Kinderkonferenz – das Beteiligungsformat in der Gesamtschau

Hintergrund

Die Kinderkonferenz (kurz: KiKo) ist ein besonderes Beteiligungsformat, das im Oktober 2023 im Stadtteil Oberbilk als Pilotprojekt startete. Es ist aus dem Beteiligungsprojekt Jugend checkt Düsseldorf heraus entstanden, das in den Jahren 2021-2022 im Stadtbezirk 3 lief. Da das Projekt allerdings pro Jahr nur einzelne Stadtbezirke abdecken kann, gab es auf Seiten der Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit und der Politik den Wunsch, ein stetiges und zugleich niedrigschwelliges Beteiligungsformat für Kinder einzurichten.

Schaubild_Kiko_Homepage

Ablauf

Die Kinderkonferenz richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Eingeladen wird über Schulen, Kinderfreizeiteinrichtungen und Jugendverbände mit Kindergruppen. Die Teilnahme steht allen offen. Es ist kein gewähltes Gremium wie etwa ein Kinderparlament. Daher kann sich die Zusammensetzung auch immer mal wieder ändern.

Die Kinderkonferenzen finden zweimal im Jahr statt: In der einen Veranstaltung wird mit den Kindern an einem Thema gearbeitet, das sie zuvor selbst ausgewählt haben. Schwerpunkte können etwa Spielplätze oder Nachhaltigkeit sein. In einer weiteren Veranstaltung wird darauf geschaut, was von den Ideen und Wünschen umgesetzt werden konnte. Man feiert Erfolge, blickt aber auch schon ein wenig nach vorne, da über das Thema der nächsten Konferenz abgestimmt wird. Zu den Kinderkonferenzen werden auch Vertreter*innen der Bezirksvertretung, der lokalen Politik, und Stadtverwaltung eingeladen, sodass die Kinder direkt mit den zuständigen Personen ins Gespräch kommen können.

Die Kinderkonferenz ist ein wichtiger Baustein im Düsseldorfer Partizipationsmix und wird von der Servicestelle Partizipation in enger Kooperation mit den Fachkräften der teilnehmenden Kindereinrichtungen organisiert.

Ziele

Mit der Teilnahme an der Kinderkonferenz können wichtige demokratische Erfahrungen in der frühen Entwicklungsphase gesammelt werden. Die Kinder werden dazu ermutigt, Ideen zur Gestaltung ihrer eigenen Lebenswelt einzubringen. Sie lernen miteinander zu diskutieren, die eigenen Sichtweisen zu vertreten, aber auch die anderer zu verstehen. Gleichzeitig wird bei der methodischen Gestaltung auf einen kindgerechten Ansatz geachtet, der neben der inhaltlichen Arbeit an einem Thema auch ausreichend Spiel- und Spaßelemente umfasst.

Kernidee der Kinderkonferenz

Mitsprache für Kinder als Expert*innen ihrer Lebenswelten

Zusammengefasst – das ist die Kinderkonferenz

  • politische Beteiligung von Kindern
  • Kinder zwischen 6-12 Jahren als Zielgruppe
  • Pilotprojekt in Oberbilk seit 2023
  • geplanter stadtweiter Ausbau
  • niedrigschwellige & offene Teilnahme

Stadtweiter Überblick der Kinderkonferenzen

Bislang hat die Kinderkonferenz allein im Stadtteil Oberbilk stattgefunden. Zukünftig soll das Beteiligungsformat auch in anderen Stadtteilen stattfinden. Dieser Ausbau wird schrittweise in den nächsten Jahren vorgenommen. Die Informationsvorlage, die dazu im Stadtrat von Düsseldorf im Juni 2025 beraten wurde, findet ihr hier, und einen ergänzenden Beschluss vom September 2025 hier. Wenn ihr euch genauer über eine Kinderkonferenz informieren wollt, könnt ihr das über unsere Bezirksseiten tun. Zum Verständnis: Noch sind hier nicht alle Stadtbezirke aufgeführt, sondern zunächst diese, in denen eine Kinderkonferenz bereits geplant und/oder stattgefunden hat. Wir erweitern die Liste fortlaufend.

Im Stadtbezirk 2 sind die ersten Kinderkonferenzen im Jahr 2026 geplant. Sobald konkrete Termine und Standorte feststehen, findet ihr die jeweiligen Berichte auf der entsprechenden Bezirksseite hier.

Der Stadtbezirk 3 ist mit dem Pilotprojekt in Oberbilk schon etwas länger dabei. Die Berichte zu den vergangenen Kinderkonferenzen findet ihr hier auf der Bezirksseite. Dort findet ihr dann auch alle wichtigen Informationen, sobald weitere Stadtteile des Bezirks hinzukommen.

Im Stadtbezirk 6 sind die ersten Kinderkonferenzen im Jahr 2026 geplant. Sobald konkrete Termine und Standorte feststehen, findet ihr die jeweiligen Berichte auf der entsprechenden Bezirksseite hier.

Ansprechpartnerinnen

Gesa Schlösser

Servicestelle Partizipation (Amt für Soziales und Jugend)
Maike Billen

Bildungsreferentin

Servicestelle Partizipation (Jugendring)