Kein Platz für Höcke und die AfD in Düsseldorf – Jugendring organisiert Jugendblock bei Gegendemonstration in Garath.

Die AfD hat für eine Veranstaltung am 23. Februar im Kulturhaus Süd Björn Höcke eingeladen. Der Jugendring Düsseldorf, die DPSG sowie weitere im Jugendring organisierte Jugendverbände beteiligen sich an den Protesten gegen den Auftritt und organisieren einen Jugendblock.

Der Jugendring Düsseldorf unterstützt die Proteste gegen die AfD-Veranstaltung am 23. Februar, zu der auch der Rechtsextremist Björn Höcke erwartet wird. Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) sowie das Bündnis “Garath tolerant und weltoffen” organisieren Demonstrationen gegen seinen Auftritt. Auch der Jugendring Düsseldorf will nicht zulassen, dass Björn Höcke unwidersprochen die Gelegenheit erhält, seine menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Positionen zu verbreiten. Daher bildet der Jugendring Düsseldorf gemeinsam mit den Pfadfinder*innen der DPSG und weiteren Jugendverbänden einen Jugendblock im Rahmen der Demonstrationen. Dieser Jugendblock ist eine Anlaufstelle für alle jungen Menschen, die klare Kante gegen Faschismus zeigen und Haltung beweisen wollen. Gemeinsam gestalten wir einen friedlichen, lauten und bunten Protest. Gemeinsam zeigen wir, dass in unserer Demokratie kein Platz für Faschismus und Rechtsextremismus ist.

Gerade jetzt ist es besonders wichtig, Haltung zu zeigen. Denn AfD greift zunehmend offen Jugendverbände und andere zivilgesellschaftliche Strukturen an. Wer demokratisches Engagement junger Menschen delegitimiert und finanziell austrocknen will, stellt die pluralistische Zivilgesellschaft insgesamt infrage. Angriffe auf Jugendverbände sind Angriffe auf demokratische Beteiligung und politische Bildung.

Der Vortrag von Björn Höcke findet im Kulturhaus Süd statt – einem Veranstaltungsort in städtischer Verwaltung, in dem unter anderem Angebote der Jugendarbeit stattfinden und das Garather Kinderparlament tagt. Versuche im Stadtrat sowie Initiativen der Jugendverbände im Jugendhilfeausschuss, den Auftritt zu verhindern, sind gescheitert.

Der Jugendring Düsseldorf fordert die Stadt Düsseldorf, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sowie das Rechtsamt auf, klare Haltung zu zeigen, sich gegen die AfD zu positionieren und zukünftige Veranstaltungen der AfD in städtischen Gebäuden nicht mehr zuzulassen. Insbesondere Jugend- und Kultureinrichtungen müssen sichere Orte für Kinder und Jugendliche sein. Dazu gehört auch, diese Orte nicht zu Bühnen für Faschismus und Rechtsextremismus werden zu lassen. In einer Demokratie ist kein Platz für Intoleranz.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der Jugendring Düsseldorf zudem die aktuellen Bestrebungen für ein AfD-Verbotsverfahren sowie die bundesweite Kampagne „AfD-Verbot jetzt“. Wenn eine Partei systematisch demokratische Institutionen angreift, Minderheiten ausgrenzt und die freiheitlich-demokratische Grundordnung untergräbt, muss der Rechtsstaat alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel prüfen und konsequent nutzen.

 


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https://jugendring-duesseldorf.de/pressemitteilung/afd-gegendemo-26/

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