Jugendring Düsseldorf: Jahresbericht 2025 (pdf-Version)

Unser Jahresbericht 2025 ist da! Wenn Ihr eine gedruckte Ausgabe wünscht, meldet euch einfach!

 

Trägerverein und Geschäftsstelle
Der Jugendring Düsseldorf
Der Jugendring Düsseldorf ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Düsseldorf. Wir vertreten die Anliegen und Interessen aller junger Menschen in unserer Stadt.
Die Vielfalt unserer Mitglieder ist die Stärke des Jugendrings. Im Jugendring spiegelt sich die Vielfalt der Jugendverbände mit den unterschiedlichsten Werteorientierungen wider. Wir stehen für das interkulturelle Zusammenleben aller Menschen unter der Bedingung der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung – unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung.
Im Vordergrund unserer Arbeit steht das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen in Düsseldorf. Zu den wichtigsten Merkmalen der Arbeit des Jugendrings zählen daher die Förderung und Unterstützung der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und demokratische Mitbestimmung junger Menschen.
Als Zusammenschluss von Düsseldorfer Jugendgruppen, -verbänden, -initiativen, Träger von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und weiteren Projekten haben wir ein breites Erfahrungsspektrum sowie hohe Kompetenz und Wirksamkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als jugendpolitische Interessenvertretung in Düsseldorf.
Die Mitgliedschaft im Jugendring ist freiwillig. Eine Mitgliedschaft der Jugendorganisationen der Parteien ist nicht möglich. Der Jugendring Düsseldorf kooperiert mit dem Düsseldorfer Jugendrat und mit dem RPJ (Ring der politischen Jugendorganisationen).
Die Vollversammlung ist das oberste Organ. Bei ihr liegt die Gesamtplanung der Arbeit. Sie tagt mehrfach im Jahr und setzt sich aus den Delegierten der Mitgliedsorganisationen zusammen. Der Delegiertenschlüssel orientiert sich an der Größe des Mitgliedsverbandes.
Auf der Grundlage der Beschlüsse der Vollversammlung arbeitet der Vorstand des Jugendrings. Er vertritt den Düsseldorfer Jugendring nach innen und außen. Unterstützt wird er dabei vom hauptberuflichen Personal der Geschäftsstelle.Haus der Jugend: Unsere Büro- und Veranstaltungsräume
Im September 2022 haben wir im neuen Haus der Jugend unsere Tätigkeit aufgenommen. In den letzten beiden Jahren haben wir uns im Haus immer weiter eingelebt. Seit dem Sommer 2024 ist nun auch die Licht- und Tontechnik in der Halle und im Café installiert und wir können nun alle Veranstaltungen wie benötigt durchführen. Die Zeit des Improvisierens ist vorbei.
Das Angebot der zahlreichen Seminarräume mit Café und Halle ist für viele Akteur*innen und Organisationen attraktiv, dort Fachtage, Seminare und alle anderen kleinen und großen Veranstaltungen abzuhalten. Mit den Jugendmedientagen (S. 22), dem internationalen Düsselcamp (S. 14) und diversen Fachtagen (ab S. 20) konnte auch der Jugendring das Haus in hoher Auslastung bespielen.
Das Fancafé etabliert sich immer weiter zu einer festen Größe im Haus und erfreut sich wachsender Besucher*innenzahlen. Grundsätzlich bietet der Jugendring die Nutzung der Räumlichkeiten all seinen Mitgliedsverbänden an. Auch die Stadt Düsseldorf kann beim Jugendring eine Nutzung anfragen. Wir bieten sechs voll ausgestattete Seminarräume für jeweils 20 Personen, ein Café für etwa 70 Personen und eine große Veranstaltungshalle für knapp 200 Personen. Anfragen zur Raumnutzung sind direkt an die Jugendring-Geschäftsstelle zu stellen.
LINK jugendring-duesseldorf.de/hdj
Vollversammlungen 2024
Jugendring-Vollversammlung 2024-01 im Haus der Jugend
Am 24. März fand die erste Vollversammlung 2024 im Haus der Jugend statt. Und wie bei jeder erste Vollversammlung eines Jahres standen Wahlen an: Andreas Kremer (SJD – Die Falken) kandidierte für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender des Jugendrings. Er wurde mit großer Mehrheit für zwei Jahre wiedergewählt. Neu kandidierte Noah Hanke (ejd) als weiteres Vorstandsmitglied. Auch Noah wurde mit großer Mehrheit in den Vorstand gewählt. Als Kassenprüfer*innen wurden Jonas Weithöner (SJD), Tobias Schwerdtfeger (BDKJ) und Julien Graff (RDP) gewählt.
Inhaltlicher Schwerpunkt war die erste Vorstellung des Kinderschutzkonzeptes des Jugendrings. Sonja Schüßler-Maaßen und Susanne Banz stellten den Delegierten den Sachstand zu dem Konzept vor. Das Konzept wurde bis Sommer 2024 fertiggestellt und veröffentlicht (S. 20). Weiterhin richtete die VV einen Arbeitskreis zum neuen Kinder- und Jugendförderplan 2026–2030 ein. Unter dem Eindruck der großen Demonstration gegen Rechts und gegen die AfD Ende Januar auf den Rheinwiesen gibt es das Bedürfnis, dass sich die Verbände verstärkt gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft vernetzen. Der Jugendring richtet für die Vernetzung der Verbände untereinander einen kleinen Arbeitskreis ein.
Jugendring-Vollversammlung 2024-02 im Lambertus Saal beim BDKJ
Der BDKJ hat die Delegierten der Vollversammlung für ihre zweite Sitzung 2024 in den Lambertus Saal in die Düsseldorfer Altstadt eingeladen. Im Mittelpunkt der VV stand ein intensiver Austausch mit der neuen Abteilungsleiterin für den Bereich der Jugendförderung im Amt für Soziales und Jugend. Maren Siegel stellte sich den Delegierten aus den Verbänden vor und skizzierte erste Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Anschließend gab es eine breite Diskussion über die Arbeit in den Jugendverbänden und über die aktuellen Probleme der Verbände.
Jugendring Vollversammlung 2024-03 in der Feuerwache 1 / Leitstelle der Düsseldorfer Feuerwehr
Im September trafen sich die Düsseldorfer Jugendverbände bei der Jugendfeuerwehr in der Feuerwache 1. Die Vollversammlung startete mit einer ausführlichen Besichtigung der zentralen Feuerwache auf der Hüttenstraße.
Die Delegierten erhielten einen guten Einblick in die Abläufe der Wache und ein Teil der Ausrüstung, der Fahrzeuge wurde vorgestellt. Zum Abschluss der Führung gab es einen Einblick in die Leitstelle, wo die Notrufe etc. aus Düsseldorf eingehen. Anschließend fand dann die VV in den Tagungsräumen der Feuerwehr statt.Jugendring Vollversammlung 2024-04 im Haus der Jugend
Am 5. Dezember fand die letzte Vollversammlung des Jahres statt. Im Mittelpunkt der VV standen zwei Anträge. Der Vorstand bat die Delegierten um das Fortbestehen der Mitgliedschaft der BSV, auch wenn sie 2024 leider nur an einer Vollversammlung teilgenommen hatte. Die Vertreter*innen der BSV erläuterten die aktuelle Situation. Die Delegierten stimmten einer weiteren Mitgliedschaft mit großer Mehrheit zu.
Außerdem brachte der Vorstand einen überarbeiteten Antrag zum Umgang des Jugendrings mit der AfD in die Vollversammlung ein. Der Antrag wurde in Kleingruppen diskutiert und erläutert und wurde dann von den Delegierten bei zwei Enthaltungen mit breiter Mehrheit angenommen. (Siehe nächste Seite)
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/beschluss
Jugendverbände bieten der AfD keine Bühne!
Die Mitgliedsverbände des Jugendrings Düsseldorf haben in der Vollversammlung mit großer Mehrheit einen wegweisenden Beschluss gefasst, um den Umgang mit der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) klar zu regeln. Ziel ist es, demokratische Werte zu schützen und ein deutliches Signal gegen Rechtspopulismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu senden.
Der Jugendring Düsseldorf, als Arbeitsgemeinschaft von über zwanzig Jugendverbänden in der Stadt, steht für Demokratie, Pluralität, Toleranz und Inklusion. Aus diesem Selbstverständnis heraus sehen wir es als unsere Pflicht an, antidemokratische Tendenzen zu benennen und uns aktiv dagegen zu positionieren. Mit dem Beschluss bekräftigen die Jugendverbände ihre gemeinsame Verantwortung, demokratische Grundwerte zu verteidigen und eine vielfältige Gesellschaft zu fördern.
Kernpunkte des Beschlusses:
Keine Bühne für die AfD: Vertreter*innen der AfD werden weder zu Veranstaltungen des Jugendrings noch zu Kooperationen mit externen Partner*innen eingeladen. Kooperationspartner*innen werden vorab über den Beschluss informiert.
Prüfung externer Veranstaltungen: Die Teilnahme des Jugendrings an externen Veranstaltungen mit Beteiligung der AfD wird kritisch geprüft.
Informationsbereitstellung: Für Wahlen auf allen Ebenen (Bund, Land, Kommune, Europa) stellt der Jugendring Informationen bereit, darunter Kandidat*innen-Datenbanken und Wahlentscheidungshilfen wie den „Düssel-O-Mat“. Auch Positionen der AfD werden aufgenommen, um ein umfassendes Informationsbild zu gewährleisten.
Politische Bildungsarbeit: Die Jugendverbände fördern und setzen Veranstaltungen um, die sich kritisch mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen auseinandersetzen.
Die Jugendverbände in Düsseldorf tragen maßgeblich zur politischen und gesellschaftlichen Bildung von jungen Menschen bei. Mit dem Beschluss setzen wir ein starkes Zeichen für Demokratie und gegen jede Form der Diskriminierung. Jugendverbände und der Jugendring sind Werkstätten der Demokratie. Wir rufen darüber hinaus alle zivilgesellschaftlichen Akteur*innen auf, ebenfalls aktiv für eine pluralistische und solidarische Gesellschaft einzutreten.
Der Beschluss ist in vollem Wortlaut einsehbar unter auf Seite 45 und unter: LINK jugendring-duesseldorf.de/
beschluss/umgang-mit-der-afd-2025.
Beschlossen auf der Vollversammlung am 5. Dezember 2024 mit 21 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen
Finanzierung unserer Arbeit
Der Trägerverein des Jugendrings Düsseldorf e. V. ist der Rechts- und Vermögensträger der Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer Jugendverbände. Über den Trägerverein werden alle Rechts- und Geldgeschäfte der Arbeitsgemeinschaft abgewickelt. Er ist Anstellungsträger für das hauptberufliche Personal des Jugendrings und seiner Projekte.
Die Arbeit des Jugendrings finanziert sich insbesondere aus öffentlichen Zuschüssen der Landeshauptstadt Düsseldorf, des Landes NRW, der Deutschen Fußballliga (DFL), der DFL-Stiftung sowie im geringeren Umfang aus Eigenmitteln, Spenden, Mitglieds- und Teilnehmerbeiträgen sowie einmaligen Zuwendungen und Zuschüssen. Die Mitglieder des Vereins werden von der Vollversammlung des Jugendrings gewählt.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Partner*innen für die Unterstützung!
Gremien und Arbeitskreise
Jugendhilfeausschuss und AK Jugendpolitik
Dem AK Jugendpolitik gehörten im Jahr 2023 Karl-Hermann Otto (Ev. Jugend), Zora Bobbert (SJD – Die Falken), Philipp Jung (BDKJ), Andreas Kremer (SJD – Die Falken) und Achim Radau-Krüger an. Der AK hat die JHA-Sitzungen vorbereitet und die Positionen der Jugendverbände abgestimmt.
AG Jugendförderung nach §78 SGB VIII / Facharbeitskreis „Kinder- und Jugendarbeit“
Der Jugendring ist sowohl im FAK Kinder- und Jugendarbeit als auch in der AG 78 Jugendförderung vertreten. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring in beiden Gremien. 2024 stand stark in der Vorbereitung des neuen Kinder- und Jugendförderplans. Dazu haben zwei Fachdialoge mit den Mitarbeiter*innen aus den offenen Einrichtungen, den Jugendverbänden, der Jugendsozialarbeit und der Schulsozialarbeit stattgefunden. Weiterhin ist der Jugendring an der Redaktionsgruppe zum Förderplan vertreten und die Mitarbeiter*innen des Jugendrings haben sich breit an den Arbeitsgruppen des Jugendamtes zum Förderplan beteiligt.
Kriminalpräventiver Rat (KPR)
Der Jugendring ist Mitglied im Kriminalpräventiven Rat, im Ausschuss Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus des KPR. Benjamin Belhadj vertritt das Fanprojekt beim Jugendring im Ausschuss für Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring im KPR und in der Fachgruppe Extremismus.
Beirat PULS
Der Jugendring Düsseldorf beteiligt sich am Beirat der queeren Jugendeinrichtung PULS. Der Schwul-lesbische Jugendarbeit Düsseldorf e. V. ist Mitglied im Jugendring und es werden immer wieder gemeinsame Arbeitsprojekte durchgeführt. Der Jugendring wird im Beirat von Achim Radau-Krüger vertreten.
Beirat Mahn- und Gedenkstätte
Katharina Schunck vertritt den Jugendring im Beirat der Mahn- und Gedenkstätte.
Veranstaltergemeinschaft
Lokaler Rundfunk in Düsseldorf
Der Jugendring Düsseldorf wird von Andreas Kremer in der Veranstaltergemeinschaft von Antenne Düsseldorf vertreten.
Bildungskonferenz
In der Bildungskonferenz für die Bildungslandschaft Düsseldorf vertritt Achim Radau-Krüger den Jugendring Düsseldorf.
Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe
In der Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe sind momentan 36 Jugendringe aus Großstädten in Deutschland zusammengeschlossen. Die AG ist ein freiwilliger Zusammenschluss. Wir treffen uns etwa alle zwei Monate zu einer gemeinsamen Videokonferenz. Der Kontakt und der Austausch unter den Jugendringen stehen dabei im Vordergrund. Die AG steht in einem engen Austausch mit dem Bundesjugendring. Im Mai 2024 fand die Tagung der Großstadtjugendringe in Leipzig beim Stadtjugendring statt. Ein Wochenende haben sich zahlreiche Vertreter*innen aus den unterschiedlichen Großstädten unter der Überschrift „Wir handeln Gemeinsam, nicht allein! Wie die demokratische Organisation die Jugendringe zusammenhält“ ausgetauscht. 2025 wird die Konferenz der Großstadtjugendringe vom Jugendring Düsseldorf vom 4. bis 6. April im Haus der Jugend ausgerichtet. Der Schwerpunkt der Tagung wird die Auseinandersetzung mit dem „Mythos Neutralitätsgebot“ und der aktuellen Diskussion des Gemeinnützigkeitsrechts in politisch stürmischen Zeiten sein. LINK jugendring.de
LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW
Der Jugendring Düsseldorf ist Gründungsmitglied der LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW. Wir nehmen mit der Geschäftsführung an den regelmäßigen Fachkräfterunden der LAG teil. Ziel der LAG Jugendringe ist es, die Vertretung der kommunalen jugendpolitischen Strukturen auf Landesebene sicherzustellen, für Austausch und Qualifizierung unter den Jugendringen zu sorgen und Jugendverbände und Jugendringe in Prozessen der Institutionalisierung und nachhaltigen Aufstellung zu begleiten. Die LAG hat sich 2023 zu einem eingetragenen Verein weiterentwickelt und erhält 2024 Zuschüsse vom Land NRW, um eine Geschäftsstelle zu betreiben und die Arbeit der kommunalen Jugendringe zu qualifizieren.
Trägerkreis Düsseldorfer Appell
Im Trägerkreis des Düsseldorfer Appells wird der Jugendring von Katharina Schunck und Achim Radau-Krüger vertreten. Beim Düsseldorfer Appell bahnen sich Veränderungen an. Aus dem eher losen Zusammenschluss von gesellschaftlich relevanten Organisationen soll ein gemeinnütziger Verein werden. Der Jugendring begleitet diesen Prozess intensiv.
Begleitausschuss Demokratie Leben
Der Jugendring wird im Begleitausschuss durch Achim Radau-Krüger vertreten.Veränderungen beim Jugendring
Seit dem 1. März ist Verena Hohn stellvertretende Geschäftsführerin im Jugendring. Sie unterstützt den Geschäftsführer Achim Radau-Krüger in vielen Fragen der Geschäftsführung und verantwortet derzeit das Bildungsteam. Um die zeitlichen Kapazitäten für die stellvertretende Geschäftsführung bei Verena zu schaffen, haben wir seit dem 1. April mit Lucie Dräger (Foto) in einer halben Stelle im Verwaltungsbereich Entlastung geschaffen. Lucie übernimmt vielfältige organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben von Verena.
Im Herbst 2024 gab es einen personellen Wechsel bei youpod.de. Vivian Hagedorn hat uns Ende Oktober 2024 in Richtung Berlin verlassen, wir haben aber schnell Ersatz gefunden: Marvin Wittiber verstärkt das Team seit dem 1. November. Ende Dezember ist Katharina Schunck in Mutterschutz gegangen und wird im Anschluss in Elternzeit gehen. Für sie haben wir mit Franziska Minini eine Mutterschutz- und voraussichtlich auch eine Elternzeitvertretung gefunden.
LINK jugendring-duesseldorf.de/team
Jugend trifft Politik 2024
Im Januar hatten junge Menschen bei „Jugend trifft Politik“ die Chance, intensiv mit Entscheidungsträger*innen aus der Düsseldorfer Kommunalpolitik und Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. An der zweitägigen Veranstaltung, die im DGB-Jugendbildungszentrum in Hattingen stattfand, beteiligten sich über 20 Engagierte aus unterschiedlichsten Düsseldorfer Jugendverbänden und brachten ihre Perspektive ein. Für die Politik nahm sich beispielsweise die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Ursula Holtmann-Schnieder, Zeit für das Austauschformat. Die Verwaltungsseite wurde unter anderem durch den Leiter des Amtes für Soziales und Jugend, Stephan Glaremin, vertreten.
Im Mittelpunkt des Austausches standen Themen, die die Teilnehmer*innen und die Vollversammlung des Jugendrings als für die Düsseldorfer Jugend besonders relevant bewertet hatten: So nahmen die Teilnehmer*innen unter der Überschrift „Für eine klimafreundliche Stadt!“ Düsseldorf als wichtigen Akteur für die konsequente Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene in den Blick. „Angebote für junge Menschen in Düsseldorf sichtbar machen!“ war das Ziel einer weiteren Diskussionsrunde. Darüber hinaus suchten jugendverbandlich Engagierte zusammen mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung nach Lösungen, um sich „Gemeinsam gegen Jugendarmut!“ stark zu machen. Eine weitere Runde entwickelte kreative Ideen, um in Düsseldorf „Lebendige Begegnungsräume zu schaffen!“, die Raum für Austausch und Kennenlernen bieten und Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Gemeinsinn fördern.
„Jugend trifft Politik“ hat wieder gezeigt, wie wichtig und gewinnbringend Austausch ist. In kleinen Runden wurde auf Augenhöhe diskutiert, Ideen ausgetauscht und Forderungen für das Düsseldorf von morgen entwickelt. Ob in den Diskussionsrunden, während des gemeinsamen Lachens beim „Jugend-trifft-Politik-Quiz“ oder beim gemütlichen Kneipenabend – überall gab es Gelegenheit, neue Menschen und Perspektiven kennenzulernen, zu netzwerken und sich für die Belange junger Menschen in Düsseldorf einzusetzen. Die herausgearbeiteten Forderungen von „Jugend trifft Politik“ wurden im Verlauf des Jahres vom Jugendring unter anderem in die Entwicklung des neuen Kinder- und Jugendförderplans eingebracht.

Studienfahrt, Team- und Vorstandsklausur in Karlsruhe
2024 haben wir als Jugendring gemeinsam mit Vorstand und den hauptberuflichen Bildungsreferent*innen Neuland beschritten. Wir waren mit dem Vorstand und dem hauptamtlichen Team vom 23. bis 26. September zu Besuch beim Stadtjugendausschuss (stja) in Karlsruhe. Vier Tage Vorstand und hauptberufliche Mitarbeiter*innen zusammen auf einer Studien- und Austauschreise gab es bisher so nicht.
Wir haben einen ausführlichen Austausch mit dem Vorstand und Hauptamtlichen des Stadtjugendausschusses gehabt. Dabei standen neben der Vorstellung der Arbeit im Jugendring und im Jugendausschuss auch diverse inhaltliche Fragen im Fokus. Der Stadtjugendausschuss in Karlsruhe mit seinen mehr als 300 Mitarbeitenden hat natürlich in vielen Bereichen eine große Expertise. Aber als quasi Jugendamt der Stadt Karlsruhe steht der Stadtjugendausschuss auch in anderen Abhängigkeiten zur Stadt als der Jugendring Düsseldorf.

Am Dienstag besuchten wir unterschiedliche Projekte des Stadtjugendausschusses im Stadtgebiet. Vormittags haben wir das Aktions- und Zirkusbüro im Otto-D.-Park vorgestellt bekommen. Das zentrale Angebot dort ist der Kinder- und Jugendzirkus Maccaroni. Neben Angeboten in traditionellen Zirkuszelten findet das Angebot im Winter in einem Hallenkomplex in dem Park statt. Insgesamt befinden sich neben dem Zirkusprojekt noch weitere Angebote im Park. Alte Fabrikhallen werden für die Nutzung weiterer Projekte umgebaut. So soll das Fanprojekt Karlsruhe dort neue große Räumlichkeiten erhalten, außerdem gibt es weitere Flächen im Park für Parkour, Skateboards, Pumptracks und weitere Vorhaben.
In einer ausführlichen und spannenden Führung wurden uns die Angebote vorgestellt. Im Anschluss sind wir in inhaltliche Diskussionen eingestiegen. Am Dienstagnachmittag haben wir uns in verschiedene thematische Kleingruppen aufgeteilt und diverse Einrichtungen im Stadtgebiet besucht.
Den Mittwoch haben wir für eine gemeinsame Vorstands- und Teamsitzung genutzt. Wir haben dort die gemeinsame Arbeit reflektiert und überlegt, wie wir die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Mitarbeitenden noch enger verzahnen können. Außerdem haben wir haben verschiedene inhaltliche Fragenfür das Jahr 2025 diskutiert.
Ein zentrales Ergebnis der Klausur war, dass es im Vorstand konkrete Ansprechpersonen für die einzelnen Projekte im Jugendring geben soll. Die Aufgabenverteilung hat der Vorstand im Nachgang der Studienfahrt festgelegt.
Medienverleih
Der Medien- und Materialverleih des Jugendrings steht den Jugendverbänden, Jugendgruppen, Vereinen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Die digitale Ausleihfunktion macht den Verleih unkompliziert. So können Mitglieder der Jugendverbände eine komfortable Online-Reservierung mit Warenkorb und diversen Filtermöglichkeiten nach Verleihart oder auch Anlässen nutzen.
Im Verleihprojekt wurden auch 2024 wieder neue Medien und Materialien für das Verleihprojekt angeschafft, zum Beispiel Thermoporte, um Essen bei Fahrten und Veranstaltungen warmzuhalten, und eine Fotobox für bleibende Erinnerungen, die die Teilnehmer*innen sofort mit nach Hause nehmen können. LINK jugendring-duesseldorf.de/verleih
Fassadengestaltung
Während des internationalen Jugendcamps „Düsselcamp meets Future (T)here“ (S. 14) im Sommer 2024 wurde die Fassadengestaltung am Haus der Jugend gemeinsam mit den jugendlichen Teilnehmer*innen aus Czernowitz (Ukraine), Pune (Indien) und Düsseldorf weiterentwickelt. Unterstützt von Künstler*innen des Vereins Verbunt e. V. arbeiteten die Jugendlichen in Workshops an der kreativen Umsetzung und gestalteten zwei große Wandflächen. Unter der Fragestellung „Was ist euch besonders wichtig, wenn es um das Zusammenleben in der Gesellschaft geht?“ sammelten sie Begriffe und setzten diese in individuell gestaltete Schriftzüge um. Auf den Wänden ergibt sich ein vielfältiges Bild, das durch unterschiedliche Sprachen geprägt und vom gemeinsamen Wunsch nach Frieden geeint ist. Die Ergebnisse sind von der Lacombletstraße und vom Parkplatz aus zu sehen (und auf der Titelseite dieses Jahresberichts). Auch in den kommenden Jahren wird die Gestaltung des Hauses unter Einbeziehung der Nutzer*innen fortgesetzt.
Düsselcamp meets Future (T)here
Ein besonderer Erfolg war das Düsselcamp, das im Sommer erstmalig stattfand. In Kooperation mit dem Jungen Schauspiel Düsseldorf organisierten wir diese internationale Woche vom 30. Juni bis 6. Juli 2024.
Über 40 Jugendliche aus der Ukraine, aus Indien und Deutschland kamen zusammen, um gemeinsam eine Woche voller Highlights zu verbringen. Die Teilnehmenden konnten an vielfältigen Workshops teilnehmen, bestehend aus Tanz, Film, Nachhaltigkeit und Urban Arts. Die Teilnehmenden der Workshops Tanz und Film erarbeiteten unter dem Titel „Fliegen und fallen“ eine Performance, die in der Fan Zone vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus zur UEFA EURO 2024 gezeigt wurde. Dabei setzten sich die Tänzer*innen besonders mit ihrem Atem auseinander, arbeiteten biografisch und schufen daraus ihre Performance.
Im Film-Workshop konnten die Teilnehmenden kreativ arbeiten und einen Kurzfilm schreiben, drehen und schneiden oder das Camp dokumentarisch begleiten. Beim Upcycling ging es viel um Mode, Abfall und kreative Upcycling-Projekte. Der Urban-Arts-Workshop setzte sich mit DJing und Graffiti auseinander. Zwei Werke, die von der Gruppe erarbeitet und umgesetzt wurden, schmücken jetzt das Haus der Jugend.
Gerahmt wurden die Workshops durch weitere Aktivitäten, wie eine Stadtrallye durch die Altstadt, die von Ehrenamtlichen aus den Verbänden extra fürs Camp erarbeitet wurde, den Besuch eines EM-Fußballspiels im Achtelfinale Belgien gegen Frankreich, einen historisch-politischen Input von der Mahn- und Gedenkstätte mit Führung im Gedenkort des alten Schlachthofs an der HSD, einen Theaterbesuch im Jungen Schauspiel zur Open Stage, ein gemeinsames Grillen beim Sommerfest des Jugendrings sowie einen Kreativabend mit Henna, dem Knüpfen von Freundschaftsarmbändern und T-Shirt-Druck mit den Falken Düsseldorf.
Das internationale Projekt „Düsselcamp meets Future (T)here 2024“ war eine inspirierende Woche, die junge Menschen aus unterschiedlichen Städten zusammenbrachte und Raum für kreative Entfaltung sowie persönlichen Austausch bot. Für einige der Teilnehmenden war das nicht nur das erste Mal in Deutschland, sondern auch die erste Reise außerhalb ihres Heimatlandes und dadurch eine sehr besondere Erfahrung. Interkulturelle Begegnungen sind wichtig für das Verständnis zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Länder und führen mit dem gegenseitigen Kennenlernen und den gemeinsamen Erfahrungen dazu, dass die Jugendlichen mutiger werden, die sprachlichen Barrieren zu überwinden oder auch ohne viele Worte miteinander z. B. Tischtennis oder Kicker zu spielen.
Wir danken allen Unterstützer*innen, die dieses Projekt möglich gemacht haben, und freuen uns darauf, das Camp bald weiterzuführen.
LINK jugendring-duesseldorf.de/duesselcamp-abschluss
Jugendring-Sommerfest
Am 3. Juli öffnete das neue Haus der Jugend zum zweiten Mal seine Türen für das traditionelle Sommerfest, das dieses Jahr internationale Gäste aus den Düsseldorfer Partnerstädten begrüßen durfte. Auch wenn das Wetter mit Temperaturen um die 12 Grad und viel Regen zunächst wenig Sommerlaune aufkommen ließ, gelang es uns, gut zu improvisieren.
Pavillons im Innenhof boten Schutz, und die Grillstation wurde unter das Vordach verlegt. Das Café bot zudem eine warme und trockene Alternative, um das reichhaltige Buffet und die kühlen Getränke zu genießen.
Gegen Nachmittag besserte sich das Wetter, der Regen verschwand, und die Terrasse wurde für gute Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen genutzt. Die Teilnehmer*innen des internationalen Jugendcamps, vom Jungen Schauspiel und des Jugendrings trugen zu einem gelungenen Abend bei, und zahlreiche Gespräche zwischen den Verbänden und den internationalen Gästen fanden statt.
Besondere Highlights waren das traditionelle Torwandschießen, bei dem vor allem die indischen Gäste glänzten, und die neue Fotobox, die rege genutzt wurde und für schöne Erinnerungen an ein gelungenes Sommerfest sorgte, das trotz der widrigen Wetterbedingungen nicht ins Wasser fiel.

Danke-Party für alle Ehrenamt-lichen in der Jugend(verbands)arbeit
Am 7. September haben wir den Jugendleiter*innen DANKE für ihr Engagement und die geleistete ehrenamtliche Arbeit in ihren Verbänden und für die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt gesagt. Unsere jährliche Danke-Party mit leckeren Burritos aus dem Foodtruck, kühlen Getränken und vielen Überraschungen fand im VierLinden-Open-Air bei AKKI statt. Nach Party und Verpflegung haben wir bei dem Film „Palm Springs“ entspannt Eis und Popcorn gegessen und die gemeinsame Zeit genossen.
Ferienpaten
Für viele Familien ist es oftmals nicht möglich, die Eigenanteile bei den Ferienfreizeiten zu finanzieren. Ihre Kinder können deshalb oft an den Angeboten nicht teilnehmen, obwohl auch sie ein Recht auf schöne Ferientage haben. Um eine solche Ausgrenzung zu vermeiden, hat der Jugendring Düsseldorf das Projekt „Düsseldorfer Ferienpaten“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe von Spenden der „Ferienpaten“ sollen einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Ferienfreizeiten eines Jugendverbandes im Jugendring Düsseldorf unterstützt werden und so die Gelegenheit haben, ihre Ferien mit einer Kinder- oder Jugendgruppe zu verbringen. Durch dieses Projekt konnten 55 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Ferienfreizeiten ermöglicht werden. Für 2025 werden weiterhin Spenden gesammelt, um das Projekt auch weiterhin anbieten zu können.
LINK jugendring-duesseldorf.de/ferienpaten

Aus unseren Fachbereichen
Bildungsarbeit
Seit 2006 hat sich der Jugendring Düsseldorf in Kooperation mit dem BDKJ-Stadtverband Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf und SJD – Die Falken Düsseldorf die Förderung der Düsseldorfer Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit zur gemeinsamen Aufgabe gemacht. Die Düsseldorfer Jugendverbände sollen für ihre Arbeit mit jungen Menschen qualifiziert und unterstützt werden. Außerdem sollen ehrenamtliche Mitarbeitende gewonnen, neue Zielgruppen für die Jugendverbandsarbeit angesprochen und der Bekanntheitsgrad der Jugendverbandsarbeit gesteigert werden.
Die inhaltliche Gestaltung der Bildungsarbeit orientiert sich immer an den Bedarfen der ehrenamtlichen Jugendleiter*innen und aktuellen Themen. Grundlegende Themenbereiche sind: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Diversität, (historisch-)politische Bildung, Inklusion, Medien(-schutz), Nachhaltigkeit sowie Prävention und Kindeswohl. Die Ehrenamtlichen erhalten durch die Bildungsangebote die Möglichkeit, sich sowohl inhaltlich als auch persönlich/sozial weiterzubilden. Auch die Förderung der Jugendleiter*innencard (Juleica) mit verschiedenen Maßnahmen ist aus der Arbeit der Bildungsreferent*innen nicht mehr wegzudenken.
Die Bildungsreferent*innen des Jugendrings planen zudem einige jährlich wiederkehrende Veranstaltungen wie die Danke-Party für Ehrenamtliche aus den Jugendverbänden, die Jugendmedientage oder Jugend trifft Politik. Auch die praktische Unterstützung der Mitgliedsverbände und potenzieller neuer Mitglieder gehört zu ihrer Arbeit dazu. Sie vertreten den Jugendring und dessen Anliegen in diversen Arbeitsgruppen des Jugendamts, wie dem AK Inklusion, dem Netzwerk für Umwelt und Gesellschaft, dem Mediennetzwerk sowie zu den Themen Kinderschutz und Prävention.
Im April hat Verena Hohn neben ihren Aufgaben als Bildungsreferentin die stellvertretende Geschäftsführung des Jugendrings übernommen. Katharina Schunck geht zum Ende des Jahres in Mutterschutz mit anschließender Elternzeit und wird ab Januar 2025 durch Franziska Minini vertreten.
Verbandszeug – Fortbildungsreihe für Jugendleiter*innen
Die Bildungsreihe Verbandszeug ist fester Bestandteil der Weiterbildungslandschaft der Düsseldorfer Jugendverbandsarbeit. Seit 2007 erscheint die Fortbildungsbroschüre anfangs jährlich, später halbjährlich mit einem umfangreichen Fortbildungsprogramm. Die Teilnahme an den Verbandszeug-Veranstaltungen bietet den Teilnehmer*innen nicht nur die Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung, sondern auch eine Austauschmöglichkeit über den eigenen Verband und die eigene Gruppe hinaus. Über das gemeinsame Interesse an unterschiedlichen Themen haben sich bereits einige Kontakte und Kooperationen ergeben. Die Mitarbeiter*innen des Jugendrings nutzen die Fortbildungen, um gezielt mit Ehrenamtlichen aus den Verbänden in Kontakt zu treten, Einblicke in ihre Arbeit zu erhalten, Bedarfe abzufragen und Unterstützungsmöglichkeiten zu bieten. Angeboten werden eine Vielzahl überwiegend kostenloser Fortbildungen zu den unterschiedlichsten Themen: Erste Hilfe, Recht, Prävention, Medien, Spiel und Infektionsschutz sind fortlaufend dabei, alle weiteren Fortbildungsangebote wechseln je nach Bedarf. In zwei Halbjahresbroschüren können die Angebote des Jugendrings, des BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf und der SJD – Die Falken Düsseldorf eingesehen werden. Das Team der Bildungsreferent*innen konnte im Jahr 2024 mit den Veranstaltungen aus dem Verbandszeug etwa 900 Teilnehmende erreichen.
Der Jugendring hat 2024 unterschiedlichste Schulungen im Verbandszeug angeboten. Einzelne Veranstaltungen mussten aufgrund von Krankheit oder geringer Teilnehmer*innenzahl leider ausfallen.
Neben den im Folgenden aufgeführten Veranstaltungen waren auch Angebote der historisch-politischen Bildung Teil des Verbandszeugs. Näheres zum „Escape Game zu jüdischem Leben im Haus der Jugend“ findet sich auf Seite 23 und zum „Besuch des Erinnerungsorts Alter Schlachthof“ auf Seite 24.
Regeln und Strafen in der Kinder-
und Jugendarbeit (1.2.)
Regeln und Strafen sind nicht das entspannteste Thema in der Kinder- und Jugendarbeit. Trotzdem braucht es für ein gutes Miteinander Absprachen und Konsequenzen für deren Nichteinhaltung. Innerhalb von Gruppenleitungsteams kommt es häufig zu Diskussionen und Fragen darüber, was als Strafe erlaubt oder verboten ist. Welche Regeln ergeben Sinn und wie kommuniziert man diese? Den „richtigen“ Weg zu einem guten Miteinander zu finden, erfordert Informationen und Austausch miteinander.
Alkohol auf Ferienfreizeiten: Voll normal
oder null Promille (9.3.)
Wie können Jugendleiter*innen mit dem Thema Alkohol auf Ferienfreizeiten umgehen? Was tun, wenn Jugendliche beim heimlichen Konsum erwischt werden? Und wie sieht es eigentlich mit dem „Feierabend-Bier“ in gemütlicher Runde am Lagerfeuer aus, wenn die Teilnehmenden im Bett sind? Dazu sind Infos zu Alkohol und Suchtmittelkonsum im Jugendalter, rechtliche Fragen zum Thema Jugendschutzgesetz, Regeln, Vereinbarungen und Grundlagen zu Sucht und Suchtentstehung Inhalte des Workshops.
Warum geht mich Europa etwas an?
(15.4., ausgefallen)
Klimakrise, Krieg und Migration – große Themen, die überall in Europa diskutiert werden. Entscheidungen in der Europäischen Union haben Auswirkungen auf unseren Alltag. Das abstrakte Thema Europa verständlicher zu machen und einen persönlichen Bezug herzustellen, sollte Inhalt des Workshops sein. Die spielerischen Methoden könnten (in der Jugendverbandsarbeit) für die Vorbereitung auf die Europawahl oder zur Begleitung der U16-Wahl genutzt werden.
Spiel mit! Kennenlern- und Gruppenspiele (11.6.)
Gruppenspiele sind das A und O jeder Gruppenstunde, jedes Zeltlagers und jeder Freizeit, sie gehören zur Kinder- und Jugendarbeit einfach dazu. Sie machen Spaß und fördern das Miteinander in der Gruppe. Doch immer nur dieselben Spiele zu spielen ist irgendwann langweilig. Neue Ideen und Anregungen für Kennenlern- und Gruppenspiele sollen ausprobiert werden.
Quelle Internet?! – Ein Rollenspiel zu Verschwörungsmythen (9. bis 13.9.)
Verschwörungsmythen sind vor allem oft eines: eine originell klingende Geschichte. Solch eine Geschichte wurde bei „Quelle Internet?!“ zu einem interaktiven Erlebnis, das dabei hilft, Verschwörungsmythen zu entlarven. In dem zweistündigen Rollenspiel wird durch Augmented Reality spielerisch eine greifbare Welt erschaffen. Die Teilnehmenden lernten spielerisch die Funktionsweisen von Verschwörungsmythen kennen und erfuhren, wie sie mit Desinformationen umgehen können.
Wie geht‘s? – Psychische Gesundheit
von Kindern und Jugendlichen (12.11.)
Es scheint so, als ob die letzten Jahre bei Kindern und Jugendlichen deutliche Spuren hinterlassen haben. Die Corona-Pandemie, Kriege und Krisen, Klimawandel und hohe Ansprüche an junge Menschen lassen ein entspanntes und sorgloses Aufwachsen unmöglich erscheinen. Nicht alle Spuren sind auf den ersten Blick sichtbar. Wie geht man in der Kinder- und Jugendarbeit damit um, wenn bei einem Kind eine Verhaltensänderung vorliegt? Was kann man tun und wie kann man dem Kind helfen? Wie kann man psychische Gesundheit in der Jugendarbeit fördern? Wie können wir Kindern und Jugendlichen eine hilfreiche Stütze sein, ohne uns dabei selbst zu stark zu belasten? Diese und andere Fragen waren Inhalt des Abends.
Demokratie spielend erleben mit QUARARO (22.11.)
Mit dem Lernspiel QUARARO tauchen Kinder (ab 10 Jahren) und Jugendliche in die Themen Vielfalt, Demokratie und Toleranz ein. Dabei erleben sie spielerisch die Möglichkeiten verschiedener, demokratischer Entscheidungsprozesse und ihrer Auswirkungen. Sie erproben und reflektieren, wie faire Entscheidungen getroffen, die Gemeinschaft gestärkt und gleichzeitig Vielfalt und Verschiedenheit respektiert werden können. Im Seminar wurde die Rolle der Teilnehmenden eingenommen und praktische Durchführungstipps rund um die Spielleitung gegeben.
Workshoptag „Demokratie kompakt“ (30.11.)
Ob auf Social Media, in der eigenen Familie oder Freundesgruppe, auf der Ferienfahrt oder in der Leitungsrunde – menschenfeindliche, populistische oder sogar rechtsextreme Haltungen begegnen uns immer häufiger. Sie bedrohen unsere Demokratie. Im November bot der Workshoptag „Demokratie kompakt – Gemeinsam Demokratie gestalten“ für Jugendverbandler*innen und interessierte junge Menschen die Möglichkeit, Strategien kennenzulernen, um Demokratie in Jugendverband, Jugendgruppe und Alltag zu leben und aktiv für Vielfalt und Toleranz einzutreten. Im Fokus standen die Themen Partizipation, Meinungsbildung auf Social Media, Rechtsextremismus und Antirassismus.
Finanzielle Förderung der
Mitgliedsverbände im Jugendring (3.12.)
Jugendverbandsarbeit ist ohne finanzielle Förderungen nur schwer möglich. Damit die Verbände die Mittel erhalten, müssen sie verschiedene Anträge stellen. In diesem Workshop wurden verschiedene Fördermöglichkeiten beim Jugendring, die passenden Anträge und das Antragstool vorgestellt.
Schatzkiste Prävention –
Spiele und Methoden, die stark machen (10.12.)
Der Jugendring hat eine „Schatzkiste Prävention“ erstellt, um diese den Mitgliedsverbänden, Jugendgruppen oder Freizeiteinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die Schatzkiste macht es möglich, sich auf spielerische Art und Weise mit Kindern und Jugendlichen mit den Themen der Prävention von (sexualisierter) Gewalt, der Stärkung emotionaler und sozialer Kompetenzen und der Stärkung des Selbstwertgefühls beschäftigen zu können. An diesem Abend wurde die „Schatzkiste Prävention“ vorgestellt und gemeinsam die Spiele und Methoden daraus angespielt.

Juleica
Ehrenamtliche Jugendleiter*innen in Düsseldorf sollen für ihre Arbeit Wertschätzung erfahren und Möglichkeiten zur Fortbildung erhalten. Daher hat der Jugendring gemeinsam mit dem BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf und der SJD – Die Falken Düsseldorf im Rahmen des Verbandszeugs Danke-Aktionen organisiert.
LINK jugendring-duesseldorf.de/themen/bildungsarbeit/
juleica
Juleica-Willkommenspaket
Seit Herbst 2015 erhalten alle neuen Juleica-Antragstellenden ein kleines Willkommenspaket. Darin enthalten sind ein exklusives Düsseljuleica-Multitool oder -Frisbee, ein kleines Spielebuch, eine Liste aller Juleica-Vergünstigungen in Düsseldorf und Umgebung sowie das aktuelle „Verbandszeug“ mit Fortbildungen für Jugendleitungen.
Danke-Aktionen für Juleica-Besitzer*innen
und weitere Ehrenamtler*innen
Für alle Juleica-Besitzer*innen in Düsseldorf wurden verschiedene Danke-Aktionen organisiert. Im April ging es in den Cirque du Soleil, im Juni wurden beim Topgolf Oberhausen die Golfschläger geschwungen, und im Dezember konnten die Ehrenamtler*innen Eistockschießen im Rhein Riff besuchen.

Düsselferien
Ferienfreizeiten – ob in Düsseldorf oder „weit weg von zu Hause“ – sind für viele Kinder und Jugendliche das Highlight des Jahres. Sie bieten einen Erfahrungsraum außerhalb von Schule und Elternhaus, in dem sie sich frei entfalten, ausprobieren und lernen können. Über die Website duesselferien.info gibt es die Möglichkeit, sich über die Ferienangebote zu informieren. Eltern, Kinder und Jugendliche können mit Hilfe unterschiedlicher Filterfunktionen das für sie passende Ferienangebot finden. Insgesamt wurden 2024 auf dieser Plattform 169 Düsselferien-Angebote und 21 Ferienfahrten für Kinder und Jugendliche beworben. Die Angebote von AKKI e. V., Flingern Mobil, Sportactionbus und dem Jugendamt konnten über ein Online-Buchungstool gebucht werden. Die seit 2020 genutzte Online-Buchung ermöglicht zudem die digitale Bezahlungsabwicklung. Andere Angebote wurden bei den Trägern selbst gebucht. Die Buchung lief problemlos, und viele Angebote waren nach kurzer Zeit ausgebucht.
LINK duesselferien.info

Kinder- und Jugendschutz im Jugendring
Für den Jugendring sind seit 2012 zwei Insoweit erfahrene Fachkräfte (Kinderschutzfachkräfte) für den Kinderschutz in den Jugendverbänden und in den Projekten des Jugendrings zuständig.
Der Jugendring nimmt am Qualitätszirkel Insoweit erfahrener Fachkräfte und dem AK Kinderschutz des Jugendamts teil. Zudem tauschen wir uns mit Düsseldorfer Kinderschutzfachkräften unterschiedlicher Träger regelmäßig aus, vernetzen uns und bieten Veranstaltungen zum Thema Prävention für Ehrenamtliche an. Um an dem Thema sexuelle Bildung für Jugendliche dieser Stadt mitzuarbeiten ist der Jugendring Mitglied in der AG Sexuelle Bildung. Der Austausch und Input durch die verschiedenen Netzwerke ermöglichen es dem Jugendring auf unterschiedlichen Ebenen gemeinsam an stadtweiten Kinder- und Jugendschutzthemen zu arbeiten.
Die seit Jahren etablierte „Ferienhotline Kinderschutz“ wurde in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für die Verbände angeboten. Bei einem unguten Bauchgefühl oder aber konkreten Verdachtsfällen in Ferienmaßnahmen können sich die ehrenamtlichen Jugendleiter*innen an die Hotline wenden und sich Rat holen.
Die vom Jugendring erstellte „Schatzkiste Prävention“, die einerseits Materialien zur Gruppen- und Teamförderung enthält und andererseits Kompetenzen in Bezug auf den eigenen Körper, Gefühle und Grenzen fördert, kann weiterhin ausgeliehen werden. Die Inhalte der Schatzkiste werden regelmäßig im Verbandszeug mit einer Veranstaltung vorgestellt, zuletzt im Dezember 2024.
Auch für sensibilisierende Workshops und Präventionsschulungen können sich Verbände an uns wenden. So schulten Sonja Schüßler und Susanne Banz in diesem Jahr u. a. die Verkehrskadetten zum Thema Prävention.
Zu Beginn des Jahres wurde das Schutzkonzept des Jugendrings final verschriftlicht, vom Vorstand beschlossen und im März der Vollversammlung präsentiert. In den nächsten Schritten sollen die einzelnen Arbeitsbereiche des Jugendrings betrachtet und das Schutzkonzept dahingehend erweitert werden. Außerdem arbeitet das Team des Jugendrings an einem gemeinsamen Verhaltenskodex.
LINK jugendring-duesseldorf.de/jugendring/aufgaben/
kinderschutz
Fachtag Prävention: „War doch nur Spaß“ – Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen (28.11.)
Seit mittlerweile 19 Jahren findet der Fachtag Prävention in Kooperation mit dem Erzieherischem Kinder- und Jugendschutz, der Abteilung Jugendförderung und der Abteilung Kinderschutz und Hilfe zur Erziehung im Amt für Soziales und Jugend, der Polizei NRW – Düsseldorf (Kriminalprävention/Opferschutz), der Frauenberatungsstelle Düsseldorf e. V., ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e. V. und Transfer e. V. Köln statt und wird im Rahmen des Landesprogramms „Gemeinsam MehrWert – Vielfältige Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen“ vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW gefördert.
Ende November fand der Fachtag unter dem Thema „War doch nur Spaß“ – Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen statt. Auch dieses Jahr nahmen an der beliebten Veranstaltung etwa 80 pädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule, Jugendverbandsarbeit, Jugendfreizeiteinrichtungen, Kinder- und Jugendpsychotherapie, Beratungsstellen, Polizei und Justiz teil.

Inhaltlich beschäftigten wir uns mit dem Thema Peergewalt. Denn viele Fachkräfte werden in ihrer Arbeit mit sexuell grenzverletzendem Verhalten oder offensichtlichen Übergriffen zwischen Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Die passende Intervention im Umgang mit den betroffenen sowie den grenzüberschreitenden jungen Menschen ist unumgänglich, damit sich übergriffige Verhaltensweisen nicht verstetigen und sexualisierte Übergriffe verhindert werden können. Der Tag begann mit einem Impulsvortrag zur sexualisierten Gewalt ausgehend von Kindern und Jugendlichen durch Ruth Habeland (Prävention mit System, System- und Familientherapeutin sowie diplomierte Sozialpädagogin). Im Anschluss konnten die Fachkräfte aus sechs verschiedenen Workshops zu den Themen: Basiswissen zu sexualisierter Gewalt, Intervention bei sexualisierter Peergewalt, kindliche Sexualentwicklung und sexualpädagogisches Handeln im Vorschulalter, digitale sexualisierte Gewalt, rechtliche Grundlagen sowie Handlungssicherheit im Umgang mit Fällen sexuell grenzverletzenden Verhaltens Jugendlicher auswählen.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und feiert im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum.
Fachtag „Demokratie – Jugendarbeit zeigt Haltung“

Beim Fachtag „Demokratie – Jugendarbeit zeigt Haltung“ am 14. November stand die Auseinandersetzung von Fachkräften mit der Bedrohung durch Rechtsextremismus, strukturelle Diskriminierung und demokratiefeindliche Einstellungen im Fokus. Bei aktiver Positionierung zu diesen gesellschaftlichen Entwicklungen wird die Jugendarbeit verstärkt mit Neutralitätsforderungen konfrontiert: Dabei werden Begriffe wie ein vermeintliches „Neutralitätsgebot“ oft unsachgemäß verwendet und politisch instrumentalisiert. In einem Vortrag sowie Workshop räumte die Bildungswissenschaftlerin Jana Sämann von der Universität Siegen mit dem Neutralitätsmythos auf und ermutigte die Fachkräfte, sich nicht von Delegitimierungsstrategien dieser Art einschüchtern zu lassen. In weiteren Workshops setzten sich die teilnehmenden Fachkräfte intensiv mit Themen wie Rassismus, Rechtsextremismus, queeren Lebenswelten, Antifeminismus, Social Media, Islamismus und Diskriminierung auseinander.

Förderung von Mikroprojekten
Der Jugendring ermöglicht im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 2021–2025 Mikroprojektförderungen für die Jugendverbände im Bereich Nachhaltigkeit und demokratische Bildung. Jugendgruppen konnten für ihr Projekt bis zu 500 Euro erhalten. Dadurch konnten Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt werden, wie bspw. das Aufstellen von Hochbeeten, der Bau von Wildbienenhotels, der Bau von Vogelfutterstationen, die Gestaltung und der Bau von Infotafeln für Biotope, Streuobstwiesen und Ausstellungen zum Thema Nachhaltigkeit. Im Bereich Demokratie konnten bspw. Workshops oder Filmabende zu den Themen Demokratie, Politik, Diversität oder Geschichte organisiert werden.

Düsseldorfer Jugendmedientage
Seit 2009 finden jedes Jahr im November die Düsseldorfer Jugendmedientage statt. Für die Jugendmedientage am Wochenende des 16. und 17. November wurden neun verschiedene Workshops geplant: „Die Photoshooting-Challenge“, „Journalismus – Werde Teil der Redaktion von youpod.de“, „Welt der Games – Programmiere dein eigenes Spiel“, „Inside the Booth – Sprechen als Beruf“, „Rap & Lyrik“, „Recherche und Desinformation“, „Investigativjournalismus 3.0“, „Job-Coaching – Mein Weg in die Medien“ und „Moderation & Podcast-Produktion“. In diesem Jahr fanden sieben Workshops im „Haus der Jugend“ statt. Hier konnte die Veranstaltungshalle für Begrüßung, Pausen- und Abendprogramm, das Café für das Mittagessen und die modernen Seminarräume für die Workshops genutzt werden. Ein Workshop fand online und ein weiterer in der Zentralbibliothek Düsseldorf statt, sodass die Teilnehmenden diesen als Ort der Mediengestaltung kennenlernen konnten.
Für die Jugendmedientage gab es 90 Anmeldungen für die neun Workshops. Durch Abmeldungen und krankheitsbedingte Absagen der Teilnehmer*innen sowie Workshopleitungen mussten leider drei Workshops abgesagt werden, sodass die Jugendmedientage schlussendlich mit 60 Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren stattfanden. So wurden z. B. Fotos aufgenommen, Lebensläufe überarbeitet und Bewerbungsgespräche geübt, ein Podcast aufgenommen, journalistische Recherche betrieben, eigene Videospiele designt und programmiert sowie Werbung und Hörbuch-Sprechen geübt. Neben den Workshops selbst wurde am Samstagabend noch ein Chill-out angeboten. Hier konnten sich die Teilnehmer*innen bei entspannter Atmosphäre unterhalten, Dart spielen, kickern, Gruppenbilder in der Fotobox machen und damit den ersten Tag ausklingen lassen.
LINK duesseldorfer-jugendmedientage.de

Fachstelle Demokratische Jugendbildung
Jugendverbände fungieren als Orte der politischen Bildung, an denen junge Menschen konkrete Erfahrungen mit Demokratie sammeln. Sie übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, finden Kompromisse und reflektieren diese. Diese Art der indirekten Demokratiebildung wird durch gezielte politische Bildungsangebote innerhalb der Jugendverbandsarbeit weiter gefördert. Auch für den Jugendring Düsseldorf ist politische Bildung seit jeher ein zentraler Auftrag und ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Dank der hauptamtlichen Einrichtung der Fachstelle „Demokratische Jugendbildung“ können die Potenziale in diesem Bereich seit einigen Jahren noch intensiver genutzt werden.
Die Fachstelle versteht sich als Ansprechpartnerin für die Düsseldorfer Jugendverbände und deren Mitglieder rund um die Themen Demokratiebildung und Erinnerungsarbeit. Sie möchte junge Menschen motivieren, Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten und sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen. So unterstützte die Fachstelle 2024 beispielsweise zwei Vorstandsmitglieder bei der Erarbeitung einer Rede für die große Demonstration gegen Rechtsextremismus im Januar und setzte Fahrten in die Gedenkstätte Buchenwald sowie in das politische Berlin um.
Neben ihrem inhaltlichen Schwerpunkt der historisch-politischen Bildungsarbeit hat die Fachstelle 2024 intensiv an der Umsetzung der Kampagne des Jugendrings zur Europawahl mitgewirkt. Angesichts erstarkender antidemokratischer und rechtspopulistischer Tendenzen in Politik und Gesellschaft stand darüber hinaus in diesem Jahr die Förderung demokratischer Haltung und Positionierung bei unterschiedlichen Formaten im Mittelpunkt. Ob beim Vernetzungstreffen für Demokratie, der Beteiligung an Demonstrationen, dem Fachtag „Demokratie – Jugendarbeit zeigt Haltung“ für Fachkräfte oder dem Workshoptag „Demokratie kompakt“ für junge Interessierte – mit seinen Angeboten sprach der Jugendring unterschiedliche Zielgruppen an und förderte Austausch und Weiterbildung.
2024 konnten bestehende und neue Kooperationen mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft aufgefrischt oder geknüpft werden. Als Vertreterin des Jugendrings im „Düsseldorfer Appell“ brachte die Fachstelle weiterhin die Perspektive junger Menschen in das Bündnis ein. Zu Jahresbeginn kooperierte die Fachstelle intensiv mit SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit Beratung bei Rassismus und Antisemitismus) bei der Umsetzung eines Escape Games im Haus der Jugend. Das neu entwickelte Austauschformat „Europa-Café“ diente der Netzwerkarbeit mit unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wie beispielsweise „Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf“ oder „The Düssel Queers“. Die Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof wurde 2024 weitergeführt. Gemeinsam starteten die drei Institutionen in die Planungen des „Düsseldorfer Geschichtsfestivals“, das 2025 historisch-politische Bildung mitten in die Düsseldorfer Innenstadt bringen wird.
Escape Room zu jüdischem Leben im Haus der Jugend (25.1. bis 7.2.)
Anfang des Jahres hat die Fachstelle Demokratische Jugendbildung zusammen mit SJD – Die Falken Düsseldorf ein besonderes Angebot ins Haus der Jugend geholt. Zwei Wochen lang lud das von SABRA entwickelte Escape Game „Fixing The Boat – Finding Identity“ dazu ein, als Gruppe zusammenzuarbeiten, knifflige Rätsel zu lösen und gemeinsam eine wichtige Aufgabe zu meistern. Auf spielerische Art kamen dabei insgesamt über 150 Personen aus unterschiedlichen Gruppen – Jugendverbandler*innen, Fachkräfte, junge Menschen aus der Jugendberufshilfe, Schüler*innen und Freund*innengruppen – mit jüdischer Identität jenseits von Klischees und einer Reduzierung auf die Shoah, Israel oder Antisemitismus in Kontakt.
Jedes Spiel beinhaltete eine abschließende Reflexion, bei der vertiefend auf das Gruppenerlebnis und die im Escape Room angeschnittenen Themen eingegangen werden konnte. Einige Gruppen verbanden das Spiel mit einem Besuch des nahegelegenen Erinnerungsorts Alter Schlachthof, was eine vertiefende Betrachtung von Themen wie Kindertransporte oder jüdische Diaspora ermöglichte.
Großdemonstration gegen Rechtsextremismus und Vernetzungstreffen
Ende Januar setzten rund 100.000 Menschen bei einer Demonstration unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“ ein starkes Zeichen gegen rechtes Gedankengut und für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Auch zahlreiche Jugendverbände sowie der Jugendring nahmen an der Großdemonstration teil. Auf vorab gemeinsam gebastelten Plakaten brachten junge Düsseldorfer*innen klare Botschaften für eine offene und tolerante Gesellschaft zum Ausdruck.
Bei der abschließenden Kundgebung auf den Rheinwiesen beteiligten sich der stellvertretende Vorsitzende des Jugendrings, Victor Wunderlich, sowie das Vorstandsmitglied Ronja Munko mit einer Rede und konnten damit auch jungen Stimmen Gehör verschaffen. Sie machten dabei deutlich, dass es die gemeinsame Aufgabe der demokratischen Zivilgesellschaft ist, sich gegen Diskriminierung und rechtsextreme Ideologien, wie sie unter anderem die AfD verbreitet, zu positionieren – und zwar auf allen Ebenen.
Im Anschluss an die Demonstration fand im April ein Vernetzungstreffen für ein „Jugendbündnis für Demokratie“ unterschiedlicher Jugendorganisationen im Haus der Jugend statt. Vertreten waren Pfadfinder der DPSG, die Falken, das PULS, die BSV, Jugend gegen Rechtsruck, die ejd, der Jugendrat Düsseldorf und die Grüne Jugend Düsseldorf. Die Teilnehmer*innen nutzten das Treffen, um sich kennenzulernen und sich über aktuelle Probleme in der Gesellschaft sowie Auswirkungen auf die Arbeit in ihren jeweiligen Organisationen auszutauschen. Dabei wurde die Absicht bekräftigt, sich gemeinsam für die Demokratie und gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus starkzumachen.
Besuch des Erinnerungsorts Alter Schlachthof (11.4.)
„Krass: Er war so alt wie ich jetzt, als er das erleben musste!“ Der Erinnerungsort Alter Schlachthof in Düsseldorf-Derendorf erzählt die Geschichte(n) der fast 6000 Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs von hier aus in Ghettos und Mordlager im besetzten Osteuropa verschleppt wurden. Im April haben sich Jugendverbandler*innen bei einem Besuch im Erinnerungsort intensiv mit dem Schicksal dieser jüdischen Frauen, Männer und Kinder beschäftigt. Ob beim Alter, einem ehemaligen Wohnort oder bei Interessen – an vielen Stellen entdeckten die Teilnehmenden Gemeinsamkeiten und waren nicht selten überrascht, wie nahbar die Personen ihnen dadurch wurden. Die Shoah fand nicht ausschließlich irgendwo in weit entfernten Lagern statt. Die Verfolgung und Entrechtung begann in der Nachbarschaft und vor aller Augen.

Fahrt nach Berlin (1 bis 4.9.)
„Politik hautnah erleben“ – unter diesem Motto stand im September unsere Fahrt nach Berlin. Auf Einladung des Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus (SPD) reiste eine Gruppe junger Düsseldorfer*innen in die Hauptstadt. Die Fahrt wurde organisiert und finanziert durch das Bundespresseamt.
Das Programm startete mit einem Blick in die Vergangenheit: Beim Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen setzten wir uns intensiv mit verschiedenen Phasen politischer Verfolgung, Repression und Haft in der Zeit nach 1945 auseinander. Der Rundgang durch die weitestgehend erhaltenen Gefängnisgebäude führte die Arbeit der Stasi und ihre Funktion im DDR-System eindrucksvoll vor Augen. Nach einer Stadtrundfahrt erwartete die Teilnehmenden mit dem Besuch des Bundeskanzleramtes ein außergewöhnlicher Programmpunkt. Besonders spannend: der Blick in den Kabinettssaal, in dem sich jeden Mittwoch die Bundesregierung zu Beratungen trifft.
Am nächsten Tag waren wir zu einem Informationsgespräch im Besucherzentrum des Bundesnachrichtendienstes eingeladen und stellten dabei auch kritische Nachfragen. So beschäftigte die Teilnehmenden gerade die demokratische Kontrolle des BND nach der Auseinandersetzung mit dem DDR-Machtinstrument „Stasi“ am Tag zuvor. Nach einem Mittagessen auf dem Berliner Fernsehturm mit atemberaubender Aussicht ging es für uns ins Herz der deutschen Demokratie: Im Reichstagsgebäude besichtigten wir den Plenarsaal des Bundestags und informierten uns über die Arbeit des Parlaments. Selbstverständlich nahm sich auch der Gastgeber Zeit für die Teilnehmenden: Andreas Rimkus gab interessante Einblicke in den Alltag eines Bundestagsabgeordneten. Den gemeinsamen Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes nutzten die jungen Düsseldorfer*innen für einen intensiven Austausch zu aktuellen politischen Themen mit dem Abgeordneten.
Vier intensive Tage in Berlin hinterließen bei der Gruppe bleibende Eindrücke vom politischen Geschehen in der Hauptstadt, deutsch-deutscher Geschichte und der entspannten Atmosphäre innerhalb der Gruppe, die sich aus Ehrenamtlichen unterschiedlicher Jugendverbände sowie weiteren jungen Interessierten zusammensetzte.
Fahrt in die Gedenkstätte Buchenwald (3. bis 5.10.)
Anfang Oktober gestaltete die Fachstelle Demokratische Jugendbildung eine Fahrt der Düsseldorfer Falken in die Gedenkstätte Buchenwald. Mit dabei waren Ehrenamtliche der Falken und eine Klasse angehender Anlagenmechaniker*innen des Technischen Berufskollegs Färberstraße. Für fast alle Teilnehmenden war es der erste Besuch einer KZ-Gedenkstätte.
An zwei Tagen besichtigte die Gruppe sehr interessiert das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. Beim dialogischen Rundgang gab es zahlreiche Anlässe, intensiv miteinander ins Gespräch zu kommen. So diskutierten die Teilnehmenden über die Verantwortung der SS-Männer und die Struktur der Häftlingsgesellschaft. Auch die als unzureichend empfundene juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen war Thema des Austauschs. Ein besonderer Moment für die Gruppe war der Anblick des Eingangstors des ehemaligen Lagers: Die dort angebrachte Inschrift „Jedem das Seine“ diente der SS zur Demütigung der Gefangenen und rechtfertigte zynisch ihre Ausgrenzung. Der Ausspruch war im Vorfeld der Fahrt von Teilnehmenden diskutiert worden, woraus bei den jungen Erwachsenen der Wunsch entstanden war, den historischen Ort zu besuchen.
Am zweiten Seminartag besuchte die Gruppe zudem den Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt und nahm dabei die Verantwortung der Industrie und Privatwirtschaft an den nationalsozialistischen Verbrechen stärker in den Blick. Am ehemaligen Firmensitz in Erfurt eröffnete sich für die Teilnehmenden viel Raum für Reflexion.
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Seit 2019 besteht das Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (Medienreferat) im Jugendring Düsseldorf in Form einer Halbtagsstelle. Das Medienreferat begleitet und plant die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Werbemaßnahmen und setzt diese größtenteils selbst um. Der Medienreferent erstellt Webseiten, Druckmaterialien, Medien und Pressemitteilungen für Aktionen, Veranstaltungen und Sparten des Jugendrings. Er ist in alle Aktionen, Projekte und Veranstaltungen involviert. Im Team wird gemeinsam die Medien- und Werbearbeit geplant, terminiert und umgesetzt.
Zu den weiteren regelmäßigen Aufgaben gehören die Server- und Website-Betreuung, die Website- und Plattform-Erstellung, die Programmierung für Projekte, die redaktionelle und technische Koordination des Newsletters, die Abwicklung von Publikationen, Pressemitteilungen und Öffentlichkeitskommunikation des Jugendrings sowie die technische Betreuung und Schulung der Mitarbeiter*innen.
Server- und Website-Betreuung
Mittlerweile werden zwölf WordPress-Webseiten und der V-Server, der die Infrastruktur für die Jugendring-Onlineplattformen bereitstellt, regelmäßig gewartet, aktualisiert, repariert, überarbeitet und redaktionell betreut. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird der Server zu 100 Prozent mit Ökostrom an einem deutschen Standort betrieben.
Newsletter
Alle zwei Monate erscheint der Newsletter des Jugendrings Düsseldorf: „jugendring news“. Der Newsletter berichtet über aktuelle Veranstaltungen, Jugendpolitik und Angebote und bietet einen Einblick in die Arbeit des Jugendrings. Das Medienreferat erstellt die Redaktionspläne, liest, redigiert, layoutet und veröffentlicht den Newsletter.
Es ist weiterhin angedacht, zusätzlich zu dem DIN-A4-PDF ein Newsletter-Format anzubieten, das sich auch auf Mobilgeräten gut lesen lässt. Diese Formatumstellung ist etwas aufwändiger, weil zum eigentlichen Newsletter noch ein Redaktionssystem hinter den Kulissen eingerichtet werden muss. Dies konnte 2024 noch nicht realisiert werden.
Seit 2021 benutzen wir für den Versand des Newsletters eine Open-Source-Softwarelösung (phplist), die vom Medienreferat betrieben und gewartet wird. Alle Newsletter zum Nachlesen finden sich in unserer Materialdatenbank.
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/newsletter
Medienerstellung für die Projekte und Sparten im Jugendring
Das Medienreferat unterstützt und übernimmt die Medienerstellung und Druckabwicklung für die einzelnen Projekte im Jugendring. 2024 wurden zwölf größere Druckmaterialien (Broschüren, Poster, Flyer, Giveaways und mehr) für die Projekte im Jugendring erstellt, für den Druck aufbereitet und bestellt.
Layout & Druckabwicklung Verbandszeug
Seit der Schaffung des Referats für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit 2019 werden die meisten, vormals von externen Dienstleister*innen übernommenen, Website-, Gestaltungs- und Druckaufträge vom Medienreferenten des Jugendrings geleistet. Auch das Verbandszeug, das gemeinsame Fortbildungsprogramm von Jugendring, ejd, BDKJ und den Düsselfalken (S. 17), wird seit 2023 komplett inhouse erstellt und gelayoutet.
Neuprogrammierung und Neugestaltung youpod.de
Die Website des Düsseldorfer Jugendportals youpod.de ist eine der wenigen Webseiten des Jugendrings, die noch von einer externen Agentur betreut wird. 2023 begannen die Planungen, auch in diesem Projekt ohne externe Dienstleister*innen auszukommen.
Die notwendige Neuprogrammierung und Neugestaltung des Portals ist ein aufwändiges Projekt. Weil youpod.de bisher auf einer anderen technischen Plattform läuft als die kommende Version, sind umfangreiche Programmierarbeiten notwendig. In enger Abstimmung mit den Teammitgliedern von youpod.de arbeitet das Medienreferat bereits seit April 2023 an der neuen Plattform. 2024 konnte das Projekt weiter vorangetrieben werden, sodass der Launch nun Mitte Juli 2025 erfolgen wird. Siehe dazu auch Seite 34.
Weiterentwicklung digitales Antragstool
Der Jugendring Düsseldorf bietet seinen Mitgliedsverbänden unterschiedliche Möglichkeiten, Fördergelder für ihre Projekte zu erhalten. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, Anforderungen und der gewachsenen Strukturen ist das Antragsverfahren zunehmend unübersichtlicher und für den Jugendring arbeitsintensiver geworden.
Anfang 2023 begannen daher die Vorarbeiten, die Antragsstellung in Zukunft komplett digital abzuwickeln. Das Tool wurde vom Medienreferenten programmiert und ist in seiner ersten Version im Januar 2024 gestartet. 2024 wurden alle Förderanträge erfolgreich über das Tool gestellt, bearbeitet und abgewickelt.
Im Laufe des Jahres wurden immer wieder Funktionserweiterungen programmiert und Fehler behoben. Seit Oktober 2024 wird weiterhin an einem neuen Antragstool für die innerörtlichen Düsselferien gearbeitet.

Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit Düsselcamp
Um das Großprojekt Düsselcamp meets Future (T)here (S.14)auch außerhalb des Jugendrings und der beteiligten Personen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurde sich im Juni hauptsächlich der Öffentlichkeitsarbeit hierzu gewidmet. In Kooperation mit dem Jungen Schauspiel Düsseldorf hat das Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Medien erstellt, eine Presseberichterstattung geplant und initiiert, eine Fotodokumentation des Projekts organisiert und in Zusammenarbeit mit youpod.de das Camp in den sozialen Netzwerken begleitet.
Leider konnte trotz großer Bemühungen keine umfassende Presseberichterstattung erreicht werden. Die Erkenntnisse aus dem Prozess sind jedoch wertvoll für zukünftige Öffentlichkeitsarbeit bei Großprojekten.
Austausch und Vernetzung mit Öffentlichkeitsreferentin stja Karlsruhe
Im Rahmen der Studienfahrt nach Karlsruhe fand auch ein Austauschtreffen zwischen den Referent*innen zur Öffentlichkeitsarbeit aus dem stja Karlsruhe und dem Jugendring Düsseldorf statt.
Unser Austausch stand hauptsächlich unter der Fragestellung der Arbeitszeitorganisation. Während die Referentin in Karlsruhe ein sehr klar abgegrenztes Aufgabenfeld hat, sich stark auf die Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien und der Presse konzentriert und alle anderen Aufgaben (Layout, Webseiten, Programmierungen) extern erledigt werden, zeigt sich beim Jugendring Düsseldorf für den Referenten ein sehr breites Aufgabenbild mit den entsprechenden Herausforderungen der Priorisierung und des Arbeitszeitmanagements.
Die Erkenntnisse aus dem Treffen sollen helfen, im Jahr 2025 die Aufgaben- und Arbeitszeitplanung im Jugendring Düsseldorf zu verbessern.

Internationale Jugendbegegnungen
Internationale Jugendbegegnungen bereichern die lokale Jugendarbeit, bieten Jugendlichen wertvolle Erfahrungen und tragen dazu bei, Freundschaften über Grenzen hinweg zu knüpfen und zu stärken. Der Jugendring Düsseldorf konnte im Jahr 2024 erneut internationale Begegnungen organisieren und wertvolle Beiträge zur interkulturellen Verständigung leisten.
Herbstlicher Austausch: Jugendliche aus Toulouse zu Gast in Düsseldorf
In den Herbstferien besuchten 14 Jugendliche aus unserer Freundschaftsstadt Toulouse Düsseldorf, um sich gemeinsam mit Jugendlichen im Haus Spilles auszutauschen und die Stadt kennenzulernen. Die Tage waren gefüllt mit verschiedenen Aktivitäten wie einem Workshop zu Identität und Diversität im Haus der Jugend, einer spannenden Stadtrallye durch die Altstadt, einem Besuch im Filmmuseum und des Japanischen Viertels sowie einer Fahrt auf den Rheinturm und Sprachanimation – also dem spielerischen Lernen von Sprache, zum Beispiel durch ein Pantomime-Spiel oder Sprach-Twister. Neben dem strukturierten Programm gab es reichlich Gelegenheit, durch gemeinsames Essen, Karaoke und Fußballspielen sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden.
Dank der Förderung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und die Unterstützung durch den Verein Roudel war diese Begegnung ein voller Erfolg. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch in Narbonne im nächsten Jahr!
Düsselcamp meets Future (T)here & Co-Creating Our City
Ein besonderer Erfolg und ein großes Projekt war das Düsselcamp, das im Sommer erstmalig stattfand. Der Bericht zum Düsselcamp ist auf Seite 14 dieses Jahresberichts zu finden. Auch an dem Projekt „Co-Creating our City“ (S. 43) wurde 2024 intensiv mitgearbeitet.
Dank an unsere Unterstützer*innen
Die internationalen Begegnungen des Jugendrings wären ohne die finanzielle und organisatorische Unterstützung zahlreicher Partner nicht möglich gewesen. Unser Dank gilt insbesondere dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, dem Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf, dem Jungen Schauspiel Düsseldorf, dem Verein Roudel und allen weiteren Mitwirkenden.
Servicestelle Partizipation
Die Servicestelle Partizipation setzt sich seit 2018 dafür ein, das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung zu stärken. Wir sind ein Kooperationsprojekt mit dem Amt für Soziales und Jugend Düsseldorf und führen große und kleine Beteiligungsprozesse durch, zum Beispiel „Jugend checkt Düsseldorf“. Außerdem beraten und unterstützen wir die unterschiedlichen Fachverwaltungen bei Kinder- und Jugendbeteiligungen, da Kinder und Jugendliche ein Recht auf für sie zugeschnittene Beteiligungsformate haben.
Auch in diesem Jahr bestand das Team des Jugendrings aus Nora Hippchen mit einer vollen Stelle und Mona Möntmann, die mit einem Anteil von 50 Prozent ihrer vollen Stelle im Bereich Partizipation arbeitet. Auf der Seite des Amtes arbeiten Elma Redžić-Bajrami, Svenja Piepenbrink und Gesa Schlösser im Team. Außerdem unterstützten uns Friederike Hobein und Stefan Wiemer im Rahmen von geringfügigen Beschäftigungen und eines Praktikums. Grundlage unserer Arbeit ist das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung und Mitgestaltung. Dieses Recht ist in unterschiedlichen nationalen und internationalen gesetzlichen Bestimmungen festgeschrieben. Eine Konkretisierung für die kommunale Ebene erfolgt durch den aktuellen Kinder- und Jugendförderplan, den Partizipationsbericht der Landeshauptstadt sowie durch den Ratsbeschluss zu Planungsvorhaben aus dem Jahr 2016. Dort steht unter anderem, dass Kinder und Jugendliche in alle Projekte einzubeziehen sind, die sie betreffen (was beinahe alle Themen sind, die in Düsseldorf politisch verhandelt werden) und dass es in jedem Verfahren mindestens ein speziell zugeschnittenes Beteiligungsformat geben muss. Beide Projektträger arbeiten kontinuierlich eng zusammen.
Jugend checkt Düsseldorf
Jugend checkt Düsseldorf ist ein Beteiligungsprojekt, bei dem Kinder und Jugendliche nach und nach die Düsseldorfer Bezirke untersuchen. Kinder und Jugendliche sind Expert*innen ihrer Lebenswelt, und sie können im Projekt ihre Wünsche, Kritik und Forderungen zu Orten in ihrem Stadtteil äußern, was sie verändern möchten, damit sie sich wohler und sicherer fühlen. Dabei werden gute und schlechte Orte unter die Lupe genommen und Lösungs- oder Verbesserungsvorschläge für bestehende Probleme entwickelt. Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung hören zu, gehen in einen Austausch mit den teilnehmenden Gruppen und prüfen, was sich wie umsetzen lässt.
Re-Check von „Jugend checkt Düsseldorf“ im Stadtbezirk 5
Zum Projektabschluss im Stadtbezirk 5 haben wir uns auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule Kaiserswerth getroffen und geschaut, was ein Jahr später der aktuelle Stand der Anliegen aus Kaiserswerth, Wittlaer, Stockum und Lohausen ist. Vertreter*innen aus verschiedenen Ämtern sowie Mitglieder der Bezirksvertretung haben an Thementischen mit den Kindern und Jugendlichen diskutiert. Einen aktuellen Stand zu den Anliegen findet ihr wie immer auf der digitalen Karte:
LINK padlet.com/BeteiligungDuesseldorf/jcd5
Stadtbezirk 10 – Letzter Bezirk der ersten Runde gestartet!
Mit dem neuen Jahr sind wir auch in einem neuen Stadtbezirk gestartet. Die Multiplikator*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit in Garath und Hellerhof konnten an drei Terminen zur Vorbereitung des Projekts teilnehmen und sich informieren. Wir haben den Multiplikator*innen verschiedene Methoden sowie die Parti-Tasche vorgestellt, und es gab Zeit zum Ausprobieren und Miteinander-in-den-Austausch-Gehen. Danach haben die Gruppen selbstständig den Bezirkscheck durchgeführt.
Am 7. Mai haben wir uns in der GestaltBAR in Garath zum Austauschtreffen versammelt. Rund 30 Kinder und Jugendliche haben ihre Anliegen und Wünsche den Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung vorgetragen und angeregt miteinander diskutiert. Die vollständige Dokumentation der Anliegen könnt ihr hier einsehen:
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/dokusb10
Die Anliegen wurden dann an die zuständigen Ämter und verantwortlichen Menschen weitergegeben. Den aktuellen Stand findet ihr in der digitalen Karte unter:
LINK padlet.com/BeteiligungDuesseldorf/JcD10

Evaluation von Jugend checkt Düsseldorf
Nachdem wir im letzten Jahr schon einen Kurzbericht veröffentlicht haben, konnten wir in diesem Jahr den ausführlichen Bericht der Evaluation von „Jugend checkt Düsseldorf“ veröffentlichen und im Jugendhilfeausschuss vorstellen.
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/vdycM
Weiterentwicklung des Projektes
Aufbauend auf die umfassende Evaluation von „Jugend checkt Düsseldorf“ entwickelt die Servicestelle Partizipation derzeit das Projekt für einen zweiten Durchlauf weiter. Dafür werden sowohl einzelne Bausteine angepasst als auch die zielgruppenspezifische Ansprache verbessert und die Kooperation mit den kommunalen Akteur*innen weiter ausgebaut. Bewährte Teile des Projekts bleiben bestehen.
Pilotprojekt Kinderkonferenz Oberbilk
Nachdem der Schwerpunkt der zweiten Kinderkonferenz im September 2023 auf dem Thema Spiel- und Sportplätze lag, freuen wir uns, dass nun erste Wünsche schon umgesetzt werden. Im März wurden zwei große Spielecontainer in Oberbilk aufgestellt, in denen ganz viele Spiele und Sportsachen für ältere Kinder sind. Einen Container findet ihr im Sonnenpark und einen Container im „Teletubbypark“ (WGZ-Park). Beide Container wurden von den Kindern mit Unterstützung eines Künstlers im Rahmen von Workshops gestaltet.

Im Frühling fand die dritte Kinderkonferenz in Oberbilk statt. Diesmal haben wir uns in der Aula der GGS Stoffeler Straße mit rund 60 Kindern aus den Kindereinrichtungen und Grundschulen aus Oberbilk getroffen. Wir haben über den aktuellen Stand der Anliegen der letzten Kinderkonferenz informiert, und es gab eine Abstimmung über ein Thema für die vierte Kinderkonferenz im Herbst. Anschließend sind wir alle zusammen in den Sonnenpark gegangen, haben dort den aufgestellten Container eröffnet und diesen Erfolg gefeiert. Der Sportactionbus hat uns dabei tatkräftig unterstützt.

Im November hat die vierte Kinderkonferenz in Oberbilk in der Jugendkirche der Evangelischen Jugend (ejd) stattgefunden. Die etwa 70 Kinder aus den Grundschulen und Kinderclubs konnten an diesem Nachmittag an mehreren Stationen zum Thema „Nachhaltigkeit in Oberbilk“ basteln, spielen und sich informieren. Gemeinsam mit zwei Künstlern wurden Designs erstellt, die demnächst auf Mülltonnen im Stadtteil angebracht werden. Die Standorte für die Mülleimer dürfen die Kinder mitbestimmen. Über die Kinderkonferenz gab es einen Artikel in der Rheinischen Post:
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/U9TmB
Jugendbeteiligung zum Kinder- und Jugendförderplan
Im Rahmen der Fachplanung zum neuen Kinder- und Jugendförderplan 2026–2030 hat die Servicestelle Partizipation verschiedene Methoden entwickelt und aufsuchende Aktionen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt, um Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahren aktiv zu beteiligen. Im Fokus der Beteiligung, die von Juli bis Oktober 2024 lief, stand das Thema „Freiräume für Jugendliche“ und die damit verbundenen Bedarfe und Wünsche der angesprochenen Zielgruppe.
Austauschrunden und Ausblick: Beteiligungsaktionen Förderplan
Zum Auftakt fanden drei Austauschrunden für Fachkräfte statt, in denen wir unsere geplanten Aktionen und mögliche Methoden vorgestellt und Anregungen aus den verschiedenen Arbeitsfeldern eingeholt haben.
Aufsuchende Aktionen der Servicestelle Partizipation
Mittels verschiedener Methoden wollten wir von euch wissen, wo ihr euch gerne aufhaltet, was ein solcher Jugendort unbedingt haben sollte und wo ihr euch ggf. auch unwohl fühlt. Wir haben verschiedene Standorte in Düsseldorf aufgesucht. Am Weltkindertag waren wir sowohl im Zentrum als auch im Süden der Stadt mit unserem Lastenfahrrad unterwegs.

Außerdem konnten wir bei einer Pausenhofaktion mit dem Sportactionbus am Georg-Büchner-Gymnasium, im Jugendzentrum Kamper 17 und im 4-Kidz viele Anliegen von euch sammeln. Wir hatten mobile Stände in Wittlaer an der Sportanlage, am Rather Carré, am Rheinufer und an den Bilker Arcaden.
Mitmach-Kits und Onlineumfrage
Wir haben eine speziell auf das Thema abgestimmte Methodensammlung mit unserem Mitmach-Kit erstellt und an alle Jugendfreizeiteinrichtungen, weiterführende Schulen und weitere Fachkräfte verschickt. Ihr findet sie hier:
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/vjYfL
Außerdem gab es eine kurze Onlinebeteiligung und die Möglichkeit, Orte direkt auf einer digitalen Karte zu vermerken. So konnten viele weitere Ideen und Wünsche der Jugendlichen gesammelt werden.
Dokumentation
Über 600 Jugendliche haben mitgemacht. Alle der über tausend Anliegen wurden von uns gesammelt und geclustert. Auf dem Fachdialog zum Förderplan haben wir die Ergebnisse den Fachkräften vorgestellt. Besonders für die Jugendlichen, die mitgemacht haben, und alle Interessierten gibt es eine Dokumentation auf unserer Webseite und auf Instagram. Außerdem ist eine Präsentation beim JHA im Januar geplant.
LINK jugendring-duesseldorf.de/deinortinduesseldorf
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/partizipation24

Beteiligungen zu Spielplätzen, Sportflächen und Aufenthaltsorten
Auch in diesem Jahr sollten viele Spielplätze, multifunktionale Sportanlagen und Aufenthaltsorte neu- oder umgebaut werden. Damit die Planungen sich an den zukünftigen Nutzer*innen orientieren, haben wir gemeinsam mit den zuständigen Ämtern wieder einige Beteiligungen durchgeführt. Angestrebt ist bei allen Beteiligungen ein mehrstufiges Beteiligungssystem.

Eine erste Beteiligung fand für Spielplätze an den Standorten Heiligenhauser Straße, Nixenstraße/Werstener Deckel, Hanielpark, Ulenbergpark und Kölner Straße statt. Eine zweite Beteiligung im Rahmen einer Informationsveranstaltung fand an folgendem Standort statt: Neanderstraße, Leo-Statz-Platz. Im Hofgarten am Spielplatz an der Inselstraße konnten wir auch noch eine dritte Beteiligung im Rahmen einer gemeinsamen Eröffnung durchführen. Insgesamt wurden bei Spielplatzbeteiligungen 2024 über 280 Kinder erreicht. Detaillierte Berichte über die verschiedenen Beteiligungen sind auf LINK servicestelle-partizipation.de zu finden.

Quartiersplatz Ingeborg-Bachmann-Straße Hellerhof
An der gemeinsam mit dem Gartenamt durchgeführten Beteiligung nahmen 28 Kinder der Willi-Fährmann-Grundschule teil. Dabei haben wir ein Stimmungsbild zur Aufenthaltsqualität und zu potenziellen neuen Gestaltungsmöglichkeiten eingeholt. Spielerisch haben sich die Kinder zu den Wegen, zur Farbgestaltung und zu Nutzungsmöglichkeiten ausgetauscht. Die Kinder haben aufgezeigt, was ihnen auf dem Platz gefällt und was nicht.

Jugendbeteiligung Rather Grünzug
Am 3. Mai fand eine Kinder- und Jugendbeteiligung zur Neugestaltung des Rather Grünzugs statt. Im Rahmen der Städtebauförderung haben wir als Servicestelle Partizipation an der Pumptrack-Anlage eine Mitmach-Aktion für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Die jüngeren Teilnehmer*innen konnten Seed-Bombs herstellen und ihre Vorstellungen sowie Wünsche für den Park teilen. Im Anschluss hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Anliegen gemeinsam mit einem Künstler von Verbunt e. V. auf Papier zu bringen. Hierzu wurden einige Wünsche für einen möglichen Jugendplatz in dem Grünzug festgehalten. Das Besondere an der Aktion ist, dass an diesem Platz ein Ort für Jugendliche entstehen soll, bei dem der Aufenthalt im Mittelpunkt steht und nicht beispielsweise der Sport.
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/24RGZ
Sermer Weg
Am Sermer Weg sind der Bolzplatz und der Basketballplatz in die Jahre gekommen. Die Kinder und Jugendlichen, die an der Beteiligung am 29. Mai teilgenommen haben, wünschen sich vor allem endlich neue Tore und einen zweiten Basketballkorb.
Multifunktionale Sport- und Bewegungsfläche
im Stadtbezirk 7
Zur neuen multifunktionalen Sport- und Bewegungsfläche (MFS) im Diepenpark hat ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren stattgefunden. Gemeinsam mit Vertreter*innen vom Garten- und Sportamt haben wir Jugendliche vor Ort beteiligt. Bei der ersten Beteiligung haben bei einer Vor-Ort-Veranstaltung und über eine Onlinebeteiligung rund 70 junge Menschen teilgenommen. Die drei größten Wünsche waren genau die, die jetzt umgesetzt werden: Basketball/Streetball, Calisthenics/Fitness und Beachvolleyball.
Bei der zweiten Informations- und Beteiligungsaktion in den Räumlichkeiten des Jugendrotkreuzes haben wir gemeinsam mit den Verantwortlichen den Plan vorgestellt, eure Fragen beantwortet und über Anpassungen von Farben oder der Auswahl von Fitnessgeräten und Bänken gesprochen. Mehr Infos hier: LINK link.jugendring-duesseldorf.de/mfssb7
Multifunktionale Sport- und Bewegungsfläche
im Stadtbezirk 9
Im Stadtbezirk 9 im Grünzug an der Stendaler Straße entsteht eine neue multifunktionale Sportanlage, und auch hier sollen die Wünsche der zukünftigen Nutzer*innen berücksichtigt werden. Gemeinsam mit dem Gartenamt und dem Sportamt sind wir mit rund 80 jungen Menschen aus Hassels und Umgebung bei der ersten Beteiligung in der Jugendfreizeiteinrichtung Z4 ins Gespräch gekommen. Auch die Mitglieder der Bezirksvertretung 9 waren daran interessiert zu hören, was ihr euch dort wünscht.

Es wurden viele Ideen und Anliegen gesammelt: wie die multifunktionale Sportfläche aussehen soll, welche Sportarten von euch besonders gewünscht werden und was dort künftig nicht fehlen darf. Für diejenigen von euch, die an dem Termin nicht persönlich dabei sein konnten, gab es eine Online-Umfrage, bei der wir auch einige Anliegen sammeln konnten. Auch die Presse hat über die Veranstaltung und eure Wünsche berichtet; den Artikel findet ihr hier:
LINK link.jugendring-duesseldorf.de/hDyL1
Workshops, Seminare und Konferenzen
Am 29. Februar waren wir beim Dialogforum zu „Beteiligungslandschaften für Kinder und Jugendliche – Strukturen und Rahmenbedingungen“. Das Dialogforum hat im Rahmen der Jugendstrategie der Bundesregierung stattgefunden. Dabei geht es um Empfehlungen und Forderungen aus der Praxis und Wissenschaft an den Nationalen Aktionsplan Kinder- und Jugendbeteiligung, der gerade erstellt wird. Die Servicestelle Partizipation hat daran aktiv teilgenommen, und Nora und Gesa haben einen der vier Workshops moderiert. Der Schwerpunkt des Workshops lag auf der Beteiligungslandschaft im städtischen Raum. In einem konstruktiven Austausch wurden Ideen zu guten Rahmenbedingungen und möglichst konkrete Gelingens-Kriterien gesammelt, die ggf. in den Nationalen Aktionsplan miteinfließen. Außerdem war Nora Teil der Podiumsdiskussion mit verschiedenen Praxisvertreter*innen sowie Prof. Dr. Waldemar Stange. Auch dort hat sie die Perspektive von Kinder- und Jugendbeteiligung in der Großstadt eingebracht.

Seminare mit der Hochschule Düsseldorf (HSD)
Wir haben uns mit Studierenden der HSD im Rahmen des Seminars „Kinderrechte umsetzen“ von Judy Müller-Goldenstedt ausgetauscht. Mona und Nora stellten die Arbeit der Servicestelle Partizipation und den Jugendring vor. Nach dem Vortrag von uns gab es noch eine Diskussionsrunde, in der die Studierenden Fragen zu Partizipation und zur Zusammenarbeit mit den Ämtern stellen konnten.
Elma und Nora konnten die Arbeit der Servicestelle Partizipation außerdem in einem Seminar von Dr. Christiane Bausch, Professorin für Verwaltung und Organisationswissenschaften, vorstellen, zu dem sie uns im Wintersemester für eine Stunde in die HSD einlud. Auch hier gab es wieder einen sehr spannenden Austausch mit den Studierenden und der Professorin.“
Weitere Beteiligungen
Nördlich Kalkumer Schloßallee
In Kaiserswerth soll ein neues Mehrgenerationen-Quartier entstehen. Neben neuen Wohnhäusern soll eine neue Schule gebaut werden, und auch für Sport soll es genügend Platz geben. Nora war als Vertreterin für den Jugendring beratend bei den Preisgerichtssitzungen dabei. Es gibt nun einen Entwurf und die Planungen gehen weiter. Wer mehr dazu wissen möchte, findet alle Infos hier: www.dialog-kalkumer-schlossallee.de

youpod.de – das Düsseldorfer Jugendportal
Die Medien-Arbeit beim Düsseldorfer Jugendportal hat sich neu aufgestellt. Die Bedeutung der Plattform youpod.de und der einzelnen Social-Media-Kanäle hat sich verschoben. 2024 hat die Redaktion intensiv an Konzepten, Strategien und Formaten gearbeitet. Das Ziel hat sich allerdings nicht verschoben: Das Düsseldorfer Jugendportal veröffentlicht Informationen, die Jugendlichen helfen, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Dabei arbeiten die Jugendlichen partizipativ mit. Sie erlernen in einer Redaktionsgruppe Medienkompetenz, finden Themen und bereiten sie auf.
LINK youpod.de

Die Rolle von youpod.de
Bei dieser Arbeit wird konsequent die Perspektive Jugendlicher eingenommen. Dadurch wurden Social-Media-Kanäle in den vergangenen Jahren immer wichtiger. Die Jugendlichen möchten eher Reels und TikToks erstellen, da diese Formate für sie alltägliche und einige der wichtigsten Informationsquellen sind.
Die Plattform youpod.de zeigt weiterhin einen großen Teil der News, findet aber mehr Gewicht in der Aufgabe einer Datenbank. Hier finden die Jugendlichen ein Archiv zu wichtigen News: einen Überblick über Lern-Tipps, Freizeit-Tipps und Tipps für finanzielle Unterstützung. Sie finden eine Datenbank zu den wichtigsten Orten und einen einzigartigen Kalender mit Terminen für Jugendliche in Düsseldorf.

Die Social-Media-Arbeit
Der Mix aus News, Help, Map und Events spiegelt sich auch bei Instagram und TikTok wider. Neben klassischen Posts werden hier aber auch Reels und TikToks veröffentlicht, in denen die Jugend-Redakteur*innen moderieren und Tipps geben. Andere Videos sind Reportagen und stellen Hobbys und Aktionen vor. Auch Umfragen finden hier regelmäßig Platz und geben eine Vielfalt an Meinungen und Perspektiven wieder.
Diese Formate sind in dieser Form aktuell nicht auf der Plattform youpod.de vorstellbar. Sie bieten mehr Lebendigkeit, Interaktion und Reichweite – und unterstützen damit die grundsätzliche Idee des Jugendportals und treiben sie voran. Trotzdem benötigen sie die Ergänzung der mächtigen Plattform, die viel vernetztes Wissen rund um Jugendliche in Düsseldorf bereitstellen kann.
Strategie- und Konzeptentwicklung
Diese Neuaufstellung von youpod.de und seinen Kanälen begleitete die Arbeit der Redaktion das komplette Jahr 2024. Es wurden Social-Media-Trends analysiert und ausprobiert. Bestimmte Formate haben sich als aufwendig, aber wenig effektiv erwiesen und wurden nach einer Testphase ruhen gelassen (z. B. Wochenüberblick). Bei Pinterest wurden Veröffentlichungen ausprobiert, aber nicht weiterverfolgt. Allerdings finden immer noch ein paar Menschen den Weg über Pinterest zu youpod.de.
Ein WhatsApp-Kanal wurde ebenfalls getestet und wird aktuell unregelmäßig bestückt. Auf Dauer könnte dort aber noch Potenzial liegen. Dieses ist auch von den Gewöhnungs- und Nutzungsbedingungen der User*innen abhängig.
Neben Trends wurden Studien, Best Practices und Projekte wie #UseTheNews analysiert. Es wurden Haltungen erarbeitet und festgeschrieben, klassische Marketing- und Beitragskonzepte auf youpod.de übertragen und Gedanken zu Redaktionsplan, Content-Map, Ziel, Zielgruppen etc. visualisiert. Auch Workflows für die einzelnen Aufgabenbereiche wurden erarbeitet und festgehalten.
Die Gedanken haben nicht nur zu einer Professionalisierung der Arbeit von youpod.de beigetragen, sondern sollen auch den fortlaufenden Relaunch- und Inhousing-Prozess unterstützen, der nach Stand 2024 im Sommer 2025 stattfinden soll.
Auswirkungen auf Veröffentlichungen
Die strategischen Überlegungen hatten auch Auswirkungen auf die Aufbereitung der Themen. Bei der Europawahl begleitete die Redaktionsgruppe u. a. die Europa-Cafés des Jugendrings. Teilnehmende wurden interviewt, es gab Kooperations-Posts. Fehlende Informationen wurden durch einen Redaktionsplan herausgefiltert und mit Memes ergänzt. Die Berichterstattung wirkte dadurch runder, und die Formate passten zu den Sehgewohnheiten der Zielgruppe.
Auch beim Düsselcamp (S. 14) wurden die Auswirkungen deutlich. Der Jugendring hatte internationale Jugendliche ins Haus der Jugend eingeladen. Die Redaktion erarbeitete mit den Beteiligten einen Redaktionsplan, setzte außerdem eigene Themen und verabredete Kooperations-Posts.
Beide Aktionen wurden evaluiert, und die Erkenntnisse flossen in weitere Berichterstattungen ein.
Medienbildung bei youpod.de
Neben dem Jahresschwerpunkt der Strategie-Entwicklung war die Redaktion erneut gemeinsam mit dem Jugendinformationszentrum zeTT mit dem Jugendinfo-Mobil auf Schulhöfen unterwegs. Rund 2200 Jugendliche erfuhren im Mai an 20 weiterführenden Schulen davon, wo es seriöse und hilfreiche Informationen für Jugendliche in Düsseldorf gibt.

Bei Fake-News-Seminaren in Schulklassen aller weiterführenden Schulformen erarbeiteten die Jugendlichen, wie sie Desinformationen erkennen und damit umgehen. Bei Fachtagen im November diskutierte youpod.de mit Fachkräften und mit Jugendlichen über Meinungsbildung in Social Media sowie über Haltungsfragen.
Dadurch wird deutlich, dass youpod.de neben dem eigenen Auftrag auch die Arbeit des Jugendrings unterstützt, ansprechbar ist für Kollegin*innen, Berichterstattung und Projekt-Planungen unterstützt und professionalisiert, bei Veranstaltungen, den Jugendmedientagen und Fachdialogen referierend beiseite steht, Wissen auch bei Vernetzung mit Verbänden oder wie in diesem Jahr an Partner*innen wie dem Stadtjugendausschuss in Karlsruhe weitergibt und Akteur*innen medial sichtbar macht.
Personeller Wechsel
Zum Jahresende gab es einen personellen Wechsel bei youpod.de. Vivian Hagedorn verließ den Jugendring nach dem Ende ihres Studiums Ende Oktober. Wir freuen uns, dass die halbe Stelle zum 1. November direkt mit Marvin Wittiber wiederbesetzt werden konnte. Marvin kennt die Stadt, den Jugendring und youpod.de bereits seit Jahren sehr gut. Er war ejd-Mitglied, lange Jahre in der Jugendredaktion von youpod.de aktiv und vier Jahre Mitglied des Jugendrats.
Fanprojekt Düsseldorf
Das Fanprojekt Düsseldorf blickt auf ein ereignisreiches und vielseitiges Jahr 2024 zurück, in dem wir zahlreiche Aktivitäten und Projekte erfolgreich umsetzen konnten. Unser Ziel war es, die aktive Fanszene von Fortuna Düsseldorf in ihrer Vielfalt zu begleiten und sie gleichzeitig maßgeblich an unserem Programm zu beteiligen. Im Fokus standen die drei Säulen unserer Arbeit: die aufsuchende Arbeit und Spieltagsbegleitung sowie die Gestaltung offener und inklusiver Angebote wie dem Fancafé und dem Bildungscafé. Daneben spielte die Netzwerkarbeit auf regionaler und nationaler Ebene eine entscheidende Rolle. Mit der EURO gab es zudem sicherlich ein außergewöhnliches Highlight, bei dem wir ebenfalls aktiv in der Stadt mitgewirkt haben.
LINK jugendring-duesseldorf.de/themen/fanprojekt
Aufsuchende Arbeit – Spieltagsbegleitung
Das Arbeitsjahr begann für uns Mitte Januar mit einem Auswärtsspiel in Berlin bei Hertha BSC. Die Stimmung war gedrückt, da kurz zuvor der Präsident von Hertha sowie Gründer der Berliner Ultragruppe Harlekins, Kay Bernstein, plötzlich im Alter von nur 43 Jahren verstarb. Die Berliner Fanszene verzichtete auf organisierten Support, und auch unsere aktive Fanszene hielt sich aus Solidarität mit Support in der ersten Halbzeit zurück.
Für positive Stimmung und Euphorie hingegen sorgte, dass Fortuna zu Beginn des Jahres die DFB-Pokal-Spiele gewann, wenn auch manchmal sehr knapp und aufreibend. Wir begleiteten die aktive Fanszene zu diesen Pokal- und allen Liga-Spielen und besuchten die Treffpunkte vor den Spielen
Das Sommertrainingslager von Fortuna Düsseldorf fand wieder in Bad Leonfelden in Österreich statt. Da nur noch wenige Fans der Fortuna das Trainingslager im Sommer besuchen und diese hauptsächlich nicht zu unserem Klientel gehören, ist das Fanprojekt dieses Mal nicht vor Ort gewesen.
In diesem Jahr boten wir zwei U18-Touren an. Sowohl die Tour in der Rückrunde der letzten Saison nach Wehen-Wiesbaden als auch die in der Hinrunde der aktuellen Saison zu Preußen Münster waren schnell ausgebucht.“
Niedrigschwellige Offene-Tür-Angebote – Fancafé
Jeden Montag von 18 bis 22 Uhr öffnen wir die Türen unseres Fancafés. In diesem können junge Fortuna-Fans sich mit anderen Fans treffen, eine Kleinigkeit essen und trinken und sich austauschen. Sie können außerdem mit den Fachkräften ins Gespräch kommen und bei Bedarf Einzelfallhilfe in Anspruch nehmen. Es besteht die Möglichkeit, Playstation, Dart, Kicker und auf dem angrenzenden Fußballplatz Fußball zu spielen. In der Rückrunde der Saison 23/24 hatten wir montags die Fan-Liga angeboten. Die Besucher*innen des Fancafés konnten sich als kleine Fußballmannschaft dafür anmelden und gegen andere Fan-Mannschaften in einem Turnier antreten. Bei durchschnittlich 70 Gästen pro Abend ist unser montägliches Fancafé in diesem Jahr immer sehr gut besucht gewesen.
Bildungsangebote – Bildungscafé
Im Rahmen des Bildungscafés haben wir teilweise gemeinsam mit der aktiven Fanszene an einigen Abenden verschiedene Vorträge angeboten.

An einem Abend hatten wir Dr. Stephanie Schmidt mit ihrem Vortrag „Also von uns eskaliert es regelmäßig überhaupt nicht – Polizei und die Erzählung polizeilicher Gewalt als Ausnahme“ zu Gast. Sehr eindrücklich hat sie uns und den anwesenden Fans von ihrer Zeit erzählt, als sie zu Forschungszwecken die Polizei begleitet hat. Sie setzte sich mit polizeilichen Verhaltensprognosen und den polizeilichen Ideen von gesellschaftlicher Ordnung im Hinblick auf die Relevanz polizeilichen Handelns im Umgang mit Fußballspielen und Demonstrationen auseinander.
Gemeinsam mit der aktiven Fanszene haben wir einen Abend zum Thema „Sucht“ angeboten. Es wurde eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle Komm-Pass eingeladen, die einen Input zum Thema gab und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stand. Hier ging es vor allem darum, wie man erkennen kann, ob jemand Substanzmittel (miss-)braucht und wie man der Person helfen und beistehen kann.
Während der Europameisterschaft, bei der Düsseldorf eine von zehn Host Cities war, konnte man bei uns im Haus der Jugend die Ausstellung „Fan.Tastic Females – Finals“ besuchen. Auf Roll-ups konnte man sich die Biografien weiblicher Fußballfans durchlesen und sich via QR-Codes auch Videos dazu anschauen.
Im Rahmen der Fußballkulturtage, die jährlich in Nordrhein-Westfalen von der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (LAG) und den NRW-Fanprojekten durchgeführt werden, hatten wir die Ausstellung „Anpassung. Ausgrenzung. Instrumentalisierung. Fußball in der NS-Zeit“ des Kreismuseums Wewelsburg im Haus der Jugend. Eröffnet wurde sie mit einem kleinen Vortrag und einer Führung durch die Ausstellung. Ebenfalls auf Roll-ups konnte man sich die NS-Geschichte einiger NRW-Vereine durchlesen.

In Kooperation mit der Fangruppe „Hypers“ fand am 9. Dezember im Haus der Jugend ein Vortrag mit einer Verkäuferin der Straßenzeitung „fiftyfifty“ sowie zwei Mitarbeitenden der Einrichtung mit dem Titel „Wohnungs- und Obdachlosigkeit, (stadt-) politische Entwicklungen und Projekte“ statt. Der Abend war zugleich Abschluss einer größer angelegten Spendenaktion der Gruppe.
Netzwerkarbeit
Die Netzwerkarbeit mit allen Akteur*innen und Funktionsgruppen im Betätigungsfeld ist für uns ein elementarer Bereich. Dabei lag der Fokus in diesem Jahr vor allem auf der Planung der BAG-Jahrestagung in Oberhausen. Gemeinsam mit den anderen NRW-Fanprojekten haben wir die Jahrestagung inklusive Workshops zum Thema „Financial Fairplay – Qualität in der sozialpädagogischen Fanarbeit nachhaltig sichern“ geplant und durchgeführt. Den Workshop „Warum seid ihr ***** so leise? Sexistische Strukturen im Kontext der Fanprojektarbeit sichtbar machen“ hat Daniela gemeinsam mit zwei Kolleginnen des AK Frauen West erarbeitet und bei der Jahrestagung durchgeführt.
In der BAG ging es in diesem Jahr vor allem um die Neustrukturierung, da die alte Struktur mit zwei BAG-Sprecher*innen nicht mehr umzusetzen war. Es wurde der Vorstand des BAG e. V. neu gewählt, bei dem Benni und Daniela jeweils einen Posten übernommen haben. Außerdem gibt es nun pro Verbund drei Sprecher*innen statt wie bisher zwei. Der dritte Sprecher*innen-Posten ist für die komplette BAG zuständig, woraus sich somit vier BAG-Sprecher*innen ergeben. Zusätzlich hat sich das Vertreter*innen-Gremium gebildet. Dieses besteht aus den BAG-Sprecher*innen sowie jeweils einer Person, die in einem der vier Verbünde als Regionalsprecher*in gewählt wurde, und Vertreter*innen aus den wichtigsten strukturbildenden Arbeitskreisen.
Ebenso haben wir in verschiedenen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen in der BAG-Landschaft teilgenommen und mitgearbeitet. So sind die Mitarbeiter*innen in folgenden Arbeitsgruppen und -kreisen vertreten: BAG e. V. (BAG), Vertreter*innen-Gremium (BAG), AK Fanfinale (BAG – neuer Name: AK Events), AK U18 (BAG West), AK Frauen West (BAG West), AK Barcamp (BAG), Bündnis gegen Sportwetten-Werbung (BAG), AK Vertrauenspersonen (BAG).
Darüber hinaus ist das Fanprojekt Düsseldorf nach wie vor Mitglied in den kommunalen Fachgruppen „Extremismus“ und „Sport und Sicherheit“, die vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Düsseldorf durchgeführt werden. Durch seinen Sprecherposten war Benni außerdem im Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit (NASS) für die BAG eingeladen und hat dort die neue BAG-Struktur vorstellen können.
Im Rahmen des AK U18 hat Daniela gemeinsam mit dem Kollegen des Schalker Fanprojekts in Düsseldorf eine Klausurtagung zum Thema „FLINTA* stärken: Graffiti als Werkzeug in der Fansozialarbeit“ durchgeführt. Kolleg*innen aus jedem NRW-Fanprojekt haben an dieser Klausurtagung teilgenommen, Inputs von zwei weiblichen Sprayerinnen bekommen und Projekte für den eigenen Standort entwickelt. Die Gruppe hat außerdem eine Führung über die Kiefernstraße bekommen, eine Straße in Düsseldorf, die für ihre Graffitikunst an den Hauswänden bekannt ist.
Im Jahr 2024 gab es regelmäßige Treffen zwischen den Mitarbeiter*innen des Fanprojekts und den Mitarbeitern der Fanbetreuung von Fortuna Düsseldorf. Wir haben die laufende Saison reflektiert und darüber gesprochen, welche Projekte wir gemeinsam gerne umsetzen würden.
Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Fanbetreuung hat Daniela mit weiblichen Fans von Fortuna Düsseldorf eine Awarenessgruppe gegründet. Ziel dieser Gruppe ist es, die Awarenessstrukturen im Stadion auszuweiten und die Frauen des Awarenesstelefons zu unterstützen. Das Awarenesstelefon wurde 2018 eingeführt und ist an allen Spieltagen der Fortuna erreichbar. Ehrenamtliche, weibliche Fans betreuen es während des Spieltags und sind für FLINTA*-Personen ansprechbar, wenn diese beispielsweise Diskriminierungen, Übergriffe oder Ähnliches erfahren.
Im Rahmen der Awarenessarbeit und in Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung ist Daniela im Mai mit einigen weiblichen Fortuna-Fans zum DFB-Pokalfinale der Frauen gefahren. Außerdem hat Daniela am Vernetzungstreffen des Netzwerks gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt im (Männer-)Fußball teilgenommen, bei dem es um die Erarbeitung von Awarenesskonzepten in Fußballstadien ging.
Darüber hinaus haben wir an jeder großen Fanrunde von Fortuna Düsseldorf teilgenommen, die vom Verein gern im Haus der Jugend abgehalten wird. Ebenso konnte Fortuna einige Mitgliederforen und Workshops in unseren Räumlichkeiten anbieten.
Ein Highlight war sicherlich die Fußball-Europameisterschaft der Herren in Deutschland, bei der Düsseldorf einer von zehn Austragungsorten war. Während der Europameisterschaft haben wir gemeinsam mit Visit Düsseldorf die Fananlaufstelle in der Stadt betreut. Von der Stadt wurde ein Container zwischen der Königsallee und dem Schauspielhaus an der Schadowstraße zur Verfügung gestellt und von Visit Düsseldorf federführend betrieben. Gemeinsam haben wir einen Einsatzplan geschrieben und darauf geachtet, dass um einen Spieltag in Düsseldorf („Matchday -1“ bis „Matchday +1“) der Container sowohl von uns als auch von Visit Düsseldorf besetzt wurde. An ausgewählten anderen Tagen hat Visit Düsseldorf den Container dann allein besetzt.
Gemeinsam konnten wir Fans aus dem Ausland, aber auch sonst interessierten Tourist*innen viele Fragen rund um das Turnier beantworten. Darüber hinaus konnte der Container auch von Fanvertreter*innen der Nationen genutzt werden, die in Düsseldorf ihre Spieltage hatten. Hierfür haben wir über FSE (Football Supporters Europe) im Vorfeld Kontakt aufgenommen, um relevante Fragen beantworten zu können.

Ausblick auf das Jahr 2025
Für das Jahr 2025 planen wir, Bildungsfahrten zu verschiedenen Gedenkorten anzubieten. Teilweise sollen es kleinere Touren in Verbindung mit Spieltagsbegleitungen werden, teilweise aber auch mehrtägige Touren zu größeren Gedenkorten.
Ansonsten werden wir gespannt die weiteren Schritte des Fanprojekts Karlsruhe beobachten. Am 28. Oktober wurden die drei Kolleg*innen des Fanprojekts Karlsruhe zu Geldstrafen verurteilt. Im Zuge ihrer Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft die Mitarbeiter*innen des Fanprojekts als Zeug*innen vorgeladen. Diese standen somit vor einem unsagbaren Dilemma: Einblicke aus der Aufarbeitung, die ihnen unter dem Gesichtspunkt absoluter Vertraulichkeit im Rahmen ihrer Arbeit gewährt wurden, an Ermittlungsbehörden weiterzugeben, was vergleichbare Formate für die Zukunft wohl unmöglich gemacht hätte, oder zu schweigen.
Als professionelle Mitarbeiter*innen der Sozialen Arbeit entschieden sie sich für Letzteres, um das Vertrauen, das ihnen ihre junge Zielgruppe entgegengebracht hatte, nicht zu gefährden. Auch für uns als Fanprojekt Düsseldorf hat dieses Urteil selbstverständlich Auswirkungen auf die Arbeit mit den Fans. Gleichzeitig haben wir in Gesprächen bereits klargemacht, dass wir weiterhin in den meisten Bereichen jederzeit für sie ansprechbar sind und ihnen helfend zur Seite stehen werden.
BildungsKick Düsseldorf
Lernort Stadion
Im BildungsKick fanden in diesem Jahr insgesamt 28 ein- und zweitägige Workshops an 40 Tagen statt.
Teambuilding
Dieses Jahr absolvierten insgesamt zwölf Gruppen unseren eintägigen Workshop zum Thema Teambuilding und soziale Kompetenzen. Die Workshops orientieren sich vor allem an praktischen Übungen und Spielen, aber auch die Reflexion auf der Metaebene über die Zusammenarbeit in der Gruppe kam nicht zu kurz.
Diskriminierung/Rassismus
Insgesamt vier Klassen waren dieses Jahr in unserem Workshop zum Thema Diskriminierung und Rassismus zu Besuch. Wir erarbeiteten gemeinsam, welche Gruppen in unserer Gesellschaft von Diskriminierung betroffen sind. Im offenen Austausch über Beispielsituationen sollten die Schüler*innen ein Gefühl dafür bekommen, wo Diskriminierung anfängt und dass sie nicht nur von Einzelpersonen ausgeht, sondern beispielsweise auch von Gruppen und Institutionen. Wir reflektierten über Vorurteile und warum wir so oft vom Äußeren eines Menschen auf sein Inneres schließen. In einem der Workshops besuchte uns Shinta Appelkamp, Profispieler und Pate des BildungsKicks, und beantwortete die Fragen der Schüler*innen. Es ging unter anderem um sein Leben als Fußballspieler, wie er nach Deutschland und zu Fortuna kam, was er in seiner Freizeit macht und ob er selbst schon einmal von Diskriminierung betroffen war.

Antisemitismus und Erinnerungskultur
Im Februar und November war Zweitzeugen e .V. erneut für fünf Workshops bei uns im BildungsKick zu Gast. Eines der Ziele der Veranstaltungen ist es, (junge) Menschen zu ermutigen und zu befähigen, die (Über-) Lebensgeschichten von Holocaust-Zeitzeug*innen weiterzuerzählen. Angelehnt an das Zitat von Zeitzeuge Elie Wiesel „Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden“ wurden die Jugendlichen in den Workshops zu Zweitzeug*innen.
So folgten nach einer grundsätzlichen Heranführung an das Thema und einem Blick in die Vergangenheit die Geschichten von verschiedenen Zeitzeugen, beispielsweise von Israel Lichtenstein, Leon Weintraub und Siegmund Pluznik, die ihre Geschichten den Mitarbeiter*innen von Zweitzeug*innen noch selbst erzählen konnten. Durch die Visualisierung von Lebensstationen und Zitaten im Originalton der Zeitzeugen wurde die Geschichte begreifbar.
Wir erzählten außerdem die Geschichte von Waldemar Spier, der selbst ein Fortune war, aber kurz nach der KZ-Befreiung verstarb, sodass seine Geschichte nur noch nachträglich recherchiert werden konnte. Durch ihn gelang die Verknüpfung zum besonderen Lernort des Fortuna-Stadions und auch die Hinleitung in die heutige Zeit: Wie sieht aktive Erinnerungskultur aus? Wie stellt sich Antisemitismus heute noch (auch im Fußball) dar und was kann man dagegen tun? Die Teilnehmenden erarbeiteten auch eigene Ansätze, wie sie Diskriminierungen im Schulkontext und im Klassenraum entgegentreten können.
Aufklärung zu LGBTQIA+
Dieses Jahr fanden die ersten beiden Kooperations-Workshops mit SCHLAU statt. Neben den vielen Begriffsklärungen rund um LGBTQIA+ wurden auch die Themen trans* und Drag besprochen sowie verschiedene Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus und Ableismus und wie sich diese überschneiden können.
Neben der Wissensvermittlung und dem Meinungsaustausch ist der sehr besondere Teil der Workshops das offene Gespräch, in dem die Teilnehmer*innen die Möglichkeit bekommen, den Referent*innen verschiedenste, auch persönliche Fragen zu stellen, da sie selbst alle Teil der queeren Community sind. Besonderer Fokus lag hierbei auf den Coming-out-Erlebnissen und Diskriminierungserfahrungen.
Sexuelle Bildung und Sexismus
Im März startete die Kooperation mit der Abteilung Youthwork der Aidshilfe Düsseldorf. Thematisch reflektierten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden über Geschlechterrollen und -erwartungen und besprachen persönliche Grenzen und gewaltvolle, toxische Beziehungen. Wir tauschten uns außerdem über die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs „Geschlecht“ (sex und gender) und über den Begriff „Anziehung“ (romantisch und sexuell) aus. Die Jugendlichen bekamen auch die Möglichkeit, anonyme Fragen zu stellen zu allem, was sie zum Thema Sexualität interessiert.
Suchtprävention
Im Dezember fanden erneut zwei Workshops zum Thema Suchtprävention in Kooperation mit Crosspoint statt. Die zwei Gruppen lernten, wie Süchte entstehen, welche verschiedenen Abhängigkeiten es gibt, welche Risiken verschiedene Substanzen haben und wie sie wirken, und diskutierten anhand von Beispielsituationen, wo bedenklicher Konsum anfängt. Wir besprachen anhand des Suchtdreiecks, welche Faktoren eine Sucht begünstigen und welche ihr vorbeugen können und natürlich auch, wo Beratungs- und Unterstützungsangebote zu finden sind.
Europawahl
Am 15. und 16. Mai fanden im Stadion die Wahlempowerment-Workshops zur Europawahl statt. Insgesamt 120 Jugendliche und junge Erwachsene verschiedener Berufsschulen nahmen in insgesamt acht gestaffelten Slots an der Veranstaltung teil. In den rund drei Stunden hat sich jede Gruppe zunächst über einen Bildereinstieg dem Thema Europa(-wahl) angenähert, um Wissen auszutauschen, zu diskutieren und Fragen zu besprechen. Anschließend haben wir gemeinsam Gründe gesammelt, warum es wichtig ist, wählen zu gehen.
Die anschließenden Fragerunden ermöglichten ein Gespräch auf Augenhöhe mit den Vertreter*innen aus der Politik. Unserer Einladung an die demokratischen Parteien folgten einige Kandidierende und Vertretungen, und wir danken noch einmal ganz herzlich Moritz Körner (FDP), Liliane Pollmann (Die Grünen), Rebekka Müller (Volt), Hannes Draeger (Die Linke), Carine Weber (Volt), Sabrina Proschmann (SPD) und Janina Sing (Die Grünen), dass sie sich die Zeit genommen haben, an dieser Veranstaltung mitzuwirken und einen wichtigen Beitrag zur Nahbarkeit von Politik im Allgemeinen und Europapolitik im Speziellen zu leisten.
Trotz der inhaltlichen Unterschiede der jeweiligen Parteiprogramme und Haltungen wurde in allen Gesprächsrunden grundsätzlich wenig Werbung für die eigene Partei gemacht, sondern vor allem für demokratische Parteien insgesamt, und es wurde mehrfach unterstrichen, wie wichtig es ist, das eigene Wahlrecht auch wahrzunehmen.
Koordinator*innen-Treffen

Im Februar fand das Koordinator*innen-Treffen von Lernort Stadion statt. In Bielefeld kamen viele Projektkoordinator*innen aus ganz Deutschland mit der Geschäftsstelle von LOS e. V. zusammen. Der erste Tag begann mit der Mitgliederversammlung und endete mit dem Bielefelder Abend, der neben spannenden Diskussionen mit Beteiligung der Stadionschule Bielefeld, der Universität, der Schulen und Stadtverwaltung vor Ort sowie Arminia Bielefeld zum offenen Austausch genutzt wurde und musikalisch von Thees Uhlmann begleitet wurde.
Der zweite Tag bot eine Fortbildung zum Thema Künstliche Intelligenz. In Hinblick auf die Aufgaben, die sich für Lernort Stadion aus diesem Thema heraus ergeben könnten, wurde insbesondere über den Schutz des Individuums, Aufklärung und Medienkompetenz gesprochen.
Der letzte Tag beinhaltete die aktuellen Entwicklungen in der DFL-Stiftung und der Geschäftsstelle von Lernort Stadion sowie die inhaltliche Planung für 2024. Die Zeit im Anschluss wurde genutzt, um Ideen zu sammeln, wie wir als Lernort Stadion mit dem aktuellen Rechtsruck umgehen können.
Weitere Projekte 2024
Europawahl-Kampagne
Die Europawahl in diesem Jahr begleitete der Jugendring Düsseldorf mit einer vielfältigen Kampagne. Unter dem Motto „#gehwählen Düsseldorf“ informierte der Jugendring in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten über die Wahl und brachte junge Menschen mit Europapolitik und nicht zuletzt auch mit Politiker*innen in Kontakt.
Europa-Cafés
Bei vier Europa-Cafés standen jeweils verschiedene Themen im Mittelpunkt. Mit Vertreter*innen von Greenpeace Düsseldorf und Germanwatch e. V. kamen die jungen Café-Besuchenden im März zur Rolle der EU beim Klimaschutz ins Gespräch. Im April warf das Europa-Café einen Blick auf die europäische Asyl- und Migrationspolitik. Vertreter von Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf und der Seebrücke Düsseldorf brachten ihre Perspektive in die Diskussion ein.
Im Mai verließ das Europa-Café das Haus der Jugend und war im PULS zu Gast. Thema des Abends war die Situation queerer Menschen in Europa. Wie unterschiedlich die rechtliche und gesellschaftliche Lage innerhalb Europas ist, machten The Düssel Queers anhand persönlicher Erfahrungsberichte deutlich.
Zurück im Haus der Jugend fand die Europa-Café-Reihe kurz vor der Europawahl ihren Abschluss mit Besuch aus der Politik: Europawahlkandidatinnen von SPD und Volt sowie Vertreter*innen von Grünen, FDP und der Linken diskutierten über die Bedeutung der EU für junge Menschen und kamen mit den Café-Besuchenden in gemütlicher Atmosphäre ins Gespräch. Aufgelockert wurden die Café-Abende durch Poetry- und Musikbeiträge. Der Jugendring bedankt sich bei allen, die mitgewirkt und mitdiskutiert haben.
Wahlempowerment im Stadion
An zwei Tagen im Mai bot sich für Schüler*innen aus Düsseldorfer Jugendberufshilfen und Berufsschulen eine besondere Gelegenheit in der Merkur-Spiel-Arena: Der Jugendring und der BildungsKick Düsseldorf luden zum „Wahlempowerment im Stadion“ ein. Mehr dazu auf Seite 40.
U16-Wahl
Zum ersten Mal durften bei der diesjährigen Europawahl alle ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Da alle Jüngeren weiterhin von der Wahl ausgeschlossen sind, fand in der Woche vom 27. bis zum 31. Mai die U16-Wahl statt.
Bei der Wahlsimulation haben in Düsseldorf über 700 junge Menschen in den selbstorganisierten Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Dabei entfielen auf die Grünen mit 27,78 Prozent die meisten Stimmen, 16,08 Prozent auf CDU/CSU. Danach folgen die SPD mit 12,72 Prozent, die Tierschutzpartei mit 6,87 Prozent, die AfD mit 6,73 Prozent und die FDP mit 6,43 Prozent. Volt und Die Partei erhielten beide 2,92 Prozent der Stimmen.
Der Jugendring hat die Wahllokale der U16-Wahl für Düsseldorf koordiniert und ist selbst mit einem Wahlmobil an Schulen gefahren. Durch das Wahlmobil wurde die Europawahl auf den Schulhof gebracht und die Schüler*innen konnten sich erst über die Wahl informieren und danach ihre Stimme abgeben.
Forschungsprojekt: Co-Creating our City
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Co-Creating our City“ kooperiert der Jugendring mit dem d|part Thinktank für politische Partizipation (LINK www.dpart.org/de/projects/co-creating-our-city). Dieses Projekt bietet nach dem Prinzip der Citizen Science Jugendlichen aus Düsseldorf die Möglichkeit, gemeinsam mit Expert*innen aus Politik, Verwaltung und dem Jugendring Vorschläge für mehr Jugendbeteiligung in der Kommune zu entwickeln.
Das Forschungsprojekt ist im Sommer 2024 gestartet und läuft parallel mit dem gleichen Prinzip in Charlotte, USA. Projektziele sind die Förderung der Jugendbeteiligung in Düsseldorf und Charlotte, der Austausch von Erfahrungen und Ideen über fünf Workshops sowie die Stärkung der demokratischen Teilhabe junger Menschen.
2024 ist das Forschungsprojekt mit einem Kennenlerntreffen und drei Workshops gestartet. Es sind 15 Jugendliche aus Jugendverbänden und dem Jugendrat dabei sowie Nora für den Jugendring, eine Vertreterin für das Amt für Soziales und Jugend, eine Ratsfrau aus dem Stadtrat Düsseldorf und die beiden Wissenschaftlerinnen. In den Workshops haben wir uns bisher mit einer möglichen Forschungsfrage beschäftigt und mit der Vorbereitung der Datenerhebung. Diese wird Anfang 2025 starten und dann gemeinsam bei den weiteren Workshops ausgewertet.
Damit die Teilnehmenden ihre Ergebnisse direkt vergleichen und diskutieren können, planen wir aktuell für 2025 eine Reise nach Charlotte, North Carolina, die in den Osterferien stattfinden wird. Teil der Jugendreise wird ein vom Projektteam von d|part und dem German Marshall Fund ausgerichteter mehrtägiger Summit (eine Konferenz) für die Jugendlichen sein.
Wir freuen uns auf die bevorstehende Reise in den Osterferien sowie das Barcamp in Düsseldorf am 27. Juni 2025 und die Ergebnisse des Forschungsprojekts. Das Projekt wird von der Gambrell-Stiftung und dem Amt für Soziales und Jugend unterstützt.

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Trägerverein und Geschäftsstelle Der Jugendring Düsseldorf Der Jugendring Düsseldorf ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Düsseldorf. Wir vertreten die Anliegen und Interessen aller junger Menschen in unserer Stadt. Die Vielfalt unserer Mitglieder ist die Stärke des Jugendrings. Im Jugendring spiegelt sich die Vielfalt der Jugendverbände mit den unterschiedlichsten Werteorientierungen wider. Wir stehen für das interkulturelle Zusammenleben aller Menschen unter der Bedingung der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung – unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung. Im Vordergrund unserer Arbeit steht das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen in Düsseldorf. Zu den wichtigsten Merkmalen der Arbeit des Jugendrings zählen daher die Förderung und Unterstützung der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und demokratischen Mitbestimmung junger Menschen. Als Zusammenschluss von Düsseldorfer Jugendgruppen, -verbänden, -initiativen, Trägern von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und weiteren Projekten haben wir ein breites Erfahrungsspektrum sowie hohe Kompetenz und Wirksamkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als jugendpolitische Interessenvertretung in Düsseldorf. Die Mitgliedschaft im Jugendring ist freiwillig. Eine Mitgliedschaft der Jugendorganisationen der Parteien ist nicht möglich. Der Jugendring Düsseldorf kooperiert mit dem Düsseldorfer Jugendrat und mit dem RPJ (Ring der politischen Jugendorganisationen). Die Vollversammlung ist das oberste Organ. Bei ihr liegt die Gesamtplanung der Arbeit. Sie tagt mehrfach im Jahr und setzt sich aus den Delegierten der Mitgliedsorganisationen zusammen. Der Delegiertenschlüssel orientiert sich an der Größe des Mitgliedsverbandes. Auf der Grundlage der Beschlüsse der Vollversammlung arbeitet der Vorstand des Jugendrings. Er vertritt den Düsseldorfer Jugendring nach innen und außen. Unterstützt wird er dabei vom hauptberuflichen Personal der Geschäftsstelle. LINK jugendring-duesseldorf.de/jugendring Haus der Jugend: Unsere Büro- und Veranstaltungsräume Im September 2022 haben wir im neuen Haus der Jugend unsere Tätigkeit aufgenommen. In den letzten Jahren haben wir uns im Haus immer weiter eingelebt. Seit 2024 ist nun auch die Licht- und Tontechnik in der Halle und im Café installiert, und wir können nun alle Veranstaltungen wie benötigt durchführen. Das Angebot der zahlreichen Seminarräume mit Café und Halle ist für viele Akteur*innen und Organisationen attraktiv, dort Fachtage, Seminare und alle anderen kleinen und großen Veranstaltungen abzuhalten. Mit den Jugendmedientagen (S. 18) und diversen Fachtagen konnte auch der Jugendring das Haus in hoher Auslastung bespielen. Das Fancafé etabliert sich immer weiter zu einer festen Größe im Haus und erfreut sich wachsender Besucher*innenzahlen. Grundsätzlich bietet der Jugendring die Nutzung der Räumlichkeiten all seinen Mitgliedsverbänden an. Auch die Stadt Düsseldorf kann beim Jugendring eine Nutzung anfragen. Wir bieten sechs voll ausgestattete Seminarräume für jeweils 20 Personen, ein Café für etwa 70 Personen und eine große Veranstaltungshalle für knapp 200 Personen. Anfragen zur Raumnutzung sind direkt an die Jugendring-Geschäftsstelle zu stellen. LINK jugendring-duesseldorf.de/hdj Neues Corporate Design für den Jugendring Düsseldorf Auf der Klausurtagung in Karlsruhe 2024 und im Austausch mit dem dortigen Jugendring entstand der Plan, unser veraltetes Corporate Design neu zu denken. Im Frühjahr 2025 haben wir eine Agentur beauftragt, ein neues Design zu entwickeln. Nach mehreren Entwürfen und Anpassungen stand im September 2025 das finale Konzept. Seitdem arbeitet unser Medienreferent an der Umsetzung – neue Schilder, Werbematerialien, Vorlagen, Druckmaterialien und eine überarbeitete Website. Auf der Vollversammlung im Dezember 2025 wurde das Design vorgestellt. Ab März 2026 wird es offiziell eingeführt. Zum Erscheinungsdatum dieses Jahresberichts wird das Corporate Design bereits umgesetzt sein. Vollversammlungen 2025 Jugendring-Vollversammlung 2025-01 im Haus der Jugend Bei der ersten Vollversammlung 2025 am 26. März standen die Vorstandswahlen im Mittelpunkt. Victor Wunderlich (2. Vorsitzender, 2. v.r.), Ronja Munko (3. v.l.) und Nico Kranz (2. v.l.) (beide Mitglieder des Vorstands) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das Team vom Jugendring stellte den Delegierten die Planungen für 2025 vor: wie die Wahlkampagne zur Kommunalwahl (S. 43), das Geschichtsfestival (S. 19), Vorhaben für internationale Jugendbegegnungen (S. 22), den Relaunch von youpod.de (S. 33) und die Tagung der Großstadtjugendringe in Düsseldorf (S. 10). Jugendring-Vollversammlung 2025-02 im Haus Spilles Schwerpunkt der zweiten Vollversammlung am 3. Juni waren Neuigkeiten zum Kinder- und Jugendförderplan, die den Delegierten vorgestellt wurden. Ronja erinnert noch einmal an den Aufruf zum Jugendbündnis für Demokratie. Planungen für die Gehwählen-Wahlkampagne wurden konkretisiert und die Ergebnisse aus der Umfrage zur Raumsituation der Jugendverbände vorgestellt. Hier wurde ersichtlich, dass die meisten Verbände mit ihrer Raumsituation recht zufrieden sind, es aber an einigen Stellen auch Unterstützungsbedarf gibt. Der Jugendring wird das Thema weiterverfolgen und Hilfe anbieten, wo er kann. Wir bedanken uns beim Haus Spilles für die Gastfreundschaft. Jugendring-Vollversammlung 2025-03 bei den Rheinrittern / Bürgerhaus Benrath Bei der dritten Vollversammlung am 16. September wurde der Aufruf für ein Jugendbündnis für Demokratie mit den Anmerkungen und Ergänzungen der letzten Vollversammlung überarbeitet, zur Abstimmung gebracht und einstimmig angenommen (S. 48 und LINK jugendring-duesseldorf.de/beschluss/jugendbuendnis-fuer-demokratie). Weiterhin stellte sich auf der Vollversammlung die Servicestelle Inklusion beim Ev. Jugendreferat und der katholischen Jugendagentur vor. Die Jugendverbände erhalten von der Servicestelle Unterstützung bei allen Fragen zum Themenbereich Inklusion. Das Team vom Jugendring rekapitulierte die Wahlkampagne, Planungen für „80 Jahre Jugendring“ 2026 wurden vorgestellt. Katharina erklärte die Umstrukturierung der Fachstelle für Demokratische Jugendbildung zum „Lernort Demokratie“. Vielen Dank an die Rheinritter für ihre Gastfreundschaft. Jugendring-Vollversammlung 2025-04 im Haus der Jugend Am 10. Dezember trafen wir uns zur letzten Vollversammlung des Jahres in weihnachtlicher Runde. Der neue Jugendhilfeausschuss konstituierte sich nach den Kommunalwahlen: Pina Nell stellte sich per Video als neue Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss der Stadt Düsseldorf vor und wird ab März beratendes Mitglied sein. Für unser 80-jähriges Jubiläum 2025 planen wir ein „Jugend trifft Politik“-Spezial – eure Themenvorschläge sind willkommen! Zudem modernisieren wir unser Corporate Design, das bis März 2026 vorgestellt wird. Dank Spenden läuft das Ferienpaten-Projekt 2026 weiter. Die Direktförderung für Demokratie- und Nachhaltigkeitsprojekte endet, aber Unterstützung bleibt möglich. Finanzierung unserer Arbeit Der Trägerverein des Jugendrings Düsseldorf e. V. ist der Rechts- und Vermögensträger der Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer Jugendverbände. Über den Trägerverein werden alle Rechts- und Geldgeschäfte der Arbeitsgemeinschaft abgewickelt. Er ist Anstellungsträger für das hauptberufliche Personal des Jugendrings und seiner Projekte. Die Arbeit des Jugendrings finanziert sich insbesondere aus öffentlichen Zuschüssen der Landeshauptstadt Düsseldorf, des Landes NRW, der Deutschen Fußballliga (DFL), der DFL-Stiftung sowie im geringeren Umfang aus Eigenmitteln, Spenden, Mitglieds- und Teilnehmerbeiträgen sowie einmaligen Zuwendungen und Zuschüssen. Die Mitglieder des Vereins werden von der Vollversammlung des Jugendrings gewählt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Partner*innen für die Unterstützung! Finanzierung und Fördermittel-vergabe durch den Jugendring Mitgliedsverbände haben durch den Jugendring einfachen Zugriff auf verschiedene Fördermöglichkeiten. Jeder Verband kann pro Kalenderjahr eine Grundförderung beantragen (z. Z. 1500 €/Jahr). Mitgliedsverbände ohne eigene vertragliche Regelung mit dem Amt für Soziales und Jugend können weiterhin Projekte und Aktionen einzeln durch uns finanzieren lassen. Auch die Ehrenamtspauschalen beantragen die Jugendverbände über den Jugendring. Und über den Ferienpaten-Fonds können die Verbände für Kinder und Jugendliche aus finanzschwächeren Familien Förderungen für Ferienfreizeiten beantragen (siehe auch Seite 16). Durch die Akquise verschiedener Firmenspenden sowie durch zahlreiche private Spenden konnte der Ferienpaten-Fonds 2025 sehr gut gefüllt werden. Die komplette Abwicklung aller Förderanträge läuft seit 2024 über unser eigenes Jugendring-Antragstool. 2025 haben wir vom Amt für Soziales und Jugend die Abwicklung der Förderanträge für innerörtliche Ferienfreizeiten („Düsselferien“) übernommen. Die komplette Antragsstellung und Abwicklung läuft nun über uns. Dafür wurde vom Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls ein eigenes Tool programmiert, das die Antragstellung, Nachweise und Bescheid-Erstellung vereinfacht und automatisiert (siehe auch Seite 25). Gremien und Arbeitskreise Jugendhilfeausschuss und AK Jugendpolitik Dem AK Jugendpolitik gehörten im Jahr 2025 bis zur Kommunalwahl im September Karl-Hermann Otto (Ev. Jugend), Zora Bobbert (SJD – Die Falken), Philipp Jung (BDKJ), Andreas Kremer (SJD – Die Falken) und Achim Radau-Krüger an. Seit September besteht der AK Jugendpolitik aus Karl-Hermann Otto (ejd), Marc Pähler (SJD-Die Falken, Tobias Schwerdtfeger (BDKJ), Ronja Munko (Puls), Chris Wewqer (Haus Spilles) Anne-Marie Benneke (DGB-Jugend) Viktor Wunderlich (Jugendring) und Achim Radau-Krüger (Geschäftsstelle). Der AK hat die JHA-Sitzungen vorbereitet und die Positionen der Jugendverbände abgestimmt. AG Jugendförderung nach §78 SGB VIII / Facharbeitskreis „Kinder- und Jugendarbeit“ Der Jugendring ist sowohl im FAK Kinder- und Jugendarbeit als auch in der AG 78 Jugendförderung vertreten. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring in beiden Gremien. 2025 stand stark in der Vorbereitung des neuen Kinder- und Jugendförderplans. Dazu haben zwei Fachdialoge mit den Mitarbeiter*innen aus den offenen Einrichtungen, den Jugendverbänden, der Jugendsozialarbeit und der Schulsozialarbeit stattgefunden. Weiterhin ist der Jugendring an der Redaktionsgruppe zum Förderplan vertreten und die Mitarbeiter*innen des Jugendrings haben sich breit an den Arbeitsgruppen des Amts für Soziales und Jugend zum Förderplan beteiligt. Kriminalpräventiver Rat (KPR) Der Jugendring ist Mitglied im Kriminalpräventiven Rat, im Ausschuss Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus des KPR. Benjamin Belhadj vertritt das Fanprojekt beim Jugendring im Ausschuss für Sport und Sicherheit und in der Fachgruppe Extremismus. Achim Radau-Krüger vertritt den Jugendring im KPR und in der Fachgruppe Extremismus. Beirat PULS Der Jugendring Düsseldorf beteiligt sich am Beirat der queeren Jugendeinrichtung PULS. Der Schwul-lesbische Jugendarbeit Düsseldorf e. V. ist Mitglied im Jugendring und es werden immer wieder gemeinsame Arbeitsprojekte durchgeführt. Der Jugendring wird im Beirat von Achim Radau-Krüger vertreten. Beirat Mahn- und Gedenkstätte Katharina Schunck vertritt den Jugendring im Beirat der Mahn- und Gedenkstätte. Veranstaltergemeinschaft Lokaler Rundfunk in Düsseldorf Der Jugendring Düsseldorf wird von Andreas Kremer in der Veranstaltergemeinschaft von Antenne Düsseldorf vertreten. Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe In der Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe sind momentan 36 Jugendringe aus Großstädten in Deutschland zusammengeschlossen. Die AG ist ein freiwilliger Zusammenschluss. Sie trifft sich etwa alle zwei Monate zu einer gemeinsamen Videokonferenz. Der Kontakt und der Austausch unter den Jugendringen stehen dabei im Vordergrund. Die AG steht in einem engen Austausch mit dem Bundesjugendring. Tagung der Großstadtjugendringe 2025 fand die Konferenz der Großstadtjugendringe vom 4. bis 6. April im Haus der Jugend in Düsseldorf statt. Der Schwerpunkt der Tagung lag in der Auseinandersetzung mit dem „Mythos des Neutralitätsgebots“ und der aktuellen Diskussion des Gemeinnützigkeitsrechts in politisch stürmischen Zeiten sein. An der Konferenz nahmen über 40 Vertreter*innen aus 26 Jugendringen aus bundesdeutschen Großstädten teil. Auch der deutschen Bundesjugendring (DBJR) und der LAG Jugendring NRW waren bei uns zu Gast. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Vortrag des Leiters des Amtes für Soziales und Jugend Stephan Glaremin mit einem Vortrag unter der provokanten Fragestellung „Sind Jugendverbände aus der Zeit gefallen?“. Das Programm startete am Samstag mit Inputs von Ursula Holt-Mann-Schnieder (Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses), sowie von Lars Reisner (DBJR). In Vorträgen und Workshops wurden der Mythos „Neutralität“ kritisch eingeordnet und Strategien für den Umgang mit Neutralitätsforderungen entwickelt. Weitere Themen waren Gemeinnützigkeit und politische Bildung sowie der Erfahrungsaustausch zu politischen Bildungsangeboten, Partizipation, Ganztagsschule und Lobbyarbeit. Den Abschluss bildete die gemeinsame Vorbereitung auf den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig. LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW Der Jugendring Düsseldorf ist Gründungsmitglied der LAG der Stadt- und Kreisjugendringe NRW. Wir nehmen mit der Geschäftsführung an den regelmäßigen Fachkräfterunden der LAG teil. Ziel der LAG-Jugendringe ist es, die Vertretung der kommunalen jugendpolitischen Strukturen auf Landesebene sicherzustellen, für Austausch und Qualifizierung unter den Jugendringen zu sorgen und Jugendverbände und Jugendringe in Prozessen der Institutionalisierung und nachhaltigen Aufstellung zu begleiten. Die LAG hat sich 2023 zu einem eingetragenen Verein weiterentwickelt und erhält seit 2024 Zuschüsse vom Land NRW, um eine Geschäftsstelle zu betreiben und die Arbeit der kommunalen Jugendringe zu qualifizieren. Trägerkreis Düsseldorfer Appell Im Trägerkreis des Düsseldorfer Appells wird der Jugendring von Katharina Schunck und Achim Radau-Krüger vertreten. Bildungskonferenz In der Bildungskonferenz für die Bildungslandschaft Düsseldorf vertritt Achim Radau-Krüger den Jugendring Düsseldorf. Begleitausschuss Demokratie Leben Der Jugendring wird im Begleitausschuss durch Achim Radau-Krüger vertreten. Veränderungen beim Jugendring Beim Jugendring Düsseldorf hat sich 2025 einiges getan. Wir begrüßen Katharina Schunck zurück aus der Elternzeit. Einen großen Dank hierbei geht an unsere ehemalige Praktikantin Chiara Beier, die nach Wegfall von Katharinas Elternzeitvertretung spontan bereit war, die Stelle bis zu Katharinas Rückkehr zu besetzen und die uns bis Ende des Jahres als Werkstudentin erhalten blieb. Das studienbegleitende Praktikum hat sich mittlerweile im Jugendring etabliert. 2025 hat Ida Tolle bei uns ihr Praktikum absolviert und arbeitet nun als Werkstudentin mit uns zusammen. Der Bereich der internationalen Jugendarbeit wurde von einer halben Stelle auf eine Vollzeitbeschäftigung aufgestockt. Mona Möntmann, die zuvor ihre Arbeitszeit zwischen internationaler Jugendarbeit und Servicestelle Partizipation aufgeteilt hatte, wechselte vollständig in den internationalen Bereich. Ihren Posten bei der Servicestelle übernimmt unsere neue Kollegin Maike Billen (Foto rechts), ihre Stelle wurde im Zuge dessen ebenfalls erweitert. Ende 2025 verabschiedete sich Nora Hippchen in den Mutterschutz und die Elternzeit. Für sie vertritt währenddessen unser neuer Kollege Nils Wiesel. LINK jugendring-duesseldorf.de/team Jugend trifft Politik Im Januar hatten junge Menschen bei „Jugend trifft Politik“ wieder die Chance, intensiv mit Entscheidungsträger*innen aus der Düsseldorfer Kommunalpolitik und Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. An der zweitägigen Veranstaltung beteiligten sich Engagierte aus unterschiedlichsten Düsseldorfer Jugendverbänden und brachten ihre Perspektive ein. Im Mittelpunkt des Austauschs standen der nächste Kinder- und Jugendförderplan sowie die Kommunalwahl im September: In der ersten Phase wurden zum Kinder- und Jugendförderplan die Themen finanzielle Förderung und Sichtbarkeit von Jugendverbänden sowie die Zukunftsfähigkeit von Jugendverbänden diskutiert. In der zweiten Phase wurden kommunalpolitische Themen (bspw. Rechtsruck und Diskriminierung, Ungleichheit sowie Stadtentwicklung) hinsichtlich der anstehenden Wahl im September diskutiert. „Jugend trifft Politik“ hat wieder gezeigt, wie wichtig und gewinnbringend Austausch ist. In kleinen Runden wurde auf Augenhöhe diskutiert, Ideen ausgetauscht und Forderungen für das Düsseldorf von Morgen entwickelt. Ob in den Diskussionsrunden, während des gemeinsamen Lachens beim „Jugend-trifft-Politik-Quiz“ oder beim gemütlichen Kneipenabend, überall gab es Gelegenheit, neue Menschen und Perspektiven kennenzulernen, zu netzwerken und sich für die Belange junger Menschen in Düsseldorf einzusetzen. Die herausgearbeiteten Forderungen von „Jugend trifft Politik“ werden in die Entwicklung des neuen Kinder- und Jugendförderplans und die Wahlkampagne zur Kommunalwahl eingebracht. Teamklausur Bei unserer Teamklausur stand das Thema Organisations(weiter)entwicklung im Fokus. Gemeinsam reflektierten wir, wie das Jahr 2025 in den Projekten des Jugendrings lief: Was konnten wir umsetzen? Was wollen wir nächstes Jahr anders machen? Anschließend daran wurde die Jahresplanung für 2026 gemacht und überlegt, welche Themen und Schwerpunkte wir setzen wollen. Ein weiterer Reflexionsanlass stellte der 80. Geburtstag des Jugendrings 2026 dar. Gemeinsam wurde überlegt, was das Arbeiten im Jugendring bedeutet und wie wir in den unterschiedlichen Projektteams noch stärker projekteübergreifend arbeiten können. Insgesamt gingen alle gestärkt aus der Klausur raus, vor allem da die gemeinsame Zeit auch zum Austausch und Zusammenwachsen im Team genutzt werden konnte. Medien- und Materialverleih Der Medien- und Materialverleih des Jugendrings steht den Jugendverbänden, Jugendgruppen, Vereinen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Die digitale Ausleihfunktion macht den Verleih unkompliziert. So können Mitglieder der Jugendverbände eine komfortable Online-Reservierung mit Warenkorb und diversen Filtermöglichkeiten nach Verleihart oder auch Anlässen nutzen. Im Verleihprojekt wurden auch 2025 wieder neue Medien und Materialien für das Verleihprojekt angeschafft, wie zum Beispiel ein großes Zirkuszelt (siehe auch Geschichtsfestival S. 19), diverse pädagogische Kartenspiele und zwei Meta Quest 3 VR-Headsets. Danke-Party für alle Ehrenamtlichen in der Jugend(verbands)arbeit Die Danke-Party hat in diesem Jahr als Krimidinner stattgefunden. Am 5. Dezember hat der Jugendring DANKE gesagt für das Engagement und die geleistete ehrenamtliche Arbeit in den Jugendverbänden. Die Gäste tauchten gemeinsam in ein spannendes Krimitheater ein und rätselten bei einer mitreißenden Geschichte mit. Ein winterliches 3-Gänge-Buffet sorgte für kulinarische Highlights und eine gemütliche Atmosphäre. Kleine Überraschungen und Gewinne machten den Abend zusätzlich besonders. Ein toller Abend voller Spannung, Genuss und gemeinsamer Anerkennung. Jugendring-Sommerfest Die Voraussetzungen für ein gelungenes Sommerfest waren gegeben. Bei bestem Wetter öffneten wir am 9. Juli unsere Türen und durften mehr Gäste als je zuvor begrüßen. Auf der Terrasse wurde die Grillstation aufgebaut, zahlreiche Biertischgarnituren und Stehtische luden zum Verweilen ein. Schnell füllten sich die Plätze, und die Terrasse war bis auf den letzten Platz besetzt. Kühle Getränke und ein reichhaltiges Buffet, inklusive des besonders beliebten Ratatouille, rundeten den Abend kulinarisch ab. Das traditionelle Torwandschießen stellte auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight dar und wurde von vielen Gästen begeistert angenommen. Die glückliche Gewinnerin durfte sich über ein Fortuna-Trikot freuen. Auch die Fotobox mit ihren vielfältigen Accessoires zum Verkleiden wurde rege genutzt und sorgte für zahlreiche schöne Erinnerungen. Mit knapp 200 Gästen, viel Sonnenschein und angeregten Gesprächen fand das diesjährige Sommerfest einen gelungenen und erinnerungswürdigen Abschluss. Bildungsarbeit Seit 2006 engagiert sich der Jugendring Düsseldorf gemeinsam mit dem BDKJ Stadtverband Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf sowie der SJD – Die Falken Düsseldorf für die Förderung der Düsseldorfer Jugend- und Jugendverbandsarbeit. Ziel der Kooperation ist es, die Jugendverbände in ihrer Arbeit mit jungen Menschen zu qualifizieren und nachhaltig zu unterstützen. Darüber hinaus sollen ehrenamtlich Engagierte gewonnen, neue Zielgruppen für die Jugendverbandsarbeit erschlossen und deren öffentliche Wahrnehmung weiter gestärkt werden. Die inhaltliche Ausrichtung der Bildungsarbeit orientiert sich konsequent an den Bedarfen der ehrenamtlichen Jugendleiter*innen sowie an aktuellen gesellschaftlichen und fachlichen Themen. Zentrale Themenfelder sind dabei die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Diversität, (historisch-)politische Bildung, Inklusion, Medien(-schutz), Nachhaltigkeit sowie Prävention und Kindeswohl. Durch die Bildungsangebote erhalten Ehrenamtliche die Möglichkeit, sich sowohl fachlich als auch in ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz weiterzuentwickeln. Die Förderung der Jugendleiter*innen-Card (Juleica) ist dabei mit vielfältigen Maßnahmen ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit der Bildungsreferent*innen. Darüber hinaus organisieren die Bildungsreferent*innen des Jugendrings mehrere jährlich wiederkehrende Formate, darunter die Danke-Party für ehrenamtlich Engagierte aus den Jugendverbänden, die Jugendmedientage sowie Jugend trifft Politik. Ebenso zählt die praktische Unterstützung der Mitgliedsverbände sowie potenzieller neuer Mitgliedsorganisationen zu ihrem Aufgabenbereich. Zudem vertreten sie den Jugendring und seine Anliegen in verschiedenen Arbeitsgruppen des Amts für Soziales und Jugend, unter anderem im Arbeitskreis Inklusion, im Netzwerk für Umwelt und Gesellschaft, im Mediennetzwerk sowie in Gremien zum Themenfeld Kinderschutz und Prävention. LINK jugendring-duesseldorf.de/bildungsarbeit Verbandszeug – Fortbildungsreihe für Jugendleiter*innen Die Bildungsreihe Verbandszeug ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Weiterbildungslandschaft der Düsseldorfer Jugendverbandsarbeit. Bereits seit 2007 erscheint die Fortbildungsbroschüre – zunächst jährlich, später halbjährlich – und bietet ein umfangreiches Programm an Qualifizierungsangeboten. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ermöglicht den Teilnehmenden nicht nur fachliche Aus- und Weiterbildung, sondern auch den verbandlichen Austausch über die eigene Gruppe hinaus. Durch das gemeinsame Interesse an vielfältigen Themen sind in der Vergangenheit zahlreiche Kontakte sowie Kooperationen entstanden. Gleichzeitig nutzen die Mitarbeiter*innen des Jugendrings die Fortbildungen, um gezielt mit Ehrenamtlichen aus den Mitgliedsverbänden in Kontakt zu kommen, Einblicke in deren Arbeit zu gewinnen, Bedarfe zu erheben und passende Unterstützungsangebote zu unterbreiten. Die Bildungsreferent*innen des Jugendrings bieten den Mitgliedsverbänden spezifische Schulungen auf Nachfrage an, bspw. Rechtsschulungen für die Verkehrskadetten. Das Fortbildungsangebot umfasst eine große Bandbreite überwiegend kostenfreier Schulungen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Dazu gehören fortlaufend unter anderem Erste Hilfe, rechtliche Grundlagen, Prävention, Medienarbeit, Spielpädagogik und Infektionsschutz. Weitere Themen werden bedarfsorientiert ergänzt. Die Angebote des Jugendrings, des BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf sowie der SJD – Die Falken Düsseldorf sind in zwei Halbjahresbroschüren gebündelt dargestellt. In diesem Jahr konnten mit den Veranstaltungen aus dem Verbandszeug insgesamt rund 900 Teilnehmende erreicht werden. Der Jugendring bot dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Schulungen an; einzelne Veranstaltungen (bspw. Qualifizierungsreihe zur Vorstandsarbeit und Spieleworkshops) mussten jedoch aufgrund von Krankheitsfällen oder zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden. Neben den im Folgenden aufgeführten Veranstaltungen waren auch Angebote der demokratischen Jugendbildung (Seite 19) Teil des Verbandszeugs. Jugendhilfeausschuss mitgestalten (29. Januar) Was macht der Jugendhilfeausschuss und wie können Jugendverbandler*innen diesen mitgestalten? Gemeinsam wurde sich über die Aufgaben als Mitglied im Jugendhilfeausschuss ausgetauscht und motiviert Verantwortung zu übernehmen. Juleica-Schulung (01. Februar– 07. März) Gemeinsam mit der evangelischen Jugend Düsseldorf (ejd) bot der Jugendring Düsseldorf erstmals eine Juleica-Schulung im Blended-Learning-Format an. 17 Jugendverbandler*innen bereiteten sich dabei auf ihre Tätigkeit als Gruppenleitung vor. Das flexible Konzept aus Selbststudium und fünf Präsenz-Workshops wurde sehr gut angenommen. Inhaltlich standen die klassischen Juleica-Themen im Mittelpunkt. Von Gruppenpädagogik über Aufsichtspflichten und Prävention bis hin zu Programmplanung und Spielen war alles dabei! Selbstbewusst Sprechen – Training für Stimme und Präsenz (15. März) Als Jugendleitung, Vorstand oder Delegierte*r muss man vor vielen Menschen sprechen. Das fällt oftmals schwer. In dem Workshop hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, das Sprechen vor Gruppen praktisch zu erproben und mehr Sicherheit im Auftreten zu gewinnen. Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen (24. Mai) Im Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen auseinander und erarbeiteten gemeinsam, wie sich diese äußern und im Gruppenalltag erkannt werden können. Anhand praktischer Beispiele wurden Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit akuten Situationen erprobt sowie Wege besprochen, Betroffene zu unterstützen, ohne sich selbst zu überfordern. Spiel, Spaß und Praktisches – Vorstellung der Verleihprojekte (03. Juni) Im Workshop wurden die Verleihprojekte von Jugendring, BDKJ und ejd vorgestellt und eine Vielzahl an Materialien gemeinsam ausprobiert. Die Teilnehmenden testeten Spiele und Methoden für die Kinder- und Jugendarbeit und erhielten kurz vor den Sommerlagern einen praxisnahen Überblick über das Ausleihangebot. Wie geht‘s? Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (08. Oktober) Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit den Folgen gesellschaftlicher Krisen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und nahmen Verhaltensänderungen genauer in den Blick. Gemeinsam wurden Möglichkeiten erarbeitet, psychische Gesundheit in der Kinder- und Jugendarbeit zu fördern und jungen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen, ohne sich selbst zu überfordern. Förderdschungel adé – Finanzielle Förderung in der Jugendverbandsarbeit (08. Oktober) Jugendverbandsarbeit ist ohne finanzielle Förderungen nur schwer möglich. Damit die Verbände die Mittel erhalten, müssen sie verschiedene Anträge stellen. In diesem Workshop werden verschiedene Fördermöglichkeiten beim Jugendring, die passenden Anträge – und das Antragstool vorgestellt. Juleica Ehrenamtliche Jugendleiter*innen in Düsseldorf sollen für ihre Arbeit Wertschätzung erfahren und Möglichkeiten zur Fortbildung erhalten. Daher hat der Jugendring gemeinsam mit dem BDKJ Düsseldorf, der Evangelischen Jugend Düsseldorf und der SJD – Die Falken Düsseldorf im Rahmen des Verbandszeugs auch Danke-Aktionen organisiert. LINK jugendring-duesseldorf.de/themen/bildungsarbeit/juleica Juleica-Willkommenspaket Seit Herbst 2015 erhalten alle neuen Juleica-Antragstellenden ein kleines Willkommenspaket. Darin enthalten sind ein exklusives Düsseljuleica-Multitool oder -Frisbee, ein kleines Spielebuch, eine Liste aller Juleica-Vergünstigungen in Düsseldorf und Umgebung und das aktuelle „Verbandszeug“ mit Fortbildungen für Jugendleitungen. Danke-Aktionen für Juleicabesitzer*innen und weitere Ehrenamtler*innen Für alle Juleica-Besitzer*innen in Düsseldorf wurden verschiedene Danke-Aktionen organisiert. Im März wurde ein Ausflug zu „Gamer Düsseldorf“ angeboten, im Juli wurde auf der Rheinkirmes Achterbahn und Kettenkarussell gefahren, im Oktober ging es mit einer kulinarischen Stadtführung ins Japan-Viertel, und im November wurde zu einer Rollerdisco in die Jugendkirche eingeladen. Düsselferien Ferienfreizeiten – ob in Düsseldorf oder „weit weg von zu Hause“ – bieten einen Erfahrungsraum außerhalb von Schule und Elternhaus, in dem Kinder und Jugendliche sich frei entfalten, ausprobieren und lernen können. Über die Website duesselferien.info gibt es die Möglichkeit, sich über die Ferienangebote zu informieren. Eltern, Kinder und Jugendliche konnten mit Hilfe unterschiedlicher Filterfunktionen das für sie passende Ferienangebot finden. Insgesamt wurden 2025 auf dieser Plattform ca. 180 Düsselferien-Angebote und 27 Ferienfahrten für Kinder und Jugendliche beworben. Die Angebote konnten teils bei den Trägern individuell und vor Ort und teils online gebucht werden. Die seit 2020 genutzte Online-Buchung ermöglicht zudem die digitale Bezahlungsabwicklung. Die Buchung lief problemlos und viele Angebote waren nach kurzer Zeit ausgebucht. LINK duesselferien.info Düsseldorfer Ferienpaten Für viele Familien ist es nicht möglich, die Eigenanteile für Ferienfreizeiten aufzubringen. In der Folge können ihre Kinder häufig nicht an den Angeboten teilnehmen, obwohl auch sie ein Recht auf erlebnisreiche und unbeschwerte Ferientage haben. Um dieser Form der Ausgrenzung entgegenzuwirken, hat der Jugendring Düsseldorf das Projekt „Düsseldorfer Ferienpaten“ ins Leben gerufen. Mithilfe von Spenden der Ferienpaten werden einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Ferienfreizeiten der im Jugendring Düsseldorf zusammengeschlossenen Jugendverbände unterstützt. So erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Ferien gemeinsam mit einer Kinder- oder Jugendgruppe zu verbringen. Durch verschiedene Firmenspenden sowie durch zahlreiche private Spenden konnte das leere Konto der Ferienpaten sehr gut gefüllt werden und in diesem Jahr 43 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Ferienfreizeiten ermöglicht werden. Auch für das Jahr 2026 werden weiterhin Spenden gesammelt, um das Angebot dauerhaft fortführen zu können. Kinder- und Jugendschutz im Jugendring Seit 2012 sind beim Jugendring zwei insoweit erfahrene Fachkräfte (Kinderschutzfachkräfte) für den Kinderschutz in den Jugendverbänden und Projekten des Jugendrings zuständig. Der Jugendring nimmt am Qualitätszirkel „Insoweit erfahrene Fachkräfte“ sowie am Arbeitskreis Kinderschutz des Amts für Soziales und Jugend teil. Darüber hinaus pflegen wir einen regelmäßigen Austausch mit Kinderschutzfachkräften verschiedener Düsseldorfer Träger, vernetzen uns und bieten Veranstaltungen zum Thema Prävention für Ehrenamtliche an. Um sich zudem an der sexuellen Bildung von Jugendlichen in der Stadt zu beteiligen, ist der Jugendring Mitglied in der AG „Sexuelle Bildung“. Durch die Zusammenarbeit in diesen Netzwerken kann der Jugendring auf unterschiedlichen Ebenen aktiv an stadtweiten Kinder- und Jugendschutzthemen mitwirken. Die seit Jahren etablierte „Ferienhotline Kinderschutz“ steht während der Oster-, Sommer- und Herbstferien den Verbänden zur Verfügung. Ehrenamtliche Jugendleiter*innen können sich bei unguten Gefühlen oder konkreten Verdachtsfällen in Ferienmaßnahmen an die Hotline wenden, um Unterstützung und Rat zu erhalten. Die vom Jugendring erstellte „Schatzkiste Prävention“ kann weiterhin ausgeliehen werden. Sie enthält Materialien zur Gruppen- und Teamförderung und fördert gleichzeitig Kompetenzen im Umgang mit dem eigenen Körper, Gefühlen und Grenzen. Die Inhalte der Schatzkiste werden regelmäßig in Verbandsveranstaltungen vorgestellt. Im Jahr 2025 kamen noch zwei Erste-Hilfe-Koffer für mentale Gesundheit dazu, diese können ebenfalls von den Verbänden ausgeliehen werden. Die Koffer enthalten Hilfsmittel und Beihilfen für das psychische und neurodivergente Spektrum, bspw. sogenannte „Fidgeting-Toys“ (deutsch: „Zappel-Spielzeug“, z.B. Flummis, Stressbälle und Fidget-Spinner), Hilfsmittel wie ätherische Öle und Kaltkompressen sowie Mandala-Bücher, Ohrstöpsel und Center-Shocks. Verbände können sich zudem für sensibilisierende Workshops und Präventionsschulungen an uns wenden. So haben in diesem Jahr u. a. Sonja Schüßler und Susanne Banz die Jugendfeuerwehr zum Thema Prävention geschult. Fachtag Prävention: Rückschritt oder Fort­schritt? Wie steht es um Prävention sexualisierter Gewalt und die sexuelle Bildung aktuell? Der Fachtag Prävention am 27. November war komplett ausgebucht – ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig die Themen sexualisierte Gewalt und sexuelle Bildung nach wie vor sind. Fachkräfte aus Jugendverbandsarbeit, OKJA, Kitas, Schulen und Beratungsstellen kamen zusammen, um sich über Entwicklungen, Herausforderungen und praxisnahe Lösungen auszutauschen. Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und deren Prävention bleibt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. In den letzten Jahren gab es wichtige Impulse und Entwicklungen – zugleich ist zu beobachten, dass Diskussionen um Sexualpädagogik, Aufklärungsarbeit und geschlechtergerechte Bildung zunehmend politisiert und emotional geführt werden. Mit ihren Vorträgen setzten Prof. Dr. Fatma Çelik (Kommissarische Leitung Forschungs- und Transferschwerpunkt für Kinderschutz und Kinderrechte in NRW, Hochschule Düsseldorf) und Carsten Müller (Sexualpädagoge und Fachkraft für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt, Spiegel-Bestseller-Autor) klare inhaltliche Schwerpunkte: von aktuellen Herausforderungen im Kinderschutz bis zum Zusammenspiel von sexueller Bildung und Schutzkonzepten. Am Nachmittag boten sechs praxisorientierte Workshops vertiefende Einblicke – von rechtlichen Grundlagen über methodische Arbeit mit Kindern bis hin zu intersektionalen Perspektiven und Argumentationshilfen für eine professionelle Haltung. Der Fachtag hat deutlich gemacht: Prävention braucht Kompetenz, Austausch und eine starke fachliche Haltung. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Referent*innen für diesen intensiven und inspirierenden Tag! Förderung von Mikroprojekten Der Jugendring ermöglichte im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 2021–2025 Mikroprojektförderungen für die Jugendverbände im Bereich Nachhaltigkeit und demokratische Bildung. Jugendgruppen konnten für ihr Projekt bis zu 500 Euro erhalten. Dadurch konnten Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt werden, wie bspw. das Aufstellen von Hochbeeten oder der Bau von Wildbienenhotels. Im Bereich Demokratie konnten bspw. Workshops oder Filmabende zu den Themen Demokratie, Politik, Diversität oder Geschichte organisiert werden. Düsseldorfer Jugendmedientage Seit 2009 finden jedes Jahr im November die Düsseldorfer Jugendmedientage statt. Für die Jugendmedientage am Wochenende 15. & 16. November 2025 wurden acht verschiedene Workshops angeboten: „Mensch oder Maschine? - KI im Film und Alltag“, „Mit Social Media Comedy-Karriere machen“, „Journalismus – Werde Teil der Redaktion von YouPod“, „Inside the booth – Sprechen als Beruf“, „Job Coaching – Mein Weg in die Medien“, „Future Skills und Megatrends in Medien, PR und Marketing“, „Frag den Profi – Journalismus hautnah erleben“ und „How to Podcast – von der Idee zur Aufnahme“. In den Workshops konnten die Teilnehmenden Wissen rund um das Thema Medien erwerben, praktische Erfahrungen in der Gestaltung und Nutzung von Medien machen und Berufswege in die Medienbranche kennenlernen. Durch die erfahrenen Referent*innen, die zum Teil schon seit vielen Jahren mit dem Jugendring Düsseldorf kooperieren, wird eine hohe Qualität der Workshops gewährleistet. Zusätzlich konnten neue Themen und Trends aufgegriffen werden, bspw. Comedy auf Social Media oder kreatives Gestalten mit KI. Durch Abmeldungen und krankheitsbedingte Absagen der Teilnehmer*innen sowie Workshopleitungen mussten leider drei Workshops abgesagt werden, sodass die Jugendmedientage schlussendlich mit ca. 60 Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren stattfanden. Fachstelle Demokratische Jugendbildung / Lernort Demokratie Jugendverbände fungieren als Orte der politischen Bildung, an denen junge Menschen konkrete Erfahrungen mit Demokratie sammeln. Sie übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, finden Kompromisse und reflektieren diese. Diese Art der indirekten Demokratiebildung wird durch gezielte politische Bildungsangebote innerhalb der Jugendverbandsarbeit weiter gefördert. Auch für den Jugendring Düsseldorf ist politische Bildung zentraler Auftrag und ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Dank der hauptamtlichen Fachstelle „Demokratische Jugendbildung“ können Potenziale in diesem Bereich seit einigen Jahren noch intensiver genutzt werden. Die Fachstelle versteht sich als Anlaufstelle rund um Demokratiebildung und Erinnerungsarbeit. Sie möchte junge Menschen motivieren, sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen und Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten. Dieser Zielsetzung folgend wurde im Mai erstmals das „Düsseldorfer Geschichtsfestival“ realisiert, das historisch-politische Bildung von und für junge Menschen in die Düsseldorfer Innenstadt brachte. Bei dem umfangreichen Projekt kooperierte die Fachstelle intensiv mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie vielen weiteren Düsseldorfer Institutionen (siehe S. 19). Seit Sommer baut die Fachstelle darüber hinaus den neuen „Lernort Demokratie“ auf. Demokratiebildung wird hier im außerschulischen Rahmen kreativ und neu gedacht. Neben der Konzeptionierung neuer Formate für den Lernort fanden auch erste Angebote im Lernort statt (siehe Seite 21). Als Vertreterin des Jugendrings im „Düsseldorfer Appell“ brachte die Fachstelle weiterhin die Perspektive junger Menschen in das Bündnis ein. Auch neue Beteiligungen, wie etwa im AK Düsseldorf Postkolonial, wurden im Verlauf des Jahres aufgebaut. LINK jugendring-duesseldorf.de/fachstelle-demokratie Geschichtsfestival (09.–10. Mai) Am 09. und 10. Mai fand auf der Wiese an der Reuterkaserne das Düsseldorfer Geschichtsfestival unter dem Motto „Was war? Was ist? Was bleibt?“ statt. Rund 250 Besucher*innen setzten sich in Workshops und kreativen Formaten mit dem Nationalsozialismus, dem Kriegsende vor 80 Jahren und der Bedeutung von Erinnerung für die Gegenwart auseinander. Die aktive Beteiligung junger Menschen war zentraler Bestandteil des Festivals. Viele Programmpunkte wurden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst konzipiert und durchgeführt. So wurde historisch-politische Bildung niedrigschwellig in den öffentlichen Raum getragen. Über 110 Schüler*innen nahmen am Freitag an von Peers geleiteten Workshops zu Themen wie Geschichtsrevisionismus, Biographiearbeit, dem Kriegsende 1945 und lokalen Perspektiven auf den Neuanfang teil. Am Freitagabend setzte sich die musikalische Lesung „Nach dem Rosa Winkel – Unplugged“ mit der fortgesetzten Verfolgung homosexueller Menschen nach 1945 auseinander. Das aus einem Theaterprojekt junger Menschen entstandene Stück machte deutlich, dass die Befreiung vom Nationalsozialismus nicht für alle Opfergruppen das Ende von Diskriminierung bedeutete. Am Samstag präsentierten sich die beteiligten Organisationen mit Infoständen. Workshops und Stadtrundgänge widmeten sich neben dem Kriegsende jüdischem Leben in der NS-Zeit und der Erinnerung im Stadtraum. Den Abschluss des Festivals bildete ein Poetry Slam, der historische Themen mit aktuellen politischen Fragestellungen verband. Comedy gegen rechts (4. November) Bei Comedy gegen rechts wurde deutlich: Lachen kann verbinden – und klar Position beziehen. Mit Satire, Charme und scharfem Witz setzten die auftretenden Künstler*innen ein starkes Zeichen gegen Vorurteile, Hass und Ausgrenzung. Das Publikum erlebte einen abwechslungsreichen Abend, an dem Humor und Haltung perfekt zusammenspielten. Die Künstler*innen des Abends waren Ayan Ali, Daphni Georoglidis, Kevin Knautz und Sebastian 23. Moderator Jan Schmidt führte energiegeladen, nahbar und herrlich schräg durch den Abend und sorgte für beste Stimmung. Ein Abend voller Lachen, Klarheit und Zusammenhalt – für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Lernort Demokratie Der Demokratie den Rücken stärken möchte der Jugendring mit einem neuen Lernort im Haus der Jugend und mobil in Düsseldorf. Der außerschulische „Lernort Demokratie“ schafft Dialogräume und eröffnet Perspektivenvielfalt. Er fördert die Reflexion über eigenes Handeln und bietet jungen Menschen Platz für kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Ziel ist die Herausbildung von Werten, sozialen Fähigkeiten und einem fundierten Bewusstsein für die eigene Rolle in der Demokratie, um Konflikte konstruktiv zu bewältigen und demokratische Teilhabe zu sichern. Lernort mit vielfältigem Angebot Zielgruppe des Lernortes sind Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Angebote richten sich an Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendgruppen aus Verbänden und Jugendorganisationen sowie Schulklassen unterschied­licher Schulformen. Der Lernort nutzt einerseits die Räumlichkeiten im Haus der Jugend, bietet aber auch zukünftig mobile Angebote, bspw. in Jugendfreizeiteinrichtungen, an. Sein Programm startete der Lernort mit dem Workshop „Mut zur Gegenrede“ (1. November), der den Umgang mit menschenfeindlichen Aussagen thematisierte und einübte. Im Rahmen eines „Antirassismus-Trainings“ (01. Dezember) setzten sich Schüler*innen eines Düsseldorfer Berufskollegs intensiv mit Mechanismen des Rassismus auseinander. Beim „Interaktiven TikTok-Event“ (14. Dezember) stand die Frage im Mittelpunkt, wie politisch bildende Inhalte für das Videoportal von und für junge Menschen produziert werden können. Der Workshoptag bot einen Vorgeschmack auf die TikTok-Jugendredaktion, die im kommenden Jahr in Kooperation mit unserem Mitgliedsverband jugend.perspektive (djo – Jugend in Europa) entstehen wird. Die Einrichtung des Lernorts bot zudem die Möglichkeit, neue Workshopformate zu Themen der Demokratiebildung zu konzipieren und dabei auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen: Spielentwicklung „Democracy Show“ Gemeinsam mit der Agentur Epic Education entwickelte der Lernort das interaktive Bildungsformat „Democracy Show“ für Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren. Teilnehmende erleben dabei spielerisch, wie Medien, Manipulation und Populismus politische Meinungsbildung und demokratische Prozesse beeinflussen. In verschiedenen Rollen wie Kandidat*in oder Moderator*in nehmen die Teilnehmenden direkten Einfluss auf die Show. Dabei wird erfahrbar, wie schnell sich Meinungen formen und lenken lassen und welche Rolle mediale Inszenierung dabei spielt. Das Spiel ist als edukatives Live-Rollenspiel (EduLARP) konzipiert und verfolgt drei zentrale Ziele: Es stärkt Demokratiekompetenz durch erlebte Partizipation, Meinungsfreiheit und Machtmechanismen. Es dient der Extremismusprävention, indem Polarisierungs- und Propagandastrategien sichtbar gemacht und reflektiert werden. Zudem fördert es soziale sowie emotionale Kompetenzen wie Kommunikation, Perspektivübernahme und kritische Selbstreflexion. Im Dezember wurde „Democracy Show“ erstmals unter anderem von einer Schulklasse in Proberunden getestet. Das Spiel wurde dabei vollständig durchgespielt, um Ablauf, Rollenverteilung und pädagogische Wirkung zu erproben und weiterzuentwickeln. Ab Frühjahr 2026 ist das EduLARP als reguläres Angebot des Lernorts buchbar. „Auf postkolonialer Spurensuche in Düsseldorf“ Zusammen mit einem jungen externen Team konzipierte der Lernort ein Workshopformat zum Thema Postkolonialismus. Im partizipativen Workshop begeben sich die Teilnehmenden auf postkoloniale Spurensuche in Düsseldorf und ihrer Lebenswelt: Sie erhalten Einblicke in bislang kaum erzählte Stadtgeschichte(n) und erfahren, wie koloniale Strukturen in Form von Rassismus und Diskriminierung in unserem Alltag fortwirken. Ziel ist es, koloniale Geschichte nicht als fernes Vergangenheitsthema wahrzunehmen, sondern ihre Verknüpfung mit heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Dafür vermittelt der Workshop grundlegendes Wissen zu Kolonialismus als Herrschafts- und Ausbeutungssystem sowie zu Rassismus als gesellschaftlichem Machtverhältnis und bezieht Schwarze Perspektiven auf Rassismuserfahrungen ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung eines geschützten Raums für Austausch, diskursive Auseinandersetzung und Empowerment. Die Teilnehmenden können eigene Erfahrungswelten einbringen, werden für Rassismuskritik sensibilisiert und sammeln alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten für ein solidarisches Miteinander. Ab Frühjahr 2026 wird der Workshop als reguläres Angebot des Lernorts buchbar sein. Internationale Jugendbegegnung Dieses Jahr haben verschiedene Austauschformate, Begegnungen und Bildungsreisen stattgefunden. Darüber hinaus ist ein beständiger Teil der Arbeit, Kontakte für zukünftige Begegnungen aufzubauen und zu pflegen, Fortbildungen vor allem zu verschiedenen Fördermöglichkeiten zu besuchen und Beratungen anzubieten, bei den Jugendverbänden das Projekt bekannter zu machen. LINK jugendring-duesseldorf.de/international Jugendbegegnung in Narbonne mit Jugendlichen aus Toulouse, Frankreich Während der Osterferien hat sich in Narbonne eine Gruppe von insgesamt 30 Personen getroffen, kennengelernt und eine erlebnisreiche Woche verbracht. 13 Personen sind aus Düsseldorf in Kooperation mit dem Haus Spilles und dem Jugendring mit der Bahn nach Südfrankreich gereist. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf kreativen Workshops. In einem Musikschreibworkshop entstanden eigene Texte, die gemeinsam mit Beats, Ukulele und Flöte zu einem selbst komponierten Song verarbeitet wurden. Darüber hinaus gestalteten die Jugendlichen einen Comic sowie eine Collage zum Thema „Jugend in Europa“, in denen sie ihre Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven kreativ ausdrückten. Bereits auf der Hinfahrt wurde Europa erlebbar: Bei einem Zwischenstopp in Straßburg besuchte die Düsseldorfer Gruppe das Europäische Parlament. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Toulouse. Dort zeigten die französischen Jugendlichen ihre Stadt aus ihrer ganz persönlichen Perspektive. Zudem besuchte die Gruppe den Club de Prévention Nord, den Jugendclub der Toulouser Jugendlichen. Begleitung der Forschungsreise „Co-Creating Our City“ Der Jugendring begleitete 12 Jugendliche bei dem Forschungsprojekt „Co-Creating Our City“ nach Charlotte, North Carolina. Die Jugendlichen konnten die Stadt kennenlernen, einen Einblick in die lokale Kultur gewinnen und Zeit außerhalb der Workshops mit den Jugendlichen aus den USA verbringen. Neben der Erkundung von Uptown, dem Besuch des Mint Museum und des Discovery Place Science unternahmen wir auch einen Street-Art-Walk im Stadtteil South End. Der Besuch eines Baseballspiels an der Universität Charlotte und der Besuch einer Arcade-Halle boten viele Möglichkeiten des gemeinsamen Erlebens. Das Forschungsprojekt wurde inhaltlich geleitet von dem Think Tank dpart. Mittelpunkt der Reise war der dreitägige Summit mit Jugendlichen aus Charlotte. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, wie junge Menschen stärker an kommunalpolitischen Prozessen beteiligt werden können. Ein hybrides Treffen mit Vertreter*innen der Stadtverwaltungen aus Charlotte und Düsseldorf rundete das Programm ab. Das Projekt wurde am 27. Juni mit einem Barcamp fortgesetzt, bei dem die Ergebnisse weiter vertieft wurden. East meets West. Ein Besuch in Chemnitz zum KOSMOS Festival Anlässlich der Kulturhauptstadt und des KOSMOS Festivals hat der Jugendring die Partnerstadt Chemnitz besucht. Mit einer kleinen Gruppe von 5 Personen wurde vom 12. bis 15. Juni ein langes Wochenende im AJZ, einem Jugendzentrum in Chemnitz, verbracht und verschiedene Festivalprogrammpunkte besucht, was einen offenen Einblick in die lokale Jugendszene ermöglichte und den Austausch begleitete. Im Mittelpunkt der Begegnung stand die Auseinandersetzung mit Vorurteilen zwischen Ost- und Westdeutschland. In einem interaktiven Workshop reflektierten die Jugendlichen eigene „Mauern im Kopf“, diskutierten deren Entstehung und analysierten insbesondere die Rolle der Medien. Ergänzt wurde das Programm durch eine kreative Siebdruckaktion sowie ein Gespräch mit den Radreisenden Rosa und Charlotte über europäische Städtepartnerschaften und den gemeinsamen Besuch des KOSMOS Festivals mit seinem vielfältigen Kultur- und Musikprogramm. Gedenkstätten- und Bildungsfahrt nach Warschau Vom 11. bis 15. Oktober reiste eine Gruppe von 29 jungen Menschen nach Warschau. Die Fahrt wurde vom Jugendring Düsseldorf in Kooperation mit dem Fanprojekt Düsseldorf organisiert und begleitet. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte des Zweiten Weltkriegs sowie der kulturelle und gesellschaftliche Austausch. Auf dem Programm standen unter anderem ein Rundgang durch das ehemalige Warschauer Ghetto, der Besuch des POLIN Museums zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Polen sowie des Museums des Warschauer Aufstands. Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit einem Zeitzeugen des Warschauer Aufstands, dessen persönliche Berichte und Friedensappell die Gruppe nachhaltig beeindruckten. Ergänzt wurde das Bildungsprogramm durch Stadterkundungen, kulturelle Begegnungen und gemeinsame Abendaktivitäten, die den Gruppenzusammenhalt stärkten. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Seit 2019 besteht das Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (Medienreferat) im Jugendring Düsseldorf in Form einer Halbtagsstelle. Das Medienreferat begleitet und plant die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Werbemaßnahmen und setzt diese größtenteils selbst um. Der Medienreferent erstellt Webseiten, Druckmaterialien, Medien und Pressemitteilungen für Aktionen, Veranstaltungen und Sparten des Jugendrings. Er ist in alle Aktionen, Projekte und Veranstaltungen involviert. Im Team wird gemeinsam die Medien- und Werbearbeit geplant, terminiert und umgesetzt. Zu den weiteren regelmäßigen Aufgaben gehören die Server- und Website-Betreuung, die Website- und Plattform-Erstellung, die Programmierung für Projekte, die redaktionelle und technische Koordination des Newsletters, die Abwicklung von Publikationen, Pressemitteilungen und Öffentlichkeitskommunikation des Jugendrings sowie die technische Betreuung und Schulung der Mitarbeiter*innen. Server- und Website-Betreuung Mittlerweile werden zwölf Domains, 17 WordPress-Webseiten, diverse Web-Tools und der V-Server, der die Infrastruktur für die Jugendring-Onlineplattformen bereitstellt, regelmäßig gewartet, aktualisiert, repariert, überarbeitet und redaktionell betreut. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird der Server zu 100 Prozent mit Ökostrom an einem deutschen Standort betrieben. Newsletter Alle zwei Monate erscheint der Newsletter des Jugendrings Düsseldorf: „jugendring news“. Der Newsletter berichtet über aktuelle Veranstaltungen, Jugendpolitik und Angebote und bietet einen Einblick in die Arbeit des Jugendrings. Das Medienreferat erstellt die Redaktionspläne, liest, redigiert, layoutet und veröffentlicht den Newsletter. Seit 2021 benutzen wir für den Versand des Newsletters eine Open-Source-Softwarelösung (phplist), die vom Medienreferat betrieben und gewartet wird. Alle Newsletter zum Nachlesen finden sich in unserer Materialdatenbank. LINK link.jugendring-duesseldorf.de/newsletter Medienerstellung für die Projekte und Sparten im Jugendring Das Medienreferat unterstützt und übernimmt die Medienerstellung und Druckabwicklung für die einzelnen Projekte im Jugendring. 2024 wurden 23 größere Druckmaterialien (Broschüren, Poster, Flyer, Giveaways und mehr) für die Projekte im Jugendring erstellt, für den Druck aufbereitet und bestellt. Vorarbeiten zum neuen Corporate-Design Nach dem Abschluss des Corporate-Design-Prozesses (siehe Seite 8) begannen im September 2025 die Vorarbeiten für die Umstellung. Webseiten, Außen- und Innenbeschilderung, Druckvorlagen und Werbematerialien wurden vor dem Hintergrund des Launchtermins März 2026 erstellt und angepasst. Layout und Druckabwicklung Verbandszeug Seit der Schaffung des Referats für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit 2019 werden die meisten, vormals von externen Dienstleister*innen übernommenen, Website-, Gestaltungs- und Druckaufträge vom Medienreferenten des Jugendrings geleistet. Auch das Verbandszeug, das gemeinsame Fortbildungsprogramm von Jugendring, wird seitdem zwei Mal jährlich inhouse gelayoutet und abgewickelt. LINK jugendring-duesseldorf.de/verbandszeug Launch: Neuprogrammierung und Neugestaltung youpod.de Die Website des Düsseldorfer Jugendportals LINK youpod.de war eine der wenigen Webseiten des Jugendrings, die noch von einer externen Agentur betreut wurde. Bereits 2023 begannen die Planungen, auch in diesem Projekt ohne externe Dienstleister*innen auszukommen. Im Juli 2025 wurde die neu gestaltete und neuprogrammierte Plattform dann nach langer Entwicklungszeit gelauncht. Die notwendige Neuprogrammierung und Neugestaltung des Portals war ein aufwändiges Projekt. Weil youpod.de bisher auf einer anderen technischen Plattform lief als die neue Version, waren umfangreiche Programmierarbeiten notwendig. Nach dem Launch der Plattform wurden noch weitere Verbesserungen, Geschwindigkeitsoptimierungen und Anpassungen vorgenommen. Siehe dazu auch Seite 33. Neues digitales Antragstool für innerörtliche Düsselferien Der Jugendring Düsseldorf bietet seinen Mitgliedsverbänden unterschiedliche Möglichkeiten, Fördergelder für ihre Projekte zu erhalten. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, Anforderungen und der gewachsenen Strukturen ist das Antragsverfahren zunehmend unübersichtlicher und für den Jugendring arbeitsintensiver geworden. Seit 2024 werden Förderanträge im Jugendring über ein selbstprogrammiertes digitales Tool abgewickelt, das Plausibilitätsprüfungen durchführt, Bescheide automatisch erstellt und alle Antragsformalitäten an einem Ort bündelt. Das Antragstool wurde Ende 2024 dann als Basis für eine Version zur Antragsstellung von Fördermitteln für die innerörtlichen Düsselferien weiterentwickelt. Seit 2025 können nun die Einrichtungen, die in Düsseldorf Ferienangebote anbieten, ihre Förderanträge über das neue Tool stellen. Hierfür waren umfangreiche Erweiterungen nötig, um eine tabellarische dynamische Eingabe der Teilnahmezahlen zu ermöglichen. Gehwählen-Webseiten und Kandidierenden-Datenbank Für die zwei Wahlen 2025 wurde die Gehwählen-Webseite wieder einmal neu gestaltet und programmiert, mit dem Ziel, nun eine für kommende Wahlen duplizierbare Vorlage zu erhalten. Zur Bundestagswahl wurde ein Grundlayout erstellt und eine Kandidierenden-Datenbank, die diverse Filter- und Ansichtsmöglichkeiten bietet, programmiert. Das Grundsystem konnte für die Kommunalwahl vergleichsweise reibungslos dupliziert werden. Durch die Aufmerksamkeit, die dem Düssel-O-Maten zuteil wurde, performte auch die Gehwählen-Webseite zur Kommunalwahl deutlich besser, hier gab es mehrere 10.000 Aufrufe von Düsseldorfer*innen, die ihre Kandidierenden so besser kennenlernen konnten. Servicestelle Partizipation Die Servicestelle Partizipation setzt sich seit 2018 dafür ein, das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung zu stärken. Gemeinsam mit dem Amt für Soziales und Jugend führt der Jugendring hierfür große und kleine Beteiligungsprozesse durch. Darunter zählen eigene Beteiligungsprojekte wie „Jugend checkt Düsseldorf“ ebenso wie Beteiligungen an unterschiedlichen Planungsvorhaben der Stadt. Indem wir die unterschiedlichen Fachverwaltungen beraten und unterstützen, werden Beteiligungsformate entwickelt, die auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten sind. Grundlage unserer Arbeit ist das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung und Mitgestaltung, wie es in unterschiedlichen internationalen und nationalen gesetzlichen Bestimmungen festgeschrieben ist. Eine Konkretisierung für die kommunale Ebene erfolgte unter anderem durch den Kinder- und Jugendförderplan der Landeshauptstadt (2015–2020), den Partizipationsbericht des Amts für Soziales und Jugend (2017) und den Ratsbeschluss zu Planungsvorhaben (2016). Im Ratsbeschluss ist festgeschrieben, dass Kinder und Jugendliche bei Beteiligungsverfahren einzubeziehen sind, wenn ein Vorhaben sie betrifft – was auf viele der in Düsseldorf politisch verhandelten Themen zutrifft. In diesem Fall ist mindestens ein Beteiligungsformat vorzusehen, das sich speziell an diese Zielgruppe richtet. Das Team der Servicestelle bestand im vergangenen Jahr aus fünf Personen und veränderte sich zum Jahresende hin teilweise. Auf Seiten des Jugendrings waren das Nora Hippchen und Maike Billen. Maike trat im April die Nachfolge von Mona Möntmann an, die sich mittlerweile vollständig dem Bereich Internationale Jugendbewegungen widmet. Nora ging zum Ende des Jahres in den Mutterschutz. Ihre Vertretung ist mit Nils Wiesel bereits gefunden, der das Team seit dem neuen Jahr unterstützt. Auf städtischer Seite der Servicestelle waren Svenja Piepenbrink, Gesa Schlösser und Elma Redžić-Bajrami tätig. Im vergangenen Herbst verabschiedeten wir Elma in den Mutterschutz. Die Nachbesetzung der dadurch frei gewordenen Stelle sowie eine zusätzliche Verstärkung des Teams befinden sich derzeit im Einstellungsprozess. LINK servicestelle-partizipation.de Jugend checkt Düsseldorf „Jugend checkt Düsseldorf“ ist ein Beteiligungsformat, bei dem Kinder und Jugendliche ihren Bezirk aktiv mitgestalten. Teilnehmen können alle jungen Menschen zwischen 6 und 27 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen werden hierbei als Expert*innen ihrer Lebenswelten ernst genommen. Sie entwickeln Wünsche, Ideen und Forderungen zur Gestaltung ihres Bezirks oder einzelner Stadtteile. Die Ergebnisse diskutieren sie direkt mit Verantwortlichen aus Kommunalpolitik und Stadtverwaltung. Das Projekt durchläuft schrittweise die einzelnen Stadtbezirke Düsseldorfs. Anfang des vergangenen Jahres wurde mit dem Stadtbezirk 10 der erste vollständige Projektdurchgang abgeschlossen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen in eine Weiterentwicklung des Konzepts ein, mit dem der zweite Durchgang gestartet ist. Aktuell findet „Jugend checkt Düsseldorf“ im Stadtbezirk 2 (Flingern Süd, Flingern Nord und Düsseltal) sowie im Stadtbezirk 6 (Lichtenbroich, Unterrath, Rath und Mörsenbroich) statt. Re-Check im Stadtbezirk 10 – Projektabschluss Im April wurde „Jugend checkt Düsseldorf“ im Stadtbezirk 10 abgeschlossen. Beim Re-Check haben wir gemeinsam mit den beteiligten Kinder- und Jugendgruppen Bilanz gezogen: Welche Anliegen aus dem Bezirkscheck befinden sich bereits in der Umsetzung, wo ist noch Geduld gefragt und warum lassen sich manche Vorschläge leider nicht realisieren? Mit dabei waren auch Mitglieder des Garather Kinderparlaments, das die gesammelten Themen über das Projektende hinaus weiterverfolgen wird. Gastgeber der Veranstaltung war die GestaltBAR, in der wir sehr herzlich empfangen wurden. Die Dokumentation zum Stadtbezirk 10 findet ihr hier: LINK link.jugendring-duesseldorf.de/jcd24-10 Zweite Runde „Jugend checkt Düsseldorf“ in den Bezirken 2 und 6 gestartet Im Mai und Juni führten wir mehrere Informationsveranstaltungen sowie Methoden-Workshops für Multiplikator*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit durch. In den Informationsveranstaltungen erhielten die Teilnehmenden einen kurzen inhaltlichen Einstieg in das Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“. In den Workshops stellten wir verschiedene Beteiligungsmethoden sowie die sogenannte Parti-Tasche (Parti = Partizipation) vor, mit der die Fachkräfte gezielt auf die Durchführung der Bezirkschecks vorbereitet wurden. Die Parti-Tasche wird den Fachkräften als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt. Sie enthält unter anderem praktische Materialien wie ein Mini-Megafon, Kreidespray und Permanentmarker sowie eine ausführliche Methodensammlung. Den Sommer und Herbst nutzten die Kinder- und Jugendgruppen der teilnehmenden Freizeiteinrichtungen, Schulen und Verbände, um ihre Bezirke zu checken. Parallel waren wir aufsuchend in den Bezirken unterwegs und befragten Jugendliche bei verschiedenen Aktionen zu ihren Ideen und Wünschen. Die Ergebnisse wurden im November Vertreter*innen aus der Bezirkspolitik und Stadtverwaltung vorgestellt. Bei diesen Austauschtreffen gab es erste Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit der eingebrachten Anliegen. Im Bezirk 2 nahmen rund 90 Kinder und Jugendliche teil, im Bezirk 6 rund 50. In den kommenden Monaten werden die Anliegen von den jeweiligen Bezirksvertretungen und zuständigen Fachämtern vertiefend geprüft. Kinderkonferenz in Oberbilk Kinderkonferenzen (kurz KiKo) sind ein niedrigschwelliges, offenes Beteiligungsformat. Mitmachen können alle Kinder aus Oberbilk zwischen 6 und 12 Jahren. Die Einladung erfolgt über umliegende Schulen und Freizeiteinrichtungen. Das Format bietet Kindern die Möglichkeit, Themen aus ihrem Stadtteil einzubringen und darüber mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung und Bezirkspolitik ins Gespräch zu kommen. Durch die Teilnahme sammeln die Kinder wichtige demokratische Erfahrungen bereits in einer frühen Entwicklungsphase. Das Format startete 2023 als Pilot in Oberbilk und ist inzwischen fest im Stadtteil etabliert. 5. KiKo in Oberbilk – Frühjahrskonferenz Im April fand die fünfte Ausgabe der Oberbilker Kinderkonferenz statt. Rund 80 Kinder kamen für einen Nachmittag in der Jugendkirche der Evangelischen Jugend Düsseldorf zusammen. Zum Zeitpunkt der Frühjahrskonferenz waren die Mülltonnen, für die die Kinder in der vorherigen Konferenz eigene Designs entwickelt hatten, leider noch nicht fertiggestellt. Gegen Ende des Jahres erreichte uns jedoch eine erfreuliche Nachricht: Die Mülltonnen wurden beklebt und an den von den Kindern als wichtig benannten Standorten aufgestellt. Dieser Erfolg soll künftig noch gemeinsam gefeiert werden. Dafür nutzten die Kinder die Frühjahrskonferenz auch, um über das Thema der nächsten KiKo abzustimmen. Die Mehrheit entschied sich für das Thema „Sicherheit“. 6. KiKo in Oberbilk – Herbstkonferenz Im November war es dann so weit: Bei der sechsten Oberbilker Kinderkonferenz setzten sich rund 75 Kinder mit dem Thema „Sicherheit“ auseinander. An verschiedenen Stationen zeigten die Kinder, was ihnen wichtig ist und an welchen Orten sie sich im Stadtteil sicher oder unsicher fühlen. Sie konnten Protestplakate gestalten, ein Laufpuzzle meistern sowie Armbänder, Buttons oder leuchtende Bügelperlen-Anhänger basteln. Für jede absolvierte Station erhielten die Kinder einen Stempel auf ihrer Laufkarte. Auch Eindrücke aus ihren Stadtrundgängen flossen ein, etwa eine Ampel, die nur über den Radweg erreichbar ist, oder Straßen, auf denen Autos zu schnell fahren. Zum Abschluss erhielten die Kinder als kleines Geschenk ein Reflektor-Schnapparmband. Politiker*innen der Bezirksvertretung 3 hörten den Kindern aufmerksam zu und gewannen dadurch wertvolle Einblicke. Wir von der Servicestelle werten die Anliegen aus und leiten sie an die zuständigen Stellen in Politik und Verwaltung weiter. So stellen wir sicher, dass die Themen der Kinder auch künftig weiterverfolgt werden. Beteiligungen zu städtischen Planungsprozessen Auch im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Spielplätze, multifunktionale Sportflächen (MFS) und weitere Aufenthaltsorte um- oder neu gebaut. Damit sich die Planungen tatsächlich an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer*innen orientieren, führten wir gemeinsam mit den zuständigen Ämtern Kinder- und Jugendbeteiligungen durch. Diese erfolgen in der Regel mehrstufig. Die konkreten Methoden werden je nach Planungsvorhaben, Zielgruppe (z. B. spielerisch für Kleinkinder) und den Bedingungen vor Ort angepasst. Neben den Vor-Ort-Beteiligungen bieten wir Jugendlichen zusätzlich die Möglichkeit, ihre Meinung online einzubringen. In jeder Phase: Weiterleiten aktueller Informationen und Ansprechbarkeit für Transparenz. Einen Überblick über alle Planungsvorhaben, zu denen wir Beteiligungen durchgeführt haben, bietet die Tabelle rechts. Dort ist auch ersichtlich, in welchem Stadtteil wir unterwegs waren und ob es sich um die erste oder zweite Beteiligungsstufe handelte. Insgesamt konnten wir mit den Beteiligungen rund 450 Kinder und Jugendliche erreichen.. Neugestaltung von Spielplätzen In mehreren Stadtteilen gab es Planungsvorhaben, die ein verbessertes Spielplatz-Angebot zum Ziel hatten. Für den Spielplatz an der Düsselthaler Straße in Pempelfort fand beispielsweise eine erste Beteiligung statt. Es gingen mehrere Malbögen ein, auf denen Kinder aus umliegenden Kitas und der Nachbarschaft ihre gewünschten Spielgeräte eintrugen. Bei anderen Spielplätzen, wie dem im Garather Burgviertel, gab es im letzten Jahr sowohl eine erste als auch eine zweite Beteiligung, bei der die Planer*innen ihre Entwürfe präsentierten. Ein Bereich steht unter dem Motto „Hase & Igel“: Geplant sind Laufbahnen, die durch spielerische Elemente und Hindernisse unterbrochen werden. Gerade bei der Auswahl dieser Geräte war im September während der zweiten Beteiligung erneut das Feedback der Kinder gefragt. Neugestaltung von Sportflächen Weitere Planungsvorhaben drehten sich um Bewegung und Sport. In Hassels wurde im April zusammen mit dem Garten- und Sportamt ein Entwurf für die neue multifunktionale Sportfläche im Grünzug Stendaler Straße vorgestellt. Im Juni fand eine erste Beteiligung im Ulenbergpark (Flehe) statt. Jugendliche konnten Rückmeldungen zum bestehenden Sportangebot geben und ihre Wünsche für Neuerungen äußern. Ebenfalls eine erste Beteiligung fand im Juli im WGZ-Park in Oberbilk statt. In dem Park hinter dem Hauptbahnhof, der wegen seiner Hügel auch als „Teletubbie-Park“ bekannt ist, ist der Bau einer neuen multifunktionalen Sportfläche geplant. Hintergrund-Informationen zu den multifunktionalen Sportflächen (MFS) in Düsseldorf findet ihr hier: LINK jugendring-duesseldorf.de/faq-mfs Jugendorte Eine weitere Beteiligung gab es im Mai in Mörsenbroich, direkt in der Nähe der Pumptrack-Anlage. Im Rahmen der Planungen zum Aaper Grünzug, der sich bis nach Rath erstreckt, ist an der Sankt-Franziskus-Straße ein Jugendtreff vorgesehen. Der Entwurf wurde vor Ort interessierten Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Zukünftig könnte der Platz einen halboffenen Container umfassen, der unter anderem eine Werkstatt enthält, in der Fahrräder oder Roller selbst repariert werden können. Quartiersentwicklung Außerdem gab es Beteiligungen, die sich auf einzelne Quartiere in Düsseldorf konzentrierten. Im März fand eine zweite Beteiligung für das neue Quartierszentrum in Hellerhof statt. Eine weitere Beteiligung betraf das Gebiet „Nördlich Kalkumer Schlossallee“ in Kaiserswerth. Im Juli starteten wir mit den Kindern der Grundschule Kaiserswerth eine kreative Zukunftsreise. Sie kneteten und malten, wie sie in zehn Jahren leben möchten, und teilten der Planerin vom Stadtplanungsamt ihre Meinung zum Bebauungsplan mit. Workshops und Vernetzung Vortrag auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag Rund alle 4 Jahre treffen sich Aktive aus der Kinder- und Jugendarbeit zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. 2025 fand die Veranstaltung Mitte Mai in Leipzig statt, und auch wir von der Servicestelle Partizipation waren dabei. Neben einem spannenden Messebesuch und vielen neuen Impulsen aus Vorträgen und Diskussionen konnten wir unsere Beteiligungsprojekte in einem Workshop vorstellen. Gesa und Nora gaben einen Überblick zu „Jugend checkt Düsseldorf“ und der „Kinderkonferenz“ in Oberbilk. Durch den produktiven Austausch mit anderen Fachkräften, Forschenden und Verwaltungsvertreter*innen konnten wir wertvolle Anregungen für unsere eigene Arbeit mitnehmen. Seminar-Kooperation mit Hochschule Düsseldorf Ein weiterer spannender Austausch ergab sich bei einem Workshop, den wir Anfang Juli im Rahmen eines Seminars der Hochschule Düsseldorf durchgeführt haben. Das Seminar behandelte Partizipation und Teilhabe im Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. Nachdem Achim in seiner Rolle als Geschäftsführer die Arbeit des Jugendrings, der Jugendverbände und deren Bedeutung für die Partizipation junger Menschen vorgestellt hatte, präsentierten wir das Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“ und diskutierten mit den angehenden Fachkräften. Besuch beim Kölner Kinder- und Jugendbüro Für unsere Klausurtagung Mitte Juli konnten wir die Räumlichkeiten des Kölner Kinder- und Jugendbüros nutzen und kombinierten den Aufenthalt direkt mit einem fachlichen Austausch. Vergleichbar mit unserer Arbeit ist das Kölner Kinder- und Jugendbüro eine Kooperation aus Stadt und Jugendring, mit dem Ziel, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu fördern. Wir erhielten Einblicke in das Format „Auf Kölner Nacken“, bei dem Kinder und Jugendliche finanzielle Unterstützung für eigene Projekte erhalten, um sich in der Stadt einzubringen. Ein weiteres Thema war die Nutzung von Social-Media-Kanälen zur Bewerbung eigener Aktionen. Ämter-AG Im Februar und im November luden wir zur Fortsetzung der ämterübergreifenden Arbeitsgruppe (AG) ein, die sich schwerpunktmäßig mit Beteiligungsprozessen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Vertreter*innen verschiedener Ämter diskutierten die Frage, wie wir Kinder und Jugendliche sinnvoll und wirksam in Planungsprozesse der Stadtverwaltung einbeziehen können und welche Best-Practice-Beispiele es bereits gibt. Beim Austausch wurden erste Bedarfe sowie Potenziale für eine verstärkte Beteiligung und engere Vernetzung im Bereich der demokratischen Willensbildung von Kindern und Jugendlichen ausgemacht. Ausblick Im neuen Jahr stehen wieder zahlreiche Beteiligungsprozesse an. Mit „Jugend checkt Düsseldorf“ befinden wir uns in den Stadtbezirken 2 und 6 gerade in der Phase, in der die Anliegen der Kinder und Jugendlichen bearbeitet werden – zum einen durch die Gruppen selbst, zum anderen durch die Bezirksvertretungen und zuständigen Fachämter. Für April/Mai ist die Abschlussveranstaltung, der Re-Check, geplant, bei dem wir gemeinsam auf den Bearbeitungsstand schauen. Parallel startet bald die zweite Runde von „Jugend checkt Düsseldorf“ in den Stadtbezirken 1 und 8. Auch die Kinderkonferenz in Oberbilk wird fortgeführt. Für die Frühjahrskonferenz laufen bereits die ersten Vorbereitungen. Darüber hinaus ist für dieses Jahr der stadtweite Ausbau der Kinderkonferenz vorgesehen, beginnend in den Stadtbezirken 2 und 6. Außerdem werden Kinder- und Jugendbeteiligungen zu verschiedenen Planungsvorhaben, etwa zu Spielplätzen, Sportflächen und Quartiersmaßnahmen, stattfinden. Über aktuelle Entwicklungen halten wir euch auf unserer Homepage und auf unserem Instagram-Kanal auf dem Laufenden. LINK servicestelle-partizipation.de LINK instagram.com/servicestelle.partizipation youpod.de – Das Düsseldorfer Jugendportal Alles neu beim Düsseldorfer Jugendportal zum Mitmachen. 2025 wurde der Relaunch von LINK youpod.de umgesetzt. Schwerpunkte der Neuerungen waren: Inhalte für Jugendliche zur Lebensplanung in Düsseldorf noch besser sichtbar zu machen, die Themen der Zielgruppe aktueller zusammenzustellen und einer größeren Gruppe bereitzustellen sowie die Medien, die von Jugendlichen produziert wurden, präsenter zu machen. In dem Zuge passte das Team auch die Social-Media-Berichterstattung an. Relaunch Sorgfältig hatte das Team gemeinsam mit dem Pressereferenten den Relaunch vorbereitet, Daten ausgewertet, Jugendliche befragt und Schwerpunkte gesetzt. Im Sommer konnte die Öffentlichkeit die Ergebnisse dieser Arbeitsprozesse sehen: youpod.de hatte eine neue Optik erhalten. Neben der Optik wurden viele neue Features eingebaut: Stories und Kurzvideos können einfacher eingebettet werden, die Suchfunktion ist komplett überarbeitet, und Tags helfen, übersichtlicher das Richtige zu finden. Die Ansätze unterstützen nicht nur die Usability, sondern zahlen auch auf die Aufgabe ein, Jugendlichen einen Überblick über ihre Möglichkeiten in der Stadt zu geben und ihnen einen möglichst einfachen Weg durch die Vielfalt zu einem passenden Angebot aufzuzeigen. Was User*innen am neuen youpod.de nicht direkt erkennen, was aber für die interne Arbeit bedeutsam ist: youpod.de liegt nun auf dem eigenen Jugendring-Server und wird komplett aus dem Haus heraus betreut. So können Updates und neue Anforderungen wesentlich schneller, individueller und kostengünstiger umgesetzt werden. Social Media Auch wenn die Redaktion die Social-Media-Arbeit täglich auswertet und anpasst, nutzte sie den Relaunch, um größere Veränderungen durchzuführen. Die Kanäle vor allem bei Instagram und TikTok sind aktuell die reichweitenstärksten Verbreitungsmöglichkeiten der Inhalte. Deswegen wurden vor allem die Aktivitäten dort ausgewertet und angepasst. Das Team setzt auch dort auf den inhaltlichen Mix aus Events, News, Map- und Help-Beiträgen. Dabei setzt youpod.de nun noch mehr auf die Rolle als Dienstleister für Multiplikator*innen. In Event-Posts zeigt youpod.de eine Auswahl an unterschiedlichen Terminen für Jugendliche. Das ist einzigartig. Die verlinkten Einrichtungen und Terminanbietenden teilen ihren Termin und auch die komplette Übersicht gerne und haben dadurch auch für die eigene Community einen Mehrwert. News beziehen sich immer auf aktuelle Themen der Zielgruppe. Regelmäßig stellt youpod.de Orte vor, um Jugendlichen neue Perspektiven und Anlaufstellen zu eröffnen. Das passiert immer mal wieder auch als Kurzvideo, in dem Einrichtungsleiter*innen, Mitarbeitende oder Ehrenamtliche die Redaktion durch die Räume führen und Angebote vorstellen. Help-Beiträge verschaffen einen Überblick über unterstützende Orte oder geben direkt Tipps zu aktuellen Herausforderungen. Auch hier wird auf Kooperationen Wert gelegt und es werden Themen ausgewählt, die die Bedarfe der Zielgruppe und der Communitys der Kooperationspartner*innen erkennen. Zum Jahresende gelang das beispielsweise bei der Jugendratswahl sehr gut. Die Redaktion erhielt frühzeitig die Wahlergebnisse und vermeldete sie als erstes. Zahlreiche Einrichtungen und User*innen teilten den Post, kommentierten und gaben Herzen. Auch Beiträge in den Wochen zuvor stießen auf viel Interesse. Durch diese Aktivitäten wurde auch die Stadt Düsseldorf verstärkt auf den Kanal @youpod.de aufmerksam und lädt ihn häufiger zu Kooperations-Posts ein. Bei bestimmten Themen übernimmt die Zielgruppe direkt Verantwortung für ein Thema über einen längeren Zeitraum. Bei der Bundestagswahl im Februar begleitete beispielsweise eine jugendliche Praktikantin die Berichterstattung der Redaktion vier Wochen lang. Die Ansprache bei Social Media ist befähigend und spricht unterstützend und mutmachend individuelle Perspektiven an. Ihre Tonalität wurde im Zuge des Relaunches überarbeitet und ergänzt Ansprachen auf der Website und auf Werbematerial. Auch die Bildsprache und Medienformate zahlen auf dieses Ziel ein und wurden leicht angepasst. Der Redaktionsplan für Instagram hat sich eingespielt und bewährt. Auf TikTok passiert bislang vor allem eine Zweitverwertung von Instagram-Reels. Die Kapazitäten reichen bislang nicht für plattformspezifische Produktionen. Mit Unterstützung aus der Zielgruppe und durch die Betreuung eines Projektes soll im kommenden Jahr allerdings zeitnah eine Strategie überlegt werden. Kooperationen und Workshops Nicht nur digital setzt youpod.de auf Kooperationen. Weiterhin ist das Team an vielen Schulen und unterschiedlichen Schulformen in Sachen Desinformation unterwegs. Auch im Jugendinformationszentrum zeTT finden mit der Gewaltprävention Workshops zum Thema statt. Neu in diesem Jahr ist ein regelmäßiges Angebot beim Nachwuchsleistungszentrum von Fortuna Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Bildungskick konzipiert youpod.de fünf individuelle Workshops für die Mannschaften U9, U10, U11, U12 und U13. Sie vermitteln Wissen rund um den Umgang mit Handy, Social Media und Informationen im Internet. Die Angebote werden jedes Jahr wiederholt, sodass die aktuellen und zukünftigen fünf Jahrgänge das gleiche Medienwissen erhalten. Ebenso umfangreich ist die neue Kooperation mit dem Lore-Lorentz-Berufskolleg angelegt. Die Schule hat einen Journalismus-Schwerpunkt. youpod.de macht Angebote zur Projektwoche, beteiligt sich an Redaktionssitzungen der Schulzeitung und verschiedener Kurse, kann sich beim Tag der offenen Tür präsentieren, vergibt mindestens einen festen Praktikumsplatz pro Jahr und arbeitet mit den Schüler*innen und Lehrkräften zu aktuellen Themen zusammen. Damit baut youpod.de die Jugend-Redaktionsgruppe aus, gibt noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit, sich am Jugendportal zu beteiligen, erfährt weitere junge Perspektiven, begleitet sie in der Berufsvorbereitung und spielt eine Rolle in ihrer medialen Bildung. Zum ersten Mal schulte das Team im vergangenen Jahr einen Jugendverband in Sachen Social Media. Es begleitete die Düsselfalken über mehrere Monate beim Erstellen eines Social-Media-Konzepts und gab Inputs. Die bisherige Zusammenarbeit mit Jugendtreffs, Multiplikator*innen der Jugendhilfe und dem Mediennetzwerk des Amts für Soziales und Jugend blieb selbstverständlich bestehen. Auch an den Düsseldorfer Jugendmedientagen und am Verbandszeug des Jugendrings beteiligte sich youpod.de selbstverständlich. Redaktion Alle Aktivitäten und die Zusammenarbeit des Jugendportals youpod.de sind auch immer im Zusammenhang mit der Verankerung in der Zielgruppe zu sehen. In Schulklassen und bei Jugendgruppen lädt das Team junge Menschen zum Mitmachen ein. So zeigen immer wieder auch aus den Gruppen heraus Einzelpersonen Interesse an den Redaktionssitzungen. Wenn sie keinen Kontakt zum Team gehabt hätten, wären sie schwer erreichbar oder die Hürden für eine Teilnahme zu hoch gewesen. Vor allem über die Jugendmedientage melden sich immer wieder mehrere Jugendliche, um an der kontinuierlichen Redaktionsarbeit teilzunehmen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass wöchentliche Treffen für viele junge Menschen schwierig geworden sind. Das Team hält zwar an den monatlichen regelmäßigen Sitzungen in der Jugendbibliothek fest. Die wöchentlichen Treffen im zeTT gibt es so nicht mehr. Das Team fragt die Redaktionsgruppe wöchentlich nach passenden Zeiten und bietet individuelle Termine an. Mal finden die Termine im zeTT, mal im Haus der Jugend statt. Regelmäßig bietet das Team Produktionstermine vor Ort an, macht Interviews aus, nimmt die jungen Menschen mit zu Umfragen und begleitet sie in der Umsetzung eigener Medienideen. So passt das Team auch die Bedingungen in der partizipativen Medienproduktion durch Evaluation und die Bedarfe der Zielgruppe laufend an. Fanprojekt Düsseldorf Wieder einmal liegt ein Jahr voller Termine hinter uns. Und wieder können wir zufrieden auf ein vielfältiges, forderndes, aber auch hochspannendes Jahr blicken. Mit unseren Angeboten konnten wir unterschiedlichste Fangruppen aus verschiedenen Bereichen der Fanszene ansprechen und erreichen. Gleichzeitig haben wir uns auch stark im kommunalen wie auch bundesweiten Netzwerk engagiert. LINK jugendring-duesseldorf.de/fanprojekt Aufsuchende Arbeit Die Rückrunde der Zweiten Bundesliga begann dieses Jahr für uns Mitte Januar mit einem Heimspiel gegen den SV Darmstadt. Hierbei und auch bei allen anderen Heim- und Auswärtsspielen haben wir die aktive Fanszene begleiten sowie Treffpunkte besuchen können. Da Fortuna Düsseldorf in dieser Spielzeit schon früh aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist, fanden keine weiteren Spiele statt, die wir hätten begleiten können. Auch in diesem Jahr konnten wir ein paar U18-Fahrten anbieten. So ging es in der Rückrunde der Saison 24/25 mit einer Tour nach Karlsruhe los und mit einer weiteren nach Paderborn, außerdem hatten wir ein paar minderjährige Jugendliche mit auf unseren Fahrten nach Elversberg und Nürnberg. In der Hinrunde der Saison 25/26 konnten wir U18-Fahrten nach Münster und nach Paderborn anbieten. Alle Fahrten waren sehr gefragt und dementsprechend auch schnell ausgebucht. Bei einer Demonstration gegen Rechts, die in Düsseldorf stattfand und bei der auch einige Mitglieder der aktiven Fanszene mitliefen, waren wir selbstverständlich auch vor Ort. Des Weiteren hat Fortuna Düsseldorf im Mai 2025 den 130. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen dessen gab es eine Feier in der Altstadt, kombiniert mit einer Ausstellung der Fortuna Geschichts-AG. Auch hier waren wir anwesend. Ebenso bei der Geburtstagsfeier zu 25 Jahren Ultras Düsseldorf. Niedrigschwellige Offene-Tür-Angebote – Fancafé Weiterhin haben wir jeden Montag ab 18 Uhr die Türen unseres Fancafés geöffnet. In diesem können junge Fortuna-Fans sich mit anderen Fans treffen, eine Kleinigkeit essen und trinken und sich austauschen. Sie können außerdem mit uns Pädagog*innen ins Gespräch kommen und bei Bedarf Einzelfallhilfe in Anspruch nehmen. Es besteht die Möglichkeit, PlayStation zu spielen oder Dart und Kicker zu spielen oder auf den angrenzenden Fußballplatz zu gehen und Fußball zu spielen. Im Laufe der Rückrunde der Saison 24/25 haben wir ein Dartturnier angeboten, welches guten Anklang fand. Dieses lief jeden Montag zu Fancafé-Zeiten. Mitspieler*innen konnten zu jedem Zeitpunkt in das Turnier einsteigen; einzige Voraussetzung, um am Finale teilnehmen zu können, war, dass man mindestens viermal gespielt haben musste. Seit der Saison 25/26 bieten wir auch wieder die Fanliga an. Die Besucher*innen des Fancafés konnten sich als kleine Fußballmannschaft dafür anmelden und gegen andere Fan-Mannschaften in einem Turnier antreten. Insgesamt haben sich sieben Mannschaften gefunden, die an der Fanliga teilnehmen wollten. Mit einer durchschnittlichen Besucher*innenzahl von ca. 70 ist unser montägliches Fancafé in diesem Jahr wieder sehr gut besucht gewesen. Neu eingeführt haben wir in diesem Jahr einen monatlichen Spieletreff. An einem Abend im Monat können junge, spielebegeisterte Menschen zu uns ins Café kommen und mit Freund*innen oder (noch) Unbekannten Gesellschaftsspiele spielen. Da das Angebot noch sehr neu ist, müssen wir abwarten, ob es sich etabliert. Im Rahmen des Bildungscafés haben wir, teilweise gemeinsam mit der aktiven Fanszene, auch im Jahr 2025 an einigen Abenden verschiedene Vortragsabende angeboten. So hatten wir an einem Abend Sébastien Louis zu Besuch, der einen spannenden Vortrag zur Ultraszene in Marseille hielt. Im Mai hatten wir den Regisseur Farschid Ali Zahedi zu Besuch, der in Zusammenarbeit mit Werkstattfilm Oldenburg und dem Gegengeradefestival den Film „Zeit zu kämpfen – Frauenfußball im Iran“ zeigte und uns für eine anschließende Diskussion zur Verfügung stand. Im Rahmen der Fußballkulturtage, die jährlich in Nordrhein-Westfalen von der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (LAG) und den NRW-Fanprojekten durchgeführt werden, hatten wir Nadim Rai in unserem Fancafé. Sehr anschaulich erzählte er uns von der Fußball- und Fankultur in Syrien in Zeiten des Kriegs. Weitere Bildungsangebote konnten wir in Zusammenarbeit mit der Fangruppe „Hypers2001“ in unserem Café anbieten; diese organisierten zum einen eine Ausstellung der BAG-Wohnungslosenhilfe zum Thema „Wohnungslosigkeit in der NS-Zeit“ sowie einen Vortragsabend mit fiftyfifty. Außerdem haben wir 2025 zwei Bildungsfahrten durchführen können. Mit einer Kleingruppe waren wir im Juli in Weimar und Erfurt und konnten uns sowohl die KZ-Gedenkstätte Buchenwald mit einer fachlich sehr wertvollen Führung anschauen als auch den Gedenkort „Topf & Söhne“ in Erfurt, bei dem wir ebenfalls eine sehr fundierte Begleitung hatten. Im Oktober waren wir in Zusammenarbeit mit der Kollegin für internationale Jugendbegegnungen beim Jugendring mit 25 jungen Menschen in Warschau und haben dort einiges über die Geschichte des Warschauer Ghettos sowie des Warschauer Aufstandes lernen dürfen. Netzwerkarbeit Auch 2025 war die Netzwerkarbeit mit allen Akteuren und Funktionsgruppen der Fanprojektarbeit für uns ein elementarer Bereich. Wir haben an verschiedenen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen in der BAG-Landschaft teilgenommen und mitgearbeitet. So sind die Mitarbeiter*innen in folgenden Arbeitsgruppen und -kreisen vertreten: BAG e.V. (BAG), Vertreter*innen- und Sprecher*innen-Gremium (BAG), AK Fanfinale (BAG), AK U18 (BAG West), AK Frauen West (BAG West), Bündnis gegen Sportwettenwerbung (BAG), AK Vertrauenspersonen (BAG). Darüber hinaus ist das Fanprojekt Düsseldorf nach wie vor Mitglied in den kommunalen Fachgruppen „Extremismus“ und „Sport und Sicherheit“, die vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Düsseldorf durchgeführt werden. Durch seinen Sprecherposten in der BAG ist Benni außerdem Teil des Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit (NASS) gewesen. Im Jahr 2025 gab es weiterhin regelmäßige Treffen zwischen den Mitarbeiter*innen des Fanprojekts und den Mitarbeitern der Fanbetreuung von Fortuna Düsseldorf. Wir haben die laufende Saison reflektiert und darüber gesprochen, was wir gemeinsam gerne umsetzen würden. Außerdem haben wir gemeinsam im Haus der Jugend einen Fanclubkongress ausgerichtet. Die Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung konnten wir im Jahr 2025 um die Zusammenarbeit mit dem Bereich Nachhaltigkeit von Fortuna Düsseldorf erweitern. Hier ist geplant, im nächsten Jahr gemeinsam einen Fankongress im Haus der Jugend auszurichten. Außerdem schauen wir, welche Themen sich noch in der gemeinsamen Arbeit verknüpfen lassen. So sind wir nach wie vor in beratender Funktion Teil der Stadionverbotskommission von Fortuna Düsseldorf und in der Regel mit mindestens einer Person an den Anhörungen und Reflexionsgesprächen anwesend. Gemeinsam mit der Fanbetreuung, dem Bereich Nachhaltigkeit von Fortuna und weiblichen Fans hat Daniela auch im Jahr 2025 intensiv am Awarenesskonzept für Fortuna Düsseldorf gearbeitet. Ziel dieses Konzeptes ist es, die Awarenessstrukturen im Stadion auszuweiten sowie alle Diskriminierungsformen in den Blick zu nehmen. Das ursprüngliche Awarenesstelefon wurde 2018 eingeführt und ist an allen Spieltagen der Fortuna erreichbar. Ehrenamtliche, weibliche Fans betreuen es während des Spieltags und sind für FLINTA*-Personen ansprechbar, wenn diese beispielsweise Diskriminierungen, Übergriffe oder Ähnliches erfahren müssen. Das neue Konzept, das zur Hinrunde der Saison 25/26 an den Start ging, umfasst alle Diskriminierungsformen. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind für alle Personen im Stadion ansprechbar, die sich bedrängt, belästigt oder bedroht fühlen. Daniela hat gemeinsam mit der Fanbetreuung dafür einige Schulungen im Stadion mit Mitarbeitenden aus den unterschiedlichen Bereichen durchgeführt, ein Interview für F95.TV gegeben sowie das Konzept beim Treffen des „Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt im (Männer-)Fußball“, welches im Haus der Jugend stattfand, vorstellen dürfen. Darüber hinaus haben wir an jeder großen Fanrunde teilgenommen und diese auch in unseren Räumlichkeiten stattfinden lassen. Ebenso konnte Fortuna wieder einige Mitgliederforen und Workshops in unseren Räumlichkeiten anbieten. Ausblick auf das Jahr 2026 Das Fanprojekt Düsseldorf blickt auf das WM-Jahr 2026. Auch im kommenden Jahr steht die Absicht im Mittelpunkt, sozialpädagogische Arbeit und Angebote konsequent an den Bedürfnissen jugendlicher und junger erwachsener Fans von Fortuna Düsseldorf auszurichten. Nach den sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen der vergangenen Jahre – der Europameisterschaft 2024 und der Bundestagswahl 2025 – wird 2026 der Fokus ebenfalls auf die Verknüpfung von Fußball, Bildung, Politik und Gesellschaft liegen. Dazu werden wir Fragen von Menschenrechten, politischer Einflussnahme und internationaler Verantwortung im Fußball behandeln. Aber auch die bereits bestehenden Anker unserer Arbeit – aufsuchende Arbeit, offene Angebote und Bildungsarbeit – bleiben Teil unserer Arbeit. Wie bereits 2025 ist auch im kommenden Jahr geplant, Bildungsfahrten mit Kleingruppen anzubieten. Zudem wollen wir uns im Fancafébereich weiterentwickeln und etablierte mit neuen Angeboten erweitern. BildungsKick Düsseldorf Im BildungsKick fanden dieses Jahr 30 ein- und zweitägige Workshops an 51 Tagen statt. Insgesamt besuchten 775 Teilnehmende unsere Angebote. LINK bildungskick.de Workshops: Wir konnten Workshops zu sieben verschiedenen Themen anbieten, die wir teilweise in Kooperation mit anderen Trägern und Vereinen gestalten. Diskriminierung Sieben Klassen nahmen an unserem Workshop zum Thema Diskriminierung teil. Wir besprachen, welche verschiedenen Gruppen in unserer Gesellschaft besonders von Diskriminierung betroffen sind, und vermittelten altersangemessen den Begriff der Intersektionalität und die verschiedenen Ebenen von Diskriminierung. Mit unterschiedlichen Methoden betrachteten wir mit den Schüler*innen, wie Diskriminierung im Alltag aussehen kann, wie Vorurteile entstehen und wie sie im besten Fall auch wieder verlernt werden können, und was jede*r von uns tun kann, wenn wir Diskriminierung beobachten. Sexuelle Bildung und Sexismus In den insgesamt drei Workshops zur sexuellen Bildung kooperierten wir sowohl mit der Abteilung Youthwork der Aidshilfe Düsseldorf als auch mit profamilia Düsseldorf. Die Referent*innen reflektierten zusammen mit den Teilnehmenden über Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen, besprachen die individuellen Wünsche zu Liebe und Beziehung und erklärten auch verschiedene Möglichkeiten der Verhütung in Bezug auf Schwangerschaft und sexuelle Gesundheit. Wir tauschten uns außerdem über die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs „Geschlecht“ (sex und gender) und über den Begriff „Anziehung“ (romantisch und sexuell) aus. Die Jugendlichen bekamen auch die Möglichkeit, anonyme Fragen zum Thema Sexualität zu stellen. Antisemitismus und Erinnerungskultur Insgesamt sechs Workshops konnten wir zusammen mit Zweitzeugen e.V. anbieten, zwei davon mit inklusiven Klassen und entsprechend genau auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmten Methoden. Eines der Ziele der Workshops ist es, (junge) Menschen zu ermutigen und zu befähigen, die (Über-)Lebensgeschichten von Holocaust-Zeitzeug*innen weiter zu erzählen. Angelehnt an das Zitat von Zeitzeuge Elie Wiesel „Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden“, wurden die Jugendlichen in den Workshops zu Zweitzeug*innen von Rolf Abrahamsohn, Israel Lichtenstein und Margot Friedländer, die Teile ihrer Geschichten durch Audiozitate aus den Interviews mit Zweitzeugen e.V. sogar selbst erzählen konnten. Wir besprachen mit den Schüler*innen insbesondere die Zeit des Nationalsozialismus und des Holocausts inklusive der vielen antijüdischen Gesetze der damaligen Zeit, betrachteten aber auch die Kontinuität des Antisemitismus in der Zeit davor und in der Gegenwart. Wir erzählten außerdem die Geschichte von Waldemar Spier, der selbst ein Fortune war, aber kurz nach der KZ-Befreiung verstarb, sodass seine Geschichte nur noch nachträglich recherchiert werden konnte. Durch ihn gelang die Verknüpfung zum besonderen Lernort des Fortuna-Stadions und auch zum Thema Antisemitismus und Erinnerungskultur im Fußball. Eine besonders schöne Erfahrung für unser BildungsKick-Team waren die Team-Teachings, die wir von den Referent*innen des Vereins bekommen haben, in denen wir in den Methoden angeleitet wurden und sie teilweise schon übernehmen konnten, sodass wir bald selbstständig die Workshops bei uns anbieten können. Wahlempowerment! Zur Bundestagswahl hat der BildungsKick zusammen mit dem Jugendring Düsseldorf eine zweitägige Veranstaltung am 29./30. Januar zum Thema Wahlempowerment organisiert. Teilgenommen haben acht Gruppen aus der Jugendberufshilfe beziehungsweise Berufsschulen und -kollegs. Gemeinsam haben wir uns mit den jungen Erstwähler*innen über politische Themen und Meinungen ausgetauscht, Fragen zum Bundestag und zur Wahl beantwortet und versucht, sie zu motivieren, das eigene Wahlrecht wahrzunehmen und demokratisch zu wählen. Wir haben beispielsweise diskutiert, ob man schon ab 16 bei der Bundestagswahl wählen sollte, ob die Wehrpflicht oder ein verpflichtender sozialer Dienst wieder eingeführt werden sollte und was das Deutschlandticket kosten darf. Wir haben darüber gesprochen, dass man wählen gehen kann und sollte, auch wenn man nicht genau weiß, wie der Bundestag und die Bundesregierung funktionieren, und dargestellt, wie sehr die deutsche Politik unsere Gesellschaft, aber auch unser ganz individuelles Leben beeinflusst. Um einen Beitrag zur Nahbarkeit und Ansprechbarkeit von Politiker*innen zu leisten, haben wir alle Direktkandidierenden der demokratischen Parteien aus Düsseldorf eingeladen, die sich in Diskussionsrunden den Fragen der jungen Menschen gestellt haben. Wir danken Frances Noltekuhlemann (Volt), Adis Selimi (SPD), Julia Marmulla (Die Linke), Anas Al-Qura‘an (Die Grünen), David Kessing (Volt) und Lisa Schubert (Die Linke), dass sie sich die Zeit genommen haben, um sich die Wünsche und Themen der jungen Menschen anzuhören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Queere Aufklärung Zwei Workshops konnten zusammen mit den Referent*innen von SCHLAU Düsseldorf realisiert werden. Neben den vielen Begrifferklärungen rund um LGBTQIA+ sprachen wir insbesondere auch über das Thema trans* und queere Lebensrealitäten. Am zweiten Tag öffneten wir den Blick noch zu weiteren Diskriminierungsformen über Queerfeindlichkeit hinaus und sprachen darüber, warum der Schutz vor Diskriminierung so entscheidend ist. Um nachempfinden zu können, wie es sich anfühlt, von der heteronormativen Gesellschaft abzuweichen, Berührungsängste abzubauen und zu verdeutlichen, warum sich niemand aussucht, queer zu sein, erzählten die Referent*innen von SCHLAU auch ihre eigenen Coming -out-Erlebnisse und was sie bisher als queere Menschen erlebt haben und beantworteten die Fragen der Teilnehmenden. Teambuilding Insgesamt zehn Gruppen nahmen an unserem eintägigen Teambuilding-Workshop teil. Im Workshop werden mit gruppendynamischen Übungen und Spielen die Teamarbeit gestärkt und demokratische Werte innerhalb der Klassengemeinschaft erlebbar gemacht. Der Workshop dient auch als Reflexionsangebot, die bisherigen Erfolge sowie Probleme der Gruppe zu besprechen. Suchtprävention Eine Klasse nahm an unserem Suchtpräventionsworkshop teil, den wir gemeinsam mit Crosspoint Düsseldorf anbieten. Die Gruppe tauschte sich über verschiedene Substanz- und Verhaltenssüchte aus, besprach, wie Süchte entstehen, welche verschiedenen Abhängigkeiten es gibt, welche Risiken verschiedene Substanzen haben und wie sie wirken, und diskutierte anhand von Beispielsituationen, wo bedenklicher Konsum anfängt. Anhand des Suchtdreiecks wurde verdeutlicht, welche Faktoren eine Sucht begünstigen und welche ihr vorbeugen könnt und natürlich auch, wo Beratungs- und Unterstützungsangebote zu finden sind. Netzwerk „Lernort Stadion“ Koordinator*innen-Treffen Mainz Im Februar fand das jährliche Koordinator*innen-Treffen des bundesweiten Dachverbandes Lernort Stadion e.V. in Mainz statt. Neben der Durchführung der Mitgliederversammlung nahmen wir dort auch am „Mainzer Abend“ teil, einer Veranstaltung, die dazu genutzt wird, den Standort in Mainz der Stadtöffentlichkeit vorzustellen und Einblicke in die Arbeit zu geben. Das Diskussionsthema des Abends war „Soziale Medien – Fluch oder Segen für die Demokratie?“. Wir beschäftigten uns in Mainz darüber hinaus mit der Fragestellung, was gute Demokratiebildung ausmacht, und mit den Themen Qualitätsmanagement und Evaluation unserer Arbeit. Dazu tauschten wir uns auch über digitale Lerntools sowie Evaluationsmethoden und -programme aus. Netzwerktreffen Jena Im November fand ein weiteres Netzwerktreffen von Lernort Stadion in Jena statt. Wir widmeten uns neu erarbeiteten Modulen zum Thema „Fairplay im Netz“, die uns zukünftig auch für Workshops zur Verfügung stehen werden. Ein Highlight des Treffens war der „Diskursraum“, den wir zusammen mit mehreren Schulklassen veranstalteten. Der „Diskursraum“ ist ein agiles und partizipatives Veranstaltungsformat, das einen altersübergreifenden Austausch zu demokratischen Fragen im digitalen Zeitalter ermöglicht. Die Schüler*innen brachten dort ihre Perspektiven zu digitalen Lebenswelten und ihrer Lebensrealität ein. Ziel ist es, gemeinsam Wege für eine lebendige Diskurskultur online und offline zu entwickeln. Dies fand in Sessions zu unterschiedlichen Themen statt. Auch in Jena nahm unsere Gruppe am „Jenaer Abend“ teil, inklusive einer spannenden Keynote zu Radikalisierungsgefährdungen junger Menschen und der Vorstellung des Jenaer Lernortes. Regionaltreffen Im Juni kamen die Standorte von Lernort Stadion aus Nordrhein-Westfalen zum Regionaltreffen im Haus der Jugend zusammen. Neben intensivem Austausch über die derzeitigen Entwicklungen in den einzelnen Projekten wurde auch über die damals anstehende Kommunalwahl gesprochen, verschiedene digitale Lernprojekte vorgestellt und sich über das Thema Berufsorientierung in den Standorten ausgetauscht. Besuch Shinta Appelkamp Im Mai besuchte uns erneut unser Projektpate Shinta Appelkamp aus dem Profikader von Fortuna Düsseldorf und stellte sich den vielen Fragen der anwesenden Schüler*innen. Ausblick Im ersten Halbjahr bis zu den Sommerferien sind schon zahlreiche Workshops zu den Themen Diskriminierungsformen, Antisemitismus und Erinnerungskultur sowie Teambuilding terminiert und wurden von verschiedenen Klassen gebucht. Wir freuen uns darauf, mit vielen weiteren großartigen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit ihnen und voneinander zu lernen. Kampagnen zur Bundestags- und Kommunalwahl Die Bundestags- und Kommunalwahl in diesem Jahr begleitete der Jugendring Düsseldorf mit einer vielfältigen Kampagne. Unter dem Motto #gehwählen Düsseldorf informierte der Jugendring in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten über die Wahl und brachte junge Menschen mit Politik und nicht zuletzt auch mit Politiker*innen in Kontakt. LINK gehwaehlen-duesseldorf.de Bundestagswahl Der Jugendring begleitet Wahlen in der Regel mit eigenen Aktionen und Beteiligungsformaten für junge Menschen. Im Jahr 2025 war dies jedoch nur eingeschränkt möglich, da die Auflösung der Koalition und die vorgezogenen Bundestagswahlen den zeitlichen Rahmen und die Planbarkeit deutlich erschwerten. Dennoch begleitete der Jugendring auch die vorgezogene Bundestagswahl mit verschiedenen Veranstaltungsangeboten. Das Wahlempowerment wurde in Kooperation mit dem BildungsKick (S. 39) organisiert. Veranstaltung: „Lass uns reden“ (Bundestagswahl) Am 11. Februar fand die Veranstaltung „Lass uns reden – Dein Abend mit den Düsseldorfer Direktkandidat*innen zur Bundestagswahl“ in der Brauerei Kürzer statt, gemeinsam organisiert von BDKJ Düsseldorf, ejd Düsseldorf, DGB Jugend Düsseldorf – Bergisch Land, Haus Spilles, Jugendring Düsseldorf, SJD – Die Falken KV Düsseldorf. Über 70 Jugendliche und junge Erwachsene kamen mit Direktkandidat*innen mehrerer Parteien ins Gespräch. Vertreten waren SPD, Grüne, FDP, Die Linke und Volt; CDU-Kandidat*innen sagten ab, AfD-Kandidat*innen wurden nicht eingeladen. Nach einem spielerischen Einstieg folgten Diskussionsrunden, in denen die Teilnehmenden ihre Fragen stellten. Zentrale Themen waren Klimaschutz, bezahlbares Wohnen, Steuerpolitik, Asyl- und Migrationspolitik, der Umgang mit dem Rechtsruck sowie Gleichberechtigung. Den Abschluss bildete eine symbolische Abstimmung zur Bundestagswahl. U18-Wahl Zum ersten Mal durften bei der diesjährigen Bundestagswahl alle ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Da alle Jüngeren weiterhin von der Wahl ausgeschlossen sind, fand in der Woche vom 27. bis zum 31. Mai die U16-Wahl statt. Bei der Wahlsimulation haben in Düsseldorf über 200 junge Menschen in 13 selbstorganisierten Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Die meisten Stimmen erhielten die Grünen (33,05 %), gefolgt von: Linke (16,01 %), SPD (13,56 %), CDU (11,02 %), FDP (8,47 %). Kommunalwahl Für den Jugendring ist die Kommunalwahl besonders wichtig, weil auf kommunaler Ebene zentrale Entscheidungen getroffen werden, die junge Menschen unmittelbar betreffen. Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr der Termin kurz nach den Ferien dar, da die Resonanz aus Schulen und Freizeiteinrichtungen gering war und einzelne Angebote ausfallen mussten (bspw. das Wahlempowerment im Stadion). Düssel-O-Mat Ein wichtiger Teil unserer Kampagne war der Düssel-O-Mat, eine digitale Wahlhilfe zur Kommunalwahl. Die über 30 Thesen wurden gemeinsam mit jungen Düsseldorfer*innen entwickelt und griffen Themen auf, die zum einen ihre Lebensrealitäten widerspiegeln, zugleich aber für alle Wähler*innen relevant sind. Ziel war es, Orientierung zu bieten, Zugänge zu erleichtern und junge Stimmen im kommunalpolitischen Diskurs sichtbar zu machen – mit messbarem Erfolg: Über 42.000 Nutzer*innen spielten das Tool vollständig durch. Damit erreichte der Düssel-O-Mat rund 10 % der Wahlberechtigten in Düsseldorf. Kandidierenden-Datenbank Die Kandidierenden-Datenbank ergänzte den Düssel-O-Mat als weiteres Informationsangebot der Kampagne „#gehwählen Düsseldorf“. Die Kandidierenden-Datenbank vom Jugendring Düsseldorf ist zu jeder Wahl ein echtes Alleinstellungsmerkmal und bietet als einziges Angebot einen Überblick über (fast) alle Düsseldorfer-Kandidat*innen in allen Wahlkreisen. Über 200 Bewerber*innen stellten dort ihre Positionen, Ziele und politischen Vorhaben vor – durchsuchbar nach Wahlkreis oder Partei. So erhielten junge Menschen und andere Wähler*innen einen direkten und transparenten Einblick in die kommunalpolitische Landschaft Düsseldorfs und konnten ihre Wahlentscheidungen fundierter treffen. Auch nach der Wahl erfüllt die Datenbank ihren Zweck: Nutzer*innen können ihre Ratsmitglieder einsehen und die Vorhaben vergleichen, mit denen sie in den Wahlkampf gegangen sind. LINK gehwaehlen-duesseldorf.de/25 Veranstaltung: Lass uns reden! (Kommunalwahl) Am 4. September nutzten über 100 junge Düsseldorfer*innen die Gelegenheit, im Rahmen der Veranstaltung „Lass uns reden!“ direkt mit den OB-Kandidat*innen ins Gespräch zu kommen. Eingeladen hatten Jugendring Düsseldorf, BDKJ, DGB-Jugend, ejd Düsseldorf und SJD – Die Falken. Clara Gerlach (Grüne), Fabian Zachel (SPD), Julia Marmulla (Linke), Stephan Keller (CDU) und Ulf Montanus (FDP) diskutierten mit den Jugendlichen über Themen wie Klimaschutz, Bildungsgerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum, sichere Freiräume, Mental Health und jugendgerechte Mobilität. Interaktive Formate und Diskussionsrunden ermöglichten den Teilnehmenden einen persönlichen Austausch auf Augenhöhe und zeigten deutlich: Junge Stimmen wollen gehört werden – nicht nur am Wahltag, sondern auch darüber hinaus. U16-Wahl Vom 1. bis 5. September konnten sich alle jungen Menschen, die nicht wahlberechtigt sind, in Jugendverbänden, Jugendzentren und Schulen an der symbolischen Abstimmung der „U16-Wahl“ beteiligen. Der Jugendring hat die Wahllokale der U16-Wahl für Düsseldorf koordiniert. Dieses Jahr haben in Düsseldorf 5 Wahllokale mitgemacht. Gemeinsam mit jungen Menschen aus den Jugendfreizeiteinrichtungen, der Zentralbibliothek und dem FFT haben sie die U16-Wahlen organisiert. In ganz NRW haben etwa 22.000 Kinder und Jugendliche bei den U16-Kommunalwahlen in über 300 Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Nach Auszählung der Stimmen liegt die SPD in NRW in Führung – knapp vor der CDU. Anhang Vorstand 2025 Andreas Kremer (SJD – Die Falken) Vorsitzender des Jugendrings, Vorsitzender des Trägervereins des Jugendrings Düsseldorf Victor Wunderlich (RdP) Stellv. Vorsitzender des Jugendrings und Trägervereins des Jugendrings Düsseldorf Ronja Munko (Puls) Mitglied des Vorstandes Nico Kranz (Haus Spilles) Mitglied des Vorstandes Noah Hanke (Evangelische Jugend) Mitglied des Vorstandes Achim Radau-Krüger Geschäftsführung Jugendring Düsseldorf Verena Hohn Stellv. Geschäftsführerin Jugendring Düsseldorf Mitgliedsverbände 2025 Adventjugend Düsseldorf Alevitische Jugend Düsseldorf Bezirksschüler*innenvertretung Düsseldorf Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) Deutscher Gewerkschaftsbund Jugend (DGB) Deutsche Jugend in Europa (DJO) Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Deutscher Pfadfinderbund e. V. (DPB) DLRG-Jugend Düsseldorf Düsselyouth Evangelische Jugend Initiativkreis „Jugend in Benrath“ e. V. – Haus Spilles Johanniter Jugend Jugendrotkreuz Düsseldorf (JRK) Jüdische Jugend Jugend im Deutschen Alpenverein Sektion Düsseldorf (jdav) Jugendfeuerwehr Naturfreundejugend Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) Ring deutscher Pfadfinder*innenverbände (RdP) PULS – Schwul lesbische Jugendarbeit Düsseldorf e. V. Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken THW – Jugend Düsseldorf Verkehrskadetten Fachbereiche Jugendring Düsseldorf Geschäftsstelle Jugendring Düsseldorf Geschäftsführung Verwaltung / Zuschüsse Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Haustechnik Bildungsarbeit Fachstelle Demokratische Jugendbildung / Lernort Demokratie Internationale Jugendbegegnungen Servicestelle Partizipation youpod.de – Das Düsseldorfer Jugendportal BildungsKick – Lernort Stadion Düsseldorf Fanprojekt Düsseldorf Leitbild des Jugendrings Düsseldorf Selbstverständnis Der Jugendring Düsseldorf ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Düsseldorf. Wir vertreten die Anliegen und Interessen aller jungen Menschen in unserer Stadt. Die Vielfalt unserer Mitglieder ist die Stärke des Jugendrings. Im Jugendring spiegelt sich die Vielfalt der Jugendverbände mit den unterschiedlichsten Werteorientierungen wider. Die Eigenständigkeit, die demokratischen Strukturen und die Eigenart der einzelnen Mitgliedsorganisationen bleibt gewahrt und hat eine hohe Priorität in der Arbeit des Jugendrings. Der Jugendring ist eine Dienstleistungsorganisation für unsere Mitglieder. Von daher vertritt der Jugendring die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Im Vordergrund unserer Arbeit steht das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen in Düsseldorf. Zu den wichtigsten Merkmalen der Arbeit des Jugendrings zählen daher die Förderung und Unterstützung der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und demokratischen Mitbestimmung junger Menschen. Als Zusammenschluss Düsseldorfer Jugendgruppen, -verbänden, -initiativen, Träger von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit und weiteren Projekten haben wir ein breites Erfahrungsspektrum sowie hohe Kompetenz und Wirksamkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als jugendpolitische Interessenvertretung in Düsseldorf. Wir gestalten unsere Arbeit sozialräumlich und vernetzt. Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickeln und realisieren wir eine Vielzahl von Ideen und Projekten und leisten Beiträge zu sozialer Gerechtigkeit, nachhaltiger Entwicklung, Bildung, gesellschaftlicher Integration und Chancengleichheit. Wir wenden uns gegen faschistische Tendenzen und treten für eine pluralistische und freie Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Chancen bekommen, ihre Angelegenheiten selbst zu bestimmen. Wir stehen für das interkulturelle Zusammenleben aller Menschen unter der Bedingung der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung; unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung. Wir berücksichtigen die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Lebenslagen des Einzelnen. Aufgaben Die Angebote des Jugendrings richten sich an alle jungen Menschen. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen junger Menschen und am Bedarf unserer Mitgliedsorganisationen. Geschlechterdifferenzierung und Interkultur verstehen wir als Querschnittsthemen. Die Aufgaben im Einzelnen: Jugendpolitische Interessenvertretung der Mitgliedsorganisationen Förderung der Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen Beratung, Unterstützung und Vernetzung von Jugendverbänden, Jugendgruppen und Jugendinitiativen. Entwicklung neuer Ansätze und Modelle zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit Entwicklung und Ausbau von Beteiligungsformen Erhaltung und Ausbau der finanziellen Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit Beratung und Unterstützung in jugendrelevanten Fragen auch für Nichtmitglieder und andere Institutionen. Die Qualität unseres Leistungsspektrums wird kontinuierlich geplant und überprüft. Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildung ist dabei ein wichtiger Sicherungs- und Erfolgsfaktor. Netzwerk Die wichtigsten Partnerinnen und Partner für die Jugendverbandsarbeit in Düsseldorf sind der Rat und die Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf, insbesondere das Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf. Die demokratischen Parteien sind weitere unabdingbare Partner des Jugendrings. Der Jugendrat der Stadt Düsseldorf ist ein natürlicher Partner in dem Ringen um die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Düsseldorf. Wir arbeiten eng mit dem Landesjugendring NRW und dem Deutschen Bundesjugendring zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft der Großstadtjugendringe ist für uns ein wichtiges Austausch- und Vernetzungsgremium. Verbands- und trägerübergreifende Kooperationen und Angebote sind aus der Gesamtsicht einer funktionierenden Jugendhilfe in Düsseldorf notwendig. Eine Kooperation mit anderen Organisationen u. a. aus Politik, Gesellschaft, Bildung, Kultur, Wirtschaft und dem Ring der politischen Jugend ist unabdingbar. Wir gestalten unsere Beziehungen aktiv und partnerschaftlich. Die Basis unserer Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern ist offen, transparent, verlässlich und fair. Fachliche Auseinandersetzungen zur Durchsetzung von Jugendinteressen halten wir für notwendig. Wir sind davon überzeugt, dass eine konstruktive Streitkultur zum Fundament einer vertrauensvollen partnerschaftlichen Zusammenarbeit gehört. Im Jugendring Die Zusammenarbeit innerhalb des Jugendrings beruht auf gegenseitiger Achtung, Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen. Der Jugendring bietet seinen Mitgliedsverbänden, Projekten und Partnerinnen und Partnern einen Ort für einen ständigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie vielfältige Möglichkeiten für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Inhaltliche Auseinandersetzungen finden ziel- und sachorientiert statt. Konflikte benennen wir offen, wobei frühzeitig gemeinsame Lösungen angestrebt werden. Wir begegnen uns mit menschlichem und fachlichem Respekt. Grundsätze Unsere strategischen Führungsorgane sind unsere ehrenamtlichen Gremien wie z. B. der Vorstand des Jugendrings. Die hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die inhaltliche Arbeit im Jugendring und seinen Projekten und für die Umsetzung von Beschlüssen und Konzepten verantwortlich. Die Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Gremien und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist durch eine klare Rollendefinition und durch gegenseitige Wertschätzung geprägt. Ein kooperativer Führungsstil ist die Basis unserer Grundsätze. Das weitreichende Delegieren von Verantwortung ist Bestandteil dieses Konzeptes. Die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Kreativität sind für uns als lernende Organisation ein hohes Gut. Alle Beschäftigten werden an den Ziel- und Entscheidungsfindungen beteiligt, die ihr Arbeitsfeld betreffen. Wir als Arbeitgeber schaffen Rahmenbedingungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie würdigen die Leistungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fördern selbständiges und eigenverantwortliches Handeln. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind engagiert, fachlich kompetent und entwickeln ihre Arbeitsbereiche selbständig weiter. Kritikfähigkeit setzen wir voraus. Wir fördern die berufliche Chancengleichheit. Durch eine Reihe von Maßnahmen der Personalentwicklung stellen wir sicher, dass im Jugendring ein leistungsfähiges Team hauptberuflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig ist, wobei alle entsprechend ihren Kenntnissen und Fähigkeiten gefördert werden. LINK jugendring-duesseldorf.de/jugendring/ag-verein/ werte-leitbild/ Beschlüsse der Vollversammlung 2025 Jugendbündnis für Demokratie Beschluss vom 16. September 2025 In einer Zeit, in der unsere demokratischen Werte und Prinzipien zunehmend unter Druck geraten, ist es wichtiger denn je, dass wir als junge Generation gemeinsam für eine offene, tolerante und gerechte Gesellschaft einstehen. Seit Jahren ist, sowohl in Deutschland als auch europaweit, ein Zuwachs zu extremrechten Positionen und Parteien zu verzeichnen (sog. Rechtsruck). Diese Entwicklung bedroht die Grundlagen unserer Demokratie und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Die Bundestagswahl hat wieder gezeigt, dass auch in Deutschland die Demokratie durch (extrem) rechte Positionen gefährdet ist. Besonders kritisch sehen die Düsseldorfer Jugendverbände den starken Zuwachs der, als rechtsextrem eingestuften, AfD, die nun zweitstärkste Kraft im Bundestag ist und in Düsseldorf ihr Ergebnis verdoppelt hat. Rechtspopulistische Positionen und Erzählungen sind in der Gesellschaft auf dem Vormarsch und werden normalisiert. Zunehmend wird versucht zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivismus gegen Rechtsextremismus zu delegitimieren. Die die „kleinen Anfragen“ zur politischen Neutralität stattlich geförderter Organisation der CDU/CSU im Bundestag als auch der FDP im Landtag NRW im Februar sind weitere Beispiele für die aktuellen Verwerfungen in dem demokratischen Diskurs. Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien stehen mit ihren rassistischen, antisemitischen, queerfeindlichen und antifeministischen Positionen im klaren Widerspruch zu den Werten, die die Jugendverbände vertreten. Diese Organisationen vertreten ein völkisches und autoritäres Weltbild. Der Jugendring Düsseldorf sieht mit Sorge, dass der Wahlkampf fast ausschließlich von migrationspolitischen Debatten dominiert wurde, während zentrale jugend- und sozialpolitische Themen weitgehend vernachlässigt wurden. Themen wie Bildung, Ausbildungsplätze, Klimaschutz, Wohnraum und soziale Gerechtigkeit sind für junge Menschen von zentraler Bedeutung, fanden jedoch kaum Gehör im Wahlkampf. Stattdessen wurde Migration zum Hauptthema stilisiert, wodurch die AfD die politische Agenda entscheidend mitbestimmen konnte. Diese einseitige Fokussierung hat nicht nur die politische Kultur weiter nach rechts verschoben, sondern auch Ressentiments verstärkt und (rechts-)populistischen Diskursen Raum gegeben. Wir nehmen wahr, dass sich das Diskursklima in Richtung der extremen Rechten verschiebt und Aussagen zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sagbar und salonfähig sind. Diese Diskurse lösen bei vielen betroffenen Menschen Ängste aus – auch Existenzängste. Sie werfen Fragen nach der eigenen Sicherheit in Deutschland auf. Wir als Jugendring Düsseldorf nehmen diese Ängste ernst. Unsere Demokratie verteidigen Demokratie ist mehr als nur ein politisches System. Sie ist das Fundament unserer Gesellschaft, in der die Rechte und Freiheiten jedes Einzelnen respektiert werden und Minderheiten geschützt werden. Doch diese Errungenschaften sind nicht selbstverständlich. Sie müssen täglich verteidigt und gestärkt werden, besonders von uns, der jungen Generation, die die Zukunft und das Zusammenleben gestalten wird. Gegen den Rechtsruck Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft zeigt sich in verschiedenen Formen: in der Verbreitung von Hass und Intoleranz, in der Stärkung extremistischer Parteien und Bewegungen, und in der zunehmenden Polarisierung der politischen Landschaft. Wenn bspw. queere oder migrantisierte Menschen Angst auf der Straße haben müssen, gefährdet diese Entwicklungen den sozialen Frieden und die Stabilität unserer Demokratie. Ein Jugendbündnis für Demokratie Wir rufen daher alle jungen Menschen, Jugendorganisationen und -initiativen auf, sich zu einem breiten Jugendbündnis für Demokratie zusammenzuschließen. Gemeinsam wollen wir: 1. Für Toleranz und Vielfalt eintreten: Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, sozialen oder ethnischen Herkunft, Religion, Geschlecht, sexuellen Orientierung, körperlichen oder geistigen Fähigkeiten und Alter respektiert und akzeptiert werden. 2. Demokratische Werte stärken: Wir fördern politische Bildung und das Bewusstsein für die Bedeutung demokratischer Prozesse und Institutionen, insbesondere unter jungen Menschen. 3. Gegen Hass und Hetze vorgehen: Wir treten entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und Menschenverachtung ein. Wir setzen uns ein für einen faktenbasierten und diskriminierungssensiblen gesellschaftlichen Diskurs und gegen Desinformation und Populismus. 4. Solidarität und Zusammenhalt fördern: Wir unterstützen Initiativen und Projekte, die den sozialen Zusammenhalt stärken und das Miteinander in unserer Gesellschaft fördern. 5. Jugendliche aktiv einbinden: Wir bieten junge Menschen eine Anlaufstelle und ermutigen sie, sich politisch zu engagieren und ihre Stimme zu erheben, um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Gemeinsam für eine bessere Zukunft Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen und zeigen, dass wir bereit sind, unsere Demokratie zu verteidigen und den Rechtsruck in unserer Gesellschaft zu stoppen. Alle von uns können einen Beitrag leisten – sei es durch Engagement in der Zivilgesellschaft, durch Teilnahme an politischen Prozessen oder durch die Unterstützung von Initiativen, die unsere demokratischen Werte stärken. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten können – eine Zukunft, in der Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden. Schließt euch uns an! Gemeinsam können wir den Rechtsruck stoppen und unsere Demokratie stärken. Lasst uns zusammenstehen und für eine Gesellschaft kämpfen, die auf den Werten von Toleranz und Vielfalt baut. Lasst uns das Bündnis gemeinsam gestalten! LINK jugendring-duesseldorf.de/beschluss
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