Mehrstufige Beteiligung bei Spielplätzen, Sportflächen und weiteren Projekten

Grundlage von Kinder- und Jugendbeteiligungen in Düsseldorf

Die Servicestelle Partizipation organisiert Beteiligungen von Kindern und Jugendlichen zu verschiedenen Planungsvorhaben der Stadt. Wenn zum Beispiel Spielplätze oder Sportflächen neu gestaltet werden, holen wir die Meinungen junger Menschen dazu ein. Das geschieht in enger Absprache mit den zuständigen Planer*innen.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahr 2016 verbindlich festgeschrieben. Die damalige Beschlussvorlage könnt ihr hier im Original nachlesen. Darin steht, dass Kinder und Jugendliche bei allen Stadtprojekten, die ihr Lebensumfeld betreffen, beteiligt werden und mitreden sollen. Dafür muss es mindestens ein Beteiligungsangebot geben, das speziell für Kinder und Jugendliche gemacht ist.

Ausschnitt aus dem Ratsbeschluss 2016 zur Kinder- & Jugendbeteiligung

„Der Rat beauftragt die Verwaltung, Kinder und Jugendliche in Beteiligungsverfahren zu allen Projekten einzubeziehen, die diese Bevölkerungsgruppe betreffende stadträumliche oder sozialstrukturelle Veränderungen zur Folge haben. Es soll in jedem Verfahren mindestens ein speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittenes Beteiligungsformat geben.“

Wir von der Servicestelle Partizipation beraten die zuständigen Fachämter und begleiten die Beteiligungen vor Ort. So stellen wir sicher, dass sich die Planungen an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer*innen orientieren. Die meisten Beteiligungen betreffen Vorhaben zu einem verbesserten Spiel- und Sportangebot, also Spielplätze und Sportflächen. Weitere Themen sind Jugendorte, Quartiersplätze oder auch die Erarbeitung eines neuen Kinder- und Jugendförderplans.

Ablauf von Kinder- und Jugendbeteiligungen

Unsere Beteiligungen, besonders bei Bauvorhaben, laufen in der Regel in mehreren Schritten ab. Das zeigt die Abbildung. Vor der ersten Beteiligung klären wir gemeinsam mit den zuständigen Planer*innen, was vor Ort gemacht werden soll, welche Vorgaben es gibt, wie viel Geld zur Verfügung steht und wie viel Mitsprache überhaupt möglich ist. Außerdem stimmen wir den Zeitplan ab: Wann finden die Beteiligungen statt? Wann könnte der Bau beginnen? Und wann ist die Eröffnung geplant? Sehr oft arbeiten wir dabei mit Planer*innen aus den verantwortlichen Fachämtern, also etwa Garten- oder Sportamt, zusammen. Je nach Vorhaben sind aber auch externe Planungsbüros eingebunden.

In der ersten Beteiligung sammeln wir die Ideen und Wünsche der jeweiligen Zielgruppe. In der Regel sind auch die Planer*innen beim Termin dabei. So können sie gleich eine erste Rückmeldung dazu geben, was machbar wäre und was leider nicht. Die Ergebnisse der ersten Beteiligung fließen in die weitere Planung ein. Wenn ein erster Entwurf vorliegt, folgt eine zweite Beteiligung. Dabei werden die Pläne vorgestellt und erklärt, welche Ideen und Wünsche berücksichtigt werden konnten. Gleichzeitig holen wir weiteres Feedback ein, das in die Überarbeitung einfließt. Dabei geht es auch immer darum, gemeinsam zu besprechen, wo noch Anpassungen möglich sind.

Zusätzlich zur Beteiligung müssen sich die Planenden in der Regel mit weiteren Stellen in der Verwaltung oder auch in der Politik abstimmen. Wenn das alles erfolgreich durchlaufen ist, kommt es zum Bau oder Umbau. Und nach einer gewissen Zeit wird die Eröffnung gefeiert. Zum Teil ist es sogar noch zum Ende hin möglich, Einfluss zu nehmen, indem etwa Teile einer neuen Sportanlage durch Jugendliche künstlerisch gestaltet werden.

Die konkreten Beteiligungsmethoden werden je nach Planungsvorhaben, Zielgruppe (z. B. spielerisch für Kleinkinder) und den Bedingungen vor Ort angepasst. Ergänzend zu den Vor-Ort-Beteiligungen bieten wir Jugendlichen je nach Projekt etwa auch die Möglichkeit, ihre Meinung online einzubringen. Ebenso bei Vorhaben, die sich an Kinder richten, setzen wir je nach Projekt weitere Methoden ein, beispielsweise Malbögen, mit denen Kinder ihre Ideen ausdrücken können.

Die Bauvorhaben dauern unterschiedlich lange. Mal geht es schneller, mal verzögern sie sich, zum Beispiel aufgrund von technischen Prüfungen, personellen Veränderungen oder Kostenfragen. Insofern braucht es etwas Geduld. Wir versuchen, den Prozess möglichst transparent zu begleiten. Sobald wir Neues von den Planenden erfahren, geben wir die Informationen weiter.

Wenn ihr euch über aktuelle Projekte informieren möchtet, dann schaut gerne mal auf unseren Bezirksseiten vorbei. Düsseldorf hat 10 Stadtbezirke mit 50 Stadtteilen. Wenn ihr euch nur für einen bestimmten Teil der Stadt interessiert, könnt ihr dort gezielt nach aktuellen Projekten suchen. Darüber hinaus gibt es noch eine Informationsseite für stadtweite Beteiligungen.

Mehr zu Beteiligungen in den Stadtbezirken
Mehr zu stadtweiten Beteiligungen