acht verschiedene Workshops angeboten: „Mensch oder Maschine? – KI im Film und Alltag“, „Mit Social Media Comedy-Karriere machen“, „Journalismus – Werde Teil der Redaktion von YouPod“, „Inside the booth – Sprechen als Beruf“, „Job Coaching – Mein Weg in die Medien“, „Future Skills und Megatrends in Medien, PR und Marketing“, „Frag den Profi – Journalismus hautnah erleben“ und „How to Podcast – von der Idee zur Aufnahme“. In den Workshops konnten die Teilnehmenden Wissen rund um das Thema Medien erwerben, praktische Erfahrungen in der Gestaltung und Nutzung von Medien machen und Berufswege in die Medienbranche kennenlernen. Durch die erfahrenen Referent*innen, die zum Teil schon seit vielen Jahren mit dem Jugendring Düsseldorf kooperieren, wird eine hohe Qualität der Workshops gewährleistet. Zusätzlich konnten neue Themen und Trends aufgegriffen werden, bspw. Comedy auf Social Media oder kreatives Gestalten mit KI. Durch Abmeldungen und krankheitsbedingte Absagen der Teilnehmer*innen sowie Workshopleitungen mussten leider drei Workshops abgesagt werden, sodass die Jugendmedientage schlussendlich mit ca. 60 Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren stattfanden.
Fachstelle Demokratische Jugendbildung / Lernort Demokratie
Jugendverbände fungieren als Orte der politischen Bildung, an denen junge Menschen konkrete Erfahrungen mit Demokratie sammeln. Sie übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, finden Kompromisse und reflektieren diese. Diese Art der indirekten Demokratiebildung wird durch gezielte politische Bildungsangebote innerhalb der Jugendverbandsarbeit weiter gefördert. Auch für den Jugendring Düsseldorf ist politische Bildung zentraler Auftrag und ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Dank der hauptamtlichen Fachstelle „Demokratische Jugendbildung“ können Potenziale in diesem Bereich seit einigen Jahren noch intensiver genutzt werden.
Die Fachstelle versteht sich als Anlaufstelle rund um Demokratiebildung und Erinnerungsarbeit. Sie möchte junge Menschen motivieren, sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen und Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten. Dieser Zielsetzung folgend wurde im Mai erstmals das „Düsseldorfer Geschichtsfestival“ realisiert, das historisch-politische Bildung von und für junge Menschen in die Düsseldorfer Innenstadt brachte. Bei dem umfangreichen Projekt kooperierte die Fachstelle intensiv mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie vielen weiteren Düsseldorfer Institutionen (siehe S. 19).
Seit Sommer baut die Fachstelle darüber hinaus den neuen „Lernort Demokratie“ auf. Demokratiebildung wird hier im außerschulischen Rahmen kreativ und neu gedacht. Neben der Konzeptionierung neuer Formate für den Lernort fanden auch erste Angebote im Lernort statt (siehe Seite 21).
Als Vertreterin des Jugendrings im „Düsseldorfer Appell“ brachte die Fachstelle weiterhin die Perspektive junger Menschen in das Bündnis ein. Auch neue Beteiligungen, wie etwa im AK Düsseldorf Postkolonial, wurden im Verlauf des Jahres aufgebaut.
LINK jugendring-duesseldorf.de/fachstelle-demokratie
Geschichtsfestival (09.–10. Mai)
Am 09. und 10. Mai fand auf der Wiese an der Reuterkaserne das Düsseldorfer Geschichtsfestival unter dem Motto „Was war? Was ist? Was bleibt?“ statt. Rund 250 Besucher*innen setzten sich in Workshops und kreativen Formaten mit dem Nationalsozialismus, dem Kriegsende vor 80 Jahren und der Bedeutung von Erinnerung für die Gegenwart auseinander.
Die aktive Beteiligung junger Menschen war zentraler Bestandteil des Festivals. Viele Programmpunkte wurden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst konzipiert und durchgeführt. So wurde historisch-politische Bildung niedrigschwellig in den öffentlichen Raum getragen.
Über 110 Schüler*innen nahmen am Freitag an von Peers geleiteten Workshops zu Themen wie Geschichtsrevisionismus, Biographiearbeit, dem Kriegsende 1945 und lokalen Perspektiven auf den Neuanfang teil. Am Freitagabend setzte sich die musikalische Lesung „Nach dem Rosa Winkel – Unplugged“ mit der fortgesetzten Verfolgung homosexueller Menschen nach 1945 auseinander. Das aus einem Theaterprojekt junger Menschen entstandene Stück machte deutlich, dass die Befreiung vom Nationalsozialismus nicht für alle Opfergruppen das Ende von Diskriminierung bedeutete.
Am Samstag präsentierten sich die beteiligten Organisationen mit Infoständen. Workshops und Stadtrundgänge widmeten sich neben dem Kriegsende jüdischem Leben in der NS-Zeit und der Erinnerung im Stadtraum. Den Abschluss des Festivals bildete ein Poetry Slam, der historische Themen mit aktuellen politischen Fragestellungen verband.
Comedy gegen rechts (4. November)
Bei Comedy gegen rechts wurde deutlich: Lachen kann verbinden – und klar Position beziehen. Mit Satire, Charme und scharfem Witz setzten die auftretenden Künstler*innen ein starkes Zeichen gegen Vorurteile, Hass und Ausgrenzung. Das Publikum erlebte einen abwechslungsreichen Abend, an dem Humor und Haltung perfekt zusammenspielten.
Die Künstler*innen des Abends waren Ayan Ali, Daphni Georoglidis, Kevin Knautz und Sebastian 23. Moderator Jan Schmidt führte energiegeladen, nahbar und herrlich schräg durch den Abend und sorgte für beste Stimmung. Ein Abend voller Lachen, Klarheit und Zusammenhalt – für eine offene und vielfältige Gesellschaft.
Lernort Demokratie
Der Demokratie den Rücken stärken möchte der Jugendring mit einem neuen Lernort im Haus der Jugend und mobil in Düsseldorf. Der außerschulische „Lernort Demokratie“ schafft Dialogräume und eröffnet Perspektivenvielfalt. Er fördert die Reflexion über eigenes Handeln und bietet jungen Menschen Platz für kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Ziel ist die Herausbildung von Werten, sozialen Fähigkeiten und einem fundierten Bewusstsein für die eigene Rolle in der Demokratie, um Konflikte konstruktiv zu bewältigen und demokratische Teilhabe zu sichern.
Lernort mit vielfältigem Angebot
Zielgruppe des Lernortes sind Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Angebote richten sich an Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendgruppen aus Verbänden und Jugendorganisationen sowie Schulklassen unterschiedlicher Schulformen. Der Lernort nutzt einerseits die Räumlichkeiten im Haus der Jugend, bietet aber auch zukünftig mobile Angebote, bspw. in Jugendfreizeiteinrichtungen, an.
Sein Programm startete der Lernort mit dem Workshop „Mut zur Gegenrede“ (1. November), der den Umgang mit menschenfeindlichen Aussagen thematisierte und einübte. Im Rahmen eines „Antirassismus-Trainings“ (01. Dezember) setzten sich Schüler*innen eines Düsseldorfer Berufskollegs intensiv mit Mechanismen des Rassismus auseinander. Beim „Interaktiven TikTok-Event“ (14. Dezember) stand die Frage im Mittelpunkt, wie politisch bildende Inhalte für das Videoportal von und für junge Menschen produziert werden können. Der Workshoptag bot einen Vorgeschmack auf die TikTok-Jugendredaktion, die im kommenden Jahr in Kooperation mit unserem Mitgliedsverband jugend.perspektive (djo – Jugend in Europa) entstehen wird.
Die Einrichtung des Lernorts bot zudem die Möglichkeit, neue Workshopformate zu Themen der Demokratiebildung zu konzipieren und dabei auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen:
Spielentwicklung „Democracy Show“
Gemeinsam mit der Agentur Epic Education entwickelte der Lernort das interaktive Bildungsformat „Democracy Show“ für Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren. Teilnehmende erleben dabei spielerisch, wie Medien, Manipulation und Populismus politische Meinungsbildung und demokratische Prozesse beeinflussen. In verschiedenen Rollen wie Kandidat*in oder Moderator*in nehmen die Teilnehmenden direkten Einfluss auf die Show. Dabei wird erfahrbar, wie schnell sich Meinungen formen und lenken lassen und welche Rolle mediale Inszenierung dabei spielt.
Das Spiel ist als edukatives Live-Rollenspiel (EduLARP) konzipiert und verfolgt drei zentrale Ziele:
Es stärkt Demokratiekompetenz durch erlebte Partizipation, Meinungsfreiheit und Machtmechanismen. Es dient der Extremismusprävention, indem Polarisierungs- und Propagandastrategien sichtbar gemacht und reflektiert werden. Zudem fördert es soziale sowie emotionale Kompetenzen wie Kommunikation, Perspektivübernahme und kritische Selbstreflexion.
Im Dezember wurde „Democracy Show“ erstmals unter anderem von einer Schulklasse in Proberunden getestet. Das Spiel wurde dabei vollständig durchgespielt, um Ablauf, Rollenverteilung und pädagogische Wirkung zu erproben und weiterzuentwickeln. Ab Frühjahr 2026 ist das EduLARP als reguläres Angebot des Lernorts buchbar.
„Auf postkolonialer Spurensuche in Düsseldorf“
Zusammen mit einem jungen externen Team konzipierte der Lernort ein Workshopformat zum Thema Postkolonialismus. Im partizipativen Workshop begeben sich die Teilnehmenden auf postkoloniale Spurensuche in Düsseldorf und ihrer Lebenswelt: Sie erhalten Einblicke in bislang kaum erzählte Stadtgeschichte(n) und erfahren, wie koloniale Strukturen in Form von Rassismus und Diskriminierung in unserem Alltag fortwirken. Ziel ist es, koloniale Geschichte nicht als fernes Vergangenheitsthema wahrzunehmen, sondern ihre Verknüpfung mit heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Dafür vermittelt der Workshop grundlegendes Wissen zu Kolonialismus als Herrschafts- und Ausbeutungssystem sowie zu Rassismus als gesellschaftlichem Machtverhältnis und bezieht Schwarze Perspektiven auf Rassismuserfahrungen ein.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung eines geschützten Raums für Austausch, diskursive Auseinandersetzung und Empowerment. Die Teilnehmenden können eigene Erfahrungswelten einbringen, werden für Rassismuskritik sensibilisiert und sammeln alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten für ein solidarisches Miteinander. Ab Frühjahr 2026 wird der Workshop als reguläres Angebot des Lernorts buchbar sein.
Internationale Jugendbegegnung
Dieses Jahr haben verschiedene Austauschformate, Begegnungen und Bildungsreisen stattgefunden. Darüber hinaus ist ein beständiger Teil der Arbeit, Kontakte für zukünftige Begegnungen aufzubauen und zu pflegen, Fortbildungen vor allem zu verschiedenen Fördermöglichkeiten zu besuchen und Beratungen anzubieten, bei den Jugendverbänden das Projekt bekannter zu machen. LINK jugendring-duesseldorf.de/international
Jugendbegegnung in Narbonne mit Jugendlichen aus Toulouse, Frankreich
Während der Osterferien hat sich in Narbonne eine Gruppe von insgesamt 30 Personen getroffen, kennengelernt und eine erlebnisreiche Woche verbracht. 13 Personen sind aus Düsseldorf in Kooperation mit dem Haus Spilles und dem Jugendring mit der Bahn nach Südfrankreich gereist.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf kreativen Workshops. In einem Musikschreibworkshop entstanden eigene Texte, die gemeinsam mit Beats, Ukulele und Flöte zu einem selbst komponierten Song verarbeitet wurden. Darüber hinaus gestalteten die Jugendlichen einen Comic sowie eine Collage zum Thema „Jugend in Europa“, in denen sie ihre Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven kreativ ausdrückten.
Bereits auf der Hinfahrt wurde Europa erlebbar: Bei einem Zwischenstopp in Straßburg besuchte die Düsseldorfer Gruppe das Europäische Parlament.
Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Toulouse. Dort zeigten die französischen Jugendlichen ihre Stadt aus ihrer ganz persönlichen Perspektive. Zudem besuchte die Gruppe den Club de Prévention Nord, den Jugendclub der Toulouser Jugendlichen.
Begleitung der Forschungsreise
„Co-Creating Our City“
Der Jugendring begleitete 12 Jugendliche bei dem Forschungsprojekt „Co-Creating Our City“ nach Charlotte, North Carolina. Die Jugendlichen konnten die Stadt kennenlernen, einen Einblick in die lokale Kultur gewinnen und Zeit außerhalb der Workshops mit den Jugendlichen aus den USA verbringen. Neben der Erkundung von Uptown, dem Besuch des Mint Museum und des Discovery Place Science unternahmen wir auch einen Street-Art-Walk im Stadtteil South End. Der Besuch eines Baseballspiels an der Universität Charlotte und der Besuch einer Arcade-Halle boten viele Möglichkeiten des gemeinsamen Erlebens.
Das Forschungsprojekt wurde inhaltlich geleitet von dem Think Tank dpart. Mittelpunkt der Reise war der dreitägige Summit mit Jugendlichen aus Charlotte. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, wie junge Menschen stärker an kommunalpolitischen Prozessen beteiligt werden können. Ein hybrides Treffen mit Vertreter*innen der Stadtverwaltungen aus Charlotte und Düsseldorf rundete das Programm ab.
Das Projekt wurde am 27. Juni mit einem Barcamp fortgesetzt, bei dem die Ergebnisse weiter vertieft wurden.
East meets West. Ein Besuch in Chemnitz zum KOSMOS Festival
Anlässlich der Kulturhauptstadt und des KOSMOS Festivals hat der Jugendring die Partnerstadt Chemnitz besucht. Mit einer kleinen Gruppe von 5 Personen wurde vom 12. bis 15. Juni ein langes Wochenende im AJZ, einem Jugendzentrum in Chemnitz, verbracht und verschiedene Festivalprogrammpunkte besucht, was einen offenen Einblick in die lokale Jugendszene ermöglichte und den Austausch begleitete.
Im Mittelpunkt der Begegnung stand die Auseinandersetzung mit Vorurteilen zwischen Ost- und Westdeutschland. In einem interaktiven Workshop reflektierten die Jugendlichen eigene „Mauern im Kopf“, diskutierten deren Entstehung und analysierten insbesondere die Rolle der Medien. Ergänzt wurde das Programm durch eine kreative Siebdruckaktion sowie ein Gespräch mit den Radreisenden Rosa und Charlotte über europäische Städtepartnerschaften und den gemeinsamen Besuch des KOSMOS Festivals mit seinem vielfältigen Kultur- und Musikprogramm.
Gedenkstätten- und Bildungsfahrt nach Warschau
Vom 11. bis 15. Oktober reiste eine Gruppe von 29 jungen Menschen nach Warschau. Die Fahrt wurde vom Jugendring Düsseldorf in Kooperation mit dem Fanprojekt Düsseldorf organisiert und begleitet. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte des Zweiten Weltkriegs sowie der kulturelle und gesellschaftliche Austausch. Auf dem Programm standen unter anderem ein Rundgang durch das ehemalige Warschauer Ghetto, der Besuch des POLIN Museums zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Polen sowie des Museums des Warschauer Aufstands. Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit einem Zeitzeugen des Warschauer Aufstands, dessen persönliche Berichte und Friedensappell die Gruppe nachhaltig beeindruckten. Ergänzt wurde das Bildungsprogramm durch Stadterkundungen, kulturelle Begegnungen und gemeinsame Abendaktivitäten, die den Gruppenzusammenhalt stärkten.
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Seit 2019 besteht das Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (Medienreferat) im Jugendring Düsseldorf in Form einer Halbtagsstelle. Das Medienreferat begleitet und plant die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Werbemaßnahmen und setzt diese größtenteils selbst um. Der Medienreferent erstellt Webseiten, Druckmaterialien, Medien und Pressemitteilungen für Aktionen, Veranstaltungen und Sparten des Jugendrings. Er ist in alle Aktionen, Projekte und Veranstaltungen involviert. Im Team wird gemeinsam die Medien- und Werbearbeit geplant, terminiert und umgesetzt.
Zu den weiteren regelmäßigen Aufgaben gehören die Server- und Website-Betreuung, die Website- und Plattform-Erstellung, die Programmierung für Projekte, die redaktionelle und technische Koordination des Newsletters, die Abwicklung von Publikationen, Pressemitteilungen und Öffentlichkeitskommunikation des Jugendrings sowie die technische Betreuung und Schulung der Mitarbeiter*innen.
Server- und Website-Betreuung
Mittlerweile werden zwölf Domains, 17 WordPress-Webseiten, diverse Web-Tools und der V-Server, der die Infrastruktur für die Jugendring-Onlineplattformen bereitstellt, regelmäßig gewartet, aktualisiert, repariert, überarbeitet und redaktionell betreut. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird der Server zu 100 Prozent mit Ökostrom an einem deutschen Standort betrieben.
Newsletter
Alle zwei Monate erscheint der Newsletter des Jugendrings Düsseldorf: „jugendring news“. Der Newsletter berichtet über aktuelle Veranstaltungen, Jugendpolitik und Angebote und bietet einen Einblick in die Arbeit des Jugendrings. Das Medienreferat erstellt die Redaktionspläne, liest, redigiert, layoutet und veröffentlicht den Newsletter. Seit 2021 benutzen wir für den Versand des Newsletters eine Open-Source-Softwarelösung (phplist), die vom Medienreferat betrieben und gewartet wird. Alle Newsletter zum Nachlesen finden sich in unserer Materialdatenbank. LINK link.jugendring-duesseldorf.de/newsletter
Medienerstellung für die Projekte und Sparten im Jugendring
Das Medienreferat unterstützt und übernimmt die Medienerstellung und Druckabwicklung für die einzelnen Projekte im Jugendring. 2024 wurden 23 größere Druckmaterialien (Broschüren, Poster, Flyer, Giveaways und mehr) für die Projekte im Jugendring erstellt, für den Druck aufbereitet und bestellt.
Vorarbeiten zum neuen
Corporate-Design
Nach dem Abschluss des Corporate-Design-Prozesses (siehe Seite 8) begannen im September 2025 die Vorarbeiten für die Umstellung. Webseiten, Außen- und Innenbeschilderung, Druckvorlagen und Werbematerialien wurden vor dem Hintergrund des Launchtermins März 2026 erstellt und angepasst.
Layout und Druckabwicklung Verbandszeug
Seit der Schaffung des Referats für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit 2019 werden die meisten, vormals von externen Dienstleister*innen übernommenen, Website-, Gestaltungs- und Druckaufträge vom Medienreferenten des Jugendrings geleistet. Auch das Verbandszeug, das gemeinsame Fortbildungsprogramm von Jugendring, wird seitdem zwei Mal jährlich inhouse gelayoutet und abgewickelt.
LINK jugendring-duesseldorf.de/verbandszeug
Launch: Neuprogrammierung und Neugestaltung youpod.de
Die Website des Düsseldorfer Jugendportals LINK youpod.de war eine der wenigen Webseiten des Jugendrings, die noch von einer externen Agentur betreut wurde. Bereits 2023 begannen die Planungen, auch in diesem Projekt ohne externe Dienstleister*innen auszukommen. Im Juli 2025 wurde die neu gestaltete und neuprogrammierte Plattform dann nach langer Entwicklungszeit gelauncht. Die notwendige Neuprogrammierung und Neugestaltung des Portals war ein aufwändiges Projekt. Weil youpod.de bisher auf einer anderen technischen Plattform lief als die neue Version, waren umfangreiche Programmierarbeiten notwendig. Nach dem Launch der Plattform wurden noch weitere Verbesserungen, Geschwindigkeitsoptimierungen und Anpassungen vorgenommen. Siehe dazu auch Seite 33.
Neues digitales Antragstool für innerörtliche Düsselferien
Der Jugendring Düsseldorf bietet seinen Mitgliedsverbänden unterschiedliche Möglichkeiten, Fördergelder für ihre Projekte zu erhalten. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, Anforderungen und der gewachsenen Strukturen ist das Antragsverfahren zunehmend unübersichtlicher und für den Jugendring arbeitsintensiver geworden. Seit 2024 werden Förderanträge im Jugendring über ein selbstprogrammiertes digitales Tool abgewickelt, das Plausibilitätsprüfungen durchführt, Bescheide automatisch erstellt und alle Antragsformalitäten an einem Ort bündelt.
Das Antragstool wurde Ende 2024 dann als Basis für eine Version zur Antragsstellung von Fördermitteln für die innerörtlichen Düsselferien weiterentwickelt. Seit 2025 können nun die Einrichtungen, die in Düsseldorf Ferienangebote anbieten, ihre Förderanträge über das neue Tool stellen. Hierfür waren umfangreiche Erweiterungen nötig, um eine tabellarische dynamische Eingabe der Teilnahmezahlen zu ermöglichen.
Gehwählen-Webseiten und Kandidierenden-Datenbank
Für die zwei Wahlen 2025 wurde die Gehwählen-Webseite wieder einmal neu gestaltet und programmiert, mit dem Ziel, nun eine für kommende Wahlen duplizierbare Vorlage zu erhalten. Zur Bundestagswahl wurde ein Grundlayout erstellt und eine Kandidierenden-Datenbank, die diverse Filter- und Ansichtsmöglichkeiten bietet, programmiert. Das Grundsystem konnte für die Kommunalwahl vergleichsweise reibungslos dupliziert werden. Durch die Aufmerksamkeit, die dem Düssel-O-Maten zuteil wurde, performte auch die Gehwählen-Webseite zur Kommunalwahl deutlich besser, hier gab es mehrere 10.000 Aufrufe von Düsseldorfer*innen, die ihre Kandidierenden so besser kennenlernen konnten.
Servicestelle Partizipation
Die Servicestelle Partizipation setzt sich seit 2018 dafür ein, das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung zu stärken. Gemeinsam mit dem Amt für Soziales und Jugend führt der Jugendring hierfür große und kleine Beteiligungsprozesse durch. Darunter zählen eigene Beteiligungsprojekte wie „Jugend checkt Düsseldorf“ ebenso wie Beteiligungen an unterschiedlichen Planungsvorhaben der Stadt. Indem wir die unterschiedlichen Fachverwaltungen beraten und unterstützen, werden Beteiligungsformate entwickelt, die auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten sind.
Grundlage unserer Arbeit ist das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung und Mitgestaltung, wie es in unterschiedlichen internationalen und nationalen gesetzlichen Bestimmungen festgeschrieben ist. Eine Konkretisierung für die kommunale Ebene erfolgte unter anderem durch den Kinder- und Jugendförderplan der Landeshauptstadt (2015–2020), den Partizipationsbericht des Amts für Soziales und Jugend (2017) und den Ratsbeschluss zu Planungsvorhaben (2016). Im Ratsbeschluss ist festgeschrieben, dass Kinder und Jugendliche bei Beteiligungsverfahren einzubeziehen sind, wenn ein Vorhaben sie betrifft – was auf viele der in Düsseldorf politisch verhandelten Themen zutrifft. In diesem Fall ist mindestens ein Beteiligungsformat vorzusehen, das sich speziell an diese Zielgruppe richtet.
Das Team der Servicestelle bestand im vergangenen Jahr aus fünf Personen und veränderte sich zum Jahresende hin teilweise. Auf Seiten des Jugendrings waren das Nora Hippchen und Maike Billen. Maike trat im April die Nachfolge von Mona Möntmann an, die sich mittlerweile vollständig dem Bereich Internationale Jugendbewegungen widmet. Nora ging zum Ende des Jahres in den Mutterschutz. Ihre Vertretung ist mit Nils Wiesel bereits gefunden, der das Team seit dem neuen Jahr unterstützt. Auf städtischer Seite der Servicestelle waren Svenja Piepenbrink, Gesa Schlösser und Elma Redžić-Bajrami tätig. Im vergangenen Herbst verabschiedeten wir Elma in den Mutterschutz. Die Nachbesetzung der dadurch frei gewordenen Stelle sowie eine zusätzliche Verstärkung des Teams befinden sich derzeit im Einstellungsprozess.
LINK servicestelle-partizipation.de
Jugend checkt Düsseldorf
„Jugend checkt Düsseldorf“ ist ein Beteiligungsformat, bei dem Kinder und Jugendliche ihren Bezirk aktiv mitgestalten. Teilnehmen können alle jungen Menschen zwischen 6 und 27 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen werden hierbei als Expert*innen ihrer Lebenswelten ernst genommen. Sie entwickeln Wünsche, Ideen und Forderungen zur Gestaltung ihres Bezirks oder einzelner Stadtteile. Die Ergebnisse diskutieren sie direkt mit Verantwortlichen aus Kommunalpolitik und Stadtverwaltung.
Das Projekt durchläuft schrittweise die einzelnen Stadtbezirke Düsseldorfs. Anfang des vergangenen Jahres wurde mit dem Stadtbezirk 10 der erste vollständige Projektdurchgang abgeschlossen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen in eine Weiterentwicklung des Konzepts ein, mit dem der zweite Durchgang gestartet ist. Aktuell findet „Jugend checkt Düsseldorf“ im Stadtbezirk 2 (Flingern Süd, Flingern Nord und Düsseltal) sowie im Stadtbezirk 6 (Lichtenbroich, Unterrath, Rath und Mörsenbroich) statt.
Re-Check im Stadtbezirk 10 – Projektabschluss
Im April wurde „Jugend checkt Düsseldorf“ im Stadtbezirk 10 abgeschlossen. Beim Re-Check haben wir gemeinsam mit den beteiligten Kinder- und Jugendgruppen Bilanz gezogen: Welche Anliegen aus dem Bezirkscheck befinden sich bereits in der Umsetzung, wo ist noch Geduld gefragt und warum lassen sich manche Vorschläge leider nicht realisieren? Mit dabei waren auch Mitglieder des Garather Kinderparlaments, das die gesammelten Themen über das Projektende hinaus weiterverfolgen wird. Gastgeber der Veranstaltung war die GestaltBAR, in der wir sehr herzlich empfangen wurden.
Die Dokumentation zum Stadtbezirk 10 findet ihr hier:
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/jcd24-10
Zweite Runde „Jugend checkt Düsseldorf“ in den Bezirken 2 und 6 gestartet
Im Mai und Juni führten wir mehrere Informationsveranstaltungen sowie Methoden-Workshops für Multiplikator*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit durch. In den Informationsveranstaltungen erhielten die Teilnehmenden einen kurzen inhaltlichen Einstieg in das Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“. In den Workshops stellten wir verschiedene Beteiligungsmethoden sowie die sogenannte Parti-Tasche (Parti = Partizipation) vor, mit der die Fachkräfte gezielt auf die Durchführung der Bezirkschecks vorbereitet wurden. Die Parti-Tasche wird den Fachkräften als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt. Sie enthält unter anderem praktische Materialien wie ein Mini-Megafon, Kreidespray und Permanentmarker sowie eine ausführliche Methodensammlung.
Den Sommer und Herbst nutzten die Kinder- und Jugendgruppen der teilnehmenden Freizeiteinrichtungen, Schulen und Verbände, um ihre Bezirke zu checken. Parallel waren wir aufsuchend in den Bezirken unterwegs und befragten Jugendliche bei verschiedenen Aktionen zu ihren Ideen und Wünschen. Die Ergebnisse wurden im November Vertreter*innen aus der Bezirkspolitik und Stadtverwaltung vorgestellt. Bei diesen Austauschtreffen gab es erste Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit der eingebrachten Anliegen. Im Bezirk 2 nahmen rund 90 Kinder und Jugendliche teil, im Bezirk 6 rund 50. In den kommenden Monaten werden die Anliegen von den jeweiligen Bezirksvertretungen und zuständigen Fachämtern vertiefend geprüft.
Kinderkonferenz in Oberbilk
Kinderkonferenzen (kurz KiKo) sind ein niedrigschwelliges, offenes Beteiligungsformat. Mitmachen können alle Kinder aus Oberbilk zwischen 6 und 12 Jahren. Die Einladung erfolgt über umliegende Schulen und Freizeiteinrichtungen. Das Format bietet Kindern die Möglichkeit, Themen aus ihrem Stadtteil einzubringen und darüber mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung und Bezirkspolitik ins Gespräch zu kommen. Durch die Teilnahme sammeln die Kinder wichtige demokratische Erfahrungen bereits in einer frühen Entwicklungsphase. Das Format startete 2023 als Pilot in Oberbilk und ist inzwischen fest im Stadtteil etabliert.
5. KiKo in Oberbilk – Frühjahrskonferenz
Im April fand die fünfte Ausgabe der Oberbilker Kinderkonferenz statt. Rund 80 Kinder kamen für einen Nachmittag in der Jugendkirche der Evangelischen Jugend Düsseldorf zusammen. Zum Zeitpunkt der Frühjahrskonferenz waren die Mülltonnen, für die die Kinder in der vorherigen Konferenz eigene Designs entwickelt hatten, leider noch nicht fertiggestellt. Gegen Ende des Jahres erreichte uns jedoch eine erfreuliche Nachricht: Die Mülltonnen wurden beklebt und an den von den Kindern als wichtig benannten Standorten aufgestellt. Dieser Erfolg soll künftig noch gemeinsam gefeiert werden. Dafür nutzten die Kinder die Frühjahrskonferenz auch, um über das Thema der nächsten KiKo abzustimmen. Die Mehrheit entschied sich für das Thema „Sicherheit“.
6. KiKo in Oberbilk – Herbstkonferenz
Im November war es dann so weit: Bei der sechsten Oberbilker Kinderkonferenz setzten sich rund 75 Kinder mit dem Thema „Sicherheit“ auseinander. An verschiedenen Stationen zeigten die Kinder, was ihnen wichtig ist und an welchen Orten sie sich im Stadtteil sicher oder unsicher fühlen. Sie konnten Protestplakate gestalten, ein Laufpuzzle meistern sowie Armbänder, Buttons oder leuchtende Bügelperlen-Anhänger basteln. Für jede absolvierte Station erhielten die Kinder einen Stempel auf ihrer Laufkarte. Auch Eindrücke aus ihren Stadtrundgängen flossen ein, etwa eine Ampel, die nur über den Radweg erreichbar ist, oder Straßen, auf denen Autos zu schnell fahren. Zum Abschluss erhielten die Kinder als kleines Geschenk ein Reflektor-Schnapparmband. Politiker*innen der Bezirksvertretung 3 hörten den Kindern aufmerksam zu und gewannen dadurch wertvolle Einblicke. Wir von der Servicestelle werten die Anliegen aus und leiten sie an die zuständigen Stellen in Politik und Verwaltung weiter. So stellen wir sicher, dass die Themen der Kinder auch künftig weiterverfolgt werden.
Beteiligungen zu städtischen Planungsprozessen
Auch im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Spielplätze, multifunktionale Sportflächen (MFS) und weitere Aufenthaltsorte um- oder neu gebaut. Damit sich die Planungen tatsächlich an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer*innen orientieren, führten wir gemeinsam mit den zuständigen Ämtern Kinder- und Jugendbeteiligungen durch. Diese erfolgen in der Regel mehrstufig. Die konkreten Methoden werden je nach Planungsvorhaben, Zielgruppe (z. B. spielerisch für Kleinkinder) und den Bedingungen vor Ort angepasst. Neben den Vor-Ort-Beteiligungen bieten wir Jugendlichen zusätzlich die Möglichkeit, ihre Meinung online einzubringen.
In jeder Phase: Weiterleiten aktueller Informationen und Ansprechbarkeit für Transparenz.
Einen Überblick über alle Planungsvorhaben, zu denen wir Beteiligungen durchgeführt haben, bietet die Tabelle rechts. Dort ist auch ersichtlich, in welchem Stadtteil wir unterwegs waren und ob es sich um die erste oder zweite Beteiligungsstufe handelte. Insgesamt konnten wir mit den Beteiligungen rund 450 Kinder und Jugendliche erreichen..
Neugestaltung von Spielplätzen
In mehreren Stadtteilen gab es Planungsvorhaben, die ein verbessertes Spielplatz-Angebot zum Ziel hatten. Für den Spielplatz an der Düsselthaler Straße in Pempelfort fand beispielsweise eine erste Beteiligung statt. Es gingen mehrere Malbögen ein, auf denen Kinder aus umliegenden Kitas und der Nachbarschaft ihre gewünschten Spielgeräte eintrugen. Bei anderen Spielplätzen, wie dem im Garather Burgviertel, gab es im letzten Jahr sowohl eine erste als auch eine zweite Beteiligung, bei der die Planer*innen ihre Entwürfe präsentierten. Ein Bereich steht unter dem Motto „Hase & Igel“: Geplant sind Laufbahnen, die durch spielerische Elemente und Hindernisse unterbrochen werden. Gerade bei der Auswahl dieser Geräte war im September während der zweiten Beteiligung erneut das Feedback der Kinder gefragt.
Neugestaltung von Sportflächen
Weitere Planungsvorhaben drehten sich um Bewegung und Sport. In Hassels wurde im April zusammen mit dem Garten- und Sportamt ein Entwurf für die neue multifunktionale Sportfläche im Grünzug Stendaler Straße vorgestellt. Im Juni fand eine erste Beteiligung im Ulenbergpark (Flehe) statt. Jugendliche konnten Rückmeldungen zum bestehenden Sportangebot geben und ihre Wünsche für Neuerungen äußern. Ebenfalls eine erste Beteiligung fand im Juli im WGZ-Park in Oberbilk statt. In dem Park hinter dem Hauptbahnhof, der wegen seiner Hügel auch als „Teletubbie-Park“ bekannt ist, ist der Bau einer neuen multifunktionalen Sportfläche geplant.
Hintergrund-Informationen zu den multifunktionalen Sportflächen (MFS) in Düsseldorf findet ihr hier:
LINK jugendring-duesseldorf.de/faq-mfs
Jugendorte
Eine weitere Beteiligung gab es im Mai in Mörsenbroich, direkt in der Nähe der Pumptrack-Anlage. Im Rahmen der Planungen zum Aaper Grünzug, der sich bis nach Rath erstreckt, ist an der Sankt-Franziskus-Straße ein Jugendtreff vorgesehen. Der Entwurf wurde vor Ort interessierten Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Zukünftig könnte der Platz einen halboffenen Container umfassen, der unter anderem eine Werkstatt enthält, in der Fahrräder oder Roller selbst repariert werden können.
Quartiersentwicklung
Außerdem gab es Beteiligungen, die sich auf einzelne Quartiere in Düsseldorf konzentrierten. Im März fand eine zweite Beteiligung für das neue Quartierszentrum in Hellerhof statt. Eine weitere Beteiligung betraf das Gebiet „Nördlich Kalkumer Schlossallee“ in Kaiserswerth. Im Juli starteten wir mit den Kindern der Grundschule Kaiserswerth eine kreative Zukunftsreise. Sie kneteten und malten, wie sie in zehn Jahren leben möchten, und teilten der Planerin vom Stadtplanungsamt ihre Meinung zum Bebauungsplan mit.
Workshops und Vernetzung
Vortrag auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag
Rund alle 4 Jahre treffen sich Aktive aus der Kinder- und Jugendarbeit zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. 2025 fand die Veranstaltung Mitte Mai in Leipzig statt, und auch wir von der Servicestelle Partizipation waren dabei. Neben einem spannenden Messebesuch und vielen neuen Impulsen aus Vorträgen und Diskussionen konnten wir unsere Beteiligungsprojekte in einem Workshop vorstellen. Gesa und Nora gaben einen Überblick zu „Jugend checkt Düsseldorf“ und der „Kinderkonferenz“ in Oberbilk. Durch den produktiven Austausch mit anderen Fachkräften, Forschenden und Verwaltungsvertreter*innen konnten wir wertvolle Anregungen für unsere eigene Arbeit mitnehmen.
Seminar-Kooperation mit Hochschule Düsseldorf
Ein weiterer spannender Austausch ergab sich bei einem Workshop, den wir Anfang Juli im Rahmen eines Seminars der Hochschule Düsseldorf durchgeführt haben. Das Seminar behandelte Partizipation und Teilhabe im Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. Nachdem Achim in seiner Rolle als Geschäftsführer die Arbeit des Jugendrings, der Jugendverbände und deren Bedeutung für die Partizipation junger Menschen vorgestellt hatte, präsentierten wir das Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“ und diskutierten mit den angehenden Fachkräften.
Besuch beim Kölner Kinder- und Jugendbüro
Für unsere Klausurtagung Mitte Juli konnten wir die Räumlichkeiten des Kölner Kinder- und Jugendbüros nutzen und kombinierten den Aufenthalt direkt mit einem fachlichen Austausch. Vergleichbar mit unserer Arbeit ist das Kölner Kinder- und Jugendbüro eine Kooperation aus Stadt und Jugendring, mit dem Ziel, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu fördern. Wir erhielten Einblicke in das Format „Auf Kölner Nacken“, bei dem Kinder und Jugendliche finanzielle Unterstützung für eigene Projekte erhalten, um sich in der Stadt einzubringen. Ein weiteres Thema war die Nutzung von Social-Media-Kanälen zur Bewerbung eigener Aktionen.
Ämter-AG
Im Februar und im November luden wir zur Fortsetzung der ämterübergreifenden Arbeitsgruppe (AG) ein, die sich schwerpunktmäßig mit Beteiligungsprozessen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Vertreter*innen verschiedener Ämter diskutierten die Frage, wie wir Kinder und Jugendliche sinnvoll und wirksam in Planungsprozesse der Stadtverwaltung einbeziehen können und welche Best-Practice-Beispiele es bereits gibt. Beim Austausch wurden erste Bedarfe sowie Potenziale für eine verstärkte Beteiligung und engere Vernetzung im Bereich der demokratischen Willensbildung von Kindern und Jugendlichen ausgemacht.
Ausblick
Im neuen Jahr stehen wieder zahlreiche Beteiligungsprozesse an. Mit „Jugend checkt Düsseldorf“ befinden wir uns in den Stadtbezirken 2 und 6 gerade in der Phase, in der die Anliegen der Kinder und Jugendlichen bearbeitet werden – zum einen durch die Gruppen selbst, zum anderen durch die Bezirksvertretungen und zuständigen Fachämter. Für April/Mai ist die Abschlussveranstaltung, der Re-Check, geplant, bei dem wir gemeinsam auf den Bearbeitungsstand schauen. Parallel startet bald die zweite Runde von „Jugend checkt Düsseldorf“ in den Stadtbezirken 1 und 8. Auch die Kinderkonferenz in Oberbilk wird fortgeführt. Für die Frühjahrskonferenz laufen bereits die ersten Vorbereitungen. Darüber hinaus ist für dieses Jahr der stadtweite Ausbau der Kinderkonferenz vorgesehen, beginnend in den Stadtbezirken 2 und 6. Außerdem werden Kinder- und Jugendbeteiligungen zu verschiedenen Planungsvorhaben, etwa zu Spielplätzen, Sportflächen und Quartiersmaßnahmen, stattfinden. Über aktuelle Entwicklungen halten wir euch auf unserer Homepage und auf unserem Instagram-Kanal auf dem Laufenden.
LINK servicestelle-partizipation.de
LINK instagram.com/servicestelle.partizipation
youpod.de – Das Düsseldorfer Jugendportal
Alles neu beim Düsseldorfer Jugendportal zum Mitmachen. 2025 wurde der Relaunch von LINK youpod.de umgesetzt. Schwerpunkte der Neuerungen waren: Inhalte für Jugendliche zur Lebensplanung in Düsseldorf noch besser sichtbar zu machen, die Themen der Zielgruppe aktueller zusammenzustellen und einer größeren Gruppe bereitzustellen sowie die Medien, die von Jugendlichen produziert wurden, präsenter zu machen. In dem Zuge passte das Team auch die Social-Media-Berichterstattung an.
Relaunch
Sorgfältig hatte das Team gemeinsam mit dem Pressereferenten den Relaunch vorbereitet, Daten ausgewertet, Jugendliche befragt und Schwerpunkte gesetzt. Im Sommer konnte die Öffentlichkeit die Ergebnisse dieser Arbeitsprozesse sehen: youpod.de hatte eine neue Optik erhalten.
Neben der Optik wurden viele neue Features eingebaut: Stories und Kurzvideos können einfacher eingebettet werden, die Suchfunktion ist komplett überarbeitet, und Tags helfen, übersichtlicher das Richtige zu finden. Die Ansätze unterstützen nicht nur die Usability, sondern zahlen auch auf die Aufgabe ein, Jugendlichen einen Überblick über ihre Möglichkeiten in der Stadt zu geben und ihnen einen möglichst einfachen Weg durch die Vielfalt zu einem passenden Angebot aufzuzeigen.
Was User*innen am neuen youpod.de nicht direkt erkennen, was aber für die interne Arbeit bedeutsam ist: youpod.de liegt nun auf dem eigenen Jugendring-Server und wird komplett aus dem Haus heraus betreut. So können Updates und neue Anforderungen wesentlich schneller, individueller und kostengünstiger umgesetzt werden.
Social Media
Auch wenn die Redaktion die Social-Media-Arbeit täglich auswertet und anpasst, nutzte sie den Relaunch, um größere Veränderungen durchzuführen. Die Kanäle vor allem bei Instagram und TikTok sind aktuell die reichweitenstärksten Verbreitungsmöglichkeiten der Inhalte. Deswegen wurden vor allem die Aktivitäten dort ausgewertet und angepasst.
Das Team setzt auch dort auf den inhaltlichen Mix aus Events, News, Map- und Help-Beiträgen. Dabei setzt youpod.de nun noch mehr auf die Rolle als Dienstleister für Multiplikator*innen. In Event-Posts zeigt youpod.de eine Auswahl an unterschiedlichen Terminen für Jugendliche. Das ist einzigartig. Die verlinkten Einrichtungen und Terminanbietenden teilen ihren Termin und auch die komplette Übersicht gerne und haben dadurch auch für die eigene Community einen Mehrwert. News beziehen sich immer auf aktuelle Themen der Zielgruppe. Regelmäßig stellt youpod.de Orte vor, um Jugendlichen neue Perspektiven und Anlaufstellen zu eröffnen. Das passiert immer mal wieder auch als Kurzvideo, in dem Einrichtungsleiter*innen, Mitarbeitende oder Ehrenamtliche die Redaktion durch die Räume führen und Angebote vorstellen. Help-Beiträge verschaffen einen Überblick über unterstützende Orte oder geben direkt Tipps zu aktuellen Herausforderungen. Auch hier wird auf Kooperationen Wert gelegt und es werden Themen ausgewählt, die die Bedarfe der Zielgruppe und der Communitys der Kooperationspartner*innen erkennen.
Zum Jahresende gelang das beispielsweise bei der Jugendratswahl sehr gut. Die Redaktion erhielt frühzeitig die Wahlergebnisse und vermeldete sie als erstes. Zahlreiche Einrichtungen und User*innen teilten den Post, kommentierten und gaben Herzen. Auch Beiträge in den Wochen zuvor stießen auf viel Interesse. Durch diese Aktivitäten wurde auch die Stadt Düsseldorf verstärkt auf den Kanal @youpod.de aufmerksam und lädt ihn häufiger zu Kooperations-Posts ein.
Bei bestimmten Themen übernimmt die Zielgruppe direkt Verantwortung für ein Thema über einen längeren Zeitraum. Bei der Bundestagswahl im Februar begleitete beispielsweise eine jugendliche Praktikantin die Berichterstattung der Redaktion vier Wochen lang.
Die Ansprache bei Social Media ist befähigend und spricht unterstützend und mutmachend individuelle Perspektiven an. Ihre Tonalität wurde im Zuge des Relaunches überarbeitet und ergänzt Ansprachen auf der Website und auf Werbematerial.
Auch die Bildsprache und Medienformate zahlen auf dieses Ziel ein und wurden leicht angepasst.
Der Redaktionsplan für Instagram hat sich eingespielt und bewährt. Auf TikTok passiert bislang vor allem eine Zweitverwertung von Instagram-Reels. Die Kapazitäten reichen bislang nicht für plattformspezifische Produktionen. Mit Unterstützung aus der Zielgruppe und durch die Betreuung eines Projektes soll im kommenden Jahr allerdings zeitnah eine Strategie überlegt werden.
Kooperationen und Workshops
Nicht nur digital setzt youpod.de auf Kooperationen. Weiterhin ist das Team an vielen Schulen und unterschiedlichen Schulformen in Sachen Desinformation unterwegs. Auch im Jugendinformationszentrum zeTT finden mit der Gewaltprävention Workshops zum Thema statt.
Neu in diesem Jahr ist ein regelmäßiges Angebot beim Nachwuchsleistungszentrum von Fortuna Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Bildungskick konzipiert youpod.de fünf individuelle Workshops für die Mannschaften U9, U10, U11, U12 und U13. Sie vermitteln Wissen rund um den Umgang mit Handy, Social Media und Informationen im Internet. Die Angebote werden jedes Jahr wiederholt, sodass die aktuellen und zukünftigen fünf Jahrgänge das gleiche Medienwissen erhalten.
Ebenso umfangreich ist die neue Kooperation mit dem Lore-Lorentz-Berufskolleg angelegt. Die Schule hat einen Journalismus-Schwerpunkt. youpod.de macht Angebote zur Projektwoche, beteiligt sich an Redaktionssitzungen der Schulzeitung und verschiedener Kurse, kann sich beim Tag der offenen Tür präsentieren, vergibt mindestens einen festen Praktikumsplatz pro Jahr und arbeitet mit den Schüler*innen und Lehrkräften zu aktuellen Themen zusammen. Damit baut youpod.de die Jugend-Redaktionsgruppe aus, gibt noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit, sich am Jugendportal zu beteiligen, erfährt weitere junge Perspektiven, begleitet sie in der Berufsvorbereitung und spielt eine Rolle in ihrer medialen Bildung.
Zum ersten Mal schulte das Team im vergangenen Jahr einen Jugendverband in Sachen Social Media. Es begleitete die Düsselfalken über mehrere Monate beim Erstellen eines Social-Media-Konzepts und gab Inputs.
Die bisherige Zusammenarbeit mit Jugendtreffs, Multiplikator*innen der Jugendhilfe und dem Mediennetzwerk des Amts für Soziales und Jugend blieb selbstverständlich bestehen. Auch an den Düsseldorfer Jugendmedientagen und am Verbandszeug des Jugendrings beteiligte sich youpod.de selbstverständlich.
Redaktion
Alle Aktivitäten und die Zusammenarbeit des Jugendportals youpod.de sind auch immer im Zusammenhang mit der Verankerung in der Zielgruppe zu sehen. In Schulklassen und bei Jugendgruppen lädt das Team junge Menschen zum Mitmachen ein. So zeigen immer wieder auch aus den Gruppen heraus Einzelpersonen Interesse an den Redaktionssitzungen. Wenn sie keinen Kontakt zum Team gehabt hätten, wären sie schwer erreichbar oder die Hürden für eine Teilnahme zu hoch gewesen.
Vor allem über die Jugendmedientage melden sich immer wieder mehrere Jugendliche, um an der kontinuierlichen Redaktionsarbeit teilzunehmen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass wöchentliche Treffen für viele junge Menschen schwierig geworden sind. Das Team hält zwar an den monatlichen regelmäßigen Sitzungen in der Jugendbibliothek fest. Die wöchentlichen Treffen im zeTT gibt es so nicht mehr. Das Team fragt die Redaktionsgruppe wöchentlich nach passenden Zeiten und bietet individuelle Termine an. Mal finden die Termine im zeTT, mal im Haus der Jugend statt. Regelmäßig bietet das Team Produktionstermine vor Ort an, macht Interviews aus, nimmt die jungen Menschen mit zu Umfragen und begleitet sie in der Umsetzung eigener Medienideen.
So passt das Team auch die Bedingungen in der partizipativen Medienproduktion durch Evaluation und die Bedarfe der Zielgruppe laufend an.
Fanprojekt Düsseldorf
Wieder einmal liegt ein Jahr voller Termine hinter uns. Und wieder können wir zufrieden auf ein vielfältiges, forderndes, aber auch hochspannendes Jahr blicken. Mit unseren Angeboten konnten wir unterschiedlichste Fangruppen aus verschiedenen Bereichen der Fanszene ansprechen und erreichen. Gleichzeitig haben wir uns auch stark im kommunalen wie auch bundesweiten Netzwerk engagiert. LINK jugendring-duesseldorf.de/fanprojekt
Aufsuchende Arbeit
Die Rückrunde der Zweiten Bundesliga begann dieses Jahr für uns Mitte Januar mit einem Heimspiel gegen den SV Darmstadt. Hierbei und auch bei allen anderen Heim- und Auswärtsspielen haben wir die aktive Fanszene begleiten sowie Treffpunkte besuchen können. Da Fortuna Düsseldorf in dieser Spielzeit schon früh aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist, fanden keine weiteren Spiele statt, die wir hätten begleiten können.
Auch in diesem Jahr konnten wir ein paar U18-Fahrten anbieten. So ging es in der Rückrunde der Saison 24/25 mit einer Tour nach Karlsruhe los und mit einer weiteren nach Paderborn, außerdem hatten wir ein paar minderjährige Jugendliche mit auf unseren Fahrten nach Elversberg und Nürnberg. In der Hinrunde der Saison 25/26 konnten wir U18-Fahrten nach Münster und nach Paderborn anbieten. Alle Fahrten waren sehr gefragt und dementsprechend auch schnell ausgebucht.
Bei einer Demonstration gegen Rechts, die in Düsseldorf stattfand und bei der auch einige Mitglieder der aktiven Fanszene mitliefen, waren wir selbstverständlich auch vor Ort.
Des Weiteren hat Fortuna Düsseldorf im Mai 2025 den 130. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen dessen gab es eine Feier in der Altstadt, kombiniert mit einer Ausstellung der Fortuna Geschichts-AG. Auch hier waren wir anwesend. Ebenso bei der Geburtstagsfeier zu 25 Jahren Ultras Düsseldorf.
Niedrigschwellige Offene-Tür-Angebote – Fancafé
Weiterhin haben wir jeden Montag ab 18 Uhr die Türen unseres Fancafés geöffnet. In diesem können junge Fortuna-Fans sich mit anderen Fans treffen, eine Kleinigkeit essen und trinken und sich austauschen. Sie können außerdem mit uns Pädagog*innen ins Gespräch kommen und bei Bedarf Einzelfallhilfe in Anspruch nehmen.
Es besteht die Möglichkeit, PlayStation zu spielen oder Dart und Kicker zu spielen oder auf den angrenzenden Fußballplatz zu gehen und Fußball zu spielen.
Im Laufe der Rückrunde der Saison 24/25 haben wir ein Dartturnier angeboten, welches guten Anklang fand. Dieses lief jeden Montag zu Fancafé-Zeiten. Mitspieler*innen konnten zu jedem Zeitpunkt in das Turnier einsteigen; einzige Voraussetzung, um am Finale teilnehmen zu können, war, dass man mindestens viermal gespielt haben musste. Seit der Saison 25/26 bieten wir auch wieder die Fanliga an. Die Besucher*innen des Fancafés konnten sich als kleine Fußballmannschaft dafür anmelden und gegen andere Fan-Mannschaften in einem Turnier antreten. Insgesamt haben sich sieben Mannschaften gefunden, die an der Fanliga teilnehmen wollten.
Mit einer durchschnittlichen Besucher*innenzahl von ca. 70 ist unser montägliches Fancafé in diesem Jahr wieder sehr gut besucht gewesen.
Neu eingeführt haben wir in diesem Jahr einen monatlichen Spieletreff. An einem Abend im Monat können junge, spielebegeisterte Menschen zu uns ins Café kommen und mit Freund*innen oder (noch) Unbekannten Gesellschaftsspiele spielen. Da das Angebot noch sehr neu ist, müssen wir abwarten, ob es sich etabliert.
Im Rahmen des Bildungscafés haben wir, teilweise gemeinsam mit der aktiven Fanszene, auch im Jahr 2025 an einigen Abenden verschiedene Vortragsabende angeboten. So hatten wir an einem Abend Sébastien Louis zu Besuch, der einen spannenden Vortrag zur Ultraszene in Marseille hielt. Im Mai hatten wir den Regisseur Farschid Ali Zahedi zu Besuch, der in Zusammenarbeit mit Werkstattfilm Oldenburg und dem Gegengeradefestival den Film „Zeit zu kämpfen – Frauenfußball im Iran“ zeigte und uns für eine anschließende Diskussion zur Verfügung stand. Im Rahmen der Fußballkulturtage, die jährlich in Nordrhein-Westfalen von der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (LAG) und den NRW-Fanprojekten durchgeführt werden, hatten wir Nadim Rai in unserem Fancafé. Sehr anschaulich erzählte er uns von der Fußball- und Fankultur in Syrien in Zeiten des Kriegs. Weitere Bildungsangebote konnten wir in Zusammenarbeit mit der Fangruppe „Hypers2001“ in unserem Café anbieten; diese organisierten zum einen eine Ausstellung der BAG-Wohnungslosenhilfe zum Thema „Wohnungslosigkeit in der NS-Zeit“ sowie einen Vortragsabend mit fiftyfifty.
Außerdem haben wir 2025 zwei Bildungsfahrten durchführen können. Mit einer Kleingruppe waren wir im Juli in Weimar und Erfurt und konnten uns sowohl die KZ-Gedenkstätte Buchenwald mit einer fachlich sehr wertvollen Führung anschauen als auch den Gedenkort „Topf & Söhne“ in Erfurt, bei dem wir ebenfalls eine sehr fundierte Begleitung hatten. Im Oktober waren wir in Zusammenarbeit mit der Kollegin für internationale Jugendbegegnungen beim Jugendring mit 25 jungen Menschen in Warschau und haben dort einiges über die Geschichte des Warschauer Ghettos sowie des Warschauer Aufstandes lernen dürfen.
Netzwerkarbeit
Auch 2025 war die Netzwerkarbeit mit allen Akteuren und Funktionsgruppen der Fanprojektarbeit für uns ein elementarer Bereich. Wir haben an verschiedenen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen in der BAG-Landschaft teilgenommen und mitgearbeitet. So sind die Mitarbeiter*innen in folgenden Arbeitsgruppen und -kreisen vertreten: BAG e.V. (BAG), Vertreter*innen- und Sprecher*innen-Gremium (BAG), AK Fanfinale (BAG), AK U18 (BAG West), AK Frauen West (BAG West), Bündnis gegen Sportwettenwerbung (BAG), AK Vertrauenspersonen (BAG).
Darüber hinaus ist das Fanprojekt Düsseldorf nach wie vor Mitglied in den kommunalen Fachgruppen „Extremismus“ und „Sport und Sicherheit“, die vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Düsseldorf durchgeführt werden. Durch seinen Sprecherposten in der BAG ist Benni außerdem Teil des Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit (NASS) gewesen.
Im Jahr 2025 gab es weiterhin regelmäßige Treffen zwischen den Mitarbeiter*innen des Fanprojekts und den Mitarbeitern der Fanbetreuung von Fortuna Düsseldorf. Wir haben die laufende Saison reflektiert und darüber gesprochen, was wir gemeinsam gerne umsetzen würden. Außerdem haben wir gemeinsam im Haus der Jugend einen Fanclubkongress ausgerichtet. Die Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung konnten wir im Jahr 2025 um die Zusammenarbeit mit dem Bereich Nachhaltigkeit von Fortuna Düsseldorf erweitern. Hier ist geplant, im nächsten Jahr gemeinsam einen Fankongress im Haus der Jugend auszurichten. Außerdem schauen wir, welche Themen sich noch in der gemeinsamen Arbeit verknüpfen lassen. So sind wir nach wie vor in beratender Funktion Teil der Stadionverbotskommission von Fortuna Düsseldorf und in der Regel mit mindestens einer Person an den Anhörungen und Reflexionsgesprächen anwesend.
Gemeinsam mit der Fanbetreuung, dem Bereich Nachhaltigkeit von Fortuna und weiblichen Fans hat Daniela auch im Jahr 2025 intensiv am Awarenesskonzept für Fortuna Düsseldorf gearbeitet. Ziel dieses Konzeptes ist es, die Awarenessstrukturen im Stadion auszuweiten sowie alle Diskriminierungsformen in den Blick zu nehmen. Das ursprüngliche Awarenesstelefon wurde 2018 eingeführt und ist an allen Spieltagen der Fortuna erreichbar. Ehrenamtliche, weibliche Fans betreuen es während des Spieltags und sind für FLINTA*-Personen ansprechbar, wenn diese beispielsweise Diskriminierungen, Übergriffe oder Ähnliches erfahren müssen. Das neue Konzept, das zur Hinrunde der Saison 25/26 an den Start ging, umfasst alle Diskriminierungsformen. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind für alle Personen im Stadion ansprechbar, die sich bedrängt, belästigt oder bedroht fühlen. Daniela hat gemeinsam mit der Fanbetreuung dafür einige Schulungen im Stadion mit Mitarbeitenden aus den unterschiedlichen Bereichen durchgeführt, ein Interview für F95.TV gegeben sowie das Konzept beim Treffen des „Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt im (Männer-)Fußball“, welches im Haus der Jugend stattfand, vorstellen dürfen.
Darüber hinaus haben wir an jeder großen Fanrunde teilgenommen und diese auch in unseren Räumlichkeiten stattfinden lassen. Ebenso konnte Fortuna wieder einige Mitgliederforen und Workshops in unseren Räumlichkeiten anbieten.
Ausblick auf das Jahr 2026
Das Fanprojekt Düsseldorf blickt auf das WM-Jahr 2026. Auch im kommenden Jahr steht die Absicht im Mittelpunkt, sozialpädagogische Arbeit und Angebote konsequent an den Bedürfnissen jugendlicher und junger erwachsener Fans von Fortuna Düsseldorf auszurichten. Nach den sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen der vergangenen Jahre – der Europameisterschaft 2024 und der Bundestagswahl 2025 – wird 2026 der Fokus ebenfalls auf die Verknüpfung von Fußball, Bildung, Politik und Gesellschaft liegen. Dazu werden wir Fragen von Menschenrechten, politischer Einflussnahme und internationaler Verantwortung im Fußball behandeln.
Aber auch die bereits bestehenden Anker unserer Arbeit – aufsuchende Arbeit, offene Angebote und Bildungsarbeit – bleiben Teil unserer Arbeit. Wie bereits 2025 ist auch im kommenden Jahr geplant, Bildungsfahrten mit Kleingruppen anzubieten. Zudem wollen wir uns im Fancafébereich weiterentwickeln und etablierte mit neuen Angeboten erweitern.
BildungsKick Düsseldorf
Im BildungsKick fanden dieses Jahr 30 ein- und zweitägige Workshops an 51 Tagen statt. Insgesamt besuchten 775 Teilnehmende unsere Angebote. LINK bildungskick.de
Workshops:
Wir konnten Workshops zu sieben verschiedenen Themen anbieten, die wir teilweise in Kooperation mit anderen Trägern und Vereinen gestalten.
Diskriminierung
Sieben Klassen nahmen an unserem Workshop zum Thema Diskriminierung teil. Wir besprachen, welche verschiedenen Gruppen in unserer Gesellschaft besonders von Diskriminierung betroffen sind, und vermittelten altersangemessen den Begriff der Intersektionalität und die verschiedenen Ebenen von Diskriminierung. Mit unterschiedlichen Methoden betrachteten wir mit den Schüler*innen, wie Diskriminierung im Alltag aussehen kann, wie Vorurteile entstehen und wie sie im besten Fall auch wieder verlernt werden können, und was jede*r von uns tun kann, wenn wir Diskriminierung beobachten.
Sexuelle Bildung und Sexismus
In den insgesamt drei Workshops zur sexuellen Bildung kooperierten wir sowohl mit der Abteilung Youthwork der Aidshilfe Düsseldorf als auch mit profamilia Düsseldorf.
Die Referent*innen reflektierten zusammen mit den Teilnehmenden über Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen, besprachen die individuellen Wünsche zu Liebe und Beziehung und erklärten auch verschiedene Möglichkeiten der Verhütung in Bezug auf Schwangerschaft und sexuelle Gesundheit. Wir tauschten uns außerdem über die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs „Geschlecht“ (sex und gender) und über den Begriff „Anziehung“ (romantisch und sexuell) aus. Die Jugendlichen bekamen auch die Möglichkeit, anonyme Fragen zum Thema Sexualität zu stellen.
Antisemitismus und Erinnerungskultur
Insgesamt sechs Workshops konnten wir zusammen mit Zweitzeugen e.V. anbieten, zwei davon mit inklusiven Klassen und entsprechend genau auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmten Methoden. Eines der Ziele der Workshops ist es, (junge) Menschen zu ermutigen und zu befähigen, die (Über-)Lebensgeschichten von Holocaust-Zeitzeug*innen weiter zu erzählen. Angelehnt an das Zitat von Zeitzeuge Elie Wiesel „Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden“, wurden die Jugendlichen in den Workshops zu Zweitzeug*innen von Rolf Abrahamsohn, Israel Lichtenstein und Margot Friedländer, die Teile ihrer Geschichten durch Audiozitate aus den Interviews mit Zweitzeugen e.V. sogar selbst erzählen konnten. Wir besprachen mit den Schüler*innen insbesondere die Zeit des Nationalsozialismus und des Holocausts inklusive der vielen antijüdischen Gesetze der damaligen Zeit, betrachteten aber auch die Kontinuität des Antisemitismus in der Zeit davor und in der Gegenwart. Wir erzählten außerdem die Geschichte von Waldemar Spier, der selbst ein Fortune war, aber kurz nach der KZ-Befreiung verstarb, sodass seine Geschichte nur noch nachträglich recherchiert werden konnte. Durch ihn gelang die Verknüpfung zum besonderen Lernort des Fortuna-Stadions und auch zum Thema Antisemitismus und Erinnerungskultur im Fußball.
Eine besonders schöne Erfahrung für unser BildungsKick-Team waren die Team-Teachings, die wir von den Referent*innen des Vereins bekommen haben, in denen wir in den Methoden angeleitet wurden und sie teilweise schon übernehmen konnten, sodass wir bald selbstständig die Workshops bei uns anbieten können.
Wahlempowerment!
Zur Bundestagswahl hat der BildungsKick zusammen mit dem Jugendring Düsseldorf eine zweitägige Veranstaltung am 29./30. Januar zum Thema Wahlempowerment organisiert. Teilgenommen haben acht Gruppen aus der Jugendberufshilfe beziehungsweise Berufsschulen und -kollegs. Gemeinsam haben wir uns mit den jungen Erstwähler*innen über politische Themen und Meinungen ausgetauscht, Fragen zum Bundestag und zur Wahl beantwortet und versucht, sie zu motivieren, das eigene Wahlrecht wahrzunehmen und demokratisch zu wählen. Wir haben beispielsweise diskutiert, ob man schon ab 16 bei der Bundestagswahl wählen sollte, ob die Wehrpflicht oder ein verpflichtender sozialer Dienst wieder eingeführt werden sollte und was das Deutschlandticket kosten darf. Wir haben darüber gesprochen, dass man wählen gehen kann und sollte, auch wenn man nicht genau weiß, wie der Bundestag und die Bundesregierung funktionieren, und dargestellt, wie sehr die deutsche Politik unsere Gesellschaft, aber auch unser ganz individuelles Leben beeinflusst.
Um einen Beitrag zur Nahbarkeit und Ansprechbarkeit von Politiker*innen zu leisten, haben wir alle Direktkandidierenden der demokratischen Parteien aus Düsseldorf eingeladen, die sich in Diskussionsrunden den Fragen der jungen Menschen gestellt haben. Wir danken Frances Noltekuhlemann (Volt), Adis Selimi (SPD), Julia Marmulla (Die Linke), Anas Al-Qura‘an (Die Grünen), David Kessing (Volt) und Lisa Schubert (Die Linke), dass sie sich die Zeit genommen haben, um sich die Wünsche und Themen der jungen Menschen anzuhören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Queere Aufklärung
Zwei Workshops konnten zusammen mit den Referent*innen von SCHLAU Düsseldorf realisiert werden. Neben den vielen Begrifferklärungen rund um LGBTQIA+ sprachen wir insbesondere auch über das Thema trans* und queere Lebensrealitäten. Am zweiten Tag öffneten wir den Blick noch zu weiteren Diskriminierungsformen über Queerfeindlichkeit hinaus und sprachen darüber, warum der Schutz vor Diskriminierung so entscheidend ist. Um nachempfinden zu können, wie es sich anfühlt, von der heteronormativen Gesellschaft abzuweichen, Berührungsängste abzubauen und zu verdeutlichen, warum sich niemand aussucht, queer zu sein, erzählten die Referent*innen von SCHLAU auch ihre eigenen Coming -out-Erlebnisse und was sie bisher als queere Menschen erlebt haben und beantworteten die Fragen der Teilnehmenden.
Teambuilding
Insgesamt zehn Gruppen nahmen an unserem eintägigen Teambuilding-Workshop teil. Im Workshop werden mit gruppendynamischen Übungen und Spielen die Teamarbeit gestärkt und demokratische Werte innerhalb der Klassengemeinschaft erlebbar gemacht. Der Workshop dient auch als Reflexionsangebot, die bisherigen Erfolge sowie Probleme der Gruppe zu besprechen.
Suchtprävention
Eine Klasse nahm an unserem Suchtpräventionsworkshop teil, den wir gemeinsam mit Crosspoint Düsseldorf anbieten. Die Gruppe tauschte sich über verschiedene Substanz- und Verhaltenssüchte aus, besprach, wie Süchte entstehen, welche verschiedenen Abhängigkeiten es gibt, welche Risiken verschiedene Substanzen haben und wie sie wirken, und diskutierte anhand von Beispielsituationen, wo bedenklicher Konsum anfängt. Anhand des Suchtdreiecks wurde verdeutlicht, welche Faktoren eine Sucht begünstigen und welche ihr vorbeugen könnt und natürlich auch, wo Beratungs- und Unterstützungsangebote zu finden sind.
Netzwerk „Lernort Stadion“
Koordinator*innen-Treffen Mainz
Im Februar fand das jährliche Koordinator*innen-Treffen des bundesweiten Dachverbandes Lernort Stadion e.V. in Mainz statt. Neben der Durchführung der Mitgliederversammlung nahmen wir dort auch am „Mainzer Abend“ teil, einer Veranstaltung, die dazu genutzt wird, den Standort in Mainz der Stadtöffentlichkeit vorzustellen und Einblicke in die Arbeit zu geben. Das Diskussionsthema des Abends war „Soziale Medien – Fluch oder Segen für die Demokratie?“. Wir beschäftigten uns in Mainz darüber hinaus mit der Fragestellung, was gute Demokratiebildung ausmacht, und mit den Themen Qualitätsmanagement und Evaluation unserer Arbeit. Dazu tauschten wir uns auch über digitale Lerntools sowie Evaluationsmethoden und -programme aus.
Netzwerktreffen Jena
Im November fand ein weiteres Netzwerktreffen von Lernort Stadion in Jena statt. Wir widmeten uns neu erarbeiteten Modulen zum Thema „Fairplay im Netz“, die uns zukünftig auch für Workshops zur Verfügung stehen werden. Ein Highlight des Treffens war der „Diskursraum“, den wir zusammen mit mehreren Schulklassen veranstalteten. Der „Diskursraum“ ist ein agiles und partizipatives Veranstaltungsformat, das einen altersübergreifenden Austausch zu demokratischen Fragen im digitalen Zeitalter ermöglicht. Die Schüler*innen brachten dort ihre Perspektiven zu digitalen Lebenswelten und ihrer Lebensrealität ein. Ziel ist es, gemeinsam Wege für eine lebendige Diskurskultur online und offline zu entwickeln. Dies fand in Sessions zu unterschiedlichen Themen statt. Auch in Jena nahm unsere Gruppe am „Jenaer Abend“ teil, inklusive einer spannenden Keynote zu Radikalisierungsgefährdungen junger Menschen und der Vorstellung des Jenaer Lernortes.
Regionaltreffen
Im Juni kamen die Standorte von Lernort Stadion aus Nordrhein-Westfalen zum Regionaltreffen im Haus der Jugend zusammen. Neben intensivem Austausch über die derzeitigen Entwicklungen in den einzelnen Projekten wurde auch über die damals anstehende Kommunalwahl gesprochen, verschiedene digitale Lernprojekte vorgestellt und sich über das Thema Berufsorientierung in den Standorten ausgetauscht.
Besuch Shinta Appelkamp
Im Mai besuchte uns erneut unser Projektpate Shinta Appelkamp aus dem Profikader von Fortuna Düsseldorf und stellte sich den vielen Fragen der anwesenden Schüler*innen.
Ausblick
Im ersten Halbjahr bis zu den Sommerferien sind schon zahlreiche Workshops zu den Themen Diskriminierungsformen, Antisemitismus und Erinnerungskultur sowie Teambuilding terminiert und wurden von verschiedenen Klassen gebucht. Wir freuen uns darauf, mit vielen weiteren großartigen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit ihnen und voneinander zu lernen.
Kampagnen zur Bundestags- und Kommunalwahl
Die Bundestags- und Kommunalwahl in diesem Jahr begleitete der Jugendring Düsseldorf mit einer vielfältigen Kampagne. Unter dem Motto #gehwählen Düsseldorf informierte der Jugendring in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten über die Wahl und brachte junge Menschen mit Politik und nicht zuletzt auch mit Politiker*innen in Kontakt. LINK gehwaehlen-duesseldorf.de
Bundestagswahl
Der Jugendring begleitet Wahlen in der Regel mit eigenen Aktionen und Beteiligungsformaten für junge Menschen. Im Jahr 2025 war dies jedoch nur eingeschränkt möglich, da die Auflösung der Koalition und die vorgezogenen Bundestagswahlen den zeitlichen Rahmen und die Planbarkeit deutlich erschwerten. Dennoch begleitete der Jugendring auch die vorgezogene Bundestagswahl mit verschiedenen Veranstaltungsangeboten. Das Wahlempowerment wurde in Kooperation mit dem BildungsKick (S. 39) organisiert.
Veranstaltung: „Lass uns reden“ (Bundestagswahl)
Am 11. Februar fand die Veranstaltung „Lass uns reden – Dein Abend mit den Düsseldorfer Direktkandidat*innen zur Bundestagswahl“ in der Brauerei Kürzer statt, gemeinsam organisiert von BDKJ Düsseldorf, ejd Düsseldorf, DGB Jugend Düsseldorf – Bergisch Land, Haus Spilles, Jugendring Düsseldorf, SJD – Die Falken KV Düsseldorf. Über 70 Jugendliche und junge Erwachsene kamen mit Direktkandidat*innen mehrerer Parteien ins Gespräch. Vertreten waren SPD, Grüne, FDP, Die Linke und Volt; CDU-Kandidat*innen sagten ab, AfD-Kandidat*innen wurden nicht eingeladen. Nach einem spielerischen Einstieg folgten Diskussionsrunden, in denen die Teilnehmenden ihre Fragen stellten. Zentrale Themen waren Klimaschutz, bezahlbares Wohnen, Steuerpolitik, Asyl- und Migrationspolitik, der Umgang mit dem Rechtsruck sowie Gleichberechtigung. Den Abschluss bildete eine symbolische Abstimmung zur Bundestagswahl.
U18-Wahl
Zum ersten Mal durften bei der diesjährigen Bundestagswahl alle ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Da alle Jüngeren weiterhin von der Wahl ausgeschlossen sind, fand in der Woche vom 27. bis zum 31. Mai die U16-Wahl statt. Bei der Wahlsimulation haben in Düsseldorf über 200 junge Menschen in 13 selbstorganisierten Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Die meisten Stimmen erhielten die Grünen (33,05 %), gefolgt von: Linke (16,01 %), SPD (13,56 %), CDU (11,02 %), FDP (8,47 %).
Kommunalwahl
Für den Jugendring ist die Kommunalwahl besonders wichtig, weil auf kommunaler Ebene zentrale Entscheidungen getroffen werden, die junge Menschen unmittelbar betreffen. Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr der Termin kurz nach den Ferien dar, da die Resonanz aus Schulen und Freizeiteinrichtungen gering war und einzelne Angebote ausfallen mussten (bspw. das Wahlempowerment im Stadion).
Düssel-O-Mat
Ein wichtiger Teil unserer Kampagne war der Düssel-O-Mat, eine digitale Wahlhilfe zur Kommunalwahl. Die über 30 Thesen wurden gemeinsam mit jungen Düsseldorfer*innen entwickelt und griffen Themen auf, die zum einen ihre Lebensrealitäten widerspiegeln, zugleich aber für alle Wähler*innen relevant sind. Ziel war es, Orientierung zu bieten, Zugänge zu erleichtern und junge Stimmen im kommunalpolitischen Diskurs sichtbar zu machen – mit messbarem Erfolg: Über 42.000 Nutzer*innen spielten das Tool vollständig durch. Damit erreichte der Düssel-O-Mat rund 10 % der Wahlberechtigten in Düsseldorf.
Kandidierenden-Datenbank
Die Kandidierenden-Datenbank ergänzte den Düssel-O-Mat als weiteres Informationsangebot der Kampagne „#gehwählen Düsseldorf“. Die Kandidierenden-Datenbank vom Jugendring Düsseldorf ist zu jeder Wahl ein echtes Alleinstellungsmerkmal und bietet als einziges Angebot einen Überblick über (fast) alle Düsseldorfer-Kandidat*innen in allen Wahlkreisen. Über 200 Bewerber*innen stellten dort ihre Positionen, Ziele und politischen Vorhaben vor – durchsuchbar nach Wahlkreis oder Partei. So erhielten junge Menschen und andere Wähler*innen einen direkten und transparenten Einblick in die kommunalpolitische Landschaft Düsseldorfs und konnten ihre Wahlentscheidungen fundierter treffen. Auch nach der Wahl erfüllt die Datenbank ihren Zweck: Nutzer*innen können ihre Ratsmitglieder einsehen und die Vorhaben vergleichen, mit denen sie in den Wahlkampf gegangen sind.
LINK gehwaehlen-duesseldorf.de/25
Veranstaltung: Lass uns reden! (Kommunalwahl)
Am 4. September nutzten über 100 junge Düsseldorfer*innen die Gelegenheit, im Rahmen der Veranstaltung „Lass uns reden!“ direkt mit den OB-Kandidat*innen ins Gespräch zu kommen. Eingeladen hatten Jugendring Düsseldorf, BDKJ, DGB-Jugend, ejd Düsseldorf und SJD – Die Falken.
Clara Gerlach (Grüne), Fabian Zachel (SPD), Julia Marmulla (Linke), Stephan Keller (CDU) und Ulf Montanus (FDP) diskutierten mit den Jugendlichen über Themen wie Klimaschutz, Bildungsgerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum, sichere Freiräume, Mental Health und jugendgerechte Mobilität. Interaktive Formate und Diskussionsrunden ermöglichten den Teilnehmenden einen persönlichen Austausch auf Augenhöhe und zeigten deutlich: Junge Stimmen wollen gehört werden – nicht nur am Wahltag, sondern auch darüber hinaus.
U16-Wahl
Vom 1. bis 5. September konnten sich alle jungen Menschen, die nicht wahlberechtigt sind, in Jugendverbänden, Jugendzentren und Schulen an der symbolischen Abstimmung der „U16-Wahl“ beteiligen. Der Jugendring hat die Wahllokale der U16-Wahl für Düsseldorf koordiniert. Dieses Jahr haben in Düsseldorf 5 Wahllokale mitgemacht. Gemeinsam mit jungen Menschen aus den Jugendfreizeiteinrichtungen, der Zentralbibliothek und dem FFT haben sie die U16-Wahlen organisiert. In ganz NRW haben etwa 22.000 Kinder und Jugendliche bei den U16-Kommunalwahlen in über 300 Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Nach Auszählung der Stimmen liegt die SPD in NRW in Führung – knapp vor der CDU.
Anhang
Vorstand 2025
Andreas Kremer
(SJD – Die Falken) Vorsitzender des Jugendrings, Vorsitzender des Trägervereins des Jugendrings Düsseldorf
Victor Wunderlich
(RdP) Stellv. Vorsitzender des Jugendrings und Trägervereins des Jugendrings Düsseldorf
Ronja Munko
(Puls) Mitglied des Vorstandes
Nico Kranz
(Haus Spilles) Mitglied des Vorstandes
Noah Hanke
(Evangelische Jugend) Mitglied des Vorstandes
Achim Radau-Krüger
Geschäftsführung Jugendring Düsseldorf
Verena Hohn
Stellv. Geschäftsführerin Jugendring Düsseldorf
Mitgliedsverbände 2025
Adventjugend Düsseldorf
Alevitische Jugend Düsseldorf
Bezirksschüler*innenvertretung Düsseldorf
Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ)
Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)
Deutscher Gewerkschaftsbund Jugend (DGB)
Deutsche Jugend in Europa (DJO)
Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG)
Deutscher Pfadfinderbund e. V. (DPB)
DLRG-Jugend Düsseldorf
Düsselyouth
Evangelische Jugend Initiativkreis „Jugend in Benrath“ e. V. – Haus Spilles
Johanniter Jugend
Jugendrotkreuz Düsseldorf (JRK)
Jüdische Jugend
Jugend im Deutschen Alpenverein Sektion Düsseldorf (jdav)
Jugendfeuerwehr
Naturfreundejugend
Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG)
Ring deutscher Pfadfinder*innenverbände (RdP)
PULS – Schwul lesbische Jugendarbeit Düsseldorf e. V.
Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken
THW – Jugend Düsseldorf
Verkehrskadetten
Fachbereiche Jugendring Düsseldorf
Geschäftsstelle Jugendring Düsseldorf
Geschäftsführung
Verwaltung / Zuschüsse
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Haustechnik
Bildungsarbeit
Fachstelle Demokratische Jugendbildung / Lernort Demokratie
Internationale Jugendbegegnungen
Servicestelle Partizipation
youpod.de – Das Düsseldorfer Jugendportal
BildungsKick – Lernort Stadion Düsseldorf
Fanprojekt Düsseldorf
Leitbild des Jugendrings Düsseldorf
Selbstverständnis
Der Jugendring Düsseldorf ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Düsseldorf. Wir vertreten die Anliegen und Interessen aller jungen Menschen in unserer Stadt. Die Vielfalt unserer Mitglieder ist die Stärke des Jugendrings. Im Jugendring spiegelt sich die Vielfalt der Jugendverbände mit den unterschiedlichsten Werteorientierungen wider.
Die Eigenständigkeit, die demokratischen Strukturen und die Eigenart der einzelnen Mitgliedsorganisationen bleibt gewahrt und hat eine hohe Priorität in der Arbeit des Jugendrings. Der Jugendring ist eine Dienstleistungsorganisation für unsere Mitglieder. Von daher vertritt der Jugendring die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Im Vordergrund unserer Arbeit steht das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen in Düsseldorf. Zu den wichtigsten Merkmalen der Arbeit des Jugendrings zählen daher die Förderung und Unterstützung der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und demokratischen Mitbestimmung junger Menschen.
Als Zusammenschluss Düsseldorfer Jugendgruppen, -verbänden, -initiativen, Träger von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und weiteren Projekten haben wir ein breites Erfahrungsspektrum sowie hohe Kompetenz und Wirksamkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als jugendpolitische Interessenvertretung in Düsseldorf.
Wir gestalten unsere Arbeit sozialräumlich und vernetzt.
Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickeln und realisieren wir eine Vielzahl von Ideen und Projekten und leisten Beiträge zu sozialer Gerechtigkeit, nachhaltiger Entwicklung, Bildung, gesellschaftlicher Integration und Chancengleichheit.
Wir wenden uns gegen faschistische Tendenzen und treten für eine pluralistische und freie Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Chancen bekommen, ihre Angelegenheiten selbst zu bestimmen.
Wir stehen für das interkulturelle Zusammenleben aller Menschen unter der Bedingung der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung; unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung.
Wir berücksichtigen die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Lebenslagen des Einzelnen.
Aufgaben
Die Angebote des Jugendrings richten sich an alle jungen Menschen. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen junger Menschen und am Bedarf unserer Mitgliedsorganisationen.
Geschlechterdifferenzierung und Interkultur verstehen wir als Querschnittsthemen.
Die Aufgaben im Einzelnen:
Jugendpolitische Interessenvertretung der Mitgliedsorganisationen
Förderung der Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen
Beratung, Unterstützung und Vernetzung von Jugendverbänden, Jugendgruppen und Jugendinitiativen.
Entwicklung neuer Ansätze und Modelle zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit
Entwicklung und Ausbau von Beteiligungsformen
Erhaltung und Ausbau der finanziellen Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit
Beratung und Unterstützung in jugendrelevanten Fragen auch für Nichtmitglieder und andere Institutionen.
Die Qualität unseres Leistungsspektrums wird kontinuierlich geplant und überprüft. Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildung ist dabei ein wichtiger Sicherungs- und Erfolgsfaktor.
Netzwerk
Die wichtigsten Partnerinnen und Partner für die Jugendverbandsarbeit in Düsseldorf sind der Rat und die Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf, insbesondere das Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf. Die demokratischen Parteien sind weitere unabdingbare Partner des Jugendrings. Der Jugendrat der Stadt Düsseldorf ist ein natürlicher Partner in dem Ringen um die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Düsseldorf.
Wir arbeiten eng mit dem Landesjugendring NRW und dem Deutschen Bundesjugendring zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe ist für uns ein wichtiges Austausch- und Vernetzungsgremium.
Verbands- und trägerübergreifende Kooperationen und Angebote sind aus der Gesamtsicht einer funktionierenden Jugendhilfe in Düsseldorf notwendig.
Eine Kooperation mit anderen Organisationen u. a. aus Politik, Gesellschaft, Bildung, Kultur, Wirtschaft und dem Ring der politischen Jugend ist unabdingbar.
Wir gestalten unsere Beziehungen aktiv und partnerschaftlich. Die Basis unserer Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern ist offen, transparent, verlässlich und fair.
Fachliche Auseinandersetzungen zur Durchsetzung von Jugendinteressen halten wir für notwendig. Wir sind davon überzeugt, dass eine konstruktive Streitkultur zum Fundament einer vertrauensvollen partnerschaftlichen Zusammenarbeit gehört.
Im Jugendring
Die Zusammenarbeit innerhalb des Jugendrings beruht auf gegenseitiger Achtung, Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen.
Der Jugendring bietet seinen Mitgliedsverbänden, Projekten und Partnerinnen und Partnern einen Ort für einen ständigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie vielfältige Möglichkeiten für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Inhaltliche Auseinandersetzungen finden ziel- und sachorientiert statt. Konflikte benennen wir offen, wobei frühzeitig gemeinsame Lösungen angestrebt werden.
Wir begegnen uns mit menschlichem und fachlichem Respekt.
Grundsätze
Unsere strategischen Führungsorgane sind unsere ehrenamtlichen Gremien wie z. B. der Vorstand des Jugendrings. Die hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die inhaltliche Arbeit im Jugendring und seinen Projekten und für die Umsetzung von Beschlüssen und Konzepten verantwortlich.
Die Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Gremien und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist durch eine klare Rollendefinition und durch gegenseitige Wertschätzung geprägt.
Ein kooperativer Führungsstil ist die Basis unserer Grundsätze. Das weitreichende Delegieren von Verantwortung ist Bestandteil dieses Konzeptes.
Die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Kreativität sind für uns als lernende Organisation ein hohes Gut.
Alle Beschäftigten werden an den Ziel- und Entscheidungsfindungen beteiligt, die ihr Arbeitsfeld betreffen.
Wir als Arbeitgeber schaffen Rahmenbedingungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie würdigen die Leistungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fördern selbständiges und eigenverantwortliches Handeln.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind engagiert, fachlich kompetent und entwickeln ihre Arbeitsbereiche selbständig weiter. Kritikfähigkeit setzen wir voraus.
Wir fördern die berufliche Chancengleichheit.
Durch eine Reihe von Maßnahmen der Personalentwicklung stellen wir sicher, dass im Jugendring ein leistungsfähiges Team hauptberuflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig ist, wobei alle entsprechend ihren Kenntnissen und Fähigkeiten gefördert werden.
LINK jugendring-duesseldorf.de/jugendring/ag-verein/
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Beschlüsse der Vollversammlung 2025
Jugendbündnis für Demokratie
Beschluss vom 16. September 2025
In einer Zeit, in der unsere demokratischen Werte und Prinzipien zunehmend unter Druck geraten, ist es wichtiger denn je, dass wir als junge Generation gemeinsam für eine offene, tolerante und gerechte Gesellschaft einstehen. Seit Jahren ist, sowohl in Deutschland als auch europaweit, ein Zuwachs zu extremrechten Positionen und Parteien zu verzeichnen (sog. Rechtsruck). Diese Entwicklung bedroht die Grundlagen unserer Demokratie und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Die Bundestagswahl hat wieder gezeigt, dass auch in Deutschland die Demokratie durch (extrem) rechte Positionen gefährdet ist. Besonders kritisch sehen die Düsseldorfer Jugendverbände den starken Zuwachs der, als rechtsextrem eingestuften, AfD, die nun zweitstärkste Kraft im Bundestag ist und in Düsseldorf ihr Ergebnis verdoppelt hat. Rechtspopulistische Positionen und Erzählungen sind in der Gesellschaft auf dem Vormarsch und werden normalisiert. Zunehmend wird versucht zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivismus gegen Rechtsextremismus zu delegitimieren. Die die „kleinen Anfragen“ zur politischen Neutralität stattlich geförderter Organisation der CDU/CSU im Bundestag als auch der FDP im Landtag NRW im Februar sind weitere Beispiele für die aktuellen Verwerfungen in dem demokratischen Diskurs. Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien stehen mit ihren rassistischen, antisemitischen, queerfeindlichen und antifeministischen Positionen im klaren Widerspruch zu den Werten, die die Jugendverbände vertreten. Diese Organisationen vertreten ein völkisches und autoritäres Weltbild.
Der Jugendring Düsseldorf sieht mit Sorge, dass der Wahlkampf fast ausschließlich von migrationspolitischen Debatten dominiert wurde, während zentrale jugend- und sozialpolitische Themen weitgehend vernachlässigt wurden. Themen wie Bildung, Ausbildungsplätze, Klimaschutz, Wohnraum und soziale Gerechtigkeit sind für junge Menschen von zentraler Bedeutung, fanden jedoch kaum Gehör im Wahlkampf. Stattdessen wurde Migration zum Hauptthema stilisiert, wodurch die AfD die politische Agenda entscheidend mitbestimmen konnte. Diese einseitige Fokussierung hat nicht nur die politische Kultur weiter nach rechts verschoben, sondern auch Ressentiments verstärkt und (rechts-)populistischen Diskursen Raum gegeben. Wir nehmen wahr, dass sich das Diskursklima in Richtung der extremen Rechten verschiebt und Aussagen zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sagbar und salonfähig sind. Diese Diskurse lösen bei vielen betroffenen Menschen Ängste aus – auch Existenzängste. Sie werfen Fragen nach der eigenen Sicherheit in Deutschland auf. Wir als Jugendring Düsseldorf nehmen diese Ängste ernst.
Unsere Demokratie verteidigen
Demokratie ist mehr als nur ein politisches System. Sie ist das Fundament unserer Gesellschaft, in der die Rechte und Freiheiten jedes Einzelnen respektiert werden und Minderheiten geschützt werden. Doch diese Errungenschaften sind nicht selbstverständlich. Sie müssen täglich verteidigt und gestärkt werden, besonders von uns, der jungen Generation, die die Zukunft und das Zusammenleben gestalten wird.
Gegen den Rechtsruck
Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft zeigt sich in verschiedenen Formen: in der Verbreitung von Hass und Intoleranz, in der Stärkung extremistischer Parteien und Bewegungen, und in der zunehmenden Polarisierung der politischen Landschaft. Wenn bspw. queere oder migrantisierte Menschen Angst auf der Straße haben müssen, gefährdet diese Entwicklungen den sozialen Frieden und die Stabilität unserer Demokratie.
Ein Jugendbündnis für Demokratie
Wir rufen daher alle jungen Menschen, Jugendorganisationen und -initiativen auf, sich zu einem breiten Jugendbündnis für Demokratie zusammenzuschließen. Gemeinsam wollen wir:
1. Für Toleranz und Vielfalt eintreten: Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, sozialen oder ethnischen Herkunft, Religion, Geschlecht, sexuellen Orientierung, körperlichen oder geistigen Fähigkeiten und Alter respektiert und akzeptiert werden.
2. Demokratische Werte stärken: Wir fördern politische Bildung und das Bewusstsein für die Bedeutung demokratischer Prozesse und Institutionen, insbesondere unter jungen Menschen.
3. Gegen Hass und Hetze vorgehen: Wir treten entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und Menschenverachtung ein. Wir setzen uns ein für einen faktenbasierten und diskriminierungssensiblen gesellschaftlichen Diskurs und gegen Desinformation und Populismus.
4. Solidarität und Zusammenhalt fördern: Wir unterstützen Initiativen und Projekte, die den sozialen Zusammenhalt stärken und das Miteinander in unserer Gesellschaft fördern.
5. Jugendliche aktiv einbinden: Wir bieten junge Menschen eine Anlaufstelle und ermutigen sie, sich politisch zu engagieren und ihre Stimme zu erheben, um die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Gemeinsam für eine bessere Zukunft
Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen und zeigen, dass wir bereit sind, unsere Demokratie zu verteidigen und den Rechtsruck in unserer Gesellschaft zu stoppen. Alle von uns können einen Beitrag leisten – sei es durch Engagement in der Zivilgesellschaft, durch Teilnahme an politischen Prozessen oder durch die Unterstützung von Initiativen, die unsere demokratischen Werte stärken.
Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten können – eine Zukunft, in der Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden.
Schließt euch uns an!
Gemeinsam können wir den Rechtsruck stoppen und unsere Demokratie stärken. Lasst uns zusammenstehen und für eine Gesellschaft kämpfen, die auf den Werten von Toleranz und Vielfalt baut. Lasst uns das Bündnis gemeinsam gestalten!
LINK jugendring-duesseldorf.de/beschluss
Ansprechpartner*innen
Achim Radau-Krüger





