Seit 1957 erheben die Gewerkschaften am 1. September ihre Stimme gegen Krieg und Militarisierung. Was als Initiative des DGB begann, ist heute fester Bestandteil der gewerkschaftlichen Tradition und in diesem Jahr so aktuell wie lange nicht.
„Wir müssen kriegstüchtig werden.“ Mit diesem Satz hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die Richtung vorgegeben und die Politik folgt ihr in hohem Tempo. Sondervermögen für die Bundeswehr, ein neuer Wehrdienst, Rüstungskonzerne mit Rekordgewinnen. 2029 wird jeder dritte Euro des Bundeshaushalts für Verteidigung ausgegeben. Was als sicherheitspolitische Notwendigkeit verkauft wird, hat einen Preis und den zahlen vor allem junge Menschen, gleich doppelt. Mit einem Wehrdienst, der ihre Lebensplanung durchkreuzt und mit einem Staat, der Milliarden für Waffen findet, aber nicht für bezahlbare Wohnungen, sanierte Berufskollegs oder eine Ausbildung, von der man leben kann.
Während über Kriegstüchtigkeit gesprochen wird, bleibt offen, wie es um die Zukunftstüchtigkeit dieses Landes für seine junge Generation steht. Welche gewerkschaftlichen Antworten gibt es also auf die Aufrüstung? Wer verdient an ihr, und wer verliert? Und wie kommt man raus aus einer Spirale, in der jede Milliarde für Waffen die nächste rechtfertigt?
Darüber diskutieren wir am 1. September mit Jan Dieren (MdB, SPD), dem Publizisten Wolfgang M. Schmitt und Vertreter*innen der Initiative Wehrpflicht stoppen. Die Moderation übernimmt Tia Dillan (NRZ). Nach einer einstündigen Podiumsdiskussion öffnen wir die Runde im Fishbowl-Format: Wer mitdiskutieren will, nimmt Platz.
Eine Veranstaltung der DGB-Jugend Düsseldorf-Bergisch Land und des Jugendrings Düsseldorf.
📅 01.09.2026
⏰ um 18:00 Uhr
📍 Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, Düsseldorf
💶 kostenlos



